#refugeeswelcome

Moria ist abgebrannt. Unsere Recherche vom April (twitter.com/schwarzlichtwu…) zeigte, wie überfüllt das für 3.000 Menschen konzipierte Lager gewesen ist. Moria war schon immer eine Hölle. Hoffen wir, dass das Feuer Anlass zur Auflösung ist.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#Moria? Gibt es gar nicht!

Wer in diesen Tagen einen Blick auf Lesbos wirft und dazu Google Maps verwendet, bekommt ein verpixeltes Fleckchen Land zu sehen. In der Mitte dieses Pixelhaufens erklärt eine Angabe, dass es sich um das Flüchtlingscamp bei Moria handelt.
Es wird versteckt, was nicht sein darf. Unter diesen 12 x 8 Meter großen, bunten Rechtecken befinden sich aktuell circa 20.000 Menschen, welche nach einer durch Flucht geprägten Vergangenheit endlich die Ufer Europas erreicht haben.
Länder wie Deutschland oder Luxemburg begannen vor wenigen Tagen mit der Aufnahme. Deutschland beschränkt sich vorerst auf 50 unbegleitete Kinder. Insgesamt sollen 1.600 Menschen auf EU-Staaten verteilt werden (1). Dennoch verschärft sich die Situation im Camp Tag für Tag.
Das bevorstehende Handeln der EU ist langsam, kommt viel zu spät und wird die Probleme nicht lösen.

Die Lage in den überfüllten Camps auf den griechischen Inseln ist schrecklich.
Warum wurden die Geflüchteten nicht viel früher und/oder von Griechenland selbst besser verteilt? Der Grund hierfür liegt im EU-Türkei-Deal: „Alle, die nach dem 20. März 2016 in Griechenland ankamen, dürfen gemäß dem Deal nicht aufs Festland verbracht werden“ (2).
Griechenland nimmt das Leid der Menschen in Kauf, um eine Abschiebung in die Türkei als Möglichkeit offen zu lassen. Auch Corona und die damit verbundene Kenntnis über das Zusteuern auf eine noch gravierendere Katastrophe sorgt nicht für ein Umdenken.
In der „Hölle von Moria“ kam es in der Vergangenheit zu vielen Aufständen, Bränden und gewaltsamen Todesfällen – zu viele, um sie alle aufzuzählen. Wir haben bereits im März von der Lage vor Ort berichtet:

twitter.com/schwarzlichtwu…

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Die Situation in Moria ist heftig“ - Lagebericht aus Lesbos und Solidarität aus #Würzburg!

Erstmal die gute Nachricht. H., die bereits seit mehreren Monaten auf Lesbos in der Geflüchtetenhilfe arbeitet, geht es soweit „ganz gut“.
Mittlerweile ist die Insel „für Nicht-Inselbewohner*innen dicht, wahrscheinlich streicht Griechenland ab morgen die Flüge“.

Die @tazgezwitscher schreibt heute über den „Ausnahmezustand de luxe“ in Deutschland und blickt auf Lesbos:
„Während hier leere Hallen und Hotels als Notfallkrankenhäuser aufgebaut werden, betreibt das Gesundheitsministerium von Griechenland im Lager von Moria auf Lesbos eine Krankenstation mit zwei Ärzten und einem Psychologen pro Schicht – für über 20.000 Menschen“. ¹
Im Lager von #Moria gelten nun Ausgangbeschränkungen. „Die Leute dürfen nur noch von 7 – 19 Uhr raus und nur eine Person pro Familie am Tag und nicht mehr als 100 Menschen in der Stunde“, berichtet H. Zusätzlich werde ein Zaun um das Geflüchtetenlager gezogen.
Die Situation in Moria ist heftig“, H. sorgt sich, „dass Moria nicht wieder zu der Offenheit zurückkommt“.

