#noafd

Unter Einhaltung der #Corona-Maßnahmen demonstrierten am gestrigen Samstagmittag Dutzende am Unteren Markt.

Bei Dauerregen standen die Protestierenden auf einer abgesperrten Fläche am Würzburger Markt und hielten Reden, die die Aufmerksamkeit der Passant*innen erweckten. „Wir fordern ein Ende der Gewalt und Repression gegen Geflüchtete, wir fordern eine Einhaltung der Menschenrechte, wir fordern die sofortige Evakuierung aller Lager!“, sagte ein Redner der @SeebrueckeWue. Auf Transparenten forderten sie, das griechische Flüchtlingslager #Moria zu evakuieren. Auf Bannern war der #LeaveNoOneBehind zu lesen.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#Moria? Gibt es gar nicht!

Wer in diesen Tagen einen Blick auf Lesbos wirft und dazu Google Maps verwendet, bekommt ein verpixeltes Fleckchen Land zu sehen. In der Mitte dieses Pixelhaufens erklärt eine Angabe, dass es sich um das Flüchtlingscamp bei Moria handelt.
Es wird versteckt, was nicht sein darf. Unter diesen 12 x 8 Meter großen, bunten Rechtecken befinden sich aktuell circa 20.000 Menschen, welche nach einer durch Flucht geprägten Vergangenheit endlich die Ufer Europas erreicht haben.
Länder wie Deutschland oder Luxemburg begannen vor wenigen Tagen mit der Aufnahme. Deutschland beschränkt sich vorerst auf 50 unbegleitete Kinder. Insgesamt sollen 1.600 Menschen auf EU-Staaten verteilt werden (1). Dennoch verschärft sich die Situation im Camp Tag für Tag.
Das bevorstehende Handeln der EU ist langsam, kommt viel zu spät und wird die Probleme nicht lösen.

Die Lage in den überfüllten Camps auf den griechischen Inseln ist schrecklich.
Warum wurden die Geflüchteten nicht viel früher und/oder von Griechenland selbst besser verteilt? Der Grund hierfür liegt im EU-Türkei-Deal: „Alle, die nach dem 20. März 2016 in Griechenland ankamen, dürfen gemäß dem Deal nicht aufs Festland verbracht werden“ (2).
Griechenland nimmt das Leid der Menschen in Kauf, um eine Abschiebung in die Türkei als Möglichkeit offen zu lassen. Auch Corona und die damit verbundene Kenntnis über das Zusteuern auf eine noch gravierendere Katastrophe sorgt nicht für ein Umdenken.
In der „Hölle von Moria“ kam es in der Vergangenheit zu vielen Aufständen, Bränden und gewaltsamen Todesfällen – zu viele, um sie alle aufzuzählen. Wir haben bereits im März von der Lage vor Ort berichtet:

twitter.com/schwarzlichtwu…

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Die Situation in Moria ist heftig“ - Lagebericht aus Lesbos und Solidarität aus #Würzburg!

Erstmal die gute Nachricht. H., die bereits seit mehreren Monaten auf Lesbos in der Geflüchtetenhilfe arbeitet, geht es soweit „ganz gut“.
Mittlerweile ist die Insel „für Nicht-Inselbewohner*innen dicht, wahrscheinlich streicht Griechenland ab morgen die Flüge“.

Die @tazgezwitscher schreibt heute über den „Ausnahmezustand de luxe“ in Deutschland und blickt auf Lesbos:
„Während hier leere Hallen und Hotels als Notfallkrankenhäuser aufgebaut werden, betreibt das Gesundheitsministerium von Griechenland im Lager von Moria auf Lesbos eine Krankenstation mit zwei Ärzten und einem Psychologen pro Schicht – für über 20.000 Menschen“. ¹
Im Lager von #Moria gelten nun Ausgangbeschränkungen. „Die Leute dürfen nur noch von 7 – 19 Uhr raus und nur eine Person pro Familie am Tag und nicht mehr als 100 Menschen in der Stunde“, berichtet H. Zusätzlich werde ein Zaun um das Geflüchtetenlager gezogen.
Die Situation in Moria ist heftig“, H. sorgt sich, „dass Moria nicht wieder zu der Offenheit zurückkommt“.

Die Schule „Wave of Hope“ zieht gerade um. „Nun wurde beschlossen, anstatt der Schule ein notdürftiges Krankenhaus zu bauen.
Das ganze wird natürlich alles selbstorganisiert und wird von NGOs unterstützt“, schreibt uns H.. Sie sorgt sich um eine weitere Zuspitzung der Lage im Camp Moria: „Ich denke, dass es die Tage vermehrt zu Spannungen kommen wird, weil die Leute einfach nicht raus können, die kleinen Obst/Gemüse/Falafelstände in Moria jetzt auch vorerst schließen mussten, d.h. dass alle wieder vermehrt auf das Essen von Moria selbst angewiesen sind“. Sie sorge sich vor „längeren Essensschlangen, mehr Rangeleien und Stress“
Während wir uns die Hände waschen können, leben die Menschen in Moria unter katastrophalen hygienischen Bedingungen: „In den Lagern in Griechenland gibt es oft nicht einmal genug Wasser zum Trinken“, schreibt Christian Jakob in der taz.
In einem lesenswerten Artikel der @zeitonline fordert Allgemeinmediziner George Makris: „Die vorerkrankten Menschen müssen jetzt dringend und zuallererst evakuiert werden. Schlussendlich müssen alle hier raus.“ ² Wir haben bereits zwei mal über die Situation in #Lesbos berichtet³ und halten euch auch in Zukunft auf dem Laufenden. Um die totale Katastrophe in Moria zu verhindern, wurde der #LeaveNoOneBehind ins Leben gerufen und eine Petition gestartet, die bereits mehr als 160.000 Menschen unterzeichnet haben. ⁴
In Würzburg hätte gestern eine Demonstration unter dem Motto „Wir haben Platz“ stattfinden sollen.

Aus bekannten Gründen musste sie abgesagt werden, deshalb ruft die @SeebrueckeWue auf, Banner aus den Häusern zu hängen, um Solidarität mit den Menschen an den europäischen Außengrenzen zu zeigen.

Die Fotos zeigen solidarische Banner in Würzburg (heute, 21.03.2020, Internationaler Tag gegen Rassismus).
¹taz.de/In-der-Corona-…

² zeit.de/politik/auslan…

³ Erster Bericht aus Lesbos (13.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

Zweiter Bericht aus Lesbos (18.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

⁴ Petition #LeaveNoOneBehind:

change.org/p/alle-mensche…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die Bundesregierung kündigte heute an das Resettlement Verfahren mit der #Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen „bis auf Weiteres auszusetzen“. Begründet werden die Maßnahmen mit der Ausbreitung der #Covid19-Pandemie.
Konkret bedeutet dies, die Menschen in absoluter humanitärer Notlage werden alleine gelassen. Anstatt jetzt freigewordene Hotelkapazitäten zu nutzen, um einreisende Geflüchtete quarantieren zu können, werden die Menschen an der Ägäis im Stich gelassen.
„Moria (Anmerkung: Das völlig überfüllte Flüchtlingslager auf #Lesbos) hat gestern gebrannt, schrecklich!“, schreibt uns am gestrigen Dienstag unser Kontakt (H.) auf der griechischen Insel Lesbos.
Drei Container hätten gebrannt. „Ich habe mitbekommen, dass zwei Kinder gestorben sind“, so H..

„Mittlerweile ist auch #Corona hier ein großes Thema und wir sind halb in Quarantäne“, berichtet H.
Sie berichtet von dramatischen Zuständen: „Alle haben richtig Angst, dass der Virus in #Moria ausbricht – Es gibt keine Möglichkeiten sich ordentlich die Hände zu waschen und nicht einmal Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung“, schreibt sie uns.
Gestern schrieb die @taz pessimistisch: „Die anderen EU-Länder streiten sich immer noch darüber, wer wie viele unbegleitete Kinder aufnehmen soll und was das für Konsequenzen haben könnte.
Als würden nur Kinder ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit haben. Für allein reisende Geflüchtete und die vielen Familien in Moria ist anscheinend nirgendwo Platz.“
Unter dem #LeaveNoOneBehind haben in wenigen Tagen bereits über 40.000 Menschen unterschrieben, die Corona-Katastrophe auch an den Außengrenzen endlich ernst zu nehmen.
Die Petition fordert die Evakuierung der überfüllten Lager, notwendige Schutzmaßnahmen vor Corona (auch in Flüchtlingslagern), den Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose und Geflüchtete und den Zugang zum Asylverfahren.
Unterzeichnen könnt ihr hier:

change.org/p/alle-mensche…

Mit dieser Dokumentation wollen wir die Entwicklung des Flüchtlingscamps über die letzten fünf Jahre festhalten. Unsere Analysen beruhen zu großen Teilen auf Satellitenaufnahmen des Camps.
Ursprünglich als Militärbasis konzipiert, hat Moria eine Kapazität von 3.000 Personen (3). Seit Ende 2015 wird die Basis als Flüchtlingslager genutzt.
Wo früher Militärfahrzeuge standen (siehe Aufn. vom 13.06.2007), dokumentieren Satellitenaufnahmen vom Oktober 2015 die Errichtung neuer Gebäude (siehe Aufn. vom 02.10.2015). Ab 29. Oktober entstehen innerhalb von 5 Tagen 15 neue Gebäude (siehe Aufn. vom 29.10.2015 & 02.11.2015).
Bis Juni 2016 kommen nochmal über 50 Gebäude hinzu (siehe Aufn. vom 03.06.2016). Eine Karte des UNHCR vom Februar 2016 erklärt die Infrastruktur vor Ort. Das Camp scheint vorbereitet!
Seit Frühjahr 2016 dient #Moria hauptsächlich als Abschiebezentrum zur Umsetzung des EU-Türkei-Deals (4). Im April 2016 leben bereits 4.000 geflüchtete Menschen in Moria (5).
Als der griechische Migrationsminister in diesem Monat das Camp besucht, kommt es zu Ausschreitungen; Steine fliegen. (5)
Eigentlich ist ein Lager mit 133% Auslastung als Überfüllt zu deklarieren. Das heißt: keine weiteren Aufnahmen! Doch viel geringer wird diese Prozentzahl erstmal nicht.
Sie ist starker Fluktuation unterworfen: hin und wieder werden besonders schutzbedürftige Geflüchtete ans Festland gebracht (6), doch es gibt stets mindestens genauso viele Neuankömmlinge: Ende 2019 wird von bis zu 450 Menschen in nur einer Nacht berichtet (7).
Nach der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 hat sich die Lage im Jahr 2017 relativ beruhigt. Zum ersten Mal fällt die Zahl der Menschen in Moria wieder unter 6.000 (8). Auf Satellitenbildern vom April 2017 sind plötzlich weniger (!) Gebäude zu zählen (siehe Aufn. vom 29.04.2017).
Einen Monat darauf stehen dort, wo vorher eingeschossige Gebäude waren, zweistöckige, containerartige Gebäude (siehe Aufn. vom 26.05.2017). Bis Januar 2018 kommen viele dieser mehrstöckigen Gebäude hinzu (siehe Aufn. vom 31.01.2018).
Die Camp-Betreiber bereiten sich auf weitere Ankömmlinge vor. Doch diese Maßnahmen reichen nicht aus. Das bestehende Camp ist überfüllt und so etabliert sich Anfang 2018 ein Baracken-Cluster auf der gegenüberliegenden Straßenseite, nordöstlich des Camps.
Dort befindet sich ein privater Olivenhain, welcher von nun an mehr und mehr beansprucht wird (siehe Aufn. vom 31.01.2018 bis 02.04.2019).

Im Oktober 2019 leben 13.000 Menschen in und um dem Camp (6).
Auf einem letzten Satellitenbild vom Oktober 2019 umfasst die Größe des Olivenhain-Camps 41.397m². Das sind 75% des eigentlichen Camps (siehe Aufn. vom 24.10.2019). Zwei Menschen sterben in diesem Monat, als ein Feuer im Lager ausbricht (6).
In den Baracken kann sich, wenn überhaupt, nur mäßig gegen den anstehenden Winter geschützt werden. Nicht überall gibt es Strom, nicht überall ist es trocken, vieles versinkt im Schlamm. Die hygienische Situation ist katastrophal und im Lager herrscht Gewalt.
So trauen sich Frauen nachts nicht mehr zur Toilette (9). In diesem Winter befinden sich 17.000 Menschen in Moria (10). In Anbetracht der ursprünglichen Kapazität von 3.000 Personen ist dies eine 567 prozentige Auslastung.
Das Europa, welches diesen Menschen keinen Eintritt gewährt, schickt Decken und Kissen (10).

Nach Überstehen der Kälteperiode hat sich die Situation nicht verbessert. Januar 2020 befinden sich 19.000 Menschen, davon 40% Minderjährige, im Camp (11).
Im Februar protestieren 2.000 Geflüchtete gegen die Zustände im Camp in der Inselhauptstadt (12). Die Polizei setzt Tränengas ein. Daraufhin formt sich im März ein faschistischer Mob, welcher Flüchtlinge, Helfer*innen und Journalist*innen brutal attackiert (13).
Währenddessen rückt ein Thema immer weiter in den Vordergrund: Corona. Die Menschen im Camp haben Angst, dass sich das Virus dort ausbreitet. Die Versorgung jeglicher Art ist bereits jetzt katastrophal. Auch Hygienemängel werden mit zunehmender Wasserknappheit verstärkt.
Es gibt keine Konzepte, alle sind auf sich alleine gestellt.

Doch zurück zum Anfang: Moria? Gibt es nicht! Überzeugt euch selbst, indem ihr diesen Link anklickt: goo.gl/maps/yPyr3uD7D….
Seit Oktober 2019, wo 13.000 Menschen das Camp bewohnten, gibt es keine aktuelleren Satellitenbilder, welche in dieser Auflösung öffentlich zugänglich sind. Heute leben dort 20.0000 Menschen. Wie hat sich das Lager verändert? Wir wissen es nicht.
Statt dem neuesten Satellitenbild wird Usern eine Aufnahme von 2014 mit nachträglicher Verpixelung angezeigt.
Diese Art der Problemlösung erinnert stark an das Vorgehen der EU: Moria? Wenn wir nicht hinsehen, ist es nicht unser Problem!

Wir sagen: #LeaveNoOneBehind und #WirHabenPlatz! Evakuiert die Lager und wartet keine Durchseuchung ab! change.org/p/alle-mensche…
Quellen:

  1. focus.de/politik/auslan…

  2. proasyl.de/thema/eu-tuerk…

  3. tagesschau.de/ausland/moria-…

  4. de.wikipedia.org/wiki/Moria_(Le…

  5. tagesschau.de/ausland/lesbos…

  6. tagesspiegel.de/themen/reporta…

  7. evangelicalfocus.com/europe/4784/Le…

  8. theguardian.com/world/2017/dec…

  9. avicenna-hilfswerk.de/moria-im-winte…

  10. zeit.de/2019/53/camp-m…
  11. theguardian.com/global-develop…

  12. orf.at/stories/315306…

  13. n-tv.de/politik/Faschi…

Die erste Rednerin von @F4F_wuerzburg thematisierte die symbolische Aktion der Bundesregierung: „Im Februar und März wurde davon gesprochen, dass Deutschland bis zu 1600 Geflüchtete aus den überfüllten Lagern in Griechenland holen möchte. Daraus wurden 47 Kinder und Jugendliche, um das Thema danach wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen“. Weiter kritisierte sie Seehofer, der Mitte April einen Stopp der Seenotrettung forderte. Abschließend bekräftigte sie: „Die Evakuierung der Geflüchtetenlager war schon vorher überfällig und wäre momentan der einzig humane Weg.“

Der nächste Redner ging auf die Demos der sog. #CoronaRebellen ein. Diese verbreiteten Verschwörungstheorien, leugneten wissenschaftliche Fakten und duldeten Mitglieder aus #noAfD und rechten Strukturen. „Dabei sollte die Aufmerksamkeit, denen gelten, deren Sorgen ganz real sind“. Denn aktuell sehe man, wie sehr die Unterbringung von Geflüchteten in Massenunterkünften die Gesundheit von Menschen bedrohe. Er ging auf den Polizeieinsatz vergangene Woche im Schweinfurter #ANKER-Zentrum ein. Wir berichteten (twitter.com/schwarzlichtwu…).

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im #ANKER-Zentrum Schweinfurt ist es zu einem heftigen Polizeieinsatz bekommen. Eine Demonstration von Lagerbewohner*innen wurde mit einem Großaufgebot der Polizei beantwortet.

Bildquelle: BR
Im #ANKER-Zentrum in der ehemaligen Schweinfurt US-Kaserne war es bereits Ende März zu einem Ausbruch des #Corona-Virus gekommen.

Die Bewohner*innen stehen seitdem unter Quarantäne. Lediglich bereits Genesene dürfen das Lager verlassen.
Erst wenn es 14 Tage lang keine neuen Corona-Fälle im Lager gibt, will die Regierung von Unterfranken die strenge Quarantäne aufheben. Bisher wurde bei 137 Menschen in der Unterkunft eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen.
Am 20. April verstarb im ANKER-Zentrum ein 60-jähriger Armenier an den Folgen der Viruserkrankung.

Bei der Demonstration am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr versammelten sich die Bewohner*innen am Eingangstor der ehemaligen Kaserne.
Friedlich und lautstark protestierten sie gegen die harten Ausgangssperren. Seit mittlerweile 8 Wochen dürfen sie das Lager nicht verlassen.

Mit Sitzblockaden versuchten sie den Lagerbetrieb zu stören. Die Polizei reagierte mit einem enormen Aufgebot & räumte die Blockade.
Laut Polizeiberichten hatte sich die Lage zunächst entspannt, ehe sie am Nachmittag wieder eskalierte. Die Bewohner*innen im Schweinfurter ANKER-Zentrum versuchen seit längerem mit friedlichen Demonstrationen Aufmerksamkeit für ihre Lage zu erhalten.
Doch aus der Bevölkerung hagelt es Anfeindungen, wenn sich die Schweinfurter Asylbewerber*innen für eine bessere Unterbringung und faire Asylverfahren einsetzen. Von staatlicher Seite gab es bisher auch keine wesentlichen Verbesserungen für die Geflüchteten.
Als die Cops am Nachmittag anrückten, wurden sie nach eigenen Angaben mit Gegenständen beworfen. Achtung: Wir wissen nicht exakt was passiert ist, aber es ist ratsam nicht den Polizeimeldungen blind zu vetrauen.
Polizeigewalt kommt in ihren Schilderungen nämlich nie vor. Wie sich die Lage hochgeschaukelt hat, ist derzeit unklar. Pressevertreter*innen waren nicht zugelassen. Mehrere hundert Cops aus Schweinfurt und von der Nürnberger Bereitschaftspolizei waren im Einsatz.
Zwei Polizeihubschrauber kreisten über dem Gelände. Erst gegen 19 Uhr hatte sich angeblich die Lage beruhigt.

