#frauenkampftag

Lesung zum feministischen Kampftag vor dem Würzburger Dom

Dutzende Menschen sind bei kühlem Märzwetter anlässlich des #Frauenkampftag s zu einer Lesung am Würzburger Dom gekommen. Auf Decken lauschen sie den Redebeiträgen. In den Pausen gibt es exzellente Livemusik zu hören. Die veranstaltende Gruppe organisiert sonst das Theaterstück „Die Vulva-Dialoge“. „Am Frauentag haben wir uns gedacht, es gibt so viele tolle feministische Texte, die wir miteinander teilen wollen“, so eine Veranstalterin. „Es geht uns nicht nur um #Feminismus, sondern es ist auch wichtig, sich gegen Antisemitismus und Rassismus zu engagieren“, heißt es etwa in einem Text. Zusätzlich sei es wichtig, „auch die Geschichten der vorherigen Kämpfe gegen Unterdrückung zu erzählen“. Im nächsten Text geht es um die körperliche Kontrolle weiblicher Körper. „Uns wird erzählt, wir sind Besitztümer und dass wir niemals frei sein können“, so die Vorleserin vor bis zu 70 gezählten Zuhörer*innen. Ein weiterer Text handelt von der „Verordnung der Geschlechtlichkeit“. „Normen fallen auf, wenn wir ihnen nicht entsprechen“. Was für Geschlechternormen gelte, gelte auch für andere Normen. „Wenn wir weiß sind, halten wir die Kategorie Hautfarbe für irrelevant, wenn wir heterosexuell sind, halten wir die sexuelle Orientierung für unwichtig.“ „Das Feedback der Passant*innen ist überwiegend sehr positiv“, berichtet die Veranstalterin. Die üblichen Pöbeleien seien ausschließlich von alten, weißen Männern gekommen. Auch mit der Anzahl an Zuhörer*innen sei sie „sehr zufrieden“. Viele Menschen kommen auf ihrem Sonntagsspaziergang vorbei und lauschen ein paar Minuten den Geschichten. Im vergangenen Jahr fand eine Tanzdemo, veranstaltet von MissMutig statt. Mehrere hundert Menschen beteiligten sich und feierten den feministischen Kampftag. In diesem Jahr schlossen sich Würzburger*innen der feministischen Demo in Nürnberg an. „Wir wollten, dass auch in #Würzburg am 8. März feministische Themen auf die Straße gebracht werden“, erklärt die Veranstalterin die Beweggründe eine Lesung zu organisieren. Durch die Lesung wird klar, wie vielseitig „der Feminismus“ ist. Und dennoch geht es immer gegen Herrschaft und für eine freiere Gesellschaft für alle.

Mehr Infos zu der losen feministischen Gruppe findet ihr unter: vulvadialoge.wordpress.com

Am Würzburger Domvorplatz verweilen aktuell an die 50 Menschen und lauschen feministischen und emanzipatorischen Texten. Außerdem spielen feministische Musiker*innen Lieder.

Noch bis 18 Uhr geht die Lesung. Kommt vorbei!

#Frauenkampftag

Infos:

#Frauenkampftag in Würzburg!

Seit 13 Uhr findet am Domvorplatz anlässlich des 8. März eine feministische Lesung statt. Jede*r kann selbst Texte zum Thema vortragen. Bis 18 Uhr ist die Lesung angemeldet. Kommt vorbei!

Démosphère-Event:
Weitere Bilder:

#MissMutig hat einen Beitrag zum feministischen Kampftag verfasst, welchen wir hier als Thread veröffentlichen:

facebook.com/44859767564303… Zum offiziell ´internationalen #Frauenkampftag´ bzw. ´Weltfrauentag´ein paar Worte unsererseits.

