#rassismus

Drei Aktionen am Samstag: „StopRacism“, Christopher Street Day und #LifeAfterCorona-Aktion! Morgen ist in Würzburg wieder einiges los. Zwischen 10 und 14 Uhr ruft @GreenpeaceWue auf, zur Eichhornstraße zu kommen und ein Stoffstück mit Wünschen und Forderungen für die Zeit nach der Corona-Pandemie mitzubringen. Ab 14 Uhr findet der #CSD statt. @QueerPrideWue mobilisiert auf die Mainwiesen und schreibt: „Unsere Worte gegen weltweite Erniedrigung und Hass von queeren Menschen werden auch weiterhin klar, präzise, laut und definitiv sein; ein Bekenntnis zu den Farben der Regenbogenflagge.“ Ab 17 Uhr ruft die Instagram-Seite „StopRacism Würzburg“ zu einer „friedlichen Demonstration“ gegen #Rassismus auf. Dresscode ist ein schwarzes Oberteil und Mund-Nasen-Schutz.

Die Partei des #Rassismus und der #Polizeigewalt – Wieso die #CSU die Fresse halten sollte [Thread]

Vergangene Woche stellte sich Bayerns Innenminister Herrmann hinter die Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Beinahe obligatorisch betont der Law-and-Order CSU‘ler, man sei in Bayern im Auftreten der Polizei „weit entfernt von Exzessen wie in manchen amerikanischen Städten“.

br.de/nachrichten/me… Durch Abgrenzung zur „schlimmen Polizeigewalt in den USA“, zeichnet der Innenminister das Bild einer bayerischen Polizei, in der Rassismus Einzelfälle darstelle. Rassismus wird auf der Ebene der individuellen Einstellungen der Polizist:innen verhandelt. Dass die Polizei ein rassistisches System durchsetzt, wird verschwiegen.

#Herrmann gelingt es, sich der liberalen Copkritik anzubiedern. Deren These: In der Polizei gebe es vereinzelt Rassist:innen, diese müsste man in den Griff bekommen und alles sei gut. Über Jahre hetzte die CSU in Bayern gegen Geflüchtete, Seehofer kündigte 2011 an, das Land bis zur „letzten Patrone“ gegen „Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme“ zu verteidigen und setzte dies als Ministerpräsident und Innenminister um.

tagesspiegel.de/politik/seehof… Die CSU machte die Politik gegen Geflüchtete zu ihrem Kern.

Am 1. August 2018 führte die CSU in Bayern die ANKER-Zentren ein. In diesen Großlagern leben die Menschen auf engstem Raum in meist ehemaligen Kasernen. Das Leben dort ist trist, die Perspektiven oft schlecht und Proteste werden von der Polizei rigoros niedergeschlagen. Erst am 19.05. berichteten wir über einen heftigen Polizeieinsatz gegen Geflüchtete im Schweinfurter ANKER-Zentrum. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im #ANKER-Zentrum Schweinfurt ist es zu einem heftigen Polizeieinsatz bekommen. Eine Demonstration von Lagerbewohner*innen wurde mit einem Großaufgebot der Polizei beantwortet.

Bildquelle: BR
Im #ANKER-Zentrum in der ehemaligen Schweinfurt US-Kaserne war es bereits Ende März zu einem Ausbruch des #Corona-Virus gekommen.

Die Bewohner*innen stehen seitdem unter Quarantäne. Lediglich bereits Genesene dürfen das Lager verlassen.
Erst wenn es 14 Tage lang keine neuen Corona-Fälle im Lager gibt, will die Regierung von Unterfranken die strenge Quarantäne aufheben. Bisher wurde bei 137 Menschen in der Unterkunft eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen.
Am 20. April verstarb im ANKER-Zentrum ein 60-jähriger Armenier an den Folgen der Viruserkrankung.

Bei der Demonstration am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr versammelten sich die Bewohner*innen am Eingangstor der ehemaligen Kaserne.
Friedlich und lautstark protestierten sie gegen die harten Ausgangssperren. Seit mittlerweile 8 Wochen dürfen sie das Lager nicht verlassen.

Mit Sitzblockaden versuchten sie den Lagerbetrieb zu stören. Die Polizei reagierte mit einem enormen Aufgebot & räumte die Blockade.
Laut Polizeiberichten hatte sich die Lage zunächst entspannt, ehe sie am Nachmittag wieder eskalierte. Die Bewohner*innen im Schweinfurter ANKER-Zentrum versuchen seit längerem mit friedlichen Demonstrationen Aufmerksamkeit für ihre Lage zu erhalten.
Doch aus der Bevölkerung hagelt es Anfeindungen, wenn sich die Schweinfurter Asylbewerber*innen für eine bessere Unterbringung und faire Asylverfahren einsetzen. Von staatlicher Seite gab es bisher auch keine wesentlichen Verbesserungen für die Geflüchteten.
Als die Cops am Nachmittag anrückten, wurden sie nach eigenen Angaben mit Gegenständen beworfen. Achtung: Wir wissen nicht exakt was passiert ist, aber es ist ratsam nicht den Polizeimeldungen blind zu vetrauen.
Polizeigewalt kommt in ihren Schilderungen nämlich nie vor. Wie sich die Lage hochgeschaukelt hat, ist derzeit unklar. Pressevertreter*innen waren nicht zugelassen. Mehrere hundert Cops aus Schweinfurt und von der Nürnberger Bereitschaftspolizei waren im Einsatz.
Zwei Polizeihubschrauber kreisten über dem Gelände. Erst gegen 19 Uhr hatte sich angeblich die Lage beruhigt.