Die Ausschreitungen sind kein Zufall. Die ANKER-Zentren wurden schon bei ihrer Einführung massiv kritisiert.
Die Perspektivlosigkeit der Bewohner*innen sowie die Enge im Lager & die Separation von der Schweinfurter Bevölkerung führen zu krasser Frustration unter den Bewohner*innen. Deswegen ist die Forderung des @BFR_089 nach wie vor wichtig: Alle Lager auflösen!

youtu.be/fLYsNQPWjQE

„Ein Viertel der Bewohner*innen sind dort bereits an #Corona erkrankt, eine viel höhere Quote als im Bevölkerungsschnitt“, sagte der Redner. Zusätzlich seien die Bewohner*innen weiter auf engstem Raum eingesperrt. „Von Moria bis zur Lindenstraße in Bremen protestieren Geflüchtete aus Angst um ihre Gesundheit für eine menschliche Form der Unterbringung in der sog. Social Distancing auch möglich ist“, fuhr er fort. Abschließend sagte er: „Die durch die Pandemie ausgelöste Krise darf nicht auf dem Rücken der Marginalisierten und Schwachen unserer Gesellschaft ausgetragen werden, sondern bedarf der Solidarität“. Der Anmelder verlas den Aufruf und ging auf die Situation in #Moria ein, über die wir euch auch in Zukunft auf dem Laufenden halten möchten. Unsere Informantin Henni, die derzeit auf Lesbos als Helferin arbeitet, berichtet diese Woche: „Während hier in der Stadt alles so langsam zum normalen Alltag übergeht, ist es in Moria weiterhin katastrophal“. Im Flüchtlingslager leben aktuell ca. 22.000 Menschen „Es wird gerade richtig heiß, dies betrifft besonders die Menschen in Moria“, sagt uns die Helferin. Bei Sonne und um die 30 Grad ist es in überhitzten Zelten mit unregelmäßiger Wasserversorgung noch schwerer auszuhalten. Für die Bewohner*innen des Camps ist es nach wie vor sehr schwierig, nach Mytilini (nahegelegene Hafenstadt mit ca. 38.000 Einwohner*innen) und damit an Geld zu kommen. Für die 22.000 Bewohner*innen von Moria soll nun ein (!) Geldautomat installiert werden. „Menschen, die gerade auf der Insel ankommen werden gar nicht mehr nach Moria gebracht und registriert – als ‚Corona-Maßnahme‘“, erklärt uns Henni. Die Menschen müssten „in irgendwelchen UNHCR-Zelten in der Nähe ihrer Ankunftsorte ausharren und warten. „Manchmal bekommen sie nicht einmal ein Zelt und schlafen unter Bootsbaracken“. Informationen, wann sie nach Moria können, bekämen sie nicht. Weiter ging der Abschlussredner auf die GU Würzburg ein, die auch unter Quarantäne stehe und er erklärte: „Die Unterbringung in Lagern ist nicht akzeptabel“. Zum Abschluss riefen die Demonstrant*innen: „Hoch die Internationale Solidarität“, „Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer“, „No Border! No Nation! Stop Deportation!“ und „Grenzen auf! Überall! Stacheldraht zu Altmetall!“

„#Corona-Rebellen“-Demo auf den Würzburger Mainwiesen

Die Mischung aus Verschwörungsideolog*innen, Esotheriker*innen und Rechtsradikalen ging diesen Samstag erneut auch in Würzburg auf die Straße. Nachdem letzte Woche die Demo gespalten war und einige dutzend auf den Mainwiesen und weitere etwa 150 auf dem Unteren Markt demonstrierten, wurde ihnen die Demonstration in der Innenstadt untersagt. Auf drei Versammlungsflächen aufgeteilt fanden sich schließlich in der Spitze knapp 140 Menschen ein. Die großen Quadrate waren kaum gefüllt. Die meisten Teilnehmer*innen standen auf der Straße, hielten den Mindestabstand nicht ein und verzichteten auf Mundschutz. Die Polizei twitterte im Anschluss, dass sich etwa 70 Teilnehmende auf den Mainwiesen eingefunden hätten. Die „Mindestabstände und Hygienevorschriften wurden von allen Anwesenden eingehalten“, schrieb d. Polizei Unterfranken im Polizeibericht. Aber Bilder belegen das Gegenteil. Am Marktplatz hatte die Polizei zum geplanten Demobeginn um 15:30 Uhr drei Polizeiwägen aufgefahren. Einzelne Kleingruppen von Demonstrant*innen beeindruckte dies sichtlich. Sie packten ihre Schilder ein und liefen brav zu den angemeldeten Demos an den Talavera-Mainwiesen. Die Versammlungen waren thematisch unterteilt. Auf der ersten Versammlungsfläche standen eine handvoll Hippies. Das Thema dieser Kundgebung wurde keiner*m von uns klar. Auf der zweiten abgesteckten Fläche meditierten etwa 15-20 Hippies durchgehend. Etwa 20 standen davor auf der Straße. Auf der dritten Fläche versammelten sich ca. 50 Menschen, dutzende weitere standen als Kritiker*innen oder Passant*innen außerhalb herum. Zur dritten Fläche gesellten sich auch die #noAfD-Stadtratskandidat*innen Silvio Kante und Erika Lenz. Bei dieser Versammlung waren mehrere Rechte mit Deutschlandsymboliken erkennbar. Es gab keine einzige Rede zu hören. Inhalte der Demo drangen kaum an die Passant*innen durch. Zu sehen waren trotz Ermahnungen der Veranstalter*innen Deutschlandklamotten und Q-Symboliken. Erklärung: Die Q-Verschwörung erlebt gerade einen enormen Hype. Die angebliche Qanon-Gruppe/Person gibt vor, im Besitz geheimer Informationen zu sein. Xavier Naidoo ist wohl in Deutschland der bekannteste Anhänger dieses Irrsinns. Besonders die Falschinformation der Lockdown diene nicht der Bekämpfung der Pandemie, sondern er solle die Gelegenheit bieten, Kinder aus Folterkellern zu befreien, wo ihnen im Auftrag der Elite massenhaft Andrenochrom entzogen würde. Es wird behauptet das Stoffwechselprodukt des Adrenalin, würde ewige Jugend verleihen. Mehrere Passant*innen beschwerten sich, dass die Teilnehmenden weder den Abstand einhielten, noch Schutzmasken trugen. Aufgeregt ging eine Passantin zu den entspannten Cops und fragte, wieso für sie andere Regeln gelten würden, als für die Demonstrant*innen. Eine kompetente Antwort erhielt sie nicht: „Das ist eine Demonstration und die dauert nur zwei Stunden“. In Gesprächen mit Teilnehmer*innen wurden Kritiker*innen schnell angegangen, als sie antisemitische Aussagen kritisierten. Eine behauptete etwa, wenn diese Scheiße so weiterginge, gäb‘s hier wieder Faschismus und sie wären die nächsten mit Judenstern. Ein weiterer meinte, dass man heute als Aluhutträger diffamiert würde und damals in den Zug gesteckt wurde, das sei der Unterschied. Auch rassistische Ideologien wurden mit Vergleichen zum Tierreich und Baumkunde (damit „genealogisch“ alles rein bleibt) verbreitet. Schließlich drehte sich das Gespräch um den „Rassebegriff“. Mehrere Gesprächspartner*innen empfanden den Begriff „Rasse“ als etwas „Schönes“ und forderten den Erhalt der verschiedenen „Rassen“. „Rassentheologie“ sei „schön“, da alle gleich viel wert seien. Auch Begriffe wie „Mischrasse“ und „Vermischung“ fielen. Mehrmals wurde Fotograf*innen von Teilnehmer*innen mit Anzeige gedroht. Die Polizei kam den Forderungen der Demonstrant*innen meist nach. Anstatt den Demonstrant*innen die Pressefreiheit zu erklären, ermahnten sie die Fotograf*innen. Dabei hätten sich die Demoteilnehmer*innen vermummen können, aber dann hätte man ja die als „Maulkorb“ verhassten Mund-Nasen-Schutzmasken aufsetzen müssen. Insgesamt sind die „Corona-Rebellen“ mit der Demo unzufrieden. Trotz bestem Wetter und medialer Präsenz haben sie maximal 140 Menschen auf die Mainwiesen gebracht. Auch in der Telegram-Gruppe zeigt man sich nicht glücklich. Auch Passant*innen hätten sich beschwert, es sei nicht erkenntlich gewesen, wofür oder wogegen die Demos seien, außerdem mokierte man sich über die Versammlungsfläche an den Mainwiesen. Auch Silvio Kante von der AfD zeigt sich enttäuscht. Alles sei doch in Planung gewesen. Doch weder Verstärker, noch Mikro, noch Musik oder Plakate waren vor Ort. „Was ist daraus geworden?“, fragt er. Die Bewegung hat in Würzburg wohl vergangene Woche mit knapp 200 Teilnehmer*innen den Zenit erreicht. Dies ist auch gut so. Denn durch Corona verschärft sich die Armut weiter. Immer mehr Menschen werden entlassen. Es bedarf also Demonstrationen, die einen radikalen Systemwechsel fordern. Die Gefahr der Corona-Pandemie ist real und nicht überwunden. Infektionsschutz und Abstand sind weiterhin wichtig. Kapitalismuskritik statt Verschwörungstheorien!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#Corona in Würzburg – Wer bleibt auf der Strecke?

Zu schön klangen die Träumereien zu Beginn der Corona-Krise. Durch die Krise werde uns bewusst, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.
Es zeige sich, wer die gesellschaftliche Leistung vollbringe: Menschen in Niedriglohnjobs, Ver- und Entsorgungsarbeiter*innen und das Pflegepersonal.

Doch mittlerweile wird klar, wer für die Krise bezahlt: die Armen, Kleinunternehmer*innen und Arbeiter*innen.
Staatshilfen wurden versprochen. Das Beispiel der „Veggie Bros“ aus Würzburg zeigt, wie unsozial diese konstruiert sind.
Beispiel „Veggie Bros“: Entlassung wird belohnt!

Die „Veggie Bros“ beschäftigen rund 20 Mitarbeiter*innen und betreiben zwei kleine vegetarische Fast Food Restaurants in Würzburg.
Auf ihrer Facebook-Seite schreiben sie: „Wie alle KollegInnen aus der Gastro kämpfen jedoch auch wir seit Beginn der Krise und den verschärften Maßnahmen mit Umsatzeinbrüchen, mit Existenzängsten und mit Unsicherheit.“ de-de.facebook.com/veggiebros/pos…
Dennoch versuchten sie, die Kurzarbeitsquote auf niedrigem Niveau zu halten und durch einen Take-Away-Betrieb weiterhin den Laden am Laufen zu halten. Dies wird ihnen nun zum Verhängnis.
Denn: Eine Voraussetzung für die Corona-Soforthilfen von Bund und Land ist ein sogenannter Liquiditätsengpass. Sprich: Dem Staat geht es darum, dass die Unternehmen weiter ihre Mieten zahlen und ihre Rechnungen begleichen können.
Wer Mitarbeiter*innen nicht entlässt, wird demnach bestraft, da somit der Liquiditätsengpass nicht erfüllt wird.
Die Veggie Bros schreiben, es sehe so aus, „als hätten wir nun im Nachteil (sic!) weil wir versuchen unseren Betrieb aufrecht zu erhalten und unseren MitarbeiterInnen Ihr Einkommen zu sichern.“
Belohnt werden mit den Staatshilfen somit Unternehmer*innen, die rigoros die Krise auf dem Rücken ihrer Belegschaft austragen.
Menschen in 450-Euro-Jobs werden komplett im Stich gelassen:

Der Autor dieses Textes wurde als Barangestellter nach Schließung des Kulturbetriebes sofort entlassen. Da die Anstellung auf 450-Euro-Basis erfolgte, hätte er auch keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
Generell zeigt sich: Die Menschen in den prekären sogenannten 450-Euro-Jobs werden komplett im Stich gelassen. Arbeiter*innen in Minijobs sind besonders gefährdet, da ihnen ihr sowieso schon minimales Einkommen komplett wegbricht.
Generell fehlt es an Hilfe für Menschen in Kultur- und Gastronomiebetrieben, während die Debatten um Milliardenhilfen für Autokonzerne ins Rollen kommen.
Aktionär*innen profitieren – Arbeiter*innen in Existenzangst:

Während BMW derzeit von staatlichem Kurzarbeitergeld profitiert und den Mitarbeiter*innen monatlich Geld fehlt, schüttet der bayrische Autokonzern 1,6 Milliarden Euro an Aktionär*innen aus.
Von der Prämie profit. v.a. die Erben der Familie Quandt. Stefan Quandt hält 25,8 Prozent der BMW Anteile, was ihm für das komm. Geschäftsjahr eine Dividende von 425 Mio. Euro beschert. Seine Schwester Susanne Klatten erhält für ihre 20,9% 344 Mio. € (merkur.de/politik/corona…).
Diese Zahlen demonstrieren die krasse Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft und wir geben ausnahmsweise einem SPD-Politiker Recht: Kühnert forderte 2019 BMW zu kollektivieren.
Trotz Dividendenausschüttung und Kurzarbeitsgeld fordert die Autoindustrie weitere staatliche Soforthilfen, die bei der Regierung auf offene Ohren stoßen. Tausende Euros sollen Käufer*innen von Neuwagen erhalten.
Über einen Notfallplan zur Rettung des maroden Nahverkehrs oder Subventionen für Bahnfahrer*innen wird in diesem Land trotz Klimawandel nicht diskutiert.
Entlassungen bei s. Oliver in Rottendorf:

Für viele Arbeiter*innen brechen extrem unsichere Zeiten an. Die Geschäftsführung des Modekonzerns „s. Oliver“ entlässt in Rottendorf 170 seiner 1500 Mitarbeiter*innen. Die Kündigungen seien schon vor Corona beschlossen gewesen.
Zurecht kritisiert der DGB den fehlenden Betriebsrat und DGB-Sektretär Viktor Grauberger fügt an, „Erst rund 45 Millionen Euro Gewinn machen, im nächsten Schritt jedoch mehr als ein Zehntel seines Personal rauszuwerfen – das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen,
die die Umsätze und Gewinne für das Unternehmen erarbeitet haben.“ br.de/nachrichten/ba…
Mieter*innen sind nicht geschützt:

Auch bei Vogel Communications in Würzburg sollen dutzende Mitarbeiter*innen entlassen werden, das Bar- und Gastro-Personal wurde in vielen Betrieben komplett gekündigt und besonders prekär Beschäftigte werden es schwer haben, die hohen
Würzburger Mieten weiterhin zu zahlen. Der Staat hatte zwar eine Stundung für Mieter*innen beschlossen, doch da kein Ende der Krise in Sicht ist, bed. dies ledigl.eine Verschleppung der Mietschulden. Ab 1. Juli können Mieter*innen, die nicht zahlen, wieder gekündigt werden.
Hohe Dunkelziffer bei Arbeitslosigkeit:

Die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Dunkelziffer an Arbeitslosen ist jedoch deutlich höher.
Viele melden sich nicht arbeitslos, da die Hartz4-Auflagen stark in das Leben der Menschen eingreifen. Viele kommen mit der Bürokratie nicht zurecht oder schämen sich, sich als arbeitslos registrieren zu lassen.
Student*innen, die ihre Jobs verlieren, können nicht auf Hilfen vom Amt hoffen.

Statt Protesten gegen die explodierende Armut und ihre Profiteur*innen, nehmen sich „Impfgegner*innen“, #Naidoo- und #Hildmann-Follower*innen und Corona-Leugner*innen die Straße.
Wer Hoffnung hatte auf eine bessere Welt nach Corona wird wohl bitter enttäuscht werden. Die Bourgeoisie profitiert von den Staatshilfen, die Besitzlosen bleiben auf der Strecke.

Hier geht’s zum Fotoalbum zur Demo von @Resistance2O20: flickr.com/photos/1566327…

Kundgebung zum Tag des Widerstandes gegen Rassismus und Antisemitismus in Würzburg

#Migrantifa #hanauwarkeineinzelfall #KeinVergessen #KeinSchlussstrich „Heute ist der Tag der Befreiung, für uns ist aber klar, dass es nach dem zweiten Weltkrieg nie eine Befreiung von Rassismus und rechtem Gedankengut gab. Vielmehr ziehen sie sich wie ein roter Faden durch die deutsche Geschichte“, sagte der Redner des Antira-Referat Würzburg. Etwa 50 Menschen folgten dem Aufruf von Referats gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit und versammelten sich zu einer Kundgebung am Oberen Mainkai. Anlässlich des 8. Mai rufen bundesweit migrantische Selbstorganisationen zu Protesten auf. Seit Tagen werden türk. Geschäfte in Waldkraiburg angegriffen. Am 7. April wurde der 15-jährige Êzîde Arkan Hussein Khalaf im niedersächsichen Celle von einem rassistischen Attentäter erstochen. Seit dem Anschlag von Hanau sind keine drei Monate vergangen.

contre la tristesse (@clt_rosenheim):
Bereits mehrfach kam dort zu rassistischen Angriffen und Anschlägen gegen migrantische Geschäfte und Restaurants.

Hier unsere bisherigen Statements zu der Serie rassistischer Gewalt in #Waldkraiburg:

#Corona beeinflusste auch die heutige Kundgebung. Die versammelten Demonstrant*innen hielten Mindestabstände ein und trugen Schutzmasken. Zudem war die Kundgebung auf 50 Teilnehmer*innen beschränkt worden. Damit alle Menschen auf der lang gestreckten Versammlungsfläche die Reden verstehen können, wurden sie von verschiedenen Personen gleichzeitig vorgetragen. „Für uns ist der 8. Mai der Tag des Zornes und des Widerstandes. Wir sind wütend, dass wir uns in der BRD nicht sicher fühlen können“, sagte der Redner. Hanau, Celle und Kassel zeigten, wie akut die Gefahr durch rechten Terror heute ist. „Geflüchtete werden von Europa im Stich gelassen“, kritisiert er. Opfer rechter Gewalt würden nicht gehört. Eine #Entnazifizierung habe nie stattgefunden. Das deutsche Geschichtsbild sei geprägt von Geschichtsrevisionismus, „Kolonialismus wird in den Schulbüchern kaum behandelt.“ „Der NSU ist nicht aufgeklärt“, fuhr er fort und verwies auf weitere rechte Anschläge in der jüngsten bundesdeutschen Geschichte (Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Solingen). Die Opfer des NSU seien erst „kriminalisiert und dann im Stich gelassen“ worden. Die Verflechtungen der Polizei und des Verfassungsschutzes seien nach wie vor ungeklärt. In den vergangenen Jahren zeige sich, wie wenig Rassismus und Antisemitismus in Deutschland bekämpft werden. Die Netzwerke des #NSU 2.0 und die Hintergründe der Morde an #OuryJalloh oder Walter #Lübcke seien nach wie vor ungeklärt. Rechte Terrornetzwerke seien, wie beim „Hanybal Netzwerk“ oder dem „NSU 2.0“ in staatliche Strukturen und Institutionen integriert. Deswegen verlasse man sich nicht auf „staatliche Strukturen und Institutionen.“ „Alle antirassistischen Errungenschaften wurden von uns selbst oder von antifaschistischen Verbündeten erkämpft“, erklärt der Redner.

„Wir müssen die Wände des rassistischen Systems einreißen“, fuhr er unter lautem Beifall fort. Weiter forderten die Demonstrant*innen, den Schutz von Moscheen und Synagogen, eine finanzielle Entschädigung für Opfer rechter Gewalt, eine vollständige Aufklärung des NSU, die Offenlegung und Freigabe der NSU-Akten, eine Einrichtung von NSU-Untersuchungsausschüssen in allen Bundesländern, eine konsequente Aufklärung aller Todesfälle in Polizeigewahrsam, ein Ende des racial profilings, rassismuskritische Bildung in staatlichen Behörden und fundierte Schulbildung über Rassismus, Antisemitismus und Kolonialismus. „Deutschland muss seine Kolonialverbrechen anerkennen, Reparationen leisten und bedingungslos alle Kolonialraube zurückgeben“, forderte er weiter. „Außerdem müssen wir das Asylrecht erweitern und stärken, die Geflüchtetenlager an Europas Grenze auflösen, Waffenexporte verbieten und wir fordern ein Bleiberecht für alle, die von Abschiebung bedroht sind“. Außerdem schließen sich die Antira-Aktivist*innen dem Aufruf an, den 8. Mai als bundesweiten Feiertag einzurichten. Die #noAfD solle verboten werden und das NS-Regime endlich richtig aufgearbeitet werden. Anschließend schrieben die Demonstrant*innen mit Straßenmalkreide Namen von Opfern rechter Gewalt auf den Gehweg am Main. Einige zogen weiter um Stolpersteine zu putzen. Die Kundgebung stieß größtenteils auf positive Resonanz.

Wie schon letzten Samstag (wir berichteten: twitter.com/schwarzlichtwu…), versammelte sich heute wieder der „Demokratische Widerstand“ #Widerstand2020 am unteren Markt. #wue0205

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Demokratischer Widerstand“ in Würzburg

Gestern rief die Gruppierung „Demokratischer Widerstand“ zu einer Kundgebung am unteren Markt auf. Etwa 50 Personen versammelten sich & protestierten u.a. für ihre „Freiheit“ & gegen Masken- und #Impfpflicht – deutl. mehr als letzte Woche.
Der Versammlungsbereich, in dem sich die zugelassene Zahl von 30 Personen aufhielt, war abgesperrt, die übrigen verteilten sich über den Platz. Viele saßen mit Decken und Matten am Boden und meditierten.
Das Grundgesetz wurde verteilt, die Nationalhymne und „die Gedanken sind frei“ gesungen. Der in den Auflagen festgeschriebene Mindestabstand von eineinhalb Metern wurde oft nicht eingehalten, die – kaum anwesende – Polizei setzte die Auflagen nicht durch.
Mit Schildern und Flyern versuchten die Anwesenden auf eine ganze Fülle von Anliegen aufmerksam zu machen. Redebeiträge gab es, außer der Erklärung der Versammlungsvorschriften, keine.

Die Anwesenden bildeten insgesamt eine sehr heterogene Masse.
So fand sich eine eine bunte Mischung aus Menschen wie jungen Hippies, Senior_innen und Familien mit Kindern. Teils aber auch Schwurbler_innen oder harte Verschwörungstheoretiker_innen und Impfgegner_innen.
So hatte eine meditierende Demonstrantin Schilder um sich herum ausgelegt, auf denen Sprüche wie „Schluss mit dem Spahnsinn! So Gates nicht weiter“, „Stasi 2.0“, „Geist ist geil“, „Mensch oder Lemming“ und „Die #Corona-Maßnahmen sind wie die Chemotherapie bei Krebs …“ standen.
Zwei andere Demonstrierende meinten im Gespräch mit einer Autorin unseres Kollektivs, dass die mächtigsten Menschen der Welt hinter den Corona-Maßnahmen stecken würden, um die Weltbevölkerung im Zaum zu halten.
Diese mächtigen Menschen wären beispielsweise der Amazon-Chef Bezos und die Rothschilds.

Im weiteren Gespräch meinten sie, Corona sei nur dazu da, den Menschen Angst zu machen: „damals war es die Reichskristallnacht* – heute ist es Corona“.
Es sei heute „wieder genau wie 1933“, nur „da durften wenigstens noch alle auf die Straße“.

