#lesbos

Wie ist die Lage auf #Lesbos?

„Die Lage in Moria ist weiterhin prekär”“ berichtet uns Henni, die derzeit auf Lesbos ist, um ankommenden Geflüchteten zu helfen. „Vergangene Woche wurden zwei Menschen von Faschos angeschossen“, erzählt sie uns. Wegen #Corona wirke die Lage etwas ruhiger, aber „sobald es hier gelockert wird, knallt es wieder“, befürchtet Henni. Die Faschos seien nicht weg, wie der Angriff vergangene Woche bewiesen hat. „In Moria versuchen sie derzeit, ein provisorisches Krankenhaus zu errichten“, sagt Henni. Es gebe allerdings viel zu wenig medizinisches Personal für die 20.000 Menschen im Lager. Henni selbst gehe es „soweit gut“. Sie selbst komme derzeit nicht nach Moria, da das Lager wegen Corona hermetisch abgeriegelt ist.

Das One Happy Family, über dessen Brand wir bereits berichteten, fasst die aktuelle Situation auf Lesbos in einem Facebook-Beitrag zusammen. Bisher wurden lediglich 50 Menschen von Deutschland aufgenommen, dabei haben sich über hundert Kommunen zum „Sicheren Hafen“ erklärt. Auch die Stadt Würzburg sagte zu, sich um die Aufnahme von notleidenden Menschen zu kümmern.

Auch in der Corona-Krise gilt: #SolidarityForAll! Moria evakuieren, Geflüchteten eine sichere Bleibe bieten! #LeaveNoOneBehind Bericht über die Schüsse auf Geflüchtete (CN: Bild zeigt die Verletzungen) m.facebook.com/story.php?stor…

Hier die gute Zusammenfassung des One Happy Family: facebook.com/28692323175157…

Solidarity-Art: Kunst spenden für #Lesbos!

Die Lage in den Flüchtlingslagern auf Lesbos ist weiterhin dramatisch. Wir freuen uns deshalb, euch solidarity-art ( vorstellen zu können. Die Aktivist*innen schreiben uns:

Die weltweite Corona Krise wirkt sich auf viele Menschen existenz- und lebensbedrohend aus. Doch außerhalb unseres direkten Umfeldes, befinden sich Menschen für die die Situation, durch das Fehlen von Grundversorgung, noch bedrohlicher ist als für uns.

Wie sollen z.B. die Geflüchteten in Griechenland, welche durch griechische & türkische Einheiten wie ein Spielball hin und her gestoßen werden und dabei schärfste Gewalt erfahren müssen, ohne jegliche medizinische Unterstützung, auf engstem Raum, eine Pandemie überstehen können? In den letzten Wochen wurden dort Menschen- & Grundrechte außer Kraft gesetzt. Auch ein wichtiges Versorgungs- & Verwaltungszentrum auf Lesbos ist niedergebrannt, ebenso wie ein Lagerhaus. So wurden die letzten Möglichkeiten genommen, sich medizinisch & anderweitig zu versorgen. Da durch #Corona Spenden-Veranstaltungen & Kundgebungen leider nicht stattfinden können, müssen wir nun kreativ werden & neue Wege finden, wie geholfen werden kann.

Solidarity-Art lädt Künstler*innen & Kunsthandwerker*innen in Ausbildung oder Studium dazu ein, Werke & Stücke aus ihrem Repertoire an uns zu spenden. Kunstliebhaber*innen können mit dem Erwerb dieser Kunstwerke über unsere Crowdfounding Seite die bereits bestehenden Projekte vor Ort („One Happy Family“, „Lesvos Solidarity“ und „Movement on the ground“) unterstützen. Die Einnahmen gehen direkt als Spende an die Organisationen. Die angebotenen Kunstwerke und weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite solidarity-art.de

Lasst uns gemeinsam grenzenlose Solidarität zeigen.

#leavenoonebehind #solidarityart

Die @Seebruecke hat heute an vielen Orten in Würzburg ein Zeichen für Solidarität mit den Menschen an Europas Außengrenzen gesetzt. Unter dem Motto #LeaveNoOneBehind wird eine Evakuierung der Lager (wie bspw. Moria auf #Lesbos) gefordert. twitter.com/SeebrueckeWue/…

Seebrücke Würzburg (@SeebrueckeWue):
#LeaveNoOneBehind in Würzburg #wirhabenplatz uns sagen klar #Evakuierungjetzt!

Bei den Aktionen wurde auf Abstand, Mundschutz und Kontaktbeschränkung geachtet.

Wir waren in Würzburg unterwegs und haben die folgenden Impressionen festgehalten.

#LeaveNoOneBehind #LeaveNoOneBehind Pressemitteilung der Kanzlei Bahner im Aushang in der Kaiserstraße

(Leseempfehlung) #MissMutig hat uns folgende Bilder aus Berlin zugesandt

#LeaveNoOneBehind

Solidarität mit den Menschen an Europas Außengrenzen - #LeaveNoOneBehind

Henni, die wir bisher in unseren Texten nur als H. abgekürzt haben, ist seit Herbst auf #Lesbos, um Geflüchteten zu helfen.