Die Ausschreitungen sind kein Zufall. Die ANKER-Zentren wurden schon bei ihrer Einführung massiv kritisiert.
Die Perspektivlosigkeit der Bewohner*innen sowie die Enge im Lager & die Separation von der Schweinfurter Bevölkerung führen zu krasser Frustration unter den Bewohner*innen. Deswegen ist die Forderung des @BFR_089 nach wie vor wichtig: Alle Lager auflösen!

youtu.be/fLYsNQPWjQE

Solidarität erfahren die Proteste kaum und Empörung über die Polizeigewalt äußert kaum ein:e Lokalpolitiker:in. Berichten über die Proteste darf auch niemand. Journalist:innen durften das ANKER-Zentrum während der Demonstrationen nicht betreten. Paradox wirkt es, dass sich die CSU nun ausgerechnet gegen Rassismus und Polizeigewalt stellt. 2018 gab man der Polizei im Rahmen der Novelle des Polizeiaufgabengesetzes (PAG) weitreichende Rechte. Alleine in Würzburg demonstrierten 4.000 Menschen gegen die Reform. Das #PAG ist nun in Kraft. Die weitreichende Reform ermöglicht der Polizei den einfacheren Einsatz von Explosionsstoffen, weitere Befugnisse bei Onlinedurchsuchungen, den weniger kontroll. Einsatz verdeckter Ermittler, Drohnen, Body-Cams o. die Beschlagnahmung von Postsendungen. Zudem dürfen nach der Novelle Asylbewerberunterkünfte videoüberwacht werden und personenbezogene Daten bereits zur Gefahrenabwehr gespeichert werden. gesetze-bayern.de/Content/Docume… Die rassistischen Gesetze, die alle von der CSU mitgetragen bzw. angestoßen wurden, richten sich bes. gg. Nichtdeutsche und im Speziellen gegen die geflüchteten Menschen. Das kürzlich beschlossene sog. #HauAbGesetz höhlt die Möglichkeiten, sich gegen Abschiebungen zu wehren, aus. proasyl.de/news/achtung-h… 2016 zerschlug die Polizei in München brutal die Proteste gegen das sog. „Integrationsgesetz“ der CSU. Das Gesetz schrieb eine Leitkultur (sogar für Medien) fest, schürte Vorurteile angeblich „integrationsunwilliger Migranten“ & beschnitt weiter die Rechte geflüchteter Menschen in Bayern. rassismusfreies-bayern.net/grosse-demo-in… Die Polizei in Bayern hat täglich die Aufgabe Menschen aus ihren Zimmern zu reißen und sie in den Flieger (sogar nach Afghanistan) zu setzen. Die Grundlage dieser Arbeit bildet die Politik der CSU & die stillschweigende Akzeptanz der Bevölkerung. Abschiebungen sind Rassismus und Polizeigewalt.

Kapitalistische Parteien, wie die CSU, aber auch Grüne & die SPD, benötigen Abschiebungen als Druckmittel & zur Abschreckung. Denn durch die Migration wird deutl., wie ungleich das Kapital in der globalen Ökonomie verteilt ist. Nur durch Rassismus und die Entmenschlichung der fliehenden Menschen gelingt es der herrschenden Klasse, dass das Sterben im Mittelmeer von großen Teilen der Bevölkerung Europas hingenommen wird. Rassismus wird erst besiegt sein, wenn seine Basis vernichtet wird – die ausbeuterische kapitalistische Ökonomie. Es geht eben nicht, wie Bürgerliche suggerieren, um die Einstellungen einzelner Polizist:innen. Der Kampf gegen Rassismus lässt sich nur gewinnen, wenn wir den Kolonialismus endgültig überwinden. Bild: Bayerische Polizist:innen prügeln in München 2016 auf Demonstrant:innen ein. Diese demonstrierten gegen das Bayerische Integrationsgesetz. Webseite des OVB: ovb-online.de/weltspiegel/ba…