In einem ausgel. Pamphlet, das sich vor allem populistischer Sprache bedient, finden sich viele weitere Aussagen, die die insgesamt problem. Einstellungen der Initiator_innen entlarven.
Besonders auf die Erzählung von „wir gegen die“ wird sich häufig bezogen. So finden sich im Text Sätze wie „Wir werden siegen und die werden verlieren“.
Diese Unterscheidung wird unter anderem durch Formulierungen gestützt, die die leider nach wie vor häufig verwendete Unterscheidung zwischen „raffenden“ und „schaffenden“ Kapital suggeriert.
Dies zeigt sich daran, dass der „Finanzmarktkapitalismus“ dessen sich ausschließlich die „bösen“ Eliten bedienen, um ihre Vormachtstellung zu sichern, in typischer Form kritisiert wird, während Kleinunternehmer_innen keine böse Absicht unterstellt wird und in deren
kapitalistischen Wirtschaften ein gesellschaftlicher Wert angesiedelt wird; dies entbehrt jedoch jeglicher realer Grundlage, weshalb auch hier deutlich wird, dass von einer angemessene Kritik der bestehenden Verhältnisse keine Rede sein kann.
Denn Kapitalismus verfügt immer über einen ausbeuterischen Charakter. So lässt sich festhalten, dass die Verwendung populistischer Elemente also aufgrund der fehlgeleiteten Kritik durchaus Sinn macht, da eine so grobe und vereinfachte Gegenüberstellung der Gesellschaft einen
idealen gemeinsamen Nenner darstellt, um die vielfältigen Anhänger_innen zu vereinen. Hier spiegeln sich die oben genannten Beispiele wieder, nach denen die sog. „Eliten“ wahlweise aus Konzernchef_innen, Politiker_innen oder den Rothschilds bestehen.
Über die 16 Seiten des Pamphlets zieht sich stets der Vergleich von #Covid_19 und einer Grippe oder gar „Erkältungswelle“. Es ist vom „Horror-Regime“ die Rede & auf der ersten Seite bereits von der gleichgeschalteten Presse, die sog. oppositionelle Meinungen nicht zulassen würde.
„Parlamente und Parteien haben sich dem Regierungskurs unterworfen. Die großen Medienhäuser sind gleichgeschaltet. Sämtliche Freiheitsrechte wurden außer Kraft gesetzt, während wir von der Regierung in Todesangst versetzt zu Hause eingesperrt werden.“
Auch an anderen Stellen wird sich auf „Todesangst“ bezogen. Das ganze Pamphlet verbreitet das Bild, dass die Autor_innen Wahrheiten kennen, die anderen Menschen vorenthalten werden, eine Darstellung, die bevorzugt auch von Verschwörungstheoretiker_innen genutzt wird.
Sie stellen sich selbst dabei als die einzige Opposition dar, die die Freiheitsrechte der Bürger_innen verteidigt.
Die Expert_innemeinungen, denen einige Seiten im Pamphlet gewidmet sind, stammen unter anderem von Dr. Bodo Schiffmann, der gerne von der #noAfD zitiert wird, oder auch von Dr. Sucharit Bhakdi und Dr. Wolfgang Wodarg, auf die sich Verschwörungstheoretiker_innen oft beziehen.
Was wissenschaftlich anmuten soll, ist mittlerweile von mehreren Seiten widerlegt worden und entbehrt so ebenfalls jeglicher Grundlage. Aufgrund ihres nicht vorhandene einheitlichen politischen Fundaments, argumentieren sie sehr emotional und verwenden Superlative.
Diese Beispiele zeigen recht deutlich den Charakter einer Querfrontbewegung, die, wie aufgezeigt, über kein einheitliches politisches Profil verfügt.
Dies macht die Gruppierung und ihre Anhänger_innen gefährlich, da der harmlose Anschein, den beispielsweise die Familien mit Kindern wecken, Antisemit_innen und Verschwörungstheoretiker_innen eine ideale Plattform bietet.
Dass dies leider auch in Würzburg der Fall war, lässt sich an den genannten Beispielen nachweisen. Auf den Berliner Demos des „Demokratischen Widerstands“ lief u.a. auch der „Volkslehrer“ Nikolai Nerling mit, ein Holocaustleugner, der klar der Neuen Rechten zuzuordnen ist.
Dies zeigt, dass auch gefährliche Strömungen sich ideal in diese heterogene Menge mischen und im Extremfall mit reaktionären und antisemitischen Narrativen andocken können.
Es ist durchaus in Ordnung die strengen Corona-Maßnahmen kritisch zu sehen und zu demonstrieren, jedoch sollte sich jede Person, die eine solche Veranstaltung besucht oder die Gruppierung anderweitig unterstützt im Klaren darüber sein, an wessen Seite sie damit steht.
Grundrechtseinschränkungen nicht einfach hinzunehmen und für die eigene Freiheit zu demonstrieren, ist kein Grund sich an einer Querfront mit reaktionären und verschwörungstheoretischen Kräften zu beteiligen.
*Der Begriff „Reichskristallnacht“ leitet sich von den am Boden liegenden glitzernden Scherben ab und stellt eine euphemistische, verharmlosende Bezeichnung der Reichspogromnacht dar,
die zwar gängig, aber deswegen nicht weniger problematisch ist. Wir verwenden sie an dieser Stelle, um das Zitat korrekt wiederzugeben.

Die zugelassene Zahl von 66 Personen wurde weit überschritten – teilweise standen bis zu 100 Menschen in und direkt um die Versammlungsfläche. Auch der Abstand wurde nicht eingehalten. Die Polizei griff jedoch nicht ein, stattdessen kontrollierte sie lieber Journalist_innen auf ihren Presseausweis.

Während es sich bei der Kundgebung letzte Woche noch um eine klassische Querfront handelte, waren heute jedoch nicht Hippies und Familien in der Mehrheit. Teilweise gewaltbereite Rechte nahmen die Kundgebung für sich ein. Mindestens fünf Personen waren dem Umfeld der AfD zuzuordnen – darunter der stellvertretende Vorsitzende Silvio Kante und Erika Lenz (Listenplatz 7). Natürlich fanden sich unter den Teilnehmenden auch wieder Schwurbler_innen und Verschwörungstheoretiker_innen. So riet ein Demonstrierender einem Passanten im Gespräch Chlordioxidgas einzuatmen, andere verteufelten Impfungen. Ein sehr diskussionsfreudiger Demonstrant erklärte im Gespräch mit einer Autorin unseres Kollektivs, dass er es „interessant“ fände, dass das Thema der Demonstration die Menschen aus verschiedenen Richtungen einen würde. Denn wenn hier wirklich – wie von unserer Autorin behauptet – Rechte ständen, dann zeige dies ja nur, wie wichtig das alles sei. In Berlin seien ja auch „Linksextreme“ dabei gewesen. Auf die Frage, ob er das denn vertreten könne, hier Seite an Seite mit Faschist_innen, mit #noAfD-lern zu stehen, meinte er, dass es ok, wäre. Dass er auch mit Nazis reden würde, wie er mit unserer Autorin rede – auch wenn er ihre Ansichten „komisch“ fände. Besonders fiel auf, dass Journalist_innen und Mitglieder unseres Kollektivs angefeindet, teils körperlich angegangen wurden. Es gab zahlreiche Beschimpfungen wie „Vermummungsnazi“ und Aufforderungen den „Maulkorb“ abzunehmen. Die Demonstrierenden behaupteten, dass es in Deutschland keine freie Presse mehr gäbe und gleichzeitig drohten sie Journalist_innen sie auf Grund des Datenschutzes anzuzeigen. Andere schienen eher gewaltbereit: „Wenn ich ein Bild von mir auf der grünen Seite der Antifa finde knallt‘s“. Insgesamt schienen sich einige der Teilnehmer*innen sehr auf „die Antifa“ versteift zu haben. Immer wieder wurden Journalist_innen und Mitglieder unseres Kollektivs gefragt, ob sie denn „die Antifa“ seien. Rési berichtete uns und auf Twitter von mehreren versuchten Angriffen (twitter.com/Resistance2O20…).

Seine Fotos des heutigen Tages gibt es hier: flickr.com/photos/1566327…

Rési (@Resistance2O20):
Nochmal kurz Gedächtnisprotokoll. Eine Gruppe Nazis verließ den Marktplatz mit Drohungen gegenüber mich. Danach löste sich 1 Glatze, bedrängte mich und wollte meinen Presseausweis und Kamera “sofort haben sonst bekommst du auf die Fresse”. Danach versuchte er mich zu schubsen und

Als ein älterer Herr sich über Schilder gegen Impfungen aufregte, löste sich ein trainierter Mann um die 30 aus der Kundgebung (setzte sein Kleinkind dafür auf regennassem Boden ab und ließ es allein) und bedrohte den Senior. Hätten nicht mehrere Umstehende eingegriffen und den Mann festgehalten, wäre es wohl zur Gewalt gegen den älteren Herrn gekommen.

Die heutige Demo zeigt deutlich, wie gefährlich eine Querfront sein kann. Ab heute gibt es keine Entschuldigung mehr, an Veranstaltungen des „Demokratischen Widerstands“ teilzunehmen! Das schöne Bild der Familien und Hippies wurde durchbrochen von gewaltbereiten Verschwörungstheoretiker_innen und Rechten. Auch nächste Woche soll wieder demonstriert werden und wir werden wieder berichten.

Am Unteren Markt in Würzburg, wo sich heute um 15:30 Uhr der „Demokratische Widerstand“ zu einer Kundgebung treffen will, haben sich bereits viele Meditierende eingefunden. Ebenso wurde ein Aluhutträger gespottet, welcher seine „Rechte zurückfordert“. #wue0205 #Widerstand2020 „Impfflicht = Körperverletzung“

Die Anliegen der Menschen scheinen klar.

#wue0205 Menschen mit „Deutscher“ T-Shirt-Aufdruck #wue0205 Es regnet und die Schwurbler sperren einen großen Teil des Marktplatzes ab. #wue0205 #Widerstand2020 Die Schwurbelnden werden mehr. #wue0205 #Widerstand2020 Die Würzburger #noAfD ist jetzt auch vor Ort #wue0205 #Widerstand2020 76 Menschen innerhalb des Rechtecks. Das sind 10 mehr als erlaubt. #wue0205 #Widerstand2020 Hier kommen WM-Überbleibsel wieder zum Vorschein. #wue0205 #Widerstand2020 Die „Widerstand 2020“ Partei verteilt Grundgesetze. #wue0205 #Widerstand2020 Schaut zu @Resistance2O20, dort findet ihr einen detaillierteren Thread zur Kundgebung. Wir haben das Live Tweeten beendet.

twitter.com/Resistance2O20…

Rési (@Resistance2O20):
Bereits Menschen mit Aluhut am Start. Kein Witz #wue0205 15:04

„Demokratischer Widerstand“ in Würzburg

Gestern rief die Gruppierung „Demokratischer Widerstand“ zu einer Kundgebung am unteren Markt auf. Etwa 50 Personen versammelten sich & protestierten u.a. für ihre „Freiheit“ & gegen Masken- und #Impfpflicht – deutl. mehr als letzte Woche. Der Versammlungsbereich, in dem sich die zugelassene Zahl von 30 Personen aufhielt, war abgesperrt, die übrigen verteilten sich über den Platz. Viele saßen mit Decken und Matten am Boden und meditierten. Das Grundgesetz wurde verteilt, die Nationalhymne und „die Gedanken sind frei“ gesungen. Der in den Auflagen festgeschriebene Mindestabstand von eineinhalb Metern wurde oft nicht eingehalten, die – kaum anwesende – Polizei setzte die Auflagen nicht durch. Mit Schildern und Flyern versuchten die Anwesenden auf eine ganze Fülle von Anliegen aufmerksam zu machen. Redebeiträge gab es, außer der Erklärung der Versammlungsvorschriften, keine.

Die Anwesenden bildeten insgesamt eine sehr heterogene Masse. So fand sich eine eine bunte Mischung aus Menschen wie jungen Hippies, Senior_innen und Familien mit Kindern. Teils aber auch Schwurbler_innen oder harte Verschwörungstheoretiker_innen und Impfgegner_innen. So hatte eine meditierende Demonstrantin Schilder um sich herum ausgelegt, auf denen Sprüche wie „Schluss mit dem Spahnsinn! So Gates nicht weiter“, „Stasi 2.0“, „Geist ist geil“, „Mensch oder Lemming“ und „Die #Corona-Maßnahmen sind wie die Chemotherapie bei Krebs …“ standen. Zwei andere Demonstrierende meinten im Gespräch mit einer Autorin unseres Kollektivs, dass die mächtigsten Menschen der Welt hinter den Corona-Maßnahmen stecken würden, um die Weltbevölkerung im Zaum zu halten. Diese mächtigen Menschen wären beispielsweise der Amazon-Chef Bezos und die Rothschilds.

Im weiteren Gespräch meinten sie, Corona sei nur dazu da, den Menschen Angst zu machen: „damals war es die Reichskristallnacht* – heute ist es Corona“. Es sei heute „wieder genau wie 1933“, nur „da durften wenigstens noch alle auf die Straße“.

In einem ausgel. Pamphlet, das sich vor allem populistischer Sprache bedient, finden sich viele weitere Aussagen, die die insgesamt problem. Einstellungen der Initiator_innen entlarven. Besonders auf die Erzählung von „wir gegen die“ wird sich häufig bezogen. So finden sich im Text Sätze wie „Wir werden siegen und die werden verlieren“. Diese Unterscheidung wird unter anderem durch Formulierungen gestützt, die die leider nach wie vor häufig verwendete Unterscheidung zwischen „raffenden“ und „schaffenden“ Kapital suggeriert. Dies zeigt sich daran, dass der „Finanzmarktkapitalismus“ dessen sich ausschließlich die „bösen“ Eliten bedienen, um ihre Vormachtstellung zu sichern, in typischer Form kritisiert wird, während Kleinunternehmer_innen keine böse Absicht unterstellt wird und in deren kapitalistischen Wirtschaften ein gesellschaftlicher Wert angesiedelt wird; dies entbehrt jedoch jeglicher realer Grundlage, weshalb auch hier deutlich wird, dass von einer angemessene Kritik der bestehenden Verhältnisse keine Rede sein kann. Denn Kapitalismus verfügt immer über einen ausbeuterischen Charakter. So lässt sich festhalten, dass die Verwendung populistischer Elemente also aufgrund der fehlgeleiteten Kritik durchaus Sinn macht, da eine so grobe und vereinfachte Gegenüberstellung der Gesellschaft einen idealen gemeinsamen Nenner darstellt, um die vielfältigen Anhänger_innen zu vereinen. Hier spiegeln sich die oben genannten Beispiele wieder, nach denen die sog. „Eliten“ wahlweise aus Konzernchef_innen, Politiker_innen oder den Rothschilds bestehen. Über die 16 Seiten des Pamphlets zieht sich stets der Vergleich von #Covid_19 und einer Grippe oder gar „Erkältungswelle“. Es ist vom „Horror-Regime“ die Rede & auf der ersten Seite bereits von der gleichgeschalteten Presse, die sog. oppositionelle Meinungen nicht zulassen würde. „Parlamente und Parteien haben sich dem Regierungskurs unterworfen. Die großen Medienhäuser sind gleichgeschaltet. Sämtliche Freiheitsrechte wurden außer Kraft gesetzt, während wir von der Regierung in Todesangst versetzt zu Hause eingesperrt werden.“ Auch an anderen Stellen wird sich auf „Todesangst“ bezogen. Das ganze Pamphlet verbreitet das Bild, dass die Autor_innen Wahrheiten kennen, die anderen Menschen vorenthalten werden, eine Darstellung, die bevorzugt auch von Verschwörungstheoretiker_innen genutzt wird. Sie stellen sich selbst dabei als die einzige Opposition dar, die die Freiheitsrechte der Bürger_innen verteidigt. Die Expert_innemeinungen, denen einige Seiten im Pamphlet gewidmet sind, stammen unter anderem von Dr. Bodo Schiffmann, der gerne von der #noAfD zitiert wird, oder auch von Dr. Sucharit Bhakdi und Dr. Wolfgang Wodarg, auf die sich Verschwörungstheoretiker_innen oft beziehen. Was wissenschaftlich anmuten soll, ist mittlerweile von mehreren Seiten widerlegt worden und entbehrt so ebenfalls jeglicher Grundlage. Aufgrund ihres nicht vorhandene einheitlichen politischen Fundaments, argumentieren sie sehr emotional und verwenden Superlative. Diese Beispiele zeigen recht deutlich den Charakter einer Querfrontbewegung, die, wie aufgezeigt, über kein einheitliches politisches Profil verfügt. Dies macht die Gruppierung und ihre Anhänger_innen gefährlich, da der harmlose Anschein, den beispielsweise die Familien mit Kindern wecken, Antisemit_innen und Verschwörungstheoretiker_innen eine ideale Plattform bietet. Dass dies leider auch in Würzburg der Fall war, lässt sich an den genannten Beispielen nachweisen. Auf den Berliner Demos des „Demokratischen Widerstands“ lief u.a. auch der „Volkslehrer“ Nikolai Nerling mit, ein Holocaustleugner, der klar der Neuen Rechten zuzuordnen ist. Dies zeigt, dass auch gefährliche Strömungen sich ideal in diese heterogene Menge mischen und im Extremfall mit reaktionären und antisemitischen Narrativen andocken können. Es ist durchaus in Ordnung die strengen Corona-Maßnahmen kritisch zu sehen und zu demonstrieren, jedoch sollte sich jede Person, die eine solche Veranstaltung besucht oder die Gruppierung anderweitig unterstützt im Klaren darüber sein, an wessen Seite sie damit steht. Grundrechtseinschränkungen nicht einfach hinzunehmen und für die eigene Freiheit zu demonstrieren, ist kein Grund sich an einer Querfront mit reaktionären und verschwörungstheoretischen Kräften zu beteiligen. *Der Begriff „Reichskristallnacht“ leitet sich von den am Boden liegenden glitzernden Scherben ab und stellt eine euphemistische, verharmlosende Bezeichnung der Reichspogromnacht dar, die zwar gängig, aber deswegen nicht weniger problematisch ist. Wir verwenden sie an dieser Stelle, um das Zitat korrekt wiederzugeben.

SAVE THE DATE: #WUE2806

Homofeindliche und sexistische Großdemonstration „Demo für Alle“ in Würzburg!

Am 28. Juni soll in Würzburg die erste sogenannte „Demo für Alle“ stattfinden. Am Jahrestag der Stonewall-Riots mobilisieren die Reaktionären zu ihrer ersten „deutschlandweit großen“ Demonstration. Im Aufruf hetzen sie gegen „Homo-Ehe“, Sexualaufklärung und positionieren sich gegen Kinderrechte. Die Demonstrationen unter dem Motto „Demo für Alle“ nahmen ab 2014 in Baden-Württemberg ihren Anfang. Angelehnt an die französische „Manif pour tous“ kämpfen sie gegen gleichgeschlechtliche Ehen, „Gender-Ideologie“ und Sexualaufklärung. Fahrt bekamen die deutschen „Demo für Alle“-Proteste ab 2015 als Reaktion auf den baden-württembergischen Bildungsplan. Hunderte Ultrakonservative und Rechtsradikale zogen durch Stuttgart. Zu den Unterstützer*innen der „Demo für Alle“ zählt u. a. die #noAfD-Politikerin Beatrix von Storch. In Stuttgart und Wiesbaden gab es breiten Protest von feministischen, antifaschistischen und LGBTQ*-Organisationen. Auch in #Würzburg wird es Gegenaktionen geben. Wir halten euch auf dem Laufenden! Zusätzlich empfehlen wir euch Missmutig, @antifa_wue und @QueerPrideWue für Infos zu eventuellen Gegenaktivitäten zu folgen.

Gemeinsam die Stadt zum Regenbogenmeer machen! Der “Demo für Alle” keinen Meter!

#Corona, Verschwörungstheorien und die AfD

Der #noAfD Kreisverband Würzburg verbreitet auf Facebook Fake News über #Covid_19.

Die in dieser Recherche referenzierten Screenshots finden sich auf unserer Website: schwarzlicht.org/p/2020-04-04-a… Während Prepper bisher – sogar unter Verschwörungstheoretiker*innen – einen eher verschrobenen Ruf hatten, sind Hamsterkäufe gerade ein allgegenwärtiges Phänomen. Die Corona-Pandemie bietet idealen Nährboden für Weltuntergangs- und Verschwörungsszenarien. Die Militäraktion „Defender Europe 2020“ wird als „Eroberung Europas“ oder „Vorbereitung des 3. Weltkriegs“ verkauft, Corona soll hierbei als Ablenkung dienen. Außerdem soll mit der – natürlich erfundenen – Krankheit, die Wirtschaftskrise vertuscht werden. Andere behaupten, Covid_19 wäre eine biologische Waffe, die aus einem chinesischen Labor stammt. Wieder andere, sind der Meinung das Virus stamme aus einem US-Labor. Auch darüber, ob Corona absichtlich oder versehentlich in Umlauf kam, sind sich die Verschwörungstheoretiker*innen nicht einig. Doch sie alle verbindet die Ansicht, dass wahlweise der Staat/die Politiker/die jüdische Weltverschwörung/Soros/Bill Gates/die USA irgendetwas vertuschen wollen. Auf WhatsApp, sozialen Netzwerken und YouTube kursieren zahlreiche Fake News rund um das Thema Corona. Wer für einen gewissen Zeitraum die Luft anhalten könne, sei nicht erkrankt, Trinken helfe, heißes Wasser mit Salz und Zitrone zum Gurgeln und viele weitere „Tipps“ und „Wahrheiten“, bar jeglicher Fakten. Überall sprießen selbsternannte „Expert*innen“ aus dem Boden, die dem RKI und Virologen offen widersprechen. Verschwörungen und Fake News haben ein solches Ausmaß angenommen, dass seriöse Medien und Nachrichtensendungen sich genötigt sehen, diese richtig zu stellen und vor ihnen zu warnen. Schon vor Wochen verbreitete sich beispielsweise eine angeblich interne Info der Uni Wien rasend, nach der ein Zusammenhang zwischen Corona und Ibuprofen bestünde. Die Universität musste klarstellen, dass dies nicht der Wahrheit entspräche (br.de/nachrichten/wi…). Der AfD Kreisverband Würzburg – der erst vor wenigen Wochen mehrfach durch antisemitische Äußerungen auffiel (Bericht Schwarzlicht twitter.com/schwarzlichtwu… & Bericht Burkhard Hose twitter.com/schwarzlichtwu…) teilte in den letzten Tagen zwei YouTube-Videos

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Den heutigen #noAfD-Infostand hat sich der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard zum Anlass genommen, die Kandidat*innen der #noAfD, welche kürzlich mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen sind ( direkt anzusprechen.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Der Fall der antisemitischen Äußerungen der Würzburger #noAfD geht weiter! twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Endlich wurde das Geschwurbel der Würzburger #noAfD‘ler auf Video aufgenommen und kann damit vor Gericht verwendet werden.

