#unverhandelbar

Demo #unverhandelbar – Für Antifa und Klimaschutz – Gegen Kapital und Patriarchat!

Zum Abschluss der @kew_wue erlebte Würzburg drei Demonstrationen, die themenbezogen durch die Stadt zogen.

Hunderte Aktivist*innen aus Klimabewegung, feministischen Bewegungen und Antifaschist*innen liefen jeweils auf ihrer Route durch die Stadt und vereinigten sich immer wieder zu Zwischenkundgebungen. Am Würzburger Hauptbahnhof versammelten sich zunächst etwa 600 Menschen. Als Erstes zog die Klimademonstration los. Aufgerufen zu dem Block hatten u. a. @EGwuerzburg, @keinhektarmehr und @F4F_wuerzburg. Die Klimademo startete mit 250 Menschen Richtung Berliner Ring. Als nächstes startete die feministische Demo. U. a. MissMutig und @QueerPrideWue mobilisierten für den feministischen Demofinger. Der queere Zug lief durch Kaiserstraße und Theaterstraße hinter Bannern wie „Feminism“ und „Tender to all gender“. „However I dress, whereever I go. Yes means yes and no means no“ und „Kondome, Spirale – Linksradikale!“. Vor dem Theater trafen feministischer und Klima-Block zusammen und liefen zur gemeinsamen Kundgebung in der Hofstraße. Bei der Kundgebung wurden die Ausbeutung und Vertreibung indigener Völker und die Zerstörung ihrer Kulturstätten für Rodungen thematisiert. Für eurozentrische Medien seien diese Themen uninteressant, kritisierte eine Sprecherin. „Es gibt kein umfassendes Ende des Rassismus, ohne ein Ende des Kapitalismus“, betonte die Rednerin. Ihre Rede wurde zwischenzeitlich mit „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“ bejubelt. Als Drittes startete der antirassistische Solidarityblock. Die asylpolitische Gruppe @mehrals16a sprach über Solidarität. „Solidarität ist: im Alltag Geflüchteten zu helfen. Solidarität ist: sich gegen Rassismus stellen. Und Solidarität heißt: auch gemeinsam auf die Straße gehen“ Ohne die zivile Seenotrettung und die solidarischen Seebrücken-Proteste wären noch mehr Menschen im Meer ertrunken, betonte er. Er schloß seine Rede ab: „Machen wir aus der Solidarität eine Waffe um der Unmenschlichkeit entgegenzutreten!“. Angesichts der Ereignisse in Rojava, ergriff eine Kurdin das Wort: „Wir haben die Welt gegen den IS verteidigt und nun schaut die Welt zu, wie Erdogan uns vernichtet!“. Sie forderte einen sofortigen Rückzug der türkischen Armee und Sanktionen gegen Erdogan. Die deutsche Regierung leiste ihren Beitrag zum türkischen Angriffskrieg. „Deutsche Panzer raus aus meinem Land“, sagte sie. Sie beendete ihre Rede mit: „Man muss kein Kurde sein, um zu helfen, man muss nur ein Mensch sein!“. Gut 200 Antifaschist*innen zogen daraufhin unter Antifa- und YPG-Fahnen durch die Bismarckstraße. Zu dem Block unter dem Motto „Solidarity for all!“ riefen u. a. @antifa_wue, @mehrals16a und die @SeebrueckeWue auf. Angesichts der Lage in Rojava riefen sie: „Biji Berxwedana Rojava!“ („Es lebe der Widerstand in Rojava“) und „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“. Der Protest solidarisierte sich mit geflüchteten Menschen. „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“ schallte es durch die Pleich. Die Antifaschist*innen liefen über Congress-Centrum und Karmelitenstraße zum Unteren Markt. Dort warteten sie auf den feministischen Block, deren Techno-Mukke bereits zu hören war.