Letztes und auch dieses Jahr benutzen wir die Formulierung ´feministischen Kampftag´ bzw. ´feministischen Tanztag´. Uns geht es als queerfeminitisches/feministisches Kollektiv darum, Kämpfe zu vereinen und jegliche Unterdrückungsmechanismen aufzudecken. Von der Heteronormativität (Männlein + Weiblein + heterosexuelle Beziehung) in eine Rolle gezwungen sind nicht nur Frauen. #Patriarchat impliziert ebenso #Rassismus und #Sexismus. Patriarchat geht außerdem Hand in Hand mit Kapitalismus.

Wie der Kapitalismus besonders FLINT Personen in eine unterdrückte Lage gezwungen hat und zwingt, könnt ihr bei @Schwarzlichtwue nachlesen und in täglichen Situationen spüren.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Am 8. März ist #Frauenkampftag. Ein mal im Jahr stehen Frauen, die Hälfte aller Menschen, medial im Vordergrund. Mit diesem Text beantworten wir die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus.
Dass dieser Tag irgendwie wichtig ist, das haben auch schon kapitalistische Unternehmen herausgefunden und werden, wie jedes Jahr, besondere Aktionen und Werbespots ‘für die Frau’ liefern. Denn auch für sie ist Feminismus - das ist doch klar - ein sehr wichtiges Thema.
Aber ist es das? Oder wird der 8.03., so wie jedes andere Event, für die eigenen kapitalistischen Interessen ausgenutzt? Können Unternehmen feministische Ziele haben? Wenn ja, sind sie reformistisch oder revolutionär? Ist Feminismus und Kapitalismus vereinbar?
Eine klassische feministische Forderung ist, primär von Frauen ausgeübte unbezahlte Arbeit, gemeint ist Care-Arbeit, zu entlohnen.
Care-Arbeit umfasst nicht nur Hausarbeit, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, für alle da zu sein: Partner und Kinder emotional aufzufangen, Angehörige – auch die des Partners – zu pflegen, Kinder großzuziehen.
Diese Arbeit zu entlohnen wird wohl nicht im Interesse von Unternehmen sein.
Unser kapitalistisches System funktioniert nämlich nur durch Ausbeutung und dazu gehört auch die geschlechtsspezifische Ausbeutung: würden Frauen die unbezahlte Arbeit kollektiv bestreiken, würde das Wirtschaftssystem in direkter Folge kollabieren (1).
Es ist schwer vorstellbar, dass sich Unternehmen dies als Ziel setzen. Ihnen ist also daran gelegen, dass sich Frauen nicht organisieren und nicht von ihrer Macht Gebrauch machen.
Die Freiheit, neben unbezahlter Arbeit, auch der Lohnarbeit nachzugehen, gibt es für Frauen noch nicht sehr lange. Vor ein paar Jahrzehnten mussten Frauen ihre Ehemänner hierfür um Erlaubnis bitten.
Zu dieser Regelung kommt hinzu, dass sich patriarchale Männer weigern, an der unbezahlten Care-Arbeit teilzunehmen oder auch nur das dafür benötigte Wissen zu erlangen. Dadurch sorgen Männer dafür, dass die existierenden Rollen bestehen bleiben.
Gleichzeitig aber verhindern diese Rollen eine Unabhängigkeit der Männer von den Frauen, da sie einen funktionierenden Haushalt selbst nicht erreichen können (1).
Dass sich diese Rollen überhaupt aufgeweicht haben und Frauen der Lohnarbeit nachgehen, haben wir nicht dem Kapitalismus zu verdanken.
In dem Buch “Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben” argumentiert Kristen Ghodsee, dass “die Staatssozialisten in der Sowjetunion und in Osteuropa Frauen derart erfolgreich Möglichkeiten [verschafften], sich außer Haus wirtschaftlich zu betätigen,
Lohnarbeit von