Der Würzburger OB Christian Schuchardt kündigt die erste Anzeige wegen #Volksverhetzung an: schreibdasauf.info/gegen-juden-un… (Artikel von @WolfgangJung) twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit.
„Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell.
Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite.
Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD.
Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat.
Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“.
Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“
Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat.
Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen.
Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof.
Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein.
Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat.
Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert!
Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard schließt sich OB Christian Schuchardt an und stellt ebenfalls Strafanzeige wegen Volksverhetzung. #noAfD

br.de/nachrichten/am…

Josef Schuster, Präsident des @ZentralratJuden und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Würzburg, hat sich nun auch dazu geäußert. Er sieht in den Aussagen den Gegenbeweis zum von der #noAfD gestellten Anspruch, ‘nicht antisemitisch zu sein’.
Der @mainpost zufolge werde der Fall nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft und ein Fachkommissar für Staatsschutzangelegenheiten habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Es gilt ein Mal mehr: wenn die #noAfD am morgigen Samstag wieder in der Stadt steht, müssen wir das auch!
Quelle: m.mainpost.de/regional/wuerz…
twitter.com/nasir_ahmad/…

Nasir Ahmad (@nasir_ahmad):
Nach #Islamhetze: OB von Würzburg, Christian Schuchardt, will die AfD wegen Volksverhetzung anzeigen.

Wisst ihr wie man sowas nennt? #WehrhafteDemokratie und ein wehrhafter Oberbürgermeister. Genau DAS brauchen wir aktuell und zwar in GANZ 🇩🇪.

wuerzburgerleben.de/2020/02/28/kom…

Zu seinem Gespräch hat er folgenden Bericht verfasst:
Ich habe die beiden Kandidaten, über deren antisemitische und islamfeindliche Aussagen vor zwei Wochen MTA Germany Studios und dann auch @mainpost, @BR24 , @WolfgangJung und andere berichtet haben, spontan zur Rede gestellt.
Ich habe sie gefragt, warum sie immer noch für den Stadtrat kandidieren und dagegen laut protestiert. Sie sagten, sie würden weiterhin kandidieren, weil das, was sie gesagt hätten, richtig sei.
Eine Kandidatin legte noch nach und betete mir die üblichen Verschwörungsmythen (Soros, Rothschild) vor.

Ich habe auch ausdrücklich als katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegen die antisemitischen Stereotype protestiert.
Ich gab mich dann auch als Priester zu erkennen.

Der Würzburger Kreisvorsitzende dieser Partei sagte daraufhin, er werde jetzt die Polizei holen, damit die Kinder auf der Straße vor mir geschützt würden, denn ich gehöre ja zu denen, die Kinder missbrauchen.
Dann gab er vor, seine Vorfahren seien im KZ ermordet worden und auch der Kandidatin, die vorher über die “reichen Juden” schwadroniert hatte, sprach jetzt davon, sie sei ja auch Jüdin.
Der Vorsitzende kündigte an, er werde mich jetzt anzeigen, denn ich hätte ihn als Juden beleidigt.

Ich weiß nicht, ob mein Protest sinnvoll war, aber ich konnte nicht anders.
Und ich bin stolz auf die Mitbürger*innen in dieser Stadt, die dazukamen, stehenblieben und mich alle - ohne Ausnahme - unterstützten und stärkten. Ich bin dankbar für die jungen Leute, die um uns herum schweigend Handzettel mit Informationen zu dieser Partei verteilten.#seidlaut

über Corona, die Verschwörungstheorien verbreiten (Bilder 1.1 & 1.2). Die Videos „covid-19 – Die GANZE Wahrheit“ (geteilt am 29. März, 14:24 Uhr) und „Corona 11 von Dr. Bodo Schiffmann (geteilt am 28. März, 23:11 Uhr) wurden auf YouTube gesperrt, da sie gegen die Gemeinschaftsregeln verstoßen. Bei ersterem lässt sich leider nicht mehr nachvollziehen, welches Video namens „Die GANZE Wahrheit“ genau geteilt wurde – dafür ist die Auswahl zu groß, aber „Corona 11“ ist noch aufzufinden. Es ist Teil einer bisher 14-teiligen Reihe von Coronavideos von Dr. Bodo Schiffmann. In diesem wird Corona mit Grippewellen verglichen und verharmlost. Es ist von Euthanasie von Menschen über 80 Jahren die Rede, die nicht mehr beatmet, sondern mit Opiaten getötet werden sollen. Schiffmann, der glaubt, dass „auf der ganzen Welt keine ansteigenden Krankheitsfälle messbar“ wären, fordert seine Zuhörer*innen auf, das RKI und den „unsäglichen Zahlenverbreiter“ Prof. Drosten zu hinterfragen. Stattdessen solle man auf Dr. Wodarg und Prof. Bhakdi hören, die seit Wochen für ihre umstrittenen Ansichten kritisiert werden (twitter.com/schwarzlichtwu…).

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Den heutigen #noAfD-Infostand hat sich der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard zum Anlass genommen, die Kandidat*innen der #noAfD, welche kürzlich mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen sind ( direkt anzusprechen.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Der Fall der antisemitischen Äußerungen der Würzburger #noAfD geht weiter! twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Endlich wurde das Geschwurbel der Würzburger #noAfD‘ler auf Video aufgenommen und kann damit vor Gericht verwendet werden.

Der Würzburger OB Christian Schuchardt kündigt die erste Anzeige wegen #Volksverhetzung an: schreibdasauf.info/gegen-juden-un… (Artikel von @WolfgangJung) twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit.
„Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell.
Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite.
Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD.
Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat.
Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“.
Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“
Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat.
Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen.
Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof.
Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein.
Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat.
Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert!
Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard schließt sich OB Christian Schuchardt an und stellt ebenfalls Strafanzeige wegen Volksverhetzung. #noAfD

br.de/nachrichten/am…

Josef Schuster, Präsident des @ZentralratJuden und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Würzburg, hat sich nun auch dazu geäußert. Er sieht in den Aussagen den Gegenbeweis zum von der #noAfD gestellten Anspruch, ‘nicht antisemitisch zu sein’.
Der @mainpost zufolge werde der Fall nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft und ein Fachkommissar für Staatsschutzangelegenheiten habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Es gilt ein Mal mehr: wenn die #noAfD am morgigen Samstag wieder in der Stadt steht, müssen wir das auch!
Quelle: m.mainpost.de/regional/wuerz…
twitter.com/nasir_ahmad/…

Nasir Ahmad (@nasir_ahmad):
Nach #Islamhetze: OB von Würzburg, Christian Schuchardt, will die AfD wegen Volksverhetzung anzeigen.

Wisst ihr wie man sowas nennt? #WehrhafteDemokratie und ein wehrhafter Oberbürgermeister. Genau DAS brauchen wir aktuell und zwar in GANZ 🇩🇪.

wuerzburgerleben.de/2020/02/28/kom…

Zu seinem Gespräch hat er folgenden Bericht verfasst:
Ich habe die beiden Kandidaten, über deren antisemitische und islamfeindliche Aussagen vor zwei Wochen MTA Germany Studios und dann auch @mainpost, @BR24 , @WolfgangJung und andere berichtet haben, spontan zur Rede gestellt.
Ich habe sie gefragt, warum sie immer noch für den Stadtrat kandidieren und dagegen laut protestiert. Sie sagten, sie würden weiterhin kandidieren, weil das, was sie gesagt hätten, richtig sei.
Eine Kandidatin legte noch nach und betete mir die üblichen Verschwörungsmythen (Soros, Rothschild) vor.

Ich habe auch ausdrücklich als katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegen die antisemitischen Stereotype protestiert.
Ich gab mich dann auch als Priester zu erkennen.

Der Würzburger Kreisvorsitzende dieser Partei sagte daraufhin, er werde jetzt die Polizei holen, damit die Kinder auf der Straße vor mir geschützt würden, denn ich gehöre ja zu denen, die Kinder missbrauchen.
Dann gab er vor, seine Vorfahren seien im KZ ermordet worden und auch der Kandidatin, die vorher über die “reichen Juden” schwadroniert hatte, sprach jetzt davon, sie sei ja auch Jüdin.
Der Vorsitzende kündigte an, er werde mich jetzt anzeigen, denn ich hätte ihn als Juden beleidigt.

Ich weiß nicht, ob mein Protest sinnvoll war, aber ich konnte nicht anders.
Und ich bin stolz auf die Mitbürger*innen in dieser Stadt, die dazukamen, stehenblieben und mich alle - ohne Ausnahme - unterstützten und stärkten. Ich bin dankbar für die jungen Leute, die um uns herum schweigend Handzettel mit Informationen zu dieser Partei verteilten.#seidlaut

Zu Herold Peters-Hartmann: Peters-Hartmann ist der Vorsitzende des Würzburger AfD-Kreisverbands. Er geriet in Kritik, als er in einem Video von MuslimTvDe behauptete: „Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell. Das sind die Menschen des Blocks der Juden“ (youtube.com/watch?v=1sikQo…). Der Bezirksvorstand Unterfranken forderte daraufhin seinen Rücktritt und eine zweijährige Ämtersperre und der Landesverband distanzierte sich von den getroffenen Aussagen (twitter.com/schwarzlichtwu…).

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Den heutigen #noAfD-Infostand hat sich der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard zum Anlass genommen, die Kandidat*innen der #noAfD, welche kürzlich mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen sind ( direkt anzusprechen.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Der Fall der antisemitischen Äußerungen der Würzburger #noAfD geht weiter! twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Endlich wurde das Geschwurbel der Würzburger #noAfD‘ler auf Video aufgenommen und kann damit vor Gericht verwendet werden.

Der Würzburger OB Christian Schuchardt kündigt die erste Anzeige wegen #Volksverhetzung an: schreibdasauf.info/gegen-juden-un… (Artikel von @WolfgangJung) twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit.
„Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell.
Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite.
Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD.
Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat.
Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“.
Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“
Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat.
Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen.
Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof.
Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein.
Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat.
Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert!
Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard schließt sich OB Christian Schuchardt an und stellt ebenfalls Strafanzeige wegen Volksverhetzung. #noAfD

br.de/nachrichten/am…

Josef Schuster, Präsident des @ZentralratJuden und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Würzburg, hat sich nun auch dazu geäußert. Er sieht in den Aussagen den Gegenbeweis zum von der #noAfD gestellten Anspruch, ‘nicht antisemitisch zu sein’.
Der @mainpost zufolge werde der Fall nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft und ein Fachkommissar für Staatsschutzangelegenheiten habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Es gilt ein Mal mehr: wenn die #noAfD am morgigen Samstag wieder in der Stadt steht, müssen wir das auch!
Quelle: m.mainpost.de/regional/wuerz…
twitter.com/nasir_ahmad/…

Nasir Ahmad (@nasir_ahmad):
Nach #Islamhetze: OB von Würzburg, Christian Schuchardt, will die AfD wegen Volksverhetzung anzeigen.

Wisst ihr wie man sowas nennt? #WehrhafteDemokratie und ein wehrhafter Oberbürgermeister. Genau DAS brauchen wir aktuell und zwar in GANZ 🇩🇪.

wuerzburgerleben.de/2020/02/28/kom…

Zu seinem Gespräch hat er folgenden Bericht verfasst:
Ich habe die beiden Kandidaten, über deren antisemitische und islamfeindliche Aussagen vor zwei Wochen MTA Germany Studios und dann auch @mainpost, @BR24 , @WolfgangJung und andere berichtet haben, spontan zur Rede gestellt.
Ich habe sie gefragt, warum sie immer noch für den Stadtrat kandidieren und dagegen laut protestiert. Sie sagten, sie würden weiterhin kandidieren, weil das, was sie gesagt hätten, richtig sei.
Eine Kandidatin legte noch nach und betete mir die üblichen Verschwörungsmythen (Soros, Rothschild) vor.

Ich habe auch ausdrücklich als katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegen die antisemitischen Stereotype protestiert.
Ich gab mich dann auch als Priester zu erkennen.

Der Würzburger Kreisvorsitzende dieser Partei sagte daraufhin, er werde jetzt die Polizei holen, damit die Kinder auf der Straße vor mir geschützt würden, denn ich gehöre ja zu denen, die Kinder missbrauchen.
Dann gab er vor, seine Vorfahren seien im KZ ermordet worden und auch der Kandidatin, die vorher über die “reichen Juden” schwadroniert hatte, sprach jetzt davon, sie sei ja auch Jüdin.
Der Vorsitzende kündigte an, er werde mich jetzt anzeigen, denn ich hätte ihn als Juden beleidigt.

Ich weiß nicht, ob mein Protest sinnvoll war, aber ich konnte nicht anders.
Und ich bin stolz auf die Mitbürger*innen in dieser Stadt, die dazukamen, stehenblieben und mich alle - ohne Ausnahme - unterstützten und stärkten. Ich bin dankbar für die jungen Leute, die um uns herum schweigend Handzettel mit Informationen zu dieser Partei verteilten.#seidlaut

OB Schuchardt und Hochschulpfarrer Hose stellten Strafanzeige wegen Volksverhetzung Auf seiner Facebook-Chronik finden sich zahlreiche Links und Posts rund um das Thema Chemtrails und die Illuminaten (Bilder 2.1 - 2.7). Etwa ein Drittel von Peters-Hartmanns Post wurden von Facebook gelöscht oder als Fehlinformation gekennzeichnet. Er teilt Beiträge von rechten YouTuber*innen, Höcke und Verschwörungstheoretiker*innen und bezweifelt den menschengemachten Klimawandel (Bilder 3.1 - 3.7). Außerdem ist er Fan vom ehemaligen italienischen Innenminister Salvini, Trump, Orban und Höcke (Bilder 4.1 – 4.7). Die Beiträge über Chemtrails sind relativ harmlose Verwirrungen, über die noch geschmunzelt werden könnte, würde Peters-Hartmann nicht auch Videos teilen, in denen von „Rassenvermischung“ (Bild 6) oder „Vermischung zu einer Negriod (sic!) Asiatischen (sic!) Mischrasse mit IQ 90“ die Rede wäre (Bilder 7.1 & 7.2). In einem geteilten Text heißt es über Geflüchtete: „Sie kommen als wilde Eroberer um zu brandschatzen und nicht mal das, ist ihnen bewusst. Sie handeln instinktiv weil sie lebenslang ums Überleben kämpften. Sie handeln aggressiv, weil sie spüren, ahnen und wissen, sie treffen auf eine Gesellschaft, die verlernt hat, sich wehrhaft zu zeigen. Sie wollen Teilhabe ohne Teilnahme. Sie haben leider nicht die kognitiven [intellektuellen] Fähigkeiten, die vorgefundenen wunderbaren Strukturen weiterzuentwickeln. Sie kommen nicht, um aufzubauen, sondern um zu zerstören.“ (Bilder 8.1 – 8.3). Auch ein Video von Jürgen Elsässer, dem Herausgeber des Compact-Magazins, ist auf einer Chronik zu finden (Bild 9). Wie bereits in seinem Interview mit MusilmTvDe zu erkennen ist, glaubt Peters-Hartmann an jüdische Verschwörungsszenarien. Ein Video trägt „Soros-finanzierten EU-Eliten“ bereits im Titel (Bild Nr. 4.1) und ein Kommentar über „Multimillionäre wie Rotschild, Soros u.s.w. und Banken“ bleibt unkommentiert unter einem seiner Beiträge („Nicht sog Flüchtlinge oder Migranten wollen die deutsche Identität zerstören, sondern Deutsche die ihr eigenes Deutschsein hassen!“) stehen. (Bilder 10.1 und 10.2). Unter einem von ihm geteilten Video kommentiert er: „werden bestimmt einige feucht im Schritt, wenn sie dieses Video sehen, wäre für eine gute E–lösung“. (Bild 11) Dies zeigt abschließend: Peters-Hartmann ist alles andere als ein harmloser Spinner. Mit diesem Vorsitzenden, verwundert es nicht, dass der Kreisverband Verschwörungstheorien auch auf seiner Facebook-Seite verbreitet.

Flügel doch nicht aufgelöst?

Am frühen Abend berichteten der @SPIEGEL, der @BR24 , die @Tagesschau und auch wir, dass #Höcke die extrem-rechte AfD Subgruppierung „der Flügel“ auflöse. Auch wir berichteten gerade über das Ende des „Flügels“. Allerdings spielt die #noAfD wohl wieder ein Spielchen.

In der Sezession gab Björn Höcke Götz Kubitschek ein Interview, das am frühen Abend erschien. In diesem äußerte sich Höcke über die Forderungen des Bundesvorstandes nach einer Auflösung des „Flügels“. Er bleibt im Interview nebulös. Der Flügel habe sich selbst historisiert. Er vermeidet jegliche Äußerungen, ob der Flügel nun aufgelöst sei. Mit Historisierung könnte Höcke meinen, dass der Flügel bereits das Profil der AfD so weit nach rechts verschoben habe, dass eine extrem-rechte Suborganisation, wie der Flügel, nicht notwendig sei. Das ganze unkonkrete, schwülstige Gerede passt zur Sezession, zu Höcke und Kubitschek. Mit eigenem Duktus versuchen sie ihre politischen Gegner*innen zu verwirren. Nun berichtet der MDR die Zukunft des Flügels sei ungewiss.Höckes scharfe Äußerungen gegen den Parteivorstand im Interview mit Kubitschek, er warf ihnen vor „auf Kosten ihrer Parteifreunde allzu gute Kontakte zum Establishment zu suchen“, wird der Bundesvorstand nicht unkommentiert lassen. Die Zerfleischung der Partei geht weiter - zwischen faschistischem Kern und bürgerlicher Fassade.

HÖCKE LÖST FLÜGEL AUF!

Endlich mal eine gute Nachricht! Der Machtkampf in der AfD zwischen Faschisten und Ultra-Reaktionären mit bürgerlicher Fassade eskaliert. Björn Höcke hat die Auflösung seiner faschistischen Suborganisation „Der Flügel“ beschlossen. In einem heute erschienenen Interview mit Götz Kubitschek in der neurechten „Sezession“ sagt Höcke er sei „peinlich berührt“, dass die AfD gestern gefordert habe den „Flügel“ aufzulösen. Der „Flügel“ sei sehr selbstbewusst aufgetreten, laut Höcke habe er aber nicht nur „politikfähige, also geeignete Leute“ angezogen. Sprich: Die „Flügel“-Anhänger haben zu deutlich gezeigt, was sie sind: Nazis. Er beklagt sich über die Beobachtung durch den VS und greift die AfD-Parteispitze scharf an: „Diejenigen aber, die den »Flügel« mißverstanden haben und ihn verfilzen wollten, werden nicht mithalten können – genausowenig wie diejenigen in der Partei und im Bundesvorstand, die auf Kosten ihrer Parteifreunde allzu gute Kontakte zum Establishment suchen.“ Der Flügel wurde 2015 gegründet, ist ultrarechts-faschistisch orientiert und gruppiert sich v. a. um Björn Höcke, Andreas Kalbitz und Hans-Thomas Tillschneider. Die Suborganisation hat einen großen Einfluss innerhalb der Partei. Flashback: Am 28. April 2016 kam Höcke nach #Schweinfurt zu einer #NoAfD-Demonstration. Ihm folgten zahlreiche Größen der rechten und neurechten Szene. Die etwa 200 Rechten wurden durch eine Sitzblockade der Antifa kurzzeitig gestoppt. Die zwölf Blockierer*innen wurden allesamt mehrere Stunden festgenommen, teilweise auf die Wache gebracht und zu hohen Geldstrafen verurteilt. Der letzte Berufungsprozess wegen angeblicher „Nötigung“ ging im Sommer 2018 zu Ende. Zugunsten des Angeklagten: Das Verfahren wurde ohne Auflagen eingestellt. Also gönnt euch zu Hause ein Glas Sekt/Robby Bubble und freut euch: „Der Flügel“ ist Geschichte und wir können vom Sofa aus zuschauen, wie sich die AfD selbst zerfleischt! Die Gegendemonstration, Sitzblockade und Faschodemo seht ihr im Video der Schweinfurter Nachrichten TV - Schweinfurt Fernsehen: youtube.com/watch?v=mm-Zm8…

Wahlanalyse zur Würzburger

Über Wochen grinsten uns auf tausenden Wahlplakaten die Kandidat*innen zur #Kommunalwahl 2020 an. Politiker*innen jeder Partei wollen auf einmal auf unseren Demonstrationen sprechen. Trotz der von uns berichteten höheren Inklusionshindernisse durch die #Corona-Pandemie fanden die Wahlen statt. Am Montagnachmittag stand endlich das vorläufige Ergebnis der Stadtratswahl fest, nachdem es „bei der Eingabe der letzten drei Briefwahlbezirke technische Probleme“ gegeben hatte. Christian Schuchardt bleibt Oberbürgermeister von Würzburg. Schuchardt gewinnt mit 28.404 Stimmen (51,95 %) vor Martin Heilig, der mit 32,18 % hinter den Erwartungen zurückblieb. Trotz deutlich grünerem Stadtrat und Verlusten der #CSU, kann Schuchardt 3 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2014 zulegen (2014: 48,67 %). Die ehemalige Europaabgeordnete und SPD-Kandidatin Kerstin Westphal verliert drastisch (4,89 Prozent). Für Sebastian Roth (LINKE) ist das Ergebnis durchaus solide (3,84 %). Dewald (ÖDP) fiel im Wahlkampf durch fragwürdige Statements auf, wie etwa, dass sie die #noAfD in den Diskurs einbeziehen möchte und vereint nur 2,05 % der Stimmen auf sich. Ohmert (FWG) konnte, trotz/wegen seiner polemischen Kritik an #FFF und Forderungen nach mehr #Videoüberwachung, 5,09 % der Würzburger Wähler*innen überzeugen. Im Stadtrat gewinnen die Grünen.

Mit 32,48 Prozent der Stimmen (2014: 17,49 %) werden sie stärkste Fraktion mit 16 Sitzen. Die CSU büßt mit 29,25 % (2014: 33,04 %) deutlich ein und verliert nun 3 Sitze (2014: 17; 2020: 14). Die SPD sackt auch im Stadtrat katastrophal ab.