Nach Protesten von tausenden Menschen am Freitag und Samstag vergangene Woche, fand in Würzburg gestern Abend erneut eine #BLM Kundgebung gegen #Rassismus und #Polizeigewalt statt. Dem Aufruf der BI_PoC-Hochschulgruppe, dem Antirassismusreferat der Uni, der @antifa_wue, Schwarzlicht und dem Verein KulturS e.V. folgten gut 600 Menschen auf die Mainwiesen. #BlackLivesMatter #JusticeForGeorgeFloyd Die Veranstalter*innen legten großen Wert darauf, dass die von Rassismus betroffenen Menschen jederzeit im Fokus der Kundgebung standen: Redebeiträge, Musik, das Anstimmen von Protestrufen, all das lag vornehmlich in den Händen der BI_PoC. Es waren starke und oft sehr bewegende Redebeiträge zu hören, die sich häufig um persönliche Erfahrungen mit Rassismus drehten. So wie es den Redner*innen teilweise die Stimmen versagte, ging es auch den anderen Teilnehmer*innen. Trauer, Wut, Betroffenheit und Solidarität waren auch und gerade dann besonders stark zu spüren, wenn Schweigen herrschte auf den Mainwiesen. So z.B. gleich zum Auftakt, als zwei Redner*innen abwechselnd und eindringlich den alltäglichen Rassismus ihrer Schulzeit schilderten, ebenso wie die Reaktion ihres Umfeldes: “Rassismus? Gibt es nicht & wenn doch nur ein bisschen. Rassist*innen? Gibt es nicht und wenn doch nur ein paar.” Es folgte ein selbst geschriebenes Gedicht, welches gleichermaßen die Wut und die Verletzungen der Betroffenen thematisierte, die auch und gerade die vermeintlich kleinen und unbedachten Bemerkungen verursachen. Ein Vertreter der @SeebrueckeWue zeigte die Verbindung von #Rassismus und der Abschottungspolitik der EU auf, an deren Grenzen beinahe täglich Menschen sterben und in deren Lagern unwürdige Bedingungen herrschen. Besonders beeindruckend war der Beitrag einer Redner*in mit asiatischen Wurzeln, die mit den Worten schloss: “Wir sind nicht verantwortlich für den Mord an George Floyd, aber wir sind die, die zukünftig mit dafür sorgen müssen, den Cop von euren Rücken wegzuziehen.” Den Abschluss bildete nach gut zwei Stunden ein Vater, der aufgewühlt von den Sorgen um seine kleine Tochter erzählte. Sie seien nach Deutschland gekommen, um in Sicherheit zu sein, doch er stelle sich immer häufiger die Frage, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist. Allein diese Frage hat die Zuhörer*innen nachdenklich und betroffen, aber auch entschlossen zurück gelassen: der Kampf gegen Rassismus und Gewalt muss jeden Tag im Großen und Kleinen geführt werden.

Save the Date: We won’t be silenced ever again – #BlackLivesMatter 

Nächster Freitag / Next friday, 12.06., Würzburg: #BLM-Protest! [English Version below]

Der Kampf um Gerechtigkeit für Opfer rassistischer Polizeigewalt hat erst begonnen, weswegen wir uns am Freitag Abend um 18:00 Uhr wieder auf der Straße sehen. In mehreren Städten in der BRD hat die Polizei die friedlichen Demos mit massiver Gewalt und stundenlanger Verhörung von Schwarzen Jugendlichen und Jugendlichen of Color beantwortet. Black Lives Matter ist keine Bewegung, die von #Rassismus betroffene Menschen nach einer Demo auf dem Nachhauseweg in die Tonne werfen können. Die Bewegung hat mit der geplanten Auflösung der Polizeibehörde in Minneapolis, als Konsequenz der Ermordung George Floyds, & dem neuen Antidiskriminierungsgesetz in Berlin erste Erfolge erreicht. Doch wo bleibt die Gerechtigkeit für Breonna Taylor und Tony McDade? Wo bleibt die Aufklärung von den Fällen Matiullah Jabarkhil, Amad Ahmad uns Rooble Muße Warsame? Wir hören nicht auf, bis wir Gerechtigkeit haben! Wir sind nicht frei, bis alle von uns frei sind. #Blacklivesmatter Das Antirassismusreferat der Uni Würzburg, die @antifa_wue, die BI_PoC Hochschulgruppe, KulturS e.V. und Schwarzlicht Würzburg rufen für nächsten Freitag auf zur Demonstration gegen Polizeigewalt und jede Form von Rassismus – Wir lassen uns nicht mehr zum Schweigen bringen. Es wird diesmal ein offenes Mikro geben. Ihr könnt also gerne Redebeiträge vorbereiten und mitbringen (BIPoC to the front!). Ort und weitere Infos folgen! Behaltet die Kanäle von AntiRa und AntiFa im Auge! Hier noch paar Leitlinien für weiße Verbündete zu Protesten die von BI_PoC geführt werden:

 1. Schreie Parolen nur nach: Fange nicht selbst an, Parolen zu schreien o. sie anzugeben.

 2. Mach keine Selfies: Frage nach Bildern o. Videos von Einzelpersonen.

  1. Bleib jederzeit ruhig: Die Sicherheit von BI_PoC ist höchste Priorität. Ein unnötiges Agitieren kann für diese Lebensgefährlich sein. 