Mit lauten „Alerta, Alerta Antifascista“-Rufen erreichte der feministische Block unter großem Jubel den Unteren Markt. In der Rede wurde auf die menschenunwürdige Unterbringung eingegangen. Frauen leiden darunter besonders. „Sogar Frauen werden abgeschoben“, sagte die Missmutig-Rednerin. Geflüchtete seien nach Deutschland gekommen, um in Frieden zu Leben und erleben nun staatliche Repression. „Jeden Tag verschärfen sich Gesetze und Maßnahmen“, sagte die Sprecherin. Zudem kritisierte sie Waffenexport in die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. „Wir müssen unser System radikal verändern“, forderte die Antikapitalistin. Danach zog der feministische Block am Rathaus vorbei durch die Sanderstraße zum Mainkai. Hinter den Feminist*innen lief die Solidarity-Demo. Beide zogen die Blicke der zahlreichen Passant*innen auf sich. Der Solidariy-Block lief über Dom und Neubaukirche zum „Geschwister-Scholl-Platz“. Dort sagte eine Rednerin: „Wachstum macht unsere Erde kaputt, unser jetziges System braucht das Wachstum“, betonte sie. . @EGwuerzburg ging auf die Kriminalisierung von Seenotrettung ein. „Menschen Retten ist kein Verbrechen“, „Es ist jetzt die Zeit aktiv zu werden!“. Auf Anordnung der Polizei liefen die Züge gemeinsam über den Sanderring zum Mainkai. Unter „A-Anti-Anti-Capitalista“ und „Climate Justice – Now!“ rufen erreichten sie das Mainufer. Dort bejubelte sie bereits die queere Demo. In den Abschlussreden wurde die Unterdrückung der Frauen im Alltag thematisiert. Eine Sprecherin kritisierte, dass die Stadt im Juni einen teils homophoben evangelikalen Kongress hat stattfinden lassen. Die Blicke richteten sich auf die Festung. Dort seilten sich Menschen mit einem Banner „Keine Festung Europa!“ ab. Großer Jubel brandete auf, als die Message ganz zu lesen war. Die erfolgreiche Demo klang zu Techno-Musik bei schönem Wetter am Mainkai aus. Morgen geht es schon weiter mit der Demo gegen Antisemitismus, am Donnerstag rufen soziale Gruppen auf, die Wohnungsnot in Würzburg zu bekämpfen. Nächsten Samstag organisert WATU den ersten Animal Rights March Würzburg.

Im aktuellen Redebeitrag wird die Ausbeutung und Vertreibung indigener Völker und die Zerstörung ihrer Kulturstätten für Rodungen thematisiert. Für eurozentrische Medien sind diese Themen uninteressant und werden von der Sprecherin kritisiert

#unverhandelbar #wue1210 Es gibt keinen Qeerfeminismus ohne Rassismus, kein umfassendes Ende des Rassismus ohne ein Ende des Kapitalismus. Die Sprecherin geht damit auf das Thema Intersektionalität ein.

Ihre Rede wird zwischenzeitlich mit „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“ bejubelt.

Den dritten Tag in Folge gehen junge Menschen in Würzburg auf die Straße. Wie alle zwei Wochen rief Fridaysforfuture Würzburg zur Klimademo auf. Thema der Demonstration war die Zerstörung der tropischen und außertropischen Urwälder. Gut 100 Demonstrant*innen starteten am HBF und liefen durch die Innenstadt. Die großteils jungen Menschen forderten „Climate Justice – Now“. Angekommen am Domvorplatz, legten sich die Protestierenden auf den Boden. Sie sprangen auf u. sangen: „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle!“ Fridaysforfuture rekapitulierte den Verlauf der weltweiten Klimaproteste und bedankte sich „für das Durchhaltevermögen der Demonstrant*innen.“ Ein Text der Gäste des Colectivo AfroRaiz wurde verlesen. Danach sprach eine Vertreterin des Colectivo AfroRaiz. In ihrer Rede ging sie auf den brennenden Amazonas-Regenwald ein. „Die Waldbrände in Amazonien betreffen uns alle!“, bekräftige die Rednerin. Den Höhepunkt der lebhaften Demonstration setzte das Colectivo AfroRaiz mit einer Tanz- und Musikeinlage. Die Gruppe aus dem Norden Brasiliens setzt sich für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes ein. AfroRaiz ist eine NGO. Neben ökologischen Aspekten, fordern sie ökonomische und kulturelle Teilhabe für alle Menschen ein. Zudem macht die Gruppe feministische Politik. In unserem Video seht ihr einen Teil der Performance. Vergangen Dienstag trat die Gruppe bereits in der Würzburger Posthalle auf. Morgen geht’s weiter auf Würzburgs Straßen. Zum Abschluss der Kritische Einführungswoche ziehen feministische, Klima- und „Solidarity“-Gruppen ab 12 Uhr gemeinsam durch die Stadt. Die Organisator*innen der Demo: #unverhandelbar erwarten 1000 Demonstrant*innen. twitter.com/Unverhandelbar…

Solidarität mit den Betroffenen in Halle und Rojava.

Kommt zur heutigen Kundgebung am Unteren Markt und zur #Unverhandelbar Demo am Samstag!

Save the Date: am 12.10 findet im Rahmen der @kew_wue die #unverhandelbar Demo statt. Und am gleichen Tag, ab 18:30 Uhr in der Kellerperle, heißt es endlich wieder: Feiern statt Bayern (4.0)!