Mit 9,22 % (2014: 19,49 %) können sie nur 4 der 10 Sitze halten. Ein deutlicher Erfolg ist es für die Linken. Sebastian Roth sitzt nun nicht mehr alleine als Stadtrat. Durch die 5,26 % für die Linke schaffen es auch Anna-Maria Dürr und Barbara Meyer ins höchste städtische Gremium. „Zukunft für Würzburg“ verliert beide Sitze und ist nun nicht mehr im Stadtrat vertreten. ÖDP, FWG und FDP stagnieren. Die Würzburger Liste und das Bürgerforum verlieren jeweils einen Sitz. Das Bürgerforum hatte nur einen und ist somit raus. Es sitzen nun auch zwei extreme Rechte im Würzburger Stadtrat. Die beiden #noAfD.ler Wolfgang Freiherr von Eyb und Ludwig Mechler wurden durch tausende Würzburger*innen gewählt. Obwohl die bürgerliche Maske der Würzburger #noAfD im Vorfeld der Wahl komplett gefallen war, gaben 3,82 % der Würzburger*innen ihre Stimme.

Sie wählten offenen Antisemitismus und Rassismus.

Dennoch zeigt sich: Konservative können profitieren, wenn sie sich klar gegen die #noAfD positionieren. In den vergangenen sechs Jahren sprach sich Christian Schuchardt deutlich gegen PEGIDA, den „Dritten Weg“ und die #noAfD aus. Letztere zeigte er sogar aufgrund der Aussagen in der YouTube-Doku (youtube.com/watch?v=1sikQo…) an. Während des Sommers der Migration 2015 fuhr er die Linie von Parteikollegin Angela Merkel. Tausenden ehrenamtlichen Helfer*innen ist zu danken, dass viele Menschen hier nun halbwegs in Sicherheit leben können. Schuchardt stellte sich hinter die Helfer*innen und sprach sich in den letzten Jahren für einen „Sicheren Hafen“ Würzburg aus. Bisher ist daraus jedoch nichts resultiert, während die Lage an der türkisch-griechischen Grenze immer bedrohlicher wird und uns täglich Schreckensnachrichten von ertrunkenen Menschen im Mittelmeer erreichen. Dass er so deutlich gegen Heilig gewinnen konnte, liegt auch daran, dass sich Menschen in der aktuellen Corona-Krise nach Stabilität sehnen. Schuchardt inszenierte sich selbst als Finanzpolitiker und Moderator zwischen den verschiedenen Interessen. Zudem sorgte er nicht für große Skandale. Als das Bündnis Verkehrswende 2019 einen Radentscheid durchsetzen wollte, um endlich die katastrophale Situation für Fahrradfahrer zu ändern, übernahm Schuchardt deren Forderungen einfach. Erst wenn ihm Druck gemacht wird, sieht er sich gezwungen verkehrspolitisch zu handeln. Während sich Schuchardt für Projekte wie das Hubland, das Mainfrankentheater oder das Nautiland feiert, leiden immer mehr Würzburger*innen unter steigenden #Mieten und höheren Kosten für den #ÖPNV. Zudem trifft die Klimakrise Würzburg hart. Die Sommer werden immer heißer, worunter v. a. alte Menschen leiden, zudem sterben die Bäume zu tausenden ab, was das Stadtklima weiter verschlechtert. Trotzdem verfehlt Würzburg 2020 sein Ziel, die Emissionen im Vergleich zu 1990 zu halbieren. Seit Jahren wird die Straßenbahnlinie 6 (Barbarossplatz – Residenz – Frauenland – Hubland) geplant und seit Jahren passiert nichts. Dabei wird immer deutlicher: Nur mit einem günstigen und attraktiven ÖPNV lässt sich das Auto aus der Stadt drängen. Zudem verliert Würzburg mit der #Posthalle am Hauptbahnhof einen der wichtigsten Kulturorte der Region. Wo aktuell dutzende Projekte (Immerhin <3) ihren Platz haben, soll bald nur noch Platz für reiche Pendler*innen sein. Die Beethoven-Gruppe möchte dort Wohnungen bauen. Die Initiative für ein Soziokulturelles Zentrum fordert seit Jahren ein selbstverwaltetes, kulturelles Zentrum in Würzburg. Der OB zeigte sich zwar gesprächsbereit, doch passiert ist nichts. Im Stadtrat wird die #noAfD wohl trotz der beiden Sitze keine Rolle spielen.

Die ÖDP sollte sich schleunigst mal überlegen, ihre gesprächsbereite Haltung gegenüber der #noAfD aufzugeben. In Sachen Klimaschutz und ÖPNV müssen endlich Handlungen her.

Außer der Einführung eines Nachtbusses hat sich nichts verbessert. Die völlig überzogenen Preise stellen das größte Problem dar. Die soziale Situation muss sich sofort verbessern. Die Mietpreise explodieren seit Jahren und immer mehr ärmere Menschen werden aus der Stadt gedrängt. Quelle: wuerzburgwiki.de/wiki/Kommunalw… wuerzburg.de/wahlen/Wahl-20… Wie @wue_reporter bereits angemerkt hat, sind uns in diesem Text leider gleich zwei Fehler unterlaufen. Wir bitten diese zu entschuldigen.

Richtigstellung: das “Bürgerforum” und “Zukunft für Würzburg” sind je mit einem Sitz vertreten. In den letzten Tagen sind unserem Kollektiv leider verstärkt Fehler unterlaufen. Dies tut uns wirklich leid. Dennoch ist es nicht zu entschuldigen. Es wir unserem Anspruch an uns selbst und und eurem an uns nicht gerecht. Wir sind ein DIY-Kollektiv, das aus einer Handvoll unbezahlter Aktivist*innen besteht, die ihre Freizeit sowohl für politische Arbeit als auch für Schwarzlicht opfern. Nebenzu laufen Studium und/oder Job. Da können Fehler natürlich passieren – was aber nicht heißt, dass es passieren sollte.

Sollten uns trotzdem welche unterlaufen, dann weist uns bitte darauf hin, damit wir das richtigstellen können. Wir sind auch nur Menschen, die hin und wieder auch nur „Korrektur-überfliegen“.

Die Korrektheit unserer Texte steht für uns jedoch an erster Stelle.

Wir hoffen auf euer Verständnis.

Die #noAfD steht jetzt in der Nähe vom New Yorker. Zahlreiche Antifaschist*innen und @OMASGEGENRECHTS stehen mit Schirmen davor!

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD steht nicht mehr am Sternplatz. Aktuell sucht sie noch nach einem anderen Ort für ihren Infostand. Sobald sie einen gefunden hat, geben wir bescheid. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD hat ihren Infostand am Sternplatz in Würzburg aufgebaut. Bis 15 Uhr wollen die Faschisten (die allesamt der #Corona-Risikogruppe angehören) ihre widerliche Propaganda verbreiten. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD baut jetzt ihren Stand am Sternplatz in Würzburg auf.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
+++ Infostand der #noAfD! Morgen, 14.03 ab 10 Uhr am Sternplatz in Würzburg! +++

Die mittlerweile zu weiten Teilen vom VS beobachtete rechtsradikale und antisemitische Partei AfD will es kurz vor der Kommunalwahl nochmal wissen!
Trotz des grassierenden #Coronavirus ruft die rechtsradikale Würzburger AfD zum Wahlkampfstand auf. Es zeigt sich wieder einmal, wie scheißegal der AfD Solidarität ist. Während @F4F_wuerzburg die heutige Fahrraddemo abgesagt hat und
die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt verschoben wurde, erstellte die AfD-Seite des Kreisverbandes Würzburg am heutigen Freitagabend um 17 Uhr die Facebook-Veranstaltung zum morgigen Infostand.
Die gesunden und Nicht-#Corona-Risiko-Antifaschist*innen sind eingeladen mit Regenschirmen am Samstag um 10 Uhr am Sternplatz zu erscheinen. #NoNazis #NoAfD

Viele Antifaschist*innen werden heute sicherlich wegen #flatthecurve zuhause bleiben, aber wenn ihr euch gesund fühlt und nicht zur Risikogruppe gehört, schließt euch an! Die ersten Anti-AfD-Aktivist*innen sind schon da.

Denkt an Regenschirme! Alerta!

Doppelt hält besser: So wie bereits letzte Woche gab es auch heute in anderen Städten Protest gegen #noAfD-Infostände.

Bericht aus Rosenheim:

twitter.com/oap_ro/status/…

Offenes Antifa Plenum Rosenheim (@oap_ro):
+++AfD-Infostand in #Rosenheim gestört+++

Heute hat die Rosenheimer AfD wieder einen Infostand in der Innenstadt durchgeführt. Auch dieses Mal haben es sich entschlossene Antifaschist*innen nicht nehmen lassen, spontan gegen die RassistInnen zu protestieren …

Thread ⬇️ (1/9)

Die #noAfD steht nicht mehr am Sternplatz. Aktuell sucht sie noch nach einem anderen Ort für ihren Infostand. Sobald sie einen gefunden hat, geben wir bescheid. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD hat ihren Infostand am Sternplatz in Würzburg aufgebaut. Bis 15 Uhr wollen die Faschisten (die allesamt der #Corona-Risikogruppe angehören) ihre widerliche Propaganda verbreiten. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD baut jetzt ihren Stand am Sternplatz in Würzburg auf.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
+++ Infostand der #noAfD! Morgen, 14.03 ab 10 Uhr am Sternplatz in Würzburg! +++

Die mittlerweile zu weiten Teilen vom VS beobachtete rechtsradikale und antisemitische Partei AfD will es kurz vor der Kommunalwahl nochmal wissen!
Trotz des grassierenden #Coronavirus ruft die rechtsradikale Würzburger AfD zum Wahlkampfstand auf. Es zeigt sich wieder einmal, wie scheißegal der AfD Solidarität ist. Während @F4F_wuerzburg die heutige Fahrraddemo abgesagt hat und
die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt verschoben wurde, erstellte die AfD-Seite des Kreisverbandes Würzburg am heutigen Freitagabend um 17 Uhr die Facebook-Veranstaltung zum morgigen Infostand.
Die gesunden und Nicht-#Corona-Risiko-Antifaschist*innen sind eingeladen mit Regenschirmen am Samstag um 10 Uhr am Sternplatz zu erscheinen. #NoNazis #NoAfD

Viele Antifaschist*innen werden heute sicherlich wegen #flatthecurve zuhause bleiben, aber wenn ihr euch gesund fühlt und nicht zur Risikogruppe gehört, schließt euch an! Die ersten Anti-AfD-Aktivist*innen sind schon da.

Denkt an Regenschirme! Alerta!

Die #noAfD hat ihren Infostand am Sternplatz in Würzburg aufgebaut. Bis 15 Uhr wollen die Faschisten (die allesamt der #Corona-Risikogruppe angehören) ihre widerliche Propaganda verbreiten. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD baut jetzt ihren Stand am Sternplatz in Würzburg auf.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
+++ Infostand der #noAfD! Morgen, 14.03 ab 10 Uhr am Sternplatz in Würzburg! +++

Die mittlerweile zu weiten Teilen vom VS beobachtete rechtsradikale und antisemitische Partei AfD will es kurz vor der Kommunalwahl nochmal wissen!
Trotz des grassierenden #Coronavirus ruft die rechtsradikale Würzburger AfD zum Wahlkampfstand auf. Es zeigt sich wieder einmal, wie scheißegal der AfD Solidarität ist. Während @F4F_wuerzburg die heutige Fahrraddemo abgesagt hat und
die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt verschoben wurde, erstellte die AfD-Seite des Kreisverbandes Würzburg am heutigen Freitagabend um 17 Uhr die Facebook-Veranstaltung zum morgigen Infostand.
Die gesunden und Nicht-#Corona-Risiko-Antifaschist*innen sind eingeladen mit Regenschirmen am Samstag um 10 Uhr am Sternplatz zu erscheinen. #NoNazis #NoAfD

Viele Antifaschist*innen werden heute sicherlich wegen #flatthecurve zuhause bleiben, aber wenn ihr euch gesund fühlt und nicht zur Risikogruppe gehört, schließt euch an! Die ersten Anti-AfD-Aktivist*innen sind schon da.

Denkt an Regenschirme! Alerta!

Die #noAfD baut jetzt ihren Stand am Sternplatz in Würzburg auf.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
+++ Infostand der #noAfD! Morgen, 14.03 ab 10 Uhr am Sternplatz in Würzburg! +++

Die mittlerweile zu weiten Teilen vom VS beobachtete rechtsradikale und antisemitische Partei AfD will es kurz vor der Kommunalwahl nochmal wissen!
Trotz des grassierenden #Coronavirus ruft die rechtsradikale Würzburger AfD zum Wahlkampfstand auf. Es zeigt sich wieder einmal, wie scheißegal der AfD Solidarität ist. Während @F4F_wuerzburg die heutige Fahrraddemo abgesagt hat und
die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt verschoben wurde, erstellte die AfD-Seite des Kreisverbandes Würzburg am heutigen Freitagabend um 17 Uhr die Facebook-Veranstaltung zum morgigen Infostand.
Die gesunden und Nicht-#Corona-Risiko-Antifaschist*innen sind eingeladen mit Regenschirmen am Samstag um 10 Uhr am Sternplatz zu erscheinen. #NoNazis #NoAfD

+++ Infostand der #noAfD! Morgen, 14.03 ab 10 Uhr am Sternplatz in Würzburg! +++

Die mittlerweile zu weiten Teilen vom VS beobachtete rechtsradikale und antisemitische Partei AfD will es kurz vor der Kommunalwahl nochmal wissen! Trotz des grassierenden #Coronavirus ruft die rechtsradikale Würzburger AfD zum Wahlkampfstand auf. Es zeigt sich wieder einmal, wie scheißegal der AfD Solidarität ist. Während @F4F_wuerzburg die heutige Fahrraddemo abgesagt hat und die Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt verschoben wurde, erstellte die AfD-Seite des Kreisverbandes Würzburg am heutigen Freitagabend um 17 Uhr die Facebook-Veranstaltung zum morgigen Infostand. Die gesunden und Nicht-#Corona-Risiko-Antifaschist*innen sind eingeladen mit Regenschirmen am Samstag um 10 Uhr am Sternplatz zu erscheinen. #NoNazis #NoAfD

Laut @F4F_wuerzburg

hat die #noAfD jetzt abgebaut.

twitter.com/F4F_wuerzburg/… twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Vor dem #noAfD-Stand stehen jetzt Regenschirme

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD ist wieder in der Stadt! Wir rufen alle Antifaschist*innen dazu auf, lautstark Protest zu zeigen.

Wo? In der Innenstaft, ggü. vom H&M
11:26 Uhr: Der Protest ist noch nicht vor Ort.
Mehrere Menschen verteilen jetzt vor dem Stand Flyer von @nika_bayern #NIKA
Die @SeebrueckeWue wünscht sich mehr Menschen vor dem Stand! Auch Regenschirme werden benötigt.

#noAfD
Auch in Rosenheim wurde heute ein #noAfD-Infostand blockiert. Dieser zeichnete sich aber vor allem durch von der Polizei unnötig verübte Gewalt aus:

twitter.com/oap_ro/status/…

Offenes Antifa Plenum Rosenheim (@oap_ro):
+++ AfD-Infostand abgeschirmt! Rosenheimer Cops verhindern gewaltsam antifaschistische Proteste +++

Heute Vormittag wurde ein Infostand der AfD in der #Rosenheim er Innenstadt spontan mit antifaschistischen Protesten konfrontiert. Thread ⬇️ (1/8)

Auch Bamberg blockierte die #noAfD:

twitter.com/BambergKiba/st…

KIBA Bamberg (@BambergKiba):
Gegen einen Infostand der #noAfD in #Bamberg gab es heute eine Spontankundgebung.

„Abschottung könnt ihr haben!“

Auch in Bayreuth wurde die #noAfD blockiert! Ein Frage drängt sich langsam auf: wo wurde sie nicht blockiert?

Den heutigen #noAfD-Infostand hat sich der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard zum Anlass genommen, die Kandidat*innen der #noAfD, welche kürzlich mit antisemitischen Äußerungen aufgefallen sind ( direkt anzusprechen.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Der Fall der antisemitischen Äußerungen der Würzburger #noAfD geht weiter! twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Endlich wurde das Geschwurbel der Würzburger #noAfD‘ler auf Video aufgenommen und kann damit vor Gericht verwendet werden.

Der Würzburger OB Christian Schuchardt kündigt die erste Anzeige wegen #Volksverhetzung an: schreibdasauf.info/gegen-juden-un… (Artikel von @WolfgangJung) twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit.
„Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell.
Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite.
Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD.
Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat.
Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“.
Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“
Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat.
Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen.
Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof.
Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein.
Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat.
Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert!
Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard schließt sich OB Christian Schuchardt an und stellt ebenfalls Strafanzeige wegen Volksverhetzung. #noAfD

br.de/nachrichten/am…

Josef Schuster, Präsident des @ZentralratJuden und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Würzburg, hat sich nun auch dazu geäußert. Er sieht in den Aussagen den Gegenbeweis zum von der #noAfD gestellten Anspruch, ‘nicht antisemitisch zu sein’.
Der @mainpost zufolge werde der Fall nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft und ein Fachkommissar für Staatsschutzangelegenheiten habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Es gilt ein Mal mehr: wenn die #noAfD am morgigen Samstag wieder in der Stadt steht, müssen wir das auch!
Quelle: m.mainpost.de/regional/wuerz…
twitter.com/nasir_ahmad/…

Nasir Ahmad (@nasir_ahmad):
Nach #Islamhetze: OB von Würzburg, Christian Schuchardt, will die AfD wegen Volksverhetzung anzeigen.

Wisst ihr wie man sowas nennt? #WehrhafteDemokratie und ein wehrhafter Oberbürgermeister. Genau DAS brauchen wir aktuell und zwar in GANZ 🇩🇪.

wuerzburgerleben.de/2020/02/28/kom…

Zu seinem Gespräch hat er folgenden Bericht verfasst: Ich habe die beiden Kandidaten, über deren antisemitische und islamfeindliche Aussagen vor zwei Wochen MTA Germany Studios und dann auch @mainpost, @BR24 , @WolfgangJung und andere berichtet haben, spontan zur Rede gestellt. Ich habe sie gefragt, warum sie immer noch für den Stadtrat kandidieren und dagegen laut protestiert. Sie sagten, sie würden weiterhin kandidieren, weil das, was sie gesagt hätten, richtig sei. Eine Kandidatin legte noch nach und betete mir die üblichen Verschwörungsmythen (Soros, Rothschild) vor.

Ich habe auch ausdrücklich als katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegen die antisemitischen Stereotype protestiert. Ich gab mich dann auch als Priester zu erkennen.

Der Würzburger Kreisvorsitzende dieser Partei sagte daraufhin, er werde jetzt die Polizei holen, damit die Kinder auf der Straße vor mir geschützt würden, denn ich gehöre ja zu denen, die Kinder missbrauchen. Dann gab er vor, seine Vorfahren seien im KZ ermordet worden und auch der Kandidatin, die vorher über die “reichen Juden” schwadroniert hatte, sprach jetzt davon, sie sei ja auch Jüdin. Der Vorsitzende kündigte an, er werde mich jetzt anzeigen, denn ich hätte ihn als Juden beleidigt.

Ich weiß nicht, ob mein Protest sinnvoll war, aber ich konnte nicht anders. Und ich bin stolz auf die Mitbürger*innen in dieser Stadt, die dazukamen, stehenblieben und mich alle - ohne Ausnahme - unterstützten und stärkten. Ich bin dankbar für die jungen Leute, die um uns herum schweigend Handzettel mit Informationen zu dieser Partei verteilten.#seidlaut

Vor dem #noAfD-Stand stehen jetzt Regenschirme

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD ist wieder in der Stadt! Wir rufen alle Antifaschist*innen dazu auf, lautstark Protest zu zeigen.

Wo? In der Innenstaft, ggü. vom H&M
11:26 Uhr: Der Protest ist noch nicht vor Ort.
Mehrere Menschen verteilen jetzt vor dem Stand Flyer von @nika_bayern #NIKA
Die @SeebrueckeWue wünscht sich mehr Menschen vor dem Stand! Auch Regenschirme werden benötigt.

#noAfD Auch in Rosenheim wurde heute ein #noAfD-Infostand blockiert. Dieser zeichnete sich aber vor allem durch von der Polizei unnötig verübte Gewalt aus:

twitter.com/oap_ro/status/…

Offenes Antifa Plenum Rosenheim (@oap_ro):
+++ AfD-Infostand abgeschirmt! Rosenheimer Cops verhindern gewaltsam antifaschistische Proteste +++

Heute Vormittag wurde ein Infostand der AfD in der #Rosenheim er Innenstadt spontan mit antifaschistischen Protesten konfrontiert. Thread ⬇️ (1/8)

Auch Bamberg blockierte die #noAfD:

twitter.com/BambergKiba/st…

KIBA Bamberg (@BambergKiba):
Gegen einen Infostand der #noAfD in #Bamberg gab es heute eine Spontankundgebung.

„Abschottung könnt ihr haben!“

Auch in Bayreuth wurde die #noAfD blockiert! Ein Frage drängt sich langsam auf: wo wurde sie nicht blockiert?

Die #noAfD ist wieder in der Stadt! Wir rufen alle Antifaschist*innen dazu auf, lautstark Protest zu zeigen.

Wo? In der Innenstaft, ggü. vom H&M 11:26 Uhr: Der Protest ist noch nicht vor Ort. Mehrere Menschen verteilen jetzt vor dem Stand Flyer von @nika_bayern #NIKA Die @SeebrueckeWue wünscht sich mehr Menschen vor dem Stand! Auch Regenschirme werden benötigt.

Kommunalwahl in Bayern - Wieder Streitereien in der #noAfD

Der Straubinger OB-Kandidat tritt aus der Partei aus, der Vorsitzende in Würzburg soll seines Amtes enthoben werden: Die Bayern-AfD gerät im Wahlkampf in zwei Städten in massive Turbulenzen.

sz.de/1.4829968

belltower.news/afd-und-antise…

Der Antisemitismus, den der Würzburger #noAfD-Chef Herold Peters-Hartmann vertritt, tritt sonst eher chiffriert ans Tageslicht. Oft verwenden Antisemit*innen Chriffren, um ihre Judenfeindschaft zu kodieren. Anstatt von “den Juden” als imaginierte Weltelite zu schwadronieren, faseln sie von “Soros”, “Bilderbergern”, “US-Ostküstenelite” oder der jüdischen Bankerfamilie “Rothschild”.