Videobotschaft von Henni: facebook.com/18896332817838… Schon mehrfach berichteten wir mit ihrer Hilfe über die Situation auf der griechischen Insel. Im Video seht ihr ihre Rede zur aktuellen Situation im Camp „#Moria“ auf Lesbos auf der Online-Demonstration der @Seebruecke vom vergangenen Sonntag. „Ansonsten ist es nun ziemlich still auf Lesbos“, sagt Henni. Allerdings wurden die minimalen finanziellen Mittel, die den Geflüchteten zu Verfügung stehen sollten, abgeschafft¹. „Die griechische Regierung hat in Zeiten von Corona, da die Leute Moria eh nicht verlassen können, die Geldzahlungen abgeschafft“, berichtet uns Henni. Die Geflüchteten bekämen pro Monat eigentlich 90 Euro und „diese sollen gestrichen werden mit der Begründung, dass derzeit sowieso niemand in die Stadt könne, um das Geld abzuheben“, so die Helferin. Unser Spendenaufruf und die News aus Lesbos: facebook.com/schwarzlicht.w…

Unser Bericht über Moria vom 21. März: facebook.com/permalink.php?…

¹ facebook.com/10410380453565…

Die @SeebrueckeWue ruft zur Demo am 5. April auf! Damit will die Gruppe auf die unmenschliche Situation in den griechischen Lagern aufmerksam machen. Wie die Demonstration trotz Ausgangssperre & Infektionsgefahr gelingt, erfahrt ihr in ihrem Aufruf.

#Lesbos twitter.com/SeebrueckeWue/…

Seebrücke Würzburg (@SeebrueckeWue):
Aktionstag 5.4.2020 - Wir hinterlassen Spuren!

Versammlungen von Menschenmengen sind zurzeit unverantwortlich. Genauso unverantwortlich wäre es aber, angesichts der sich weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe, nicht zu protestieren. #LeaveNoOneBehind

Macht Solidarität zum triftigen Grund!

„Die Situation in Moria ist heftig“ - Lagebericht aus Lesbos und Solidarität aus #Würzburg!

Erstmal die gute Nachricht. H., die bereits seit mehreren Monaten auf Lesbos in der Geflüchtetenhilfe arbeitet, geht es soweit „ganz gut“. Mittlerweile ist die Insel „für Nicht-Inselbewohner*innen dicht, wahrscheinlich streicht Griechenland ab morgen die Flüge“.

Die @tazgezwitscher schreibt heute über den „Ausnahmezustand de luxe“ in Deutschland und blickt auf Lesbos: „Während hier leere Hallen und Hotels als Notfallkrankenhäuser aufgebaut werden, betreibt das Gesundheitsministerium von Griechenland im Lager von Moria auf Lesbos eine Krankenstation mit zwei Ärzten und einem Psychologen pro Schicht – für über 20.000 Menschen“. ¹ Im Lager von #Moria gelten nun Ausgangbeschränkungen. „Die Leute dürfen nur noch von 7 – 19 Uhr raus und nur eine Person pro Familie am Tag und nicht mehr als 100 Menschen in der Stunde“, berichtet H. Zusätzlich werde ein Zaun um das Geflüchtetenlager gezogen. Die Situation in Moria ist heftig“, H. sorgt sich, „dass Moria nicht wieder zu der Offenheit zurückkommt“.

Die Schule „Wave of Hope“ zieht gerade um. „Nun wurde beschlossen, anstatt der Schule ein notdürftiges Krankenhaus zu bauen. Das ganze wird natürlich alles selbstorganisiert und wird von NGOs unterstützt“, schreibt uns H.. Sie sorgt sich um eine weitere Zuspitzung der Lage im Camp Moria: „Ich denke, dass es die Tage vermehrt zu Spannungen kommen wird, weil die Leute einfach nicht raus können, die kleinen Obst/Gemüse/Falafelstände in Moria jetzt auch vorerst schließen mussten, d.h. dass alle wieder vermehrt auf das Essen von Moria selbst angewiesen sind“. Sie sorge sich vor „längeren Essensschlangen, mehr Rangeleien und Stress“ Während wir uns die Hände waschen können, leben die Menschen in Moria unter katastrophalen hygienischen Bedingungen: „In den Lagern in Griechenland gibt es oft nicht einmal genug Wasser zum Trinken“, schreibt Christian Jakob in der taz. In einem lesenswerten Artikel der @zeitonline fordert Allgemeinmediziner George Makris: „Die vorerkrankten Menschen müssen jetzt dringend und zuallererst evakuiert werden. Schlussendlich müssen alle hier raus.“ ² Wir haben bereits zwei mal über die Situation in #Lesbos berichtet³ und halten euch auch in Zukunft auf dem Laufenden. Um die totale Katastrophe in Moria zu verhindern, wurde der #LeaveNoOneBehind ins Leben gerufen und eine Petition gestartet, die bereits mehr als 160.000 Menschen unterzeichnet haben. ⁴ In Würzburg hätte gestern eine Demonstration unter dem Motto „Wir haben Platz“ stattfinden sollen.