  

Generelle Leitlinien: 

Auf dieser Demo, wie auf allen anderen Veranstaltungen von uns, werden Mysogynie, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit, Lookismus und Body Shaming nicht toleriert. Lasst deswegen bitte Schilder wie “Racism is small dick energy” zuhause. [English Version]

Save the Date: We won’t be silenced ever again – Black Lives Matter 

The fight for justice for victims of racial police brutality has just started. Save the date to join us on this Friday, June 12, at 6pm to continue our protest. In many cities across Germany the police responded to the peaceful demonstrations with violence and unjustified interrogations of young BI_PoC. This once again shows that the Black Lives Matter movement is nothing racialised People can throw in the bin on their way home from the demonstration. The movement has already achieved great success with the intended disbandment of the Minneapolis police departement as a reaction to the murder of George Floyd, as well as the new anti-discrimination law in Berlin. But where is justice for Breonna Taylor and Tony McDade? How long do we have to wait for the cases of Matiullah Jabarkhil, Amad Ahmad, and Rooble Muße Warsame to be dismantled? We won’t stop until justice is served! None of us is free until all of us are. #Blacklivesmatter The Anti-racism Unit of the University of Würzburg, @antifa_wue, the Bi_PoC students group, Würzburg KUlturS e.V., and Schwarzlicht Würzburg are calling for a demonstration against police brutality and any form of racism on next friday – We won’t be silenced ever again. This time, there will be an open mic. Therefore, we invite you to prepare a speech. Speeches in English are welcome (BIPoC to the front!). The location and nearer information will follow soon. Keep an eye on the channels of Antira and AntiFa! Here are some guidelines for white people who participate in demonstrations lead by BI_PoC

  1. Only follow slogans: Do not start with slogans on your own. 

  2. Don‘t take selfies: Ask first if you want to take a picture or video of an individual.

  3. Stay calm: The safety of BI_PoC is our priority. Unnecessary agitating can risk their lives. 

General Guidelines:

We will not tolerate mysogyny, sexism, anti-gay and -trans hostilities, lookism, and body shaming at this demonstration or at any event organised by us. Therefore, do not bring signs that say anything like “racism is small dick energy”.

Gestern versammelten sich erneut etwa 1000 sehr junge Menschen auf den Mainwiesen um gegen #Rassismus zu demonstrieren.

Die Demonstrierenden – größtenteils Schüler*innen – prangerten besonders (Alltags-)Rassismus und Gewalt an. #BlackLivesMatter Besonders hervorzuheben ist die 8 min und 46 Sek andauernde Schweigeminute, die besonders drastisch verdeutlichte, wie lang und grausam knapp neun Minuten sein können. Neben viel musikalischer Untermalung gab es zahlreiche Redebeiträge und besonders beim Open Mic am Schluss berichteten einige BI_PoCs von ihren persönlichen Erfahrungen mit Rassismus. Struktureller Rassismus wurde leider nicht behandelt, sondern nur an der Oberfläche des Problems gekratzt.

Die erste Rednerin zeichnete durch ihre Erzählung ein Bild zweier fiktiver idealer Personen in den Köpfen der Zuhörer*innen. Das letzte Attribut, das sie erwähnte: es handelte sich um Schwarze Personen. Sie fragte, wie sich das Bild in den Köpfen geändert hätte, wenn sie das am Anfang erwähnt hätte. Sie wolle nicht mehr Angst haben Nachrichten zu schauen und betonte, dass wir die Generation seien, die die Mittel hätten dies zu ändern. Nicht rassistisch zu sein reiche nicht. No justice no peace müsse nicht nur jetzt das Motto sein, sondern immer. Auch andere Redner*innen redeten über Alltagsrassimus & darüber, dass sie beim Fußball mit Affengeräuschen und dem N-Wort bedacht wurden, dass sie in der Schule gemobbt und ihre Sachen mit Hakenkreuzen und Hitlerbärtchen beschmiert wurden & immer wieder gesagt bekämen, dass sie anders seien. Ein Redner bat die Demonstrierenden, bei Diskriminierung nicht wegzuschauen, sondern zu helfen. Am Open Mic wies eine Person darauf hin, dass es auf Facebook die Gruppe „Black Community Franken“ gäbe und eine weitere bald auf Instagram gegründet werde. Trotz der Redebeiträge war die Stimmung recht ausgelassen. Es wurde viel getanzt und zur Musik gesungen.

Am Freitag fand auf den Würzburger Mainwiesen eine Kundgebung gegen #Rassismus und #Polizeigewalt statt. Wir haben die Redebeiträge der beteiligten Gruppen und Einzelpersonen zusammengetragen und veröffentlicht:

schwarzlicht.org/p/2020-06-05-b… Unser Bericht zur Kundgebung: twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„#BlackLivesMatter“ #Würzburg mobilisiert über 1500 Menschen

Schon weit vor Demonstrationsbeginn wurde klar: Die Kundgebung wird ein großer Erfolg. Nach dem Mord an #GeorgeFloyd gehen weltweit Menschen gehen #Rassismus und #Polizeigewalt auf die Straße. So auch in Würzburg.
Die Stadt hatte die Demonstration an das Mainufer an der Talavera verlegt. Die Polizei hielt sich an den Mainwiesen weitgehend zurück und war mit vielen Polizeibussen im ganzen Innenstadtgebiet präsent. Als um 17 Uhr die Reden beginnen sollten, lichtete sich das Wetter leicht.
Trotz Nieselregen waren es wohl über 1500 Menschen, die dem Aufruf von BI_PoC-Hochschulgruppe, @antifa_wue, ANTI RA WÜ-Referat gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit Uni Würzburg, Würzburg KUlturS e.V. und Schwarzlicht Würzburg gefolgt sind.
Viele Gruppen mobilisierten im Vorfeld zu der Kundgebung „Gegen Polizeigewalt und jede Form von Rassismus #JusticeforGeorgeFloyd“, darunter u. a. AKJ Würzburg, MissMutig, @F4F_wuerzburg, @SeebrueckeWue und @EGwuerzburg.
Gekommen waren v. a. junge Menschen. Auf selbst gebastelten Schildern stand „Black Lives Matter“ oder „I can‘t breathe“. Die Stimmung war sehr emotional. Viele Menschen weinten vor Ergriffenheit. Gleichzeitig war eine riesige Wut zu spüren.
Nicht nur über den Mord an George Floyd, sondern auch über rassistische Morde in Deutschland. #Hanau, #Halle, der NSU und der Mord an Walter Lübcke waren ebenso Thema, wie Tötungen von PoC und von Schwarzen Menschen durch die deutsche Polizei.
„Oury Jalloh (2005), Laye-Alama Condé (2005), Christy Schwundeck(2011), Hussam Fadl (2016), Amad Ahmad (2018), Matiullah Jabarkhil (2018) und Rooble Muße Warsame (2019) wurden durch die deutsche Polizei getötet oder starben durch fragwürdige Umstände in ihren Räumlichkeiten“, hieß es im Aufruf.