Außerdem zeigt sich der #Antisemitismus der AfD in ihrem homogenen Volksverständnis. Die alte Legende des schaffenden Volkes und der raffenden Elite, bietet den perfekten Nährboden für den NS-Antisemitismus.

Nun fordert der AfD Bezirksvorsitzende Richard Graupner nach dem öffentlichen Druck, eine Ämtersperre für Peters-Hartmann. “Antisemitische Äußerungen werden in der AfD nicht geduldet”, sagt ausgerechnet Graupner, der als Polizist dem antisemitischen und verschwörungstheoretischen Compact Magazin Interviews gab. ¹ Zudem verließ der Abgeordnete Graupner den Landtag, als Charlotte Knobloch (ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden) eine Rede zum Holocaustgedenken hielt.²

¹compact-online.de/polizist-im-in…

²mainpost.de/ueberregional/…

‘Vermisst’: die Würzburger AfD ist weg! Seit heute früh wird der angekündigte Infostand der #noAfD gesucht – bisher ohne Erfolg. Für Hinweise sind wir offen. Dennoch gibt es in Würzburg heute die Möglichkeit, gegen Rassismus zu demonstrieren. Ab 16 Uhr findet ein Schweigemarsch für die Opfer von #Hanau mit anschließender Kundgebung statt.

Demosphere-Event: wuerzburg.demosphere.net/event/2382

Facebook-Event: facebook.com/events/1985496… Wir haben einen Hinweis bekommen, wonach die #noAfD am Hubland steht.

Der Fall der antisemitischen Äußerungen der Würzburger #noAfD geht weiter! twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Endlich wurde das Geschwurbel der Würzburger #noAfD‘ler auf Video aufgenommen und kann damit vor Gericht verwendet werden.

Der Würzburger OB Christian Schuchardt kündigt die erste Anzeige wegen #Volksverhetzung an: schreibdasauf.info/gegen-juden-un… (Artikel von @WolfgangJung) twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit.
„Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell.
Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite.
Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD.
Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat.
Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“.
Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“
Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat.
Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen.
Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof.
Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein.
Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat.
Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert!
Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard schließt sich OB Christian Schuchardt an und stellt ebenfalls Strafanzeige wegen Volksverhetzung. #noAfD

br.de/nachrichten/am…

Josef Schuster, Präsident des @ZentralratJuden und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Würzburg, hat sich nun auch dazu geäußert. Er sieht in den Aussagen den Gegenbeweis zum von der #noAfD gestellten Anspruch, ‘nicht antisemitisch zu sein’. Der @mainpost zufolge werde der Fall nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft und ein Fachkommissar für Staatsschutzangelegenheiten habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Es gilt ein Mal mehr: wenn die #noAfD am morgigen Samstag wieder in der Stadt steht, müssen wir das auch! Quelle: m.mainpost.de/regional/wuerz… twitter.com/nasir_ahmad/…

Nasir Ahmad (@nasir_ahmad):
Nach #Islamhetze: OB von Würzburg, Christian Schuchardt, will die AfD wegen Volksverhetzung anzeigen.

Wisst ihr wie man sowas nennt? #WehrhafteDemokratie und ein wehrhafter Oberbürgermeister. Genau DAS brauchen wir aktuell und zwar in GANZ 🇩🇪.

wuerzburgerleben.de/2020/02/28/kom…

Endlich wurde das Geschwurbel der Würzburger #noAfD‘ler auf Video aufgenommen und kann damit vor Gericht verwendet werden.

Der Würzburger OB Christian Schuchardt kündigt die erste Anzeige wegen #Volksverhetzung an: schreibdasauf.info/gegen-juden-un… (Artikel von @WolfgangJung) twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit.
„Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell.
Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite.
Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD.
Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat.
Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“.
Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“
Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat.
Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen.
Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof.
Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein.
Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat.
Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert!
Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Der Würzburger Hochschulpfarrer @HoseBurkhard schließt sich OB Christian Schuchardt an und stellt ebenfalls Strafanzeige wegen Volksverhetzung. #noAfD

br.de/nachrichten/am…

Antisemiten und Rassisten – Die Würzburger #noAfD

Muzafar Mehmood hat die AfD in Würzburg bei ihrem allwöchentlichen Infostand am Sternplatz besucht. Besonders Herold Peters-Hartmann, Vorsitzender der AfD in Würzburg, entlarvt sich als Antisemit. „Wir haben in Deutschland ein ganz großes Problem. Wir haben hier die Blöcke, ein Mal die Christen, dann haben wir nochmal einen Block, der sehr viel Einfluss hat – wirtschaftlich, kulturell. Das sind die Menschen des Blocks der Juden“, sagt Peters-Hartmann und vertritt damit die zutiefst antisemitische Legende einer jüdischen Elite. Im weiteren Verlauf des Interviews bestätigt er seinen Antisemitismus „[Die Juden] haben sehr viel Macht, sehr viel Einfluss“ und wünscht sich ein „homogenes Volk“. „Das wäre ein Traum“, so der Vorsitzende der Würzburger AfD. Silvio Kante ist stellvertretender Vorsitzender der Würzburger #noAfD. Als Mehmood dem Würzburger AfD‘ler ein paar Fragen stellt, gerät Kante sofort ins Straucheln und muss zugeben, dass er den Koran selbst nie gelesen hat. Er unterstützt Gaulands Aussage, der Islam sei in Deutschland ein Fremdkörper. Angesprochen auf brennende Heime entgegnet Kante: „Welche Flüchtlingsheime brennen den in Deutschland?“. Mehmood entkräftet Kantes Mythen: „@ProAsyl sagt für 2017 alleine, dass es 1713 flüchtlingsfeindliche Vorfälle gab, davon mindestens 23 Brandanschläge. Und dieser Herr hat von keinem einzigen mitbekommen?“ Wolfgang von Eyb, aktueller AfD-Kandidat zur Würzburger Stadtratswahl, bezeichnet sich selbst als Islamexperte. Als Mehmood ihn konfrontiert, verzieht sich der adelige Spitzenkandidat. Seine rassistisch motivierte Islamkritik erträgt die Widersprüche nicht.

Am Samstag möchte die #noAfD eben jene rassistischen und antisemitischen Positionen öffentlich vertreten. Es gilt, dagegen aufzustehen und entschieden zu widersprechen. Zunächst möchte die #noAfD am Würzburger Sternplatz ab 10 Uhr einen Infostand abhalten. Eventuell wird dieser, wie vergangene Woche der Fall, innerhalb der Innenstadt verschoben. Vergangenen Samstag war die #noAfD gegenüber des H&M anzutreffen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Engagierte Antifas aus Würzburgs Süden müssen zum Anti-AfD-Protest vielleicht gar nicht so weit fahren. Vergangene Woche errichtete die #noAfD parallel zum Infostand in der City einen Infostand am Heuchelhof. Wir informieren euch, wenn wir von einem zweiten Infostand mitbekommen. Zudem lädt sich die #noAfD am Samstag zu einer „Informationsveranstaltung“ den AfD-Bundestagsabgeordneten Gerold Otten ein. Wenn ihr selbst zufällig Kneipenbesitzer*in oder Barbesitzer*in seid, checkt mal, wer bei euch am Samstag reserviert hat. Beim vergangenen Mal hat es ja super geklappt und sowohl der Hofbräukeller, als auch die Gaststätte des TSV Rottendorf, haben die AfD-Reservierung storniert! Muzafar Mehmoods sehenswerte Kurzdokumentation über die Islamhetze der #noAfD verlinken wir euch hier: youtube.com/watch?v=1sikQo…

Silvio Kante, stellvertretender Vorsitzender der #noAfD in Würzburg gerät bei den kleinsten Nachfragen sofort ins schwitzen. Seine vermeintliche Islamkritik ist nichts als rassistische Hetze mit dem Vorwand der Religionskritik.

twitter.com/nasir_ahmad/…

Nasir Ahmad (@nasir_ahmad):
“Welchen Vers meinen Sie?”

“Weiß ich nicht.”

“Haben Sie den Koran gelesen?”

“Nein ich hab, ehm, ehm…”

“Wenn Sie das behaupten, müssten Sie das doch wissen.”

“Da haben wir, ehm, ehm, also”

Ich glaube der Muslim hat den AfD-Politiker zerstört.

📹:

In Hafenlohr bei Marktheidenfeld findet am kommenden Freitag, 28. Februar, um 18:30 eine Veranstaltung der #noAfD statt. Das Treffen ist im Bürgerhaus „Ankersaal“ Hauptstr. 29, 97840 Hafenlohr.

Rechtl. ist es nicht möglich, gg. die Veranstaltung vorzugehen, so die Gem. Hafenlohr Aus diesem Grund möchten wir möglichst viele Menschen dazu aufrufen, zu zeigen, dass die #noAfD unerwünscht ist. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, einen der wenigen Parkplätze entlang der Hauptstraße oder auch am öffentlichen Parkplatz an der Abzweigung nach Windheim zu ergattern, sodass den Faschist*innen der Zutritt zu ihrer Veranstaltung erschwert wird. Hier eine kleine Übersicht über die Parkplätze. Werdet kreativ!

Kommt vorbei!

Die #noAfD hat gerade ihren Stand in der Schönbornstr. (ggü vom H&M) aufgebaut und wartet auf Gegenprotest!

Unterstützt die Antifaschist*innen vor Ort! twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#noAfD-Stand blockiert!

Kaum hat die AfD ihren Stand in der Würzburger Innenstadt (Schönbornstr./ggü H&M) aufgebaut, formiert sich Protest. Etliche Antifaschist*innen zeigen den völkischen Rassist*innen, dass in Würzburg kein Platz für rechte Hetze sein soll!
Noch bis 14 Uhr soll der Stand stehen. Unterstützt den Protest!
Auch die @OMASGEGENRECHTS sind dabei.

Nach den faschistischen Morden in #Hanau kann es nicht mehr einfach so weitergehen. Seit Jahren warnen wir davor, Rassismus und Antisemitismus zu relativieren. Es ist Zeit zu handeln! Rechte Netzwerke müssen konsequent aufgelöst werden, die Zivilgesellschaft muss nun endlich jede rassistische Demo, jeden Infostand und jede rechte Hetzveranstaltung konsequent beantworten. Der Verfassungsschutz ist eher Teil des Problems und gehört aufgelöst. Öffnet endlich die #NSU-Akten! Es ist an der Zeit den Betroffenen von Rassismus zuzuhören, statt die Hetzer*innen in Talkshows einzuladen. Deshalb hoffen wir, dass morgen früh ab 9:45 Uhr die #noAfD am Sternplatz den Gegenprotest bekommt, den sie verdient. Die rechtsrad. Partei möchte in den Würzburger Stadtrat einziehen & hat deshalb am morg. Sa, 22.02 einen Infostand in der Stadt angemeldet

twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
Am morgigen Samstag wollen wir uns wieder den Faschist*innen entgegenstellen. Kommt um 9:45 Uhr zum Sternplatz und protestiert mit uns gegen die #noAfD!

Um 14 Uhr findet in Hanau eine Bundesweite Demonstration gegen den rechten Terror statt. Hanau liegt nur 100 km entfernt von Würzburg. Die @antifa_wue mobilisiert für eine gemeinsame Zuganfahrt: twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
Zugtreffpunkt für #Hanau: 12:15 Uhr Bahnhofshalle HBF, Würzburg.

Kein Vergeben, Kein Vergessen!

#Antifa schirmt ab! #noAfD

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die #noAfD versucht seit zwanzig Minuten, ihren Stand am Sternplatz aufzubauen – klappt aber nicht. Herumstehende Antifaschist*innen wurden schon gefragt, „ob sie mal helfen können“

Ca. 20 Antifaschist*innen machen Stimmung gegen die #noAfD. Die ruft ihnen entgegen: „Kommunisten Kommunisten Kommunisten!“ „Der Ganze - Hofbräu - Keller - Hasst die AfD!“ Anspielung auf die abgesagte Wahlkampfveranstaltung:

twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
„WEGEN ANTIFA“

Gestern haben wir uns gefragt, wie lange das Mimimi auf sich warten lässt (

Jetzt ist es da.

Die #noAfD gibt nach zwei Versuchen auf: die für den Samstag geplante Veranstaltung ist abgesagt.

Die #noAfD versucht seit zwanzig Minuten, ihren Stand am Sternplatz aufzubauen – klappt aber nicht. Herumstehende Antifaschist*innen wurden schon gefragt, „ob sie mal helfen können“

Die #noAfD hat aufgegeben. Mit dem Mut zur Wahrheit hat sie es aber trotzdem nicht so. twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
„WEGEN ANTIFA“

Gestern haben wir uns gefragt, wie lange das Mimimi auf sich warten lässt (

Jetzt ist es da.

Die #noAfD gibt nach zwei Versuchen auf: die für den Samstag geplante Veranstaltung ist abgesagt.

Die @antifa_wue hat die wichtigsten Termine an diesem Samstag rund um #noAfD und Neonazis zusammengefasst: twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
Faschisten, Faschisten, Faschisten, Faschisten!

Diesen Samstag, 15 Februar, gibt es allerhand zutun! Alle Infos im folgenden Thread

Die bürgerliche Einheitsfront – #FDP, #CDU und #noAfD wählen gemeinsam Thüringer Ministerpräsidenten (Kommentar von Schwarzlicht Würzburg)

Mit Stimmen der AfD ist @KemmerichThL (Landesvorsitzender der FDP) zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt worden. Bereits vor den Wahlen hatte die rechtskonservative #Werteunion gegen den Linken-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow Kampagnen gefahren. Das Ziel der rechten Vereinigung innerhalb der Union scheint nun erreicht. Schon im ersten Wahlgang votierten „überraschend“ drei Abgeordnete von FDP und CDU für den parteilosen AfD-Kandidaten Christoph Kindervater. Im zweiten Wahlgang fiel Ramelow erneut knapp durch. 44 Abgeordnete votierten für Ramelow, 24 enthielten sich und „nur“ noch 22 unterstützten den AfD-Kandidaten.

Im dritten Wahlgang kam es zum Paukenschlag. Die FDP stellte ihren Landesvorsitzenden Thomas Kemmerich auf. Die AfD ließ Christoph Kindervater weiter im Rennen. Dann der geschickte Schachzug der Höcke-Fraktion: Anstatt den eigenen Kandidaten zu unterstützen, einigte man sich auf das größere Ziel - die Linke abzuwählen und einen bürgerlichen Kandidaten mit den eigenen Stimmen zu wählen.

Um kurz vor halb zwei ist es Gewissheit. Björn Höckes Fraktion stimmt „überraschend“ für Kemmerich und wählt so den neuen Ministerpräsidenten ins Amt. Höcke gratuliert Kemmerich und freut sich Ramelow abgewählt zu haben. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring behauptet, man sei nicht verantwortlich für das Stimmverhalten anderer Parteien. Die CDU wollte der Extremismusthese folgend einen „Kandidaten der Mitte“ wählen. Die extrem rechten Netzwerker innerhalb der CDU und FDP um Hans Georg Maaßen und die Werteunion haben ihr Ziel erreicht. Lieber kooperiert man mit Faschisten, als einen bürgerlichen Sozialdemokraten wie Bodo Ramelow zu unterstützen. Dieser „Tabubruch“ ist fatal für den Antifaschismus. Die konservativ Bürgerlichen lassen ihre Maske fallen und nähern sich immer weiter der AfD an. Dass dieser Tabubruch ausgerechnet im Land mit einem der extremsten Rechten innerhalb der AfD, nämlich Björn Höcke, geschieht, macht das ganze noch dramatischer.

Bericht zur Mahnwache gegen Altersarmut.

Am Freitag, den 24.01, veranstaltete die Facebook-Gruppe “Gemeinsam gegen Altersarmut” ihre erste Mahnwache in der Eichhornstraße. Die Gruppe sieht sich als Abspaltung von Fridays gegen Altersarmut (FgA), eine bundesweite Kampagne, welche ebenfalls am selbigen Tag zu Kundgebungen in vielen Städten aufgerufen hatte. Der Grund für die Abspaltung der Würzburger Gruppe seien unter anderem die Betrügereien des FgA-Gründers Heinz Madsen. Nach eigenen Angaben sei ein Mitglied von Gemeinsam gegen Altersarmut nach der Abspaltung persönlich von Madsen bedroht worden. Bundesweit berichteten die Medien bereits im Vorfeld von rechten Akteur*innen, welche sich innerhalb FgA organisieren. Geht Gemeinsam gegen Altersarmut, anders als FgA, gegen rechte Teilnehmer*innen vor? Eine Organisatorin sagt von sich, sie sei “weder rechts noch links und auch nicht die Mitte.” Nach eig. Aussage eines weiteren Organisators wurde aber auch die #noAfD zur Teilnahme an den Protesten eingeladen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass auch alle anderen Parteien eingeladen wurden. Jedoch nahm nur die #noAfD die Einlad. an und teilte zus. den Aufruf auf FB Mitglieder der AfD gaben sich auf der Veranstaltung nicht als solche zu erkennen, nutzten die Gelegenheit aber, um Verschwörungsmythen über “Geldmenschen” und Juden, welche hinter der Altersarmut steckten, loszuwerden. Damit gewann die Veranstaltung einen eindeutigen Rechtsdrall, welcher von kruden Aussagen der Organisator*innen noch befeuert wurde. Denn auch einer der Organisatoren nutzte in Diskussionen zu Altersarmut und deren Bekämpfung unverständliche Argumente. Neben fortschrittlichen Forderungen fielen Sätze wie “Wir fliegen Leute ein”, “Es hat nicht jeder Anrecht, hierher zu kommen” und “Grundrente und alle rein holen funktioniert nicht”. Die Hintergedanken zu diesen Aussagen und was sie argumentativ bezwecken sollten, wurden nicht wirklich ersichtlich. Hier muss klargestellt werden, dass Migration keineswegs als Hauptproblem genannt wurde. Viele Vorschläge, wie die Zusammenlegung der Rentenkassen, eine flexible Altersgrenze oder die Anwendung des Schweizer Drei-Säulen-Systems wurden als konstr. Problemlösung genannt. Unbestreitbar aber fielen die Aussagen zu Migration, welche das durchaus pos. Ziel diskreditierten. it der Aussage, “weder rechts noch links und auch nicht die Mitte” zu sein, vermag der Protest allerdings treffend beschrieben zu sein. Uns erschienen die Veranstalter*innen nämlich als politisch äußerst unerfahren und sehr bürgerlich. Menschen, die das “Gemeinsam” in “Gemeinsam gegen Altersarmut” ernst nehmen und nicht verstehen, weshalb keine andere Partei zusagt, wenn auch die AfD eingeladen wird. Bereits im Vorfeld haben wir über rechte Facetten bei “Gemeinsam gegen Altersarmut” und FgA berichtet. Kurz vor Beginn der Mahnwache standen deshalb mehr als dreißig Antifaschist*innen mit Fahnen, Plakaten und einem Transpi auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz. Sie bewegten sich in Richtung Eichhornstraße, um als Teilnehmende klar zu machen, dass das Thema Altersarmut nicht von Rechten besetzt werden darf. Die Polizei, darunter das USK, war mit fünf Einsatzfahrzeugen vor Ort. Sie hinderte eine kleinere Gruppe Antifaschist*innen zuerst am Zugang: Als die Gruppe einen Einsatzwagen passierte, stieg die gesamte Besatzung aus und pfiff sie zurück. Ein einzelner Polizist führte das Gespräch. Darin kam es zur folgenden Auseinandersetzung. Ohne Angabe von Gründen wurden die Aktivist*innen dazu aufgefordert, ihre mitgebrachten Fahnen und das Transpi auszubreiten. Zuerst wurde eine Fahne mit Antifa-Logo vorgezeigt. Hier meinte der Polizist, dass diese verfassungswidrig(!) sei. Er stiftete einiges an Verwirrung, als nach diesem Kommentar keine Konfiszierung – wie es bei wirklich verfassungswidrigem Material unserer Einschätzung nach der Fall sein sollte – erfolgte. Stattdessen lies er sich als nächstes das Transpi vorzeigen. Dazu sagte er: “Geisteskrank, aber OK.” Nach diesem Zwischenfall durften die Aktivist*innen weiter zur Kundgebung. Handelte es sich hier um einen erfrischend ehrlichen, aber umso unprofessionelleren Polizisten? Oder wird bei der Polizeiausbildung die Kunde über verfassungswidrige Zeichen und menschlichen Umgang neuerdings übergangen? Fragen, die uns @PolizeiUFR sicher beantworten möchte. Auf der Mahnwache angekommen, wollte ein Anmelder die Antifaschist*innen erst wieder wegschicken, da “Symbole von Organisationen” nicht gestattet seien. Gemeint waren die Antifa-Fahnen. Nach längerer Diskussion und Vermittlung durch die Polizei wurde ausgemacht, dass die Mahnwache innerhalb des QR-Codes stattfindet und Antifaschist*innen sich außerhalb aufhalten dürfen. Mit eigenen Flyern klärten die Aktivist*innen über die Gründe, welche aus ihrer Sicht zu Altersarmut führen, auf. Maßgeblich sei der Sozialstaatabbau, die stark steigenden Mietpreise und die ungleichen Geschlechterverhältnisse für Armut verantwortlich. In vielen Gesprächen zwischen Antifaschist*innen und Rentner*innen wurden die verschiedenen Ansichten ausgetauscht. Einige Rentner*innen stimmten mit dieser Kritik überein und teilten die Ansicht, dass Rechte auf dieser Veranstaltung nicht zu tolerieren seien. Manche seien nach eigener Angabe auch primär aus diesem Grund vor Ort. Hauptsächlich wurde sich auf Kritik am Kapitalismus bezogen. Dieser fuße fundamental auf der Ausbeutung und damit verbundener Armut. “Armut wird als förderliche Motivation für die Bemühungen, einen guten Job zu finden, betrachtet.” Neben dem Kapitalismus sorgt aber auch das damit einhergehende Patriarchat für massive Armut: Die aktuellen Rollenbilder schreiben vor, dass sich Frauen um Haushalt und Kinder kümmern. Gehen sie keiner Lohnarbeit nach, zahlen sie auch nicht in die Rentenkasse und sind komplett vom Wohlwollen des Ehemanns und der Stabilität der Ehe abhängig. Gehen sie der Lohnarbeit nach, werden sie “doppelt ausgebeutet”: in unbez. Hausarbeit sowie (durchschn. aufgrund des Geschlechts schlechter bezahlter) Lohnarbeit. Hinzu kommt, dass ein Vollzeitjob für viele Frauen aufgrund der Hausarbeit und Kindererziehung nicht möglich ist. So sorgen Kapitalismus & Patriarchat für durch das Geschl- bedingte Armut. Menschen sind durch viele weit. Faktoren als nur das Geschl. besonders von Armut bedroht. Menschen mit Behinderung werden besser bezahlte Jobs verwehrt, was spät. im Rentenalter geringes Einkommen beschert Durch rassistische Denkmuster werden Menschen mit “nicht-deutschem” Namen oder Aussehen auf dem Wohnungs- und Jobmarkt benachteiligt. Demgegenüber ermöglicht die fehlende Vermögenssteuer ein sorgenfreies Leben für Menschen, welche zufällig in wohlhabende Familien geboren wurden. Dieser intersektionalen Kapitalismuskritik setzten Rentner*innen hauptsächlich soziale Forderungen an die Politik entgegen. Oft wurde die Zusammenlegung der Rentenkassen genannt. Auch von einem Höchstrentensatz sowie Grundrentensatz war die Rede. Damit vertraten auch die über “Gemeinsam gegen Altersarmut” mobilisierten Rentner*innen einen durchaus fortschrittlichen sowie sozialen Ansatz, wenngleich er die Ursache für die Probleme nicht nennt. Es ist schade, dass die Veranstalter*innen auf dem “Gemeinsam” beharrten und somit auch die AfD willkommen hießen. Die von den Rentner*innen geforderten Maßnahmen sind allerdings grundsätzlich unterstützenswert. Die Diskussionen gingen noch bis 17 Uhr. Dann wurde die Mahnwache vorzeitig beendet. In Aschaffenburg liefen die Proteste, was das Klientel betrifft, ein wenig radikaler ab. Dafür fehlte aber der Gegenprotest. Lesenswerter Bericht von @361aschaffenbu1: twitter.com/361aschaffenbu…

361aschaffenburg (@361aschaffenbu1):
@schwarzlichtwue Unsere Einschätzung zu “Fridays gegen Altersarmut” in #aschaffenburg #nofga 361aschaffenburg.org/2020/01/26/ein…

Bes. den im Artikel beschriebenen “Antifa-Mythos” können auch wir bestätigen. Die Würzburger Protestler*innen meinten, die Antifa werde durch die “Altparteien” bezahlt und es handele sich sowieso um einen Verein: Antifa e.V. Irrglauben, welche primär in soz. Netzw. verbr. werden.