Aus bekannten Gründen musste sie abgesagt werden, deshalb ruft die @SeebrueckeWue auf, Banner aus den Häusern zu hängen, um Solidarität mit den Menschen an den europäischen Außengrenzen zu zeigen.

Die Fotos zeigen solidarische Banner in Würzburg (heute, 21.03.2020, Internationaler Tag gegen Rassismus). ¹taz.de/In-der-Corona-…

² zeit.de/politik/auslan…

³ Erster Bericht aus Lesbos (13.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

Zweiter Bericht aus Lesbos (18.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

⁴ Petition #LeaveNoOneBehind:

change.org/p/alle-mensche…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die Bundesregierung kündigte heute an das Resettlement Verfahren mit der #Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen „bis auf Weiteres auszusetzen“. Begründet werden die Maßnahmen mit der Ausbreitung der #Covid19-Pandemie.
Konkret bedeutet dies, die Menschen in absoluter humanitärer Notlage werden alleine gelassen. Anstatt jetzt freigewordene Hotelkapazitäten zu nutzen, um einreisende Geflüchtete quarantieren zu können, werden die Menschen an der Ägäis im Stich gelassen.
„Moria (Anmerkung: Das völlig überfüllte Flüchtlingslager auf #Lesbos) hat gestern gebrannt, schrecklich!“, schreibt uns am gestrigen Dienstag unser Kontakt (H.) auf der griechischen Insel Lesbos.
Drei Container hätten gebrannt. „Ich habe mitbekommen, dass zwei Kinder gestorben sind“, so H..

„Mittlerweile ist auch #Corona hier ein großes Thema und wir sind halb in Quarantäne“, berichtet H.
Sie berichtet von dramatischen Zuständen: „Alle haben richtig Angst, dass der Virus in #Moria ausbricht – Es gibt keine Möglichkeiten sich ordentlich die Hände zu waschen und nicht einmal Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung“, schreibt sie uns.
Gestern schrieb die @taz pessimistisch: „Die anderen EU-Länder streiten sich immer noch darüber, wer wie viele unbegleitete Kinder aufnehmen soll und was das für Konsequenzen haben könnte.
Als würden nur Kinder ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit haben. Für allein reisende Geflüchtete und die vielen Familien in Moria ist anscheinend nirgendwo Platz.“
Unter dem #LeaveNoOneBehind haben in wenigen Tagen bereits über 40.000 Menschen unterschrieben, die Corona-Katastrophe auch an den Außengrenzen endlich ernst zu nehmen.
Die Petition fordert die Evakuierung der überfüllten Lager, notwendige Schutzmaßnahmen vor Corona (auch in Flüchtlingslagern), den Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose und Geflüchtete und den Zugang zum Asylverfahren.
Unterzeichnen könnt ihr hier:

change.org/p/alle-mensche…

Die Bundesregierung kündigte heute an das Resettlement Verfahren mit der #Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen „bis auf Weiteres auszusetzen“. Begründet werden die Maßnahmen mit der Ausbreitung der #Covid19-Pandemie. Konkret bedeutet dies, die Menschen in absoluter humanitärer Notlage werden alleine gelassen. Anstatt jetzt freigewordene Hotelkapazitäten zu nutzen, um einreisende Geflüchtete quarantieren zu können, werden die Menschen an der Ägäis im Stich gelassen. „Moria (Anmerkung: Das völlig überfüllte Flüchtlingslager auf #Lesbos) hat gestern gebrannt, schrecklich!“, schreibt uns am gestrigen Dienstag unser Kontakt (H.) auf der griechischen Insel Lesbos. Drei Container hätten gebrannt. „Ich habe mitbekommen, dass zwei Kinder gestorben sind“, so H..

„Mittlerweile ist auch #Corona hier ein großes Thema und wir sind halb in Quarantäne“, berichtet H. Sie berichtet von dramatischen Zuständen: „Alle haben richtig Angst, dass der Virus in #Moria ausbricht – Es gibt keine Möglichkeiten sich ordentlich die Hände zu waschen und nicht einmal Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung“, schreibt sie uns. Gestern schrieb die @taz pessimistisch: „Die anderen EU-Länder streiten sich immer noch darüber, wer wie viele unbegleitete Kinder aufnehmen soll und was das für Konsequenzen haben könnte. Als würden nur Kinder ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit haben. Für allein reisende Geflüchtete und die vielen Familien in Moria ist anscheinend nirgendwo Platz.“ Unter dem #LeaveNoOneBehind haben in wenigen Tagen bereits über 40.000 Menschen unterschrieben, die Corona-Katastrophe auch an den Außengrenzen endlich ernst zu nehmen. Die Petition fordert die Evakuierung der überfüllten Lager, notwendige Schutzmaßnahmen vor Corona (auch in Flüchtlingslagern), den Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose und Geflüchtete und den Zugang zum Asylverfahren. Unterzeichnen könnt ihr hier:

change.org/p/alle-mensche…