Die Schule „Wave of Hope“ zieht gerade um. „Nun wurde beschlossen, anstatt der Schule ein notdürftiges Krankenhaus zu bauen.
Das ganze wird natürlich alles selbstorganisiert und wird von NGOs unterstützt“, schreibt uns H.. Sie sorgt sich um eine weitere Zuspitzung der Lage im Camp Moria: „Ich denke, dass es die Tage vermehrt zu Spannungen kommen wird, weil die Leute einfach nicht raus können, die kleinen Obst/Gemüse/Falafelstände in Moria jetzt auch vorerst schließen mussten, d.h. dass alle wieder vermehrt auf das Essen von Moria selbst angewiesen sind“. Sie sorge sich vor „längeren Essensschlangen, mehr Rangeleien und Stress“
Während wir uns die Hände waschen können, leben die Menschen in Moria unter katastrophalen hygienischen Bedingungen: „In den Lagern in Griechenland gibt es oft nicht einmal genug Wasser zum Trinken“, schreibt Christian Jakob in der taz.
In einem lesenswerten Artikel der @zeitonline fordert Allgemeinmediziner George Makris: „Die vorerkrankten Menschen müssen jetzt dringend und zuallererst evakuiert werden. Schlussendlich müssen alle hier raus.“ ² Wir haben bereits zwei mal über die Situation in #Lesbos berichtet³ und halten euch auch in Zukunft auf dem Laufenden. Um die totale Katastrophe in Moria zu verhindern, wurde der #LeaveNoOneBehind ins Leben gerufen und eine Petition gestartet, die bereits mehr als 160.000 Menschen unterzeichnet haben. ⁴
In Würzburg hätte gestern eine Demonstration unter dem Motto „Wir haben Platz“ stattfinden sollen.

Aus bekannten Gründen musste sie abgesagt werden, deshalb ruft die @SeebrueckeWue auf, Banner aus den Häusern zu hängen, um Solidarität mit den Menschen an den europäischen Außengrenzen zu zeigen.

Die Fotos zeigen solidarische Banner in Würzburg (heute, 21.03.2020, Internationaler Tag gegen Rassismus).
¹taz.de/In-der-Corona-…

² zeit.de/politik/auslan…

³ Erster Bericht aus Lesbos (13.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

Zweiter Bericht aus Lesbos (18.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

⁴ Petition #LeaveNoOneBehind:

change.org/p/alle-mensche…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die Bundesregierung kündigte heute an das Resettlement Verfahren mit der #Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen „bis auf Weiteres auszusetzen“. Begründet werden die Maßnahmen mit der Ausbreitung der #Covid19-Pandemie.
Konkret bedeutet dies, die Menschen in absoluter humanitärer Notlage werden alleine gelassen. Anstatt jetzt freigewordene Hotelkapazitäten zu nutzen, um einreisende Geflüchtete quarantieren zu können, werden die Menschen an der Ägäis im Stich gelassen.
„Moria (Anmerkung: Das völlig überfüllte Flüchtlingslager auf #Lesbos) hat gestern gebrannt, schrecklich!“, schreibt uns am gestrigen Dienstag unser Kontakt (H.) auf der griechischen Insel Lesbos.
Drei Container hätten gebrannt. „Ich habe mitbekommen, dass zwei Kinder gestorben sind“, so H..

„Mittlerweile ist auch #Corona hier ein großes Thema und wir sind halb in Quarantäne“, berichtet H.
Sie berichtet von dramatischen Zuständen: „Alle haben richtig Angst, dass der Virus in #Moria ausbricht – Es gibt keine Möglichkeiten sich ordentlich die Hände zu waschen und nicht einmal Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung“, schreibt sie uns.
Gestern schrieb die @taz pessimistisch: „Die anderen EU-Länder streiten sich immer noch darüber, wer wie viele unbegleitete Kinder aufnehmen soll und was das für Konsequenzen haben könnte.
Als würden nur Kinder ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit haben. Für allein reisende Geflüchtete und die vielen Familien in Moria ist anscheinend nirgendwo Platz.“
Unter dem #LeaveNoOneBehind haben in wenigen Tagen bereits über 40.000 Menschen unterschrieben, die Corona-Katastrophe auch an den Außengrenzen endlich ernst zu nehmen.
Die Petition fordert die Evakuierung der überfüllten Lager, notwendige Schutzmaßnahmen vor Corona (auch in Flüchtlingslagern), den Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose und Geflüchtete und den Zugang zum Asylverfahren.
Unterzeichnen könnt ihr hier:

change.org/p/alle-mensche…

Mit dieser Dokumentation wollen wir die Entwicklung des Flüchtlingscamps über die letzten fünf Jahre festhalten. Unsere Analysen beruhen zu großen Teilen auf Satellitenaufnahmen des Camps.
Ursprünglich als Militärbasis konzipiert, hat Moria eine Kapazität von 3.000 Personen (3). Seit Ende 2015 wird die Basis als Flüchtlingslager genutzt.
Wo früher Militärfahrzeuge standen (siehe Aufn. vom 13.06.2007), dokumentieren Satellitenaufnahmen vom Oktober 2015 die Errichtung neuer Gebäude (siehe Aufn. vom 02.10.2015). Ab 29. Oktober entstehen innerhalb von 5 Tagen 15 neue Gebäude (siehe Aufn. vom 29.10.2015 & 02.11.2015).
Bis Juni 2016 kommen nochmal über 50 Gebäude hinzu (siehe Aufn. vom 03.06.2016). Eine Karte des UNHCR vom Februar 2016 erklärt die Infrastruktur vor Ort. Das Camp scheint vorbereitet!
Seit Frühjahr 2016 dient #Moria hauptsächlich als Abschiebezentrum zur Umsetzung des EU-Türkei-Deals (4). Im April 2016 leben bereits 4.000 geflüchtete Menschen in Moria (5).
Als der griechische Migrationsminister in diesem Monat das Camp besucht, kommt es zu Ausschreitungen; Steine fliegen. (5)
Eigentlich ist ein Lager mit 133% Auslastung als Überfüllt zu deklarieren. Das heißt: keine weiteren Aufnahmen! Doch viel geringer wird diese Prozentzahl erstmal nicht.
Sie ist starker Fluktuation unterworfen: hin und wieder werden besonders schutzbedürftige Geflüchtete ans Festland gebracht (6), doch es gibt stets mindestens genauso viele Neuankömmlinge: Ende 2019 wird von bis zu 450 Menschen in nur einer Nacht berichtet (7).
Nach der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 hat sich die Lage im Jahr 2017 relativ beruhigt. Zum ersten Mal fällt die Zahl der Menschen in Moria wieder unter 6.000 (8). Auf Satellitenbildern vom April 2017 sind plötzlich weniger (!) Gebäude zu zählen (siehe Aufn. vom 29.04.2017).
Einen Monat darauf stehen dort, wo vorher eingeschossige Gebäude waren, zweistöckige, containerartige Gebäude (siehe Aufn. vom 26.05.2017). Bis Januar 2018 kommen viele dieser mehrstöckigen Gebäude hinzu (siehe Aufn. vom 31.01.2018).
Die Camp-Betreiber bereiten sich auf weitere Ankömmlinge vor. Doch diese Maßnahmen reichen nicht aus. Das bestehende Camp ist überfüllt und so etabliert sich Anfang 2018 ein Baracken-Cluster auf der gegenüberliegenden Straßenseite, nordöstlich des Camps.
Dort befindet sich ein privater Olivenhain, welcher von nun an mehr und mehr beansprucht wird (siehe Aufn. vom 31.01.2018 bis 02.04.2019).

Im Oktober 2019 leben 13.000 Menschen in und um dem Camp (6).
Auf einem letzten Satellitenbild vom Oktober 2019 umfasst die Größe des Olivenhain-Camps 41.397m². Das sind 75% des eigentlichen Camps (siehe Aufn. vom 24.10.2019). Zwei Menschen sterben in diesem Monat, als ein Feuer im Lager ausbricht (6).
In den Baracken kann sich, wenn überhaupt, nur mäßig gegen den anstehenden Winter geschützt werden. Nicht überall gibt es Strom, nicht überall ist es trocken, vieles versinkt im Schlamm. Die hygienische Situation ist katastrophal und im Lager herrscht Gewalt.
So trauen sich Frauen nachts nicht mehr zur Toilette (9). In diesem Winter befinden sich 17.000 Menschen in Moria (10). In Anbetracht der ursprünglichen Kapazität von 3.000 Personen ist dies eine 567 prozentige Auslastung.
Das Europa, welches diesen Menschen keinen Eintritt gewährt, schickt Decken und Kissen (10).

Nach Überstehen der Kälteperiode hat sich die Situation nicht verbessert. Januar 2020 befinden sich 19.000 Menschen, davon 40% Minderjährige, im Camp (11).
Im Februar protestieren 2.000 Geflüchtete gegen die Zustände im Camp in der Inselhauptstadt (12). Die Polizei setzt Tränengas ein. Daraufhin formt sich im März ein faschistischer Mob, welcher Flüchtlinge, Helfer*innen und Journalist*innen brutal attackiert (13).
Währenddessen rückt ein Thema immer weiter in den Vordergrund: Corona. Die Menschen im Camp haben Angst, dass sich das Virus dort ausbreitet. Die Versorgung jeglicher Art ist bereits jetzt katastrophal. Auch Hygienemängel werden mit zunehmender Wasserknappheit verstärkt.
Es gibt keine Konzepte, alle sind auf sich alleine gestellt.