Aktuell macht ein Flyer der JA auf Twitter die Runde. Darin werden Rechte gesucht, die gut “jagen und entsorgen” können. Der Flyer ist nicht neu. Bereits am 12.05.2019 haben wir diesen Flyer bei einem #noAfD-Infostand entdeckt

Eliyah Havemann (@EliyahHavemann):
Ich komme nicht darüber weg! Da wirbt die #JungeAlternative um Mitglieder, die „gut jagen und entsorgen“ können! Das ist eine offen kommunizierte Absicht zu morden!#AfDVerbot2020 #afdverbotJETZT //Bild via @ennolenze
@EliyahHavemann @ennolenze twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Aktuell macht ein Flyer der JA auf Twitter die Runde. Darin werden Rechte gesucht, die gut “jagen und entsorgen” können. Der Flyer ist nicht neu. Bereits am 12.05.2019 haben wir diesen Flyer bei einem #noAfD-Infostand entdeckt

Die #noAfD leugnete später, dass sie diesen Flyer verteilt

m.facebook.com/schwarzlicht.w…

Warum die #NeueRechte gar nicht islamfeindlich ist – Zum Islambild der Neuen Rechten (Vortrag von @hagedorn_y) „Die Neue Rechte und der Islam“ hieß der Vortrag, zu dem die religionskritische Giordano Bruno Stiftung Unterfranken lud. Eingeladen wurde Matheus Hagedorny, Historiker, Doktorand an der Universität Potsdam und Mitglied im Präsidium der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Hagedorny forscht zu den Islambildern der Neuen Rechten. Er hat eine interessante These mitgebracht: Die Neue Rechte sei gar nicht islamfeindlich, sie nehme den Islam eher als geschätzten Konkurrenten war. In den Schelmenkeller in der Pleich waren 25 interessierte Zuhörer*innen gekommen. Trotz Lärm, schlechter Luft und Verbindungssymbolen an der Wand, hat wohl niemand den Besuch des Vortrags bereut. Der folgende Text ist ein Versuch, in einfacher Sprache die Inhalte des Vortrags wiederzugeben. Was ist eigentlich die Neue Rechte?

Die Neue Rechte ist ein Teil der extremen Rechten. Ausgehend vom Frankreich der 1960er Jahre entwickelte sich eine rechte Strömung, die vorgab mit dem Nationalsozialismus gebrochen zu haben. Sie beziehen sich auf die sog. „Konservative Revolution“ des Deutschlands der 1920er Jahre. Armin Mohler hatte in seiner Dissertation über die sog. „Konservative Revolution in Deutschland 1918-32“ promoviert. Die Konservative Revolution stellt allerdings eher einen Mythos dar, weite Teile der deutschen Rechten der 1920er Jahre begrüßten die Machtergreifung der Faschisten.

Begriffe wie Rasse werden im neurechten Sprech vermieden. Biologistischer Rassismus wird vordergründig abgelehnt und durch kulturalistische Abwertung abgelöst. Etwa sprechen Neue Rechte von „Ethnopluralismus“ statt völkischer „Reinheit“. Die Bedeutungen der Begriffe ähneln sich. Ausgehend von der Vorstellung eines homogenen Volkes, werden alle die nicht ins völkische Bild passen, als störende Fremdkörper betrachtet. Allerdings gibt es dutzende Spielarten des Begriffs des Ethnopluralismus in der neurechten intellektuellen Szene. Wie groß ist der Einfluss der Neuen Rechten innerhalb der AfD?

Heute hat die Neue Rechte großen Einfluss in der AfD, dennoch ist nicht die Mehrheit der AfD-Mitglieder der Neuen Rechten zuzuordnen. Der „Flügel“ um Kalbitz und Höcke ist jedoch mittlerweile so mächtig, dass innerhalb der AfD keine Entscheidung gegen die Neue Rechte getroffen werden kann. Wie ist die Neue Rechte in Deutschland organisiert?

In Deutschland besteht das Milieu aus Zeitschriften (Junge Freiheit, Cato, Tichys Einblicke, Compact, Sezession) und dem Antaios Verlag von Götz Kubitschek. Kubitschek inszeniert sich als zentrale Figur der Neuen Rechten in Deutschland. Sein Institut für Staatspolitik in Schnellroda gilt als neurechter „Think-Tank“. Das IfS gilt als bewegungsorientierter als etwa die Junge Freiheit. Dies zeigt sich darin, dass Kubitschek die Identitäre Bewegung in Deutschland und das rechte Solinetzwerk Einprozent aufbaute. „Genau dieses Milieu meine ich, wenn ich über die Neue Rechte in Deutschland rede“, so Hagedorny. Gegen wen richtet sich die Politik der Neuen Rechten?

Hagedorny stellt die These auf, die Feindschaft der Neuen Rechten gegenüber dem Islam sei nicht zentral. Die Neue Rechte habe sogar Respekt vor dem Islam. Ihre Politik richte sich gegen den Liberalismus. Zudem ist die Neue Rechte rassistisch, antifeministisch und antisemitisch. Hagedorny meint: „Rassismus gegen Muslime und Bewunderung für den Islam müssen sich nicht ausschließen“. Wer war Carl Schmitt?

Der Staatsrechtler Carl Schmitt lebte von 1888 bis 1985. 1933 wurde er NSDAP-Mitglied und bezeichnete etwa die antisemitischen Nürnberger Gesetze (der Beginn der staatlichen Diskriminierung der Juden) als „Verfassung der Freiheit“. Er wird auch als „Kronjurist des Dritten Reiches“ bezeichnet. Für die Ideologie der Neuen Rechten gilt Carl Schmitt als prägend. Armin Mohler beispielsweise sieht sich selbst als Schüler Carl Schmitts. Was meint Carl Schmitt mit „geistiger Heimatlosigkeit“?

Carl Schmitt beschreibt ein „Gefühl der geistigen Heimatlosigkeit“. Dafür muss man Schmitts Sozialisation verstehen. Er ist aufgewachsen in einem traditionell katholischen Milieu. Hagedorny beschreibt Schmitts Welt als Dreiklang: „Monotheismus, Monarchie, Monogamie“. Diese sieht Schmitt allerdings untergehen. Er fühlt sich ohnmächtig gegenüber den ökonomischen Strukturen des Kapitalismus. Er formuliert allerdings keine Kapitalismuskritik, wie etwa die Sozialist*innen oder Anarchist*innen, sondern beschreibt jene Entfremdung als „Gefühl der geistigen Heimatlosigkeit“. Wie ist für Carl Schmitt „Politik“?

Carl Schmitt versteht Politik als den militärischen Kampf eines Volkes. Für ihn ist Krieg aus „moralischen Gründen“ unpolitisch (etwa sog. „Humanitäre Interventionen“). Hagedorny sagt: „Für Schmitt ist der Feind „der Andere, der Fremde“. Verzichtet ein Volk auf ein Feindbild gilt es für Schmitt als schwach und verschwindet“. Wie steht Schmitt zum Liberalismus?

Schmitt lehnt den Liberalismus als verweichlicht ab (synonym gilt dieser für ihn als „verweiblicht“). Er sehnt sich nach der alten Einheit aus Thron und Altar und bekämpft ideologisch den liberalen Staat. Wie sieht Schmitt den Islam?

Im Islam sieht Schmitt die alte Synthese aus Glauben (privat) und Religion (staatlich) verwirklicht. Eben nach jener Synthese sehnt er sich zurück. Wie stand der Nationalsozialismus zum Islam?

Der Nationalsozialismus ist in Fragen der rassistischen Hierarchie inkonsistent. Auf Druck von mehrheitlich muslimischen Ländern, wurden etwa Türken, Perser und Araber mit den Nürnberger Rassegesetzen gegenüber den Juden aufgewertet. Ebenso wollten die Nazis den Begriff des Antisemitismus tilgen, da auch Araber als Semiten gelten.

Hitler hatte ein positives Islambild. In SS und Wehrmacht wurde Muslimen die Religionsausübung gestattet (Christen nicht). Der Nationalsozialismus stilisierte sich als Schutzmacht der Muslime gegen Juden, Sowjets, Großbritannien und Frankreich. „Von Islamfeindlichkeit war der Nationalsozialismus weit entfernt“, so Hagedorny. Wie steht die #NeueRechte zum Islam?

Entgegen der weitläufigen Meinung ist der Islam nicht „das“ Feindbild der „Neuen Rechten“. Die Hauptrichtung der Neuen Rechten sind „Antisemitismus, Antiamerikanismus & Antiliberalismus“, meint Hagedorny. Das Feindbild ist der Universalismus. Wer war Henning Eichberg?

Henning Eichberg lebte von 1942 bis 2017. „Seine Theorien haben sich innerhalb der Neuen Rechten durchgesetzt, obwohl er vergessen ist“, meint Hagedorny. Eichberg interpretierte Kultur als Fortsetzung eines Biologismus. Auf ihn gehen die Begriffe des Ethnopluralismus zurück. Eichberg stand im Kontakt mit Alain de Benoist, dem Gründer der Nouvelle Droite, der französischen „Neue Rechten“. Eichberg vertrat einen antiuniversalistischen, kulturalistischen Nationalismus. Seit wann ist der Islam ein Thema für die extreme Rechte in Deutschland?

„Vor den Anschlägen des 11. September war der Islam kaum Thema für die Rechte in Deutschland“, so Hagedorny. Erst mit der politischen Bedeutung des Islamismus wuchs das Feindbild Islam. Rechtspopulist*innen, die Hagedorny von der Neuen Rechten unterscheidet, inszenieren sich als Beschützer vor dem Islam (Beispiel „Die Freiheit“ von Stürzenberger oder PEGIDA). Welche Islambilder vertritt die Neue Rechte?

Karlheinz Weißmann ist Buchautor und Vertreter der deutschen Neuen Rechten. Er sieht den Islam als überlegen an, da er eine geschlossenere Ordnung propagiere. Ernst Nolte löste den sog. Historikerstreit aus. Seine geschichtsverfälschende These, die Nazis hätten nur aus Furcht vor dem „Klassenmord“ der Bolschewiki den Holocaust organisiert, führte zu jenem „Historikerstreit“. Er sieht den Islam als „dritte Widerstandsbewegung gegen die Moderne“. Hauptproblem für Nolte sei nicht die „Immigration, sondern die fehlende eigene Identität“. Angesichts der „Dekadenz“ westeuropäischer Gesellschaften, äußerte er „ebenso Hoffnungen wie Befürchtungen“ an die Einwanderung von Muslimen. Für den neurechten Autor Thor von Waldstein stellt eine Islamisierung Europas nur die „zweitschlechteste Lösung“ nach einer weiteren „Durchamerikanisierung“ dar. Er plädiert für ein Bündnis mit Russland und den islamisch geprägten Mittelmeeranrainern. Er propagiert das Feindbild Amerika statt das Feindbild Islam. (Mehr dazu von Hagedorny auf dem Blog gegneranalyse: gegneranalyse.de/die-zweitschle…). Wenn die Neue Rechte nicht islamfeindlich ist, warum spielt die „Reconquista“ dann eine so große Rolle in der Identitären Bewegung?

Muslimische Armeen eroberten im 8. Jahrhundert Teile der Iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal). 732 schlug der Franke Karl Matell die islamischen Armeen und schaffte den Mythos der Reconquista (Rückeroberung). Aus heutiger Perspektive wird die Reconquista oft verfälscht. In neurechten Diskursen wird der Eindruck erweckt, als hätten homogene christliche Armeen die muslimischen Araber und Berber besiegt. Karl Matell wird heute zum Retter des christlichen Abendlandes stilisiert. Die Geschichte des Kulturkampfes zweiter homogener Kulturblöcke (Islam vs. Christentum) hat einen großen propagandistischen Reiz für die antiuniversalistische Rechte. Geschichtsverfälschend wird eine neue Reconquista gefordert – Ein Kampf gegen den Islam in Europa, um die eigene Kultur erhalten zu können. Dass keine muslimischen Heere vor den Toren Europas stehen und viele Millionen muslimische Menschen friedlich zusammen mit Christen und Atheisten in Europa leben, lässt diesen Vergleich nicht zu. Warum bezieht sich die Identitäre Bewegung auf das Christentum?

Die IB praktiziert das Christentum, um einen „Rückgriff auf die eigene Ethnokulturelle Identität u inszenieren“, so Hagedorny. Wenn sie etwa Kreuze auf Bergkuppen aufstellen, geht es ihnen wenig um christliche Religion. Sie suchen sich Symbole, die sie der imaginierten „fremden“ Islamisierung entgegenstellen können. Welches Islambild hat die IB?

In der Projektion der IB bietet der Islam die Einheit aus Politik und Religion, feste patriarchale Strukturen und die Verkündung eines Heils im Paradies. Diese Werte sollen auch in den westeuropäischen Gesellschaften wieder stärker gefördert werden. Wie sind Björn Höckes Aussagen gegen Islam zu verstehen?

„Wir werden die Macht bekommen - und dann werden wir das durchsetzen, dann werden wir das durchsetzen, was notwendig ist, damit wir auch in Zukunft noch unser freies Leben leben können. Dann werden wir nämlich die Direktive ausgeben, dass am Bosporus mit den drei großen M - Mohammed, Muezzin und Minarett - Schluss ist“, sagte Höcke 2018 in Eisleben. Höcke übt keine Islamkritik im antireligiösen Sinne. Für ihn sind die Kulturräume geschlossene Räume. Europa etwa ist christlich und der Bosporus markiert die Grenze zur islamischen Welt. Dies knüpft an die faschistische Blut und Boden-Ideologie an, demnach Völker/Religionen/Kulturen an gewisse Räume gebunden seien. Höcke sagte etwa auch: „Der größte Feind ist nicht der Islam, sondern die Dekadenz“. Was ist der Große Austausch?

Mit der Chiffre des „Großen Austausch“ versuchen Neue Rechte das Bild eines gezielten „Bevölkerungsaustauschs“ zu propagieren. Von oben werde so die europäisch christliche Bevölkerung gegen eine muslimische ausgetauscht. Die Legende des „Großen Austausch“ ist antisemitisch, da sie die gezielte Steuerung von „oben“ imaginiert. Was bringt es Geflüchteten oder Migrant*innen aus muslimischen Ländern, dass der Islam gar nicht DAS Feindbild der Neuen Rechten ist?

Gar nichts. Sie werden genau so Opfer von Rassismus. Ob Menschen sich wirklich mit dem Islam identifizieren spielt für Rassist*innen keine Rolle. So werden auch Geflüchtete, die vor Islamismus fliehen, Opfer rassistischer Gewalt. Was können Antirassist*innen dem neurechten Islambild entgegenstellen?

„Es muss sich dem Identifizierungszwang entgegengestellt werden“, fordert Hagedorny. Nur weil jemand in einem muslimischen Land aufwächst, ist er noch lange kein gläubiger Muslim. Die Menschen werden in Deutschland Opfer von Rassismus und nicht etwa von Islamfeindlichkeit. Nach seinem komplexen Vortrag nahm sich Hagedorny Zeit die Fragen der Anwesenden zu beantworten. Auf die Frage nach Islamkritik innerhalb der #noAfD antwortet er: „Der AfD ist die Kritik am Islam egal. Sie paktieren auch mit dem syrischen Regime (das mit dem islamistischen iranischen Regime verbündet ist), um zu propagieren, dass Syrien ein sicheres Land sei. Die #noAfD kämpft somit nicht etwa gegen islamistische Bestrebungen, sondern gegen die Geflüchteten, die sie dann schnellstmöglich wieder in den autoritären syrischen Staat abschieben möchte.

Nachträglich: Frohes Neues!

2019 war für uns alle ein aufregendes Jahr. Terror von rechts, der Krieg gegen #Rojava, die sich zuspitzende Klimakrise und die Wahlerfolge der #noAfD haben uns alle aufgewühlt. Dennoch haben wir versucht, euch auch die widerständigen, schönen Bilder aus unserer Stadt zu zeigen. In Würzburg gingen mehrmals Tausende mit @F4F_wuerzburg auf die Straße (Im September 8.000 und im November 5.000).

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Unser Bericht zum heutigen #Klimastreik
Die ganze Stadt war auf den Beinen und folgte dem Aufruf von @F4F_wuerzburg, um endlich einen Wandel in der Klimapolitik zu fordern. Am Bahnhof versammelten sich ab 11 Uhr mittags gut 8.000 Menschen und zogen am Quellbachparkhaus vorbei zum Berliner Ring.
Als die Demonstration in die Ludwigstraße einbog, stand der Demobeginn noch an der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof.