Nach guten zwei Stunden waren immer noch mehr als tausend Menschen trotz schlechten Wetters auf der Kundgebung.
Die Reden kamen bei denen, die sie verstehen konnten, gut an. Geplant war die Demo für 300 Menschen und dementsprechend auch die Akustik. Wir werden in den nächsten Tagen alle Reden auf Schwarzlicht Würzburg (schwarzlicht.org) hochladen.
Immer wieder erhoben alle Anwesenden ihre Fäuste, riefen „Black Lives Matter“ oder „No Justice! No Peace!“. Abschließend sagte ein Redner: „Dies ist nicht das Ende des Widerstandes. Dies ist erst der Anfang!“.

„#BlackLivesMatter“ #Würzburg mobilisiert über 1500 Menschen

Schon weit vor Demonstrationsbeginn wurde klar: Die Kundgebung wird ein großer Erfolg. Nach dem Mord an #GeorgeFloyd gehen weltweit Menschen gehen #Rassismus und #Polizeigewalt auf die Straße. So auch in Würzburg. Die Stadt hatte die Demonstration an das Mainufer an der Talavera verlegt. Die Polizei hielt sich an den Mainwiesen weitgehend zurück und war mit vielen Polizeibussen im ganzen Innenstadtgebiet präsent. Als um 17 Uhr die Reden beginnen sollten, lichtete sich das Wetter leicht. Trotz Nieselregen waren es wohl über 1500 Menschen, die dem Aufruf von BI_PoC-Hochschulgruppe, @antifa_wue, ANTI RA WÜ-Referat gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit Uni Würzburg, Würzburg KUlturS e.V. und Schwarzlicht Würzburg gefolgt sind. Viele Gruppen mobilisierten im Vorfeld zu der Kundgebung „Gegen Polizeigewalt und jede Form von Rassismus #JusticeforGeorgeFloyd“, darunter u. a. AKJ Würzburg, MissMutig, @F4F_wuerzburg, @SeebrueckeWue und @EGwuerzburg. Gekommen waren v. a. junge Menschen. Auf selbst gebastelten Schildern stand „Black Lives Matter“ oder „I can‘t breathe“. Die Stimmung war sehr emotional. Viele Menschen weinten vor Ergriffenheit. Gleichzeitig war eine riesige Wut zu spüren. Nicht nur über den Mord an George Floyd, sondern auch über rassistische Morde in Deutschland. #Hanau, #Halle, der NSU und der Mord an Walter Lübcke waren ebenso Thema, wie Tötungen von PoC und von Schwarzen Menschen durch die deutsche Polizei. „Oury Jalloh (2005), Laye-Alama Condé (2005), Christy Schwundeck(2011), Hussam Fadl (2016), Amad Ahmad (2018), Matiullah Jabarkhil (2018) und Rooble Muße Warsame (2019) wurden durch die deutsche Polizei getötet oder starben durch fragwürdige Umstände in ihren Räumlichkeiten“, hieß es im Aufruf.

Nach guten zwei Stunden waren immer noch mehr als tausend Menschen trotz schlechten Wetters auf der Kundgebung. Die Reden kamen bei denen, die sie verstehen konnten, gut an. Geplant war die Demo für 300 Menschen und dementsprechend auch die Akustik. Wir werden in den nächsten Tagen alle Reden auf Schwarzlicht Würzburg (schwarzlicht.org) hochladen. Immer wieder erhoben alle Anwesenden ihre Fäuste, riefen „Black Lives Matter“ oder „No Justice! No Peace!“. Abschließend sagte ein Redner: „Dies ist nicht das Ende des Widerstandes. Dies ist erst der Anfang!“.

Diesen Freitag auf der Mainwiese:

Ab 11 Uhr: Kundgebung von @F4F_wuerzburg für Klimagerechtigkeit!

Ab 17 Uhr: Kundgebung vom AntiRa-Referat, der BI_PoC Hochschulgruppe und @antifa_wue gegen #Polizeigewalt und jede Form von #Rassismus!

#ClimateJustice und #JusticeForGeorgeFloyd twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
Gegen #Polizeigewalt und jede Form von #Rassimus - #JusticeforGeorgeFloyd!