Doch zurück zum Anfang: Moria? Gibt es nicht! Überzeugt euch selbst, indem ihr diesen Link anklickt: goo.gl/maps/yPyr3uD7D….
Seit Oktober 2019, wo 13.000 Menschen das Camp bewohnten, gibt es keine aktuelleren Satellitenbilder, welche in dieser Auflösung öffentlich zugänglich sind. Heute leben dort 20.0000 Menschen. Wie hat sich das Lager verändert? Wir wissen es nicht.
Statt dem neuesten Satellitenbild wird Usern eine Aufnahme von 2014 mit nachträglicher Verpixelung angezeigt.
Diese Art der Problemlösung erinnert stark an das Vorgehen der EU: Moria? Wenn wir nicht hinsehen, ist es nicht unser Problem!

Wir sagen: #LeaveNoOneBehind und #WirHabenPlatz! Evakuiert die Lager und wartet keine Durchseuchung ab! change.org/p/alle-mensche…
Quellen:

  1. focus.de/politik/auslan…

  2. proasyl.de/thema/eu-tuerk…

  3. tagesschau.de/ausland/moria-…

  4. de.wikipedia.org/wiki/Moria_(Le…

  5. tagesschau.de/ausland/lesbos…

  6. tagesspiegel.de/themen/reporta…

  7. evangelicalfocus.com/europe/4784/Le…

  8. theguardian.com/world/2017/dec…

  9. avicenna-hilfswerk.de/moria-im-winte…

  10. zeit.de/2019/53/camp-m…
  11. theguardian.com/global-develop…

  12. orf.at/stories/315306…

  13. n-tv.de/politik/Faschi…

Zeitgleich zum Feuer standen 13.000 Stühle (so viele wie aktuell Menschen in Moria) demonstrativ vor dem Reichstag, um zu zeigen: #WirHabenPlatz. Auch Würzburg ist sicherer Hafen (@SeebrueckeWue). Doch dieser wird nicht angefahren, da alles an einer einzigen Person scheitert: „Heimat“-Minister Horst Seehofer. Er entscheidet über Leben und Tod zahlloser Menschen. Und er wählt immer wieder das Letztere. Wir sollten uns fragen, was ihn dazu legitimiert. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
SPONTI AB 18:30 AM BARBAROSSAPLATZ

Die EU muss sich von ihrer menschenfeindl. Außenpolitik abwenden und Menschen in Not helfen! Auch die BRD ist verantwortlich und könnte helfen - wenn sie wollte. @SeebrueckeWue ruft als Antwort auf die Situation in #Moria zur Demonstration auf. twitter.com/SeebrueckeWue/…

Seebrücke Würzburg (@SeebrueckeWue):
Demo - Heute 18:30 – Barbarossaplatz

#Moria steht in Flammen! Tausende sind obdachlos! Zusätzlich hat #Corona die 13.000 Menschen erreicht. Sie müssen evakuiert werden! #Heimathorst darf die aufnahmebereiten Länder und Kommunen nicht länger blockieren!

#RefugeesWelcome

Kommt zahlreich, kommt wütend, kommt laut! #SeehoferRuecktritt #RefugeesWelcome #LeaveNoOneBehind

Am Mittwoch, 11.03.2020 soll der 33. Sammelabschiebeflieger nach #Afghanistan abheben. Auf der Liste stehen Personen, die auch in Würzburg leben. Deswegen protestierten am Montagabend 125 Menschen nach einem Aufruf der @SeebrueckeWue gegen Abschiebungen. Zunächst versammelten sich etwa 100 Menschen am Würzburger Hauptbahnhof. Sie liefen durch die Kaiserstraße, Theaterstraße, Eichhornstraße, Domstraße zum Vierröhrenbrunnen. Die laute Demonstration rief „No Border! No Nation! Stop Deportation!“ und „Kein Mensch ist illegal“. Einige Passant*innen schlossen sich den Protesten an, so dass in der Spitze etwa 125 Menschen hinter einem Banner gegen Lager und Ausgrenzung liefen. Am Zwischenkundgebungsort vor dem Würzburger Rathaus bedankte sich zunächst ein Organisator für die Unterstützung. Der zweite Redner stellte klar: „Man soll Menschen helfen und sie nicht abschieben“. Die Demoteilnehmer*innen spendeten großen Applaus. In Zeiten in denen #Griechenland seine Grenzen abschottet, Bayern nach Afghanistan abschiebt und die EU bereitwillig hunderte Millionen für „Grenzschutz“ zuschießt, scheint Solidarität nicht selbstverständlich zu sein. Er beendete seine Rede mit den Worten: „Geflüchtete Menschen sind Menschen wie wir alle!“.