Frauen anfangs […] geradezu als Synonym für die Übel des Kommunismus galt.” (2)
Weil aber die Erfolge der Sowjets, darunter vor allem in der Raumfahrt, dem Westen vor Augen führte, “mit welchen Kosten die Aufrechterhaltung der […] Geschlechterrollen verbunden war” und “man fürchtete, dass die Staatssozialisten bei der Entwicklung neuer Technologien
im Vorteil waren, weil sie über doppelt so viele kluge Köpfe verfügten” – Frauen erhielten wie Männer hohe Bildung – wurden in Amerika der National Defense Education Act verabschiedet und eine “Kommission zur Stellung der Frau” gegründet.
Diese Schritte hatten das Ziel, die Bildung für Frauen zu verbessern und “schufen das Fundament für die spätere Frauenrechtsbewegung” (2).
Der Wandel der Stellung der Frau im westlichen Kapitalismus wurde also vor allem durch die Erfolge der damaligen sozialistischen Staaten vorangetrieben.
Dies führte so weit, dass “die kapitalistischen Länder im Westen [versuchten], die osteuropäischen Länder bei den Frauenrechten zu überflügeln” (2). Die Möglichkeit, als Frau der Lohnarbeit nachzugehen, ist also nicht mit dem kapitalistischen System an sich zu begründen.
Nun leben wir also in einem kapitalistischen System, welches Frauen die Lohnarbeit erlaubt. Unternehmen können nicht wollen, dass die unbezahlte Arbeit entlohnt wird. Es bleiben also nur reformistische Ideen, welche die Nutzung des 8. März durch Unternehmen erklären können.
Der patriarchale Kapitalismus vertritt “die Auffassung, die Arbeit einer Frau sei weniger wert als die eines Mannes” (2). Der Preis (Lohn) der Arbeitskraft wird auf dem Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Weil aber “Arbeitgeber und Kunden der Auffassung sind, [Männer] seien mehr wert,” (2) werden Frauen systemisch benachteiligt. Diese falsche Wertverteilung wird durch das Vorurteil, Frauen seien weniger kompetent, aufrechterhalten.
Ihre Fähigkeiten werden ständig angezweifelt und sie lieber sexualisiert. Für den Arbeitgeber bedeutet die Wertungleichheit, dass er für die faktisch gleiche Arbeitskraft einen geringeren Preis zahlen muss.
In Kombination mit dem in manchen Berufsfeldern starken Gefälle im Geschlechterverhältnis kommt es dazu, dass ‘typische Frauenberufe’ konsequent unterbezahlt sind. Unternehmen haben kein Interesse, mehr als nötig zu bezahlen.
Solange es ein Überangebot gibt, muss die Entlohnung nicht erhöht werden.

Es wäre revolutionär, unbezahlte Care-Arbeit zu entlohnen. Es wäre eine dringend benötigte Reform, die Arbeitskraft vom Geschlecht unabhängig zu machen.
Doch beide Forderungen stehen im Gegensatz zum kapitalistischen Interesse. Kein Unternehmen kann diese Ziele verfolgen.
Die Forderung nach gleicher Entlohnung, unabhängig vom Geschlecht, lässt sich außerdem intersektionell erweitern.

Während der Preis für die Arbeitskraft von Frauen geringer ist als für Männer, wird er für BI_PoC, LGBTIQA* und Menschen mit Behinderung noch weiter gedrückt.
Unternehmen profitieren also von den antifeministischen Zuständen. Der Kapitalismus funktioniert nur durch Ausbeutung und Unterdrückung, was komplementär zu feministischen Grundsätzen steht.
Feminismus heißt immer Antikapitalismus. Kein Mensch sollte aus kapitalistischen Zwängen zu ungewollter Arbeit gedrängt werden.
Feminist*innen müssen sich deshalb organisieren, ihre Macht erkennen und dieses System absetzen.
Schon während den Versuchen, sich zu organisieren, wird sich herausstellen, auf welcher Seite diejenigen Unternehmen, welche jetzt noch den Frauenkampftag für die eigenen Zwecke missbrauchen, wirklich stehen. Sie werden zurückschlagen und jede Form der Organisation unterbinden.
Deshalb müssen sich Frauen wieder und wieder in Erinnerung rufen, von wem die Macht ausgeht!
Bemerkung: Dieser Text nutzt ein klassisches und überholtes Rollenbild, welches klare Grenzen zwischen Männern und Frauen impliziert und sowohl nicht binäre als auch intersexuelle Menschen ignoriert.
Dieses Rollenbild wird herbeigezogen, da es die durchschnittlichen Verhältnisse dieser Gesellschaft widerspiegelt und der Text genau diejenigen Menschen ansprechen soll, welche dieses Rollenbild ausleben.
Quellen:

(1): Penny, L.: Fleischmarkt

(2): Ghodsee, K. R.: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben
@Shell möchte ein weiteres Beispiel für unsere Argumente liefern:

twitter.com/wheelswordsmit…

wheels (@wheelswordsmith):
wait for it..