Kundgebung am Freitag, den 5. Juni, ab 17 Uhr auf den Mainwiesen! #BlackLivesMatter #AntiRa

twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):
⚠️ ACHTUNG Ortsänderun!!!

Die #FridaysForFuture Mahnwache findet auf den Mainwiesen statt und nicht auf dem Marktplatz.

Fr, 5. Juni ab 11 Uhr

Mainwiesen Würzburg

Es besteht Maskenoflicht!

Bitte Teilen und retweeten, damit alle am richtigen Ort sind! 🔁

#SaveTheDate:

Am Freitag, den 5. Juni, heraus gegen #Polizeigewalt und #Rassismus!

Der Tod von George Floyd in Minneapolis, USA, reiht sich ein in eine lange Folge von rassistischen Morden an BI_PoC durch die Polizei. Auch in der BRD lässt sich dieses strukturelle Problem nicht ignorieren.

Das Antirassismusreferat der Uni Würzburg, die @antifa_wue, die BI_PoC Hochschulgruppe und @schwarzlichtwue rufen für nächsten Freitag auf zur Demonstration gegen Polizeigewalt und jede Form von Rassimus! Ort, Uhrzeit und weitere Infos folgen! Behaltet die Kanäle von AntiRa und AntiFa im Auge! #JusticeForGeorge

Die @SeebrueckeWue ruft auf, heute am internationalen Tag gegen #Rassismus mit Transparenten, Stoff, Kerzen oder anderen Symbolen unsere Solidarität zu zeigen und schließen uns damit einer bundesweiten Aktion an. Dekoriert eure Fassade, euren Balkon, euer Fenster. Zeigt eure #Solidarität mit allen, die kein Zuhause haben, mit allen, die von Rassismus betroffen sind. Lasst uns deutlich machen, dass wir auch in solch einer schweren Krise Empathie & Mitgefühl mit denen hochhalten, die der Virus am härtesten trifft. Aktiv gegen den Zustand der Lethargie und für die Solidarität: Schmückt eure Wohnung, euer Haus und postet Bilder davon unter: #LeaveNoOneBehind!

Ihr kennt andere Wege eure Solidarität kreativ zu zeigen? Kein Problem, jede Form des Protests ist gut und wichtig!

#MissMutig hat einen Beitrag zum feministischen Kampftag verfasst, welchen wir hier als Thread veröffentlichen:

facebook.com/44859767564303… Zum offiziell ´internationalen #Frauenkampftag´ bzw. ´Weltfrauentag´ein paar Worte unsererseits.

Letztes und auch dieses Jahr benutzen wir die Formulierung ´feministischen Kampftag´ bzw. ´feministischen Tanztag´. Uns geht es als queerfeminitisches/feministisches Kollektiv darum, Kämpfe zu vereinen und jegliche Unterdrückungsmechanismen aufzudecken. Von der Heteronormativität (Männlein + Weiblein + heterosexuelle Beziehung) in eine Rolle gezwungen sind nicht nur Frauen. #Patriarchat impliziert ebenso #Rassismus und #Sexismus. Patriarchat geht außerdem Hand in Hand mit Kapitalismus.

Wie der Kapitalismus besonders FLINT Personen in eine unterdrückte Lage gezwungen hat und zwingt, könnt ihr bei @Schwarzlichtwue nachlesen und in täglichen Situationen spüren.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Am 8. März ist #Frauenkampftag. Ein mal im Jahr stehen Frauen, die Hälfte aller Menschen, medial im Vordergrund. Mit diesem Text beantworten wir die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus.
Dass dieser Tag irgendwie wichtig ist, das haben auch schon kapitalistische Unternehmen herausgefunden und werden, wie jedes Jahr, besondere Aktionen und Werbespots ‘für die Frau’ liefern. Denn auch für sie ist Feminismus - das ist doch klar - ein sehr wichtiges Thema.
Aber ist es das? Oder wird der 8.03., so wie jedes andere Event, für die eigenen kapitalistischen Interessen ausgenutzt? Können Unternehmen feministische Ziele haben? Wenn ja, sind sie reformistisch oder revolutionär? Ist Feminismus und Kapitalismus vereinbar?
Eine klassische feministische Forderung ist, primär von Frauen ausgeübte unbezahlte Arbeit, gemeint ist Care-Arbeit, zu entlohnen.
Care-Arbeit umfasst nicht nur Hausarbeit, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, für alle da zu sein: Partner und Kinder emotional aufzufangen, Angehörige – auch die des Partners – zu pflegen, Kinder großzuziehen.
Diese Arbeit zu entlohnen wird wohl nicht im Interesse von Unternehmen sein.
Unser kapitalistisches System funktioniert nämlich nur durch Ausbeutung und dazu gehört auch die geschlechtsspezifische Ausbeutung: würden Frauen die unbezahlte Arbeit kollektiv bestreiken, würde das Wirtschaftssystem in direkter Folge kollabieren (1).
Es ist schwer vorstellbar, dass sich Unternehmen dies als Ziel setzen. Ihnen ist also daran gelegen, dass sich Frauen nicht organisieren und nicht von ihrer Macht Gebrauch machen.
Die Freiheit, neben unbezahlter Arbeit, auch der Lohnarbeit nachzugehen, gibt es für Frauen noch nicht sehr lange. Vor ein paar Jahrzehnten mussten Frauen ihre Ehemänner hierfür um Erlaubnis bitten.
Zu dieser Regelung kommt hinzu, dass sich patriarchale Männer weigern, an der unbezahlten Care-Arbeit teilzunehmen oder auch nur das dafür benötigte Wissen zu erlangen. Dadurch sorgen Männer dafür, dass die existierenden Rollen bestehen bleiben.
Gleichzeitig aber verhindern diese Rollen eine Unabhängigkeit der Männer von den Frauen, da sie einen funktionierenden Haushalt selbst nicht erreichen können (1).
Dass sich diese Rollen überhaupt aufgeweicht haben und Frauen der Lohnarbeit nachgehen, haben wir nicht dem Kapitalismus zu verdanken.
In dem Buch “Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben” argumentiert Kristen Ghodsee, dass “die Staatssozialisten in der Sowjetunion und in Osteuropa Frauen derart erfolgreich Möglichkeiten [verschafften], sich außer Haus wirtschaftlich zu betätigen,
Lohnarbeit von