Die Demonstrierenden bestreikten Schule und Arbeit oder hatten sich für die globale Großdemo frei genommen.
Besonders krass ist die Zahl, wenn man bedenkt, dass auch im Umkreis gestreikt und demonstriert wird. In Schweinfurt, Kitzingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Lohr, Aschaffenburg, Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim gingen ebenfalls Hunderte bis Tausende auf die Straßen.
Unter den mittlerweile bekannten Rufen „What do we want – Climate justice!“ und „Hopp hopp hopp Kohlestopp“ zog der beeindruckende Demozug über Theater- und Eichhornstraße zum Oberen Markt. Die Zwischenkundgebung musste wegen des gewaltigen Andrangs abgesagt werden.
Mobilisiert hatten alle Würzburger Klimagruppen. @EGwuerzburg, @XR_Wuerzburg und @keinhektarmehr hatten einen antikapitalistischen Block gebildet. Mit weißen Maler*innenanzügen machten sie auf ihre direkten Aktionen in den Kohleabbaugruben aufmerksam.
Auch @vkwue_jetzt, die mit ihrem Radentscheid ein fahrradfreundliches Würzburg erreichen wollen beteiligten sich mit vielen Menschen. Neben Umweltgruppen wie @GreenpeaceWue, beteiligten sich auch Gruppen, die für vegane Ernährung eintreten. Bspw. Watu und Veganes Würzburg
Dass Klimaschutz nicht gegen soziale Themen ausgespielt werden kann ist fast allen klar. Die Gewerkschaften mobilisierten ebenfalls zu der Demonstration. Es waren Leute der @DeineEVG und des @dgbbayern auf der Straße.
Die @IGMetall Würzburg lief hinter einem „There are no jobs on a dead planet!“-Banner. Ein Querschnitt der Gesellschaft war auf der Straße.
Der antikapitalistische Block rief laut „A- Anti-Anticapitalista“ und forderte auf vielen Schildern Klimaschutz nicht gegen Menschenrechte und soziale Rechte auszuspielen. Schon länger ist bekannt, dass Klimaschutz ohne einen Sturz des kapitalistischen Systems nicht möglich ist.
Als die Demonstration am Unteren Markt ankam, waren die letzten Demonstrant*innen erst in der Eichhornstraße. Die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Karmelitenstraße waren zu diesem Zeitpunkt voller Menschen.
Bei der ganzen Demonstration war übrigens keine einzige Parteifahne zu sehen, auch wenn sich Landtagsabgeordnete der Grünen und eine Bundestagsabgeordnete der Linken beteiligten.
Bei der Abschlusskundgebung zeigte sich das Orga-Team von @F4F_wuerzburg beeindruckt von der Menge am Marktplatz. Trotz der Masse waren die Reden gut zu verstehen. Der erste Redner sprach von den Anfängen der Bewegung: „Ein Freund erzählte mir von „dem großen Ding“.
„Es ging alles los mit einer Whatsapp-Gruppe mit 200 Leuten“. Mittlerweile fühle sich die ganze Gesellschaft als Umwelt- und Klimaschützer. „Markus Söder umarmt Bäume und wir führen endlose Debatten um eine CO2-Steuer“, sagte er.
„Anscheinend haben sie es noch nicht verstanden. Wir brauchen ein flächendeckendes Umdenken!“
Danach redete eine Mutter, die „stolz“ ist auf ihre „schulschwänzenden Kinder“. Sie könne es nicht fassen, dass immer noch Kohle abgebaut wird. „Wir müssen kämpfen, dass endlich die Kohle abgestellt wird. Wir sind eine Menge und können etwas bewegen“, rief sie.
In der dritten Rede sprach ein Physiker von @sciforfuture: „Schon 1972 war bekannt, dass Wachstum nicht unendlich möglich ist“. Die Grenzen seien noch weit weg gewesen. Doch schon die beinahe Katastrophe durch das Ozon-schädliche FCKW sei durch direkte Maßnahmen beendet worden.
Diesmal werde es schwer, die Katastrophe abzuwenden. „Die Erde hat sich bereits um ein Grad erwärmt. Ende des Jahrhunderts werden es vermutlich drei Grad, wenn sich nicht sofort etwas ändert“, meinte er.
Die Maßnahmen seien bekannt: Weniger Fliegen, Weniger Fleisch, Keine Kohlekraft und eine Verkehrswende. „Es ist Zeit zu handeln“, appelierte er.
Auch in der vierten Rede wurde gefordert „endlich Taten folgen zu lassen“. „Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie und kostenlosen ÖPNV“, forderte sie. Am Ende wurde das alte italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ gesungen und die Demomenge löste sich langsam auf.
Würzburg hat heute eine der größten Demonstrationen seiner Geschichte gesehen. Damit ist diese Demonstration aber nur ein kleiner Teil einer globalen Bewegung die heute Millionen auf die Straße brachte.
Der Druck der Bevölkerung ist da. Jetzt müssen auch die wenigen Profiteure der Klimakrise endlich einsehen, dass ihre Zeit langsam um ist. System change not climate change!
Die Demo ist nur der Auftakt von vielen Aktionen gegen die Klimakrise in der Region. Morgen findet der autofreie Tag am Mainkai statt. Infos:
Das Bündnis @vkwue_jetzt organisiert eine Sternfahrt mit dem Fahrrad zum autofreien Tag. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1730
@vkwue_jetzt Unter anderem mit der DGB Hochschulgruppe Würzburg organisiert @F4F_wuerzburg einen Themenabend zu „Jugend im Widerstand“ im Buchladen Neuer Weg.
Das Würzburg Klimabündnis @keinhektarmehr beginnt nächste Woche mit ihrer Aktionswoche „Rodungen Stoppen“. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1745
Und merkt euch die Kritische Einführungswoche Würzburg (@kew_wue). Dort wird unter anderem am 7. Oktober eine Veranstaltung zum Thema Klimakrise und Kapitalismus stattfinden. Infos:
Schaut einfach mal auf: wuerzburg.demosphere.net. Dort findet ihr immer alle Infos zu linken Veranstaltungen in der Stadt
An dieser Stelle sei auch an die kommende Stolpersteinverlegung am 24.09 erinnert!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im Rahmen der 27. Stolpersteinverlegung in Würzburg wird es am 24.09 drei Referate zum Thema “Jüdische Handwerker*innen” in der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für Unterfranken (Dieselstraße 12, 3. Stock) geben.
Insgesamt werden 20 Stolpersteine verlegt. Die Namen sowie Orte und Uhrzeiten der Verlegung findet ihr hier: stolpersteine-wuerzburg.de

Hunderte demonstrierten gegen rechte Gewalt und Abschiebungen. #AkbarBleibt (facebook.com/akbarbleibt/) mobilisierte hunderte und trat eine krasse Kampagne los, einfach nur um ihrem Freund zu helfen, nicht ins Kriegsgebiet deportiert zu werden. @SeebrueckeWue mobilisierte u. a. gegen die Festnahme von @CaroRackete mehrere hundert Menschen zu tollen Demonstrationen!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Brick by brick, wall by wall, make the fortress europe fall!“

600 Menschen protestierten in Würzburg lautstark gegen die Kriminalisierung von #Seenotrettung und die europäische Abschottungspolitik.
Vor wenigen Tagen verkündete @SeebrueckeWue, anlässlich der Festnahme Carola Racketes am Wochenende, auf die Straße zu gehen. @F4F_wuerzburg solidarisierte sich bereits gestern mit Rackete und rief zur Teilnahme an der Demo auf.
Einen sehr ausführlichen Bericht mit Bezug zum aktuellen politischen Geschehen und sehr viele schöne Fotos von der Demo gibt es auf Facebook:

facebook.com/schwarzlicht.w…
#Seebruecke #Wuerzburg

Mehrmals waren hunderte in Würzburg auf den Straßen gegen den Krieg der türkischen Armee in #Nordsyrien.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#RiseUp4Rojava

#SolidarityWithRojava

Bei regnerischem Wetter haben sich gestern ca. 150 Menschen am Hauptbahnhof versammelt, um ihre Solidarität mit #Rojava auszudrücken.

Von dort zog die Demonstration über die Juliuspromenade und die Domstraße zum Vierröhrenbrunnen. Im Anschluss wurde dort eine Mahnwache für die gefallenen kurdischen Freiheitskämpfer*innen abgehalten.
„Rojava, die autonome kurdische Region im Nahen Osten, hat innerhalb eines Jahrzehnts eine Gesellschaft aufgebaut, …
die mit Nähe zur Natur, Akzeptanz und Unterstützung jeder Religion und Nationalität und mit Einbindung von Frauen im öffentlichen und politischen Leben etwas Einzigartiges bewirkt hat“, so eine Rednerin des Würzburger Solidaritätsbündnisses für Rojava.
Sie beklagt Deutschlands Beteiligung und das fehlende Interesse der Bevölkerung: „Unsere Verantwortung wird nicht wahrgenommen. Noch nicht einmal wenn es um Waffenexporte geht
Wobei 80% der deutschen Bevökerung Waffenexporte kritisch sehen, haben diese in diesem Jahr ein neues Maximum erreicht.“
Mit einer großen Polizeipräsenz bewegte sich die Demonstration unter Rufen wie „Deutschland finanziert, Türkei bombardiert“, „Freiheit für Kurdistan“ und „Biji Berxwedana YPJ“ (es lebe der Kampf der YPJ) in die Innenstadt.
Die Demonstration fand im Rahmen eines bundesweiten Protests statt. In Berlin fanden ca. 10.000 Menschen zusammen, ebenso reisten viele aus dem Würzburger Raum nach Regensburg. Nicht zuletzt aus diesem Grund fiel die Würzburger Demo mit 150 Demonstrierenden eher überschaubar aus.
Mit dem Ende der Demonstration ging es direkt zu der Mahnwache über. Dort wurden fünf Reden, davon zwei auf Kurdisch, gehalten, um Passant*innen und Demonstrant*innen über die aktuelle Lage in Rojava zu informieren und Solidarität mit den dort lebenden Kurd*innen auszudrücken.
Eine Rednerin des AKJ (Arbeitskreis kritischer Jurist*innen) führte argumentativ auf, weshalb der Angriff Erdogans auf Rojava gegen das Gewaltverbot der UN-Charta verstößt. So gebe es nur drei Möglichkeiten, welche einen Einfall in Rojava rechtfertigen.
So müsste entweder ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates vorliegen, die syrische Regierung zustimmen, oder die Türkei vom Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen dürfen.
Allerdings seien keine dieser Möglichkeiten erfüllt, „der Angriff Erdogans […] somit nicht gerechtfertigt und verstößt [deshalb] gegen das Gewaltverbot“.
Während der Demonstration und der Mahnwache wurden Flyer zur Lage in Nordsyrien verteilt. Unter anderem schlussfolgern diese, dass türkische Produkte boykottiert werden sollten. Diese Forderung sorgte für heftige Diskussion zwischen den Teilnehmer*innen.
So wurde auf der einen Seite die konsequente (wirtschaftliche) Bestrafung gefordert. Auf der anderen wurde angemerkt, dass mit einem generellen Boykott auch Oppositionelle und in der Türkei lebende Kurd*innen getroffen werden,
das Ziel, türkische Faschisten zu schwächen damit also verfehlt werde.
Um 18 Uhr wurde die mit roten, gelben und grünen Kerzen geschmückte Mahnwache abgebaut.

#MissMutig organisierte eine große Demo zum #Frauenkampftag. Im Juni fand ein evangelikaler Kongress in Würzburg statt, 200 Menschen demonstrierten dagegen.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
“You can’t pray the gay away!” Über die Demo gegen Konversionstherapien und die vorangegangene Mobilisierung gegen den APS-Kongress hat die Antifa Würzburg nun ihren Bericht veröffentlicht: antifawuerzburg.blogsport.eu/2019/06/berich… Bilder: Daniel P
Die Demo mit überwiegend jungen Menschen sowie die Zusammenarbeit mit MissMutig und @QueerPrideWue wird als Erfolg gelobt. Im Vorhinein wurde überregional von den Medien (@tazgezwitscher,@BR_Presse,@mainpost) auf den umstr. Kongress und die Verbindung zu OB Schuchardt hingewiesen
Dass das Thema Konversionstherapie von großer Aktualität ist zeigte heute Spahns erneute Bekräftigung, diese verbieten zu wollen (sueddeutsche.de/politik/konver…). Dem gegenüber steht der heutige Ausspruch gegen “Gender-Theorie” des Vatikans (www1.wdr.de/kultur/kulturn…).
Die Kirche und andere christliche Gruppierungen scheinen also auf ihren veralteten Vorstellungen zu beharren.

@QueerPrideWue organisierte endlich wieder einen #CSD, der locker über tausend Menschen anzog.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Ein kleiner fotografischer Rückblick auf den heutigen #WSD.

Vielen Dank an @QueerPrideWue und alle queeren Menschen für diesen wundervollen Tag! 🏳️‍🌈
Begleitet wurde der #WSD von den Trommlern von Samba Osenga
#WSD 🏳️‍🌈
#WSD 🏳️‍🌈

Zweifelsfrei eines der Highlights bildete die @kew_wue mit der @Unverhandelbar1- Demonstration.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Demo #unverhandelbar – Für Antifa und Klimaschutz – Gegen Kapital und Patriarchat!

Zum Abschluss der @kew_wue erlebte Würzburg drei Demonstrationen, die themenbezogen durch die Stadt zogen.

Hunderte Aktivist*innen aus Klimabewegung, feministischen Bewegungen und Antifaschist*innen liefen jeweils auf ihrer Route durch die Stadt und vereinigten sich immer wieder zu Zwischenkundgebungen.
Am Würzburger Hauptbahnhof versammelten sich zunächst etwa 600 Menschen. Als Erstes zog die Klimademonstration los. Aufgerufen zu dem Block hatten u. a. @EGwuerzburg, @keinhektarmehr und @F4F_wuerzburg. Die Klimademo startete mit 250 Menschen Richtung Berliner Ring.
Als nächstes startete die feministische Demo. U. a. MissMutig und @QueerPrideWue mobilisierten für den feministischen Demofinger. Der queere Zug lief durch Kaiserstraße und Theaterstraße hinter Bannern wie „Feminism“ und „Tender to all gender“.
„However I dress, whereever I go. Yes means yes and no means no“ und „Kondome, Spirale – Linksradikale!“.
Vor dem Theater trafen feministischer und Klima-Block zusammen und liefen zur gemeinsamen Kundgebung in der Hofstraße. Bei der Kundgebung wurden die Ausbeutung und Vertreibung indigener Völker und die Zerstörung ihrer Kulturstätten für Rodungen thematisiert.
Für eurozentrische Medien seien diese Themen uninteressant, kritisierte eine Sprecherin. „Es gibt kein umfassendes Ende des Rassismus, ohne ein Ende des Kapitalismus“, betonte die Rednerin. Ihre Rede wurde zwischenzeitlich mit „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“ bejubelt.
Als Drittes startete der antirassistische Solidarityblock. Die asylpolitische Gruppe @mehrals16a sprach über Solidarität. „Solidarität ist: im Alltag Geflüchteten zu helfen. Solidarität ist: sich gegen Rassismus stellen. Und Solidarität heißt: auch gemeinsam auf die Straße gehen“
Ohne die zivile Seenotrettung und die solidarischen Seebrücken-Proteste wären noch mehr Menschen im Meer ertrunken, betonte er. Er schloß seine Rede ab: „Machen wir aus der Solidarität eine Waffe um der Unmenschlichkeit entgegenzutreten!“.
Angesichts der Ereignisse in Rojava, ergriff eine Kurdin das Wort: „Wir haben die Welt gegen den IS verteidigt und nun schaut die Welt zu, wie Erdogan uns vernichtet!“.
Sie forderte einen sofortigen Rückzug der türkischen Armee und Sanktionen gegen Erdogan. Die deutsche Regierung leiste ihren Beitrag zum türkischen Angriffskrieg. „Deutsche Panzer raus aus meinem Land“, sagte sie.
Sie beendete ihre Rede mit: „Man muss kein Kurde sein, um zu helfen, man muss nur ein Mensch sein!“.
Gut 200 Antifaschist*innen zogen daraufhin unter Antifa- und YPG-Fahnen durch die Bismarckstraße. Zu dem Block unter dem Motto „Solidarity for all!“ riefen u. a. @antifa_wue, @mehrals16a und die @SeebrueckeWue auf.
Angesichts der Lage in Rojava riefen sie: „Biji Berxwedana Rojava!“ („Es lebe der Widerstand in Rojava“) und „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“.
Der Protest solidarisierte sich mit geflüchteten Menschen. „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“ schallte es durch die Pleich. Die Antifaschist*innen liefen über Congress-Centrum und Karmelitenstraße zum Unteren Markt.
Dort warteten sie auf den feministischen Block, deren Techno-Mukke bereits zu hören war.

Mit lauten „Alerta, Alerta Antifascista“-Rufen erreichte der feministische Block unter großem Jubel den Unteren Markt.
In der Rede wurde auf die menschenunwürdige Unterbringung eingegangen. Frauen leiden darunter besonders. „Sogar Frauen werden abgeschoben“, sagte die Missmutig-Rednerin. Geflüchtete seien nach Deutschland gekommen, um in Frieden zu Leben und erleben nun staatliche Repression.
„Jeden Tag verschärfen sich Gesetze und Maßnahmen“, sagte die Sprecherin. Zudem kritisierte sie Waffenexport in die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. „Wir müssen unser System radikal verändern“, forderte die Antikapitalistin.
Danach zog der feministische Block am Rathaus vorbei durch die Sanderstraße zum Mainkai. Hinter den Feminist*innen lief die Solidarity-Demo. Beide zogen die Blicke der zahlreichen Passant*innen auf sich.
Der Solidariy-Block lief über Dom und Neubaukirche zum „Geschwister-Scholl-Platz“. Dort sagte eine Rednerin: „Wachstum macht unsere Erde kaputt, unser jetziges System braucht das Wachstum“, betonte sie.
. @EGwuerzburg ging auf die Kriminalisierung von Seenotrettung ein. „Menschen Retten ist kein Verbrechen“, „Es ist jetzt die Zeit aktiv zu werden!“.
Auf Anordnung der Polizei liefen die Züge gemeinsam über den Sanderring zum Mainkai. Unter „A-Anti-Anti-Capitalista“ und „Climate Justice – Now!“ rufen erreichten sie das Mainufer. Dort bejubelte sie bereits die queere Demo.
In den Abschlussreden wurde die Unterdrückung der Frauen im Alltag thematisiert. Eine Sprecherin kritisierte, dass die Stadt im Juni einen teils homophoben evangelikalen Kongress hat stattfinden lassen.
Die Blicke richteten sich auf die Festung. Dort seilten sich Menschen mit einem Banner „Keine Festung Europa!“ ab. Großer Jubel brandete auf, als die Message ganz zu lesen war. Die erfolgreiche Demo klang zu Techno-Musik bei schönem Wetter am Mainkai aus.
Morgen geht es schon weiter mit der Demo gegen Antisemitismus, am Donnerstag rufen soziale Gruppen auf, die Wohnungsnot in Würzburg zu bekämpfen. Nächsten Samstag organisert WATU den ersten Animal Rights March Würzburg.

Wir bitten um Verständnis, dass wir ein paar Wochen Auszeit gebraucht haben und unsere Posts zurückgefahren haben. In dieser Zeit haben wir allerdings nicht geschlafen, sondern wir werden nach und nach berichten, was “zwischen den Jahren” passiert ist. Auf ein rebellisches 2020!

Denn: @By2020WeRiseUp

Gestern, den 9. November, jährte sich die #Reichspogromnacht - und mit dieser der Übergang zur systemischen Vernichtung des jüdischen Lebens - zum 81. Mal. Es liegt an uns, die Verbrechen der Deutschen in Erinnerung zu behalten.

Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage. Der Hass auf Jüdinnen und Juden grassiert nach wie vor. Vernichtungsfantasien werden offen ausgesprochen. Hinzu kommt der Hass auf alle „Fremde“, Geflüchtete, Menschen muslimischen Glaubens, LGBTIQ*. Zuletzt stellte die #noAfD eine Anfrage zur Zahl der beHinderten Menschen in Deutschland - unterteilt in Deutsch und Nicht-Deutsch (zeit.de/politik/deutsc…). Es stellt sich die Frage, was die AfD, sobald sie eines Tages an der Macht sein sollte, aus diesen Zahlen zu tun gedenkt. Zu recht fühlt man sich bei dieser Meldung an das Euthanasie-Programm der Nazizeit erinnert. Gegen diese Zustände müssen wir kämpfen. Und wir müssen uns an das Geschehene erinnern. Deshalb riefen das Schwarzlicht-Kollektiv und @antifa_wue zum gemeinsamen #Stolpersteinputzen auf. Mit Einbruch der Dunkelheit versammelten sich am gestrigen Abend 30 Menschen am Sternplatz. Mit vier Reden wurde auf die Würzburger Geschichte in der Nazizeit, unsere Gedenkkultur und die aktuelle Lage eingegangen. Neben Antifa und Schwarzlicht hielt auch Stadträtin und Koordinatorin des Stolperstein-AK Benita Stolz eine Rede. Über den Verlauf der Kundgebung fanden mehrere Passant*innen dazu, welche den Reden interessiert zuhörten. Allerdings wurde uns auch die Dringlichkeit unseres Gedenkens aufgezeigt. Ein am Rande stehender Bremer hörte durch uns zum ersten Mal von Stolpersteinen. Interessiert fragte er nach, ob diese eine Würzburger Eigenart wären. Nach den Reden wurden den Teilnehmer*innen vier versch. Routen für das Pflastersteinputzen präsentiert. Die Teilnehmer*innen teilten sich auf und begannen mit dem Putzen. Den Opfern der NS-Zeit gedenkend, wurden an den einzelnen Steinen Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

Die #noAfD hat vor ~30 Minuten abgebaut. Zuvor war sie mit ihrem „mobilen Bürgerbüro“ auf dem Paradeplatz und, wie in diesen Aufnahmen zu sehen, in der Maxstraße. Die #noAfD wird heute noch in Kitzingen (Kaiserstraße) präsent sein. twitter.com/RadeltWurzburg…

In Lohr pöbelten drei #NoAfD‘ler gegen die Klimademo. Sie hielten geschichtsrevisionistische Banner hoch mit “Schon wieder Rattenfänger”. Die Spessart-AfD gilt als rechtsradikal. Sie umgeben sich gerne mit der Identitären Bewegung. Auch ein Fahrzeugbauer aus Waldbrunn fiel unangenehm auf. Sie posteten demonstrativ wie sie stolz ein Schwein grillen. Eine Mitarbeiterin hielt ein Schild hoch mit “fridays for barbecue”. Für ihr Anti-fridaysforfuture Grillen bekommen sie auch noch über 200 Likes. Die Klimakrise betrifft alle. Auch Fahrzeugbauer*innen und AfD-Wähler*innen. Wir brauchen ein System, in dem basisdemokratisch gewirtschaftet wird. Der Kapitalismus führt lediglich zu Armut und Umweltzerstörung, zum Nutzen weniger Reicher. Dummes Gepöbel, Hass auf Greta Thunberg und das gegeneinander Ausspielen von Sozialem und Klimaschutz bringen uns nur noch schneller an den Abgrund.

Hier noch der Überblick der Main-Post zu den Klimaprotesten in Unterfranken.

Drei Tage vor der EU-Wahl verbreitete die #noafd in Würzburg diese islamophoben Flyer.

Dass die #noafd ein Problem mit der Religionsfreiheit hat ist uns seit längerem bekannt. In einem persönlichen Gespräch haben uns bereits Würzburger #noafd-Mitglieder davon überzeugen wollen, twitter.com/dampfpixel/sta…

SteamPixel (@dampfpixel):
Die #fckafd hat heute Ihre Nazipropaganda in #Würzburg verteilt. Zusammen mit aus dem Kontext gerissenen Zitaten aus dem Koran. Wo ist mein #Kantholz? So eine Scheiße verbreiten könnt ihr echt gut! Mehr aber auch nicht.
@dampfpixel Hatte die AfD an dem Tag einen Infostand oder wurde das nur geflyert?

dass der Islam keine Religion sei. Als Begründung wurden uns ähnliche Textstellen des Korans gezeigt (ja, ein #noafd-ler hatte den Koran dabei). Auf den Hinweis, dass solche Texte auch in der Bibel vorkommen, wurde uns geantwortet, dass diese ganz anders zu interpretieren seien. Zwei Tage später hatte die #noafd einen Infostand in der Innenstadt. Dieser wurde von Aktivist*innen blockiert