Danach verlas ein Redner von @mehrals16a einen Text einer Person, die auf der Abschiebeliste steht. „Ich lebe seit 5 Jahren in Deutschland, Ende März wird mein Kind geboren und meine Freundin und ich wollten bald heiraten“, schreibt er. Um 5 Uhr morgens habe die Polizei vor seiner Tür gestanden und er habe es geschafft durchs Fenster zu entkommen. Die Regierung wisse, dass Afghanistan nicht sicher sei. Er appelliert: „Wir brauchen Menschlichkeit“ und seine drastischen Worte („Bevor sie mich nach Afghanistan abschieben, sollen sie mich lieber hier töten“), führen zu drückender Stille. Anschließend lief der Protest am Rathaus vorbei, zum Unteren Markt. Bei der Abschlusskundgebung fragte ein Geflüchteter: „Was habe ich getan, dass ich nach fünf Jahren keine Chance mehr habe in Deutschland zu bleiben?“. Am offenen Mikrophon sprachen noch weitere Geflüchtete: „Wenn wir die Menschen nicht schützen, dann können wir uns nicht Demokratien nennen in Europa.“ Ein anderer Redner verwies auf Probleme mit der Polizei: „Die Polizei nimmt uns immer nur negativ und als Gegner wahr, ob an den Grenzen oder in Deutschland.“ Auch wir als Schwarzlicht Würzburg haben zur Demonstration mobilisiert und unterstützen die Proteste für ein Bleiberecht für Alle!

#RefugeesWelcome

MORGEN - MONTAG 9. MÄRZ! Demo gegen Abschiebung - Bleiberecht für Alle

Afghanistan ist NICHT sicher! Die Taliban und andere gewalttätige Konfliktparteien terrorisieren die Bevölkerung seit Jahren. Menschen werden entführt und verschwinden, werden ermordet, viele müssen fliehen. Bomben, Gewalt und Tod sind Realität. Und trotzdem führt die deutsche Regierung/Bundesinnenministerium seit 2016 regelmäßig Sammelabschiebungen nach Kabul/Afghanistan durch, in das laut GPI19 “unfriedlichste Land der Welt”. Das Vorgehen der Behörden wird dabei zusehens skrupel- und gewissenloser. Integrierte Menschen werden verunsichert, müssen mit ständiger Angst vor Festsetzungen leben, und werden mit rücksichtslosen bis autoritären Mitteln aus ihren Freundeskreisen und Familien gerissen. Auf der Liste des 33. Sammelabschiebungsfliegers, der am 11.3 starten soll, stehen erneut Personen, die auch in Würzburg leben, weshalb wir uns alle solidarisch gegen diese unmenschliche Praxis positionieren müssen. Und da viele Medien anscheinend das Interesse an den hier, und den in Afghanistan, herrschenden Zuständen verloren haben, muss der Protest sichtbar werden. Kommt am 9.3. um 16.30 zum Hauptbahnhof, um gemeinsam zu demonstrieren.

Gegen polizeiliche Verfolgung von Schutzsuchenden

Gegen strukturellen Rassismus

Gegen Abschiebungen Wir starten ca 17.00 und hören Kundgebungen am Vierröhrenbrunnen und unterem Markt.

BLEIBERECHT IST MENSCHENRECHT

#RefugeesWelcome Veranstaltet wird die Demonstration von @SeebrueckeWue und unterstützt von @mehrals16a und Schwarzlicht Würzburg!

wuerzburg.demosphere.net/event/2397

Spontandemo in Würzburg!

An der griechischen Grenze bekämpft die #EU aktuell Kriegsflüchtlinge. In Würzburg wollen über 200 Menschen nicht länger zusehen und haben sich für eine spontane Demonstration versammelt. Vom HBF geht es durch die Innenstadt bis zum Rathaus. #seebruecke Gleichzeitig positionieren sich Aktivist*innen in den Weinbergen und präsentieren ein riesiges “Keine Festung Europa”-Banner!

“Diese Abschottunspolitik verstößt gegen die Menschlichkeit”, sagt der Veranstalter, “#Europa hat kapituliert, während #Erdogan triumphiert.” Danach sprach ein #AntiRa-Aktivist und kritisierte den sog. “EU-Türkei-Deal”.

Es schallt “No Border! No Nation! Stop Deportation” und “Refugees are welcome here” durch die Kaiserstraße.

Zur Demonstration haben u. a. @SeebrueckeWue, @seawatchcrew und Schwarzlicht mobilisiert. Macht die Grenzen auf und nutzt Würzburg als sicheren Hafen!

#RefugeesWelcome