Frauen anfangs […] geradezu als Synonym für die Übel des Kommunismus galt.” (2)
Weil aber die Erfolge der Sowjets, darunter vor allem in der Raumfahrt, dem Westen vor Augen führte, “mit welchen Kosten die Aufrechterhaltung der […] Geschlechterrollen verbunden war” und “man fürchtete, dass die Staatssozialisten bei der Entwicklung neuer Technologien
im Vorteil waren, weil sie über doppelt so viele kluge Köpfe verfügten” – Frauen erhielten wie Männer hohe Bildung – wurden in Amerika der National Defense Education Act verabschiedet und eine “Kommission zur Stellung der Frau” gegründet.
Diese Schritte hatten das Ziel, die Bildung für Frauen zu verbessern und “schufen das Fundament für die spätere Frauenrechtsbewegung” (2).
Der Wandel der Stellung der Frau im westlichen Kapitalismus wurde also vor allem durch die Erfolge der damaligen sozialistischen Staaten vorangetrieben.
Dies führte so weit, dass “die kapitalistischen Länder im Westen [versuchten], die osteuropäischen Länder bei den Frauenrechten zu überflügeln” (2). Die Möglichkeit, als Frau der Lohnarbeit nachzugehen, ist also nicht mit dem kapitalistischen System an sich zu begründen.
Nun leben wir also in einem kapitalistischen System, welches Frauen die Lohnarbeit erlaubt. Unternehmen können nicht wollen, dass die unbezahlte Arbeit entlohnt wird. Es bleiben also nur reformistische Ideen, welche die Nutzung des 8. März durch Unternehmen erklären können.
Der patriarchale Kapitalismus vertritt “die Auffassung, die Arbeit einer Frau sei weniger wert als die eines Mannes” (2). Der Preis (Lohn) der Arbeitskraft wird auf dem Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Weil aber “Arbeitgeber und Kunden der Auffassung sind, [Männer] seien mehr wert,” (2) werden Frauen systemisch benachteiligt. Diese falsche Wertverteilung wird durch das Vorurteil, Frauen seien weniger kompetent, aufrechterhalten.
Ihre Fähigkeiten werden ständig angezweifelt und sie lieber sexualisiert. Für den Arbeitgeber bedeutet die Wertungleichheit, dass er für die faktisch gleiche Arbeitskraft einen geringeren Preis zahlen muss.
In Kombination mit dem in manchen Berufsfeldern starken Gefälle im Geschlechterverhältnis kommt es dazu, dass ‘typische Frauenberufe’ konsequent unterbezahlt sind. Unternehmen haben kein Interesse, mehr als nötig zu bezahlen.
Solange es ein Überangebot gibt, muss die Entlohnung nicht erhöht werden.

Es wäre revolutionär, unbezahlte Care-Arbeit zu entlohnen. Es wäre eine dringend benötigte Reform, die Arbeitskraft vom Geschlecht unabhängig zu machen.
Doch beide Forderungen stehen im Gegensatz zum kapitalistischen Interesse. Kein Unternehmen kann diese Ziele verfolgen.
Die Forderung nach gleicher Entlohnung, unabhängig vom Geschlecht, lässt sich außerdem intersektionell erweitern.

Während der Preis für die Arbeitskraft von Frauen geringer ist als für Männer, wird er für BI_PoC, LGBTIQA* und Menschen mit Behinderung noch weiter gedrückt.
Unternehmen profitieren also von den antifeministischen Zuständen. Der Kapitalismus funktioniert nur durch Ausbeutung und Unterdrückung, was komplementär zu feministischen Grundsätzen steht.
Feminismus heißt immer Antikapitalismus. Kein Mensch sollte aus kapitalistischen Zwängen zu ungewollter Arbeit gedrängt werden.
Feminist*innen müssen sich deshalb organisieren, ihre Macht erkennen und dieses System absetzen.
Schon während den Versuchen, sich zu organisieren, wird sich herausstellen, auf welcher Seite diejenigen Unternehmen, welche jetzt noch den Frauenkampftag für die eigenen Zwecke missbrauchen, wirklich stehen. Sie werden zurückschlagen und jede Form der Organisation unterbinden.
Deshalb müssen sich Frauen wieder und wieder in Erinnerung rufen, von wem die Macht ausgeht!
Bemerkung: Dieser Text nutzt ein klassisches und überholtes Rollenbild, welches klare Grenzen zwischen Männern und Frauen impliziert und sowohl nicht binäre als auch intersexuelle Menschen ignoriert.
Dieses Rollenbild wird herbeigezogen, da es die durchschnittlichen Verhältnisse dieser Gesellschaft widerspiegelt und der Text genau diejenigen Menschen ansprechen soll, welche dieses Rollenbild ausleben.
Quellen:

(1): Penny, L.: Fleischmarkt

(2): Ghodsee, K. R.: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben
@Shell möchte ein weiteres Beispiel für unsere Argumente liefern:

twitter.com/wheelswordsmit…

wheels (@wheelswordsmith):
wait for it..

Auch @hm meint, den #Frauenkampftag für Werbezwecke ausnutzen zu müssen.

@Buchkolumne: „Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, nicht des Marketings.“

twitter.com/Buchkolumne/st…

Karla Paul (@Buchkolumne):
Ihr schädigt mit Fast Fashion die Umwelt, die Gesellschaft u redet bereits jungen Frauen den Massenkonsum ein, von den prekären Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen. Behaltet Eure Werbekampagne auf unsere Kosten. 🤷🏻‍♀️ Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, kein Marketing! twitter.com/hm/status/1235…

Wir vereinen die unterschiedlichen Kämpfe, die patriarchale Strukturen mit sich bringen, um materielle Bedürfnisse zu thematisieren. Fehlende Selbstbestimmung und körperliche plus seelische Unversehrtheit zu betonen, fehlende Diversität am Arbeitsplatz und im öffentlichen Leben zu bekämpfen, den Raum zu öffnen für jegliche feministischen Kämpfe. Diese gelten als eine von deren, die am längstem schon existieren. Worüber mensch sich nicht wundern muss, da wir seit jeher von Männern gegründete Normen erfüllen, in von Männern entwickelten Strukturen leben, „männliche Überlegenheit“ in unserem Verhalten und Denkmustern reproduzieren. Feminismus heißt für uns gegen jede Form der Unterdrückung zu kämpfen. Für jeden Bereich des täglichen Lebens, in dem wir damit konfrontiert sind ´anders zu sein´. Indem wir uns für unsere sexuelle oder geschlechtliche Orientierung rechtfertigen müssen; indem wir uns für alles entschuldigen, obwohl wir überhaupt nichts dafür können; indem wir subtil vermittelt kriegen, sich bitte an das Gewohnte zu halten; oder rechtlich vermittelt kriegen, wir seien von Hormonen und Instinkten getränkt oder eben nicht normal. Somit allen, die das Ende des Patriarchats so schnell wie möglich erreichen wollen und alle, die uns dabei helfen, jeder Diskriminierung und jedem Mackertum, Machospruch und Verniedlichung entgegen zu treten, einen frohen Feministischen Kampftag!

#Fasching ist nicht für den reflektierten Umgang mit Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Kolonialismus bekannt. Ganz im Gegenteil: in der 5. Jahreszeit verkleiden sich Menschen mit ihren Stereotypen von Native Peoples und anderen marginalisierten Gruppen und verhöhnen im Alkoholexzess die Kulturen. Blackfacing, Afro-Perücken, Schläfenlocken – die Liste ist lang. Den heutigen Faschingsumzug haben sich Aktivist*innen zum Anlass genommen, auf diese Problematiken hinzuweisen. Transpis gesehen bei Sanderring und Semmelstraße. Zählt mensch die Zahl der Afro-Perücken und Menschen mit Blackfacing, verlief der Würzburger Faschingsumzug mit erstaunlich wenig rassistischen Vorfällen. Allerdings sticht der Umzugswagen aus Gerchsheim hervor: dieser fuhr unter dem Namen „9 kleine N****lein“. Bildquelle: Instagram-Status von @antifa_wue twitter.com/SculllyD/statu…

Ich (@DrummerCindy):
Fasching geht offenbar nicht ohne rassistische 💩 #dankeantifa @antifa_wue, dass es nicht unkommentiert bleibt! #Rassismus #Fasching #Wuerzburg Hey Gerchsheim, was habt ihr im Kopf!? 😡 @mainpost @schwarzlichtwue @WolfgangJung

Das Bild im Original:

In Bezug auf @derorient’s Tweet:

Mittlerweile hat infranken.de das Titelbild geändert. Dennoch ist es extrem bedenklich, wie Straftaten medial ethnisiert werden. twitter.com/derorient/stat…

Fabian Schmidmeier🇪🇺 (@derorient):
@inFranken veröffentlicht Bild zu einem Diebstahl in #Wuerzburg. Der Täter zückt ein Messer. Aufgrund der Hautfarbe des Mannes auf dem Foto geht im Kommentarbereich die Post ab. Das Problem: Das Foto stammt gar nicht aus Würzburg. #Rassismus

Im Pressekodex heißt es eigentlich:

Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden. Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten (gültig seit 22.03.2017)

In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.