Auch @hm meint, den #Frauenkampftag für Werbezwecke ausnutzen zu müssen.

@Buchkolumne: „Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, nicht des Marketings.“

twitter.com/Buchkolumne/st…

Karla Paul (@Buchkolumne):
Ihr schädigt mit Fast Fashion die Umwelt, die Gesellschaft u redet bereits jungen Frauen den Massenkonsum ein, von den prekären Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen. Behaltet Eure Werbekampagne auf unsere Kosten. 🤷🏻‍♀️ Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, kein Marketing! twitter.com/hm/status/1235…

Wir vereinen die unterschiedlichen Kämpfe, die patriarchale Strukturen mit sich bringen, um materielle Bedürfnisse zu thematisieren. Fehlende Selbstbestimmung und körperliche plus seelische Unversehrtheit zu betonen, fehlende Diversität am Arbeitsplatz und im öffentlichen Leben zu bekämpfen, den Raum zu öffnen für jegliche feministischen Kämpfe. Diese gelten als eine von deren, die am längstem schon existieren. Worüber mensch sich nicht wundern muss, da wir seit jeher von Männern gegründete Normen erfüllen, in von Männern entwickelten Strukturen leben, „männliche Überlegenheit“ in unserem Verhalten und Denkmustern reproduzieren. Feminismus heißt für uns gegen jede Form der Unterdrückung zu kämpfen. Für jeden Bereich des täglichen Lebens, in dem wir damit konfrontiert sind ´anders zu sein´. Indem wir uns für unsere sexuelle oder geschlechtliche Orientierung rechtfertigen müssen; indem wir uns für alles entschuldigen, obwohl wir überhaupt nichts dafür können; indem wir subtil vermittelt kriegen, sich bitte an das Gewohnte zu halten; oder rechtlich vermittelt kriegen, wir seien von Hormonen und Instinkten getränkt oder eben nicht normal. Somit allen, die das Ende des Patriarchats so schnell wie möglich erreichen wollen und alle, die uns dabei helfen, jeder Diskriminierung und jedem Mackertum, Machospruch und Verniedlichung entgegen zu treten, einen frohen Feministischen Kampftag!

Heute ist #Frauenkampftag! Überall auf der Welt gehen Menschen auf die Straße, um bessere Rechte und Gleichbehandlung für Frauen einzufordern. Auch in Würzburg: von 13 bis 18 Uhr findet eine emanzipatorische Lesung auf dem Domplatz statt.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Jede*r kann eigene Texte mitbringen oder einfach nur zum zuhören vorbeikommen.

demosphere-Event: wuerzburg.demosphere.net/event/2390

Facebook-Event: facebook.com/events/6266877…

In den vergangenen zwei Tagen haben wir, Schwarzlicht Würzburg, Texte zu den feministischen Themen unserer Zeit veröffentlicht, auf welche wir nochmals verweisen wollen. Anlässlich des 8.03. beantworten wir mit folgendem Text die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus: twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Am 8. März ist #Frauenkampftag. Ein mal im Jahr stehen Frauen, die Hälfte aller Menschen, medial im Vordergrund. Mit diesem Text beantworten wir die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus.
Dass dieser Tag irgendwie wichtig ist, das haben auch schon kapitalistische Unternehmen herausgefunden und werden, wie jedes Jahr, besondere Aktionen und Werbespots ‘für die Frau’ liefern. Denn auch für sie ist Feminismus - das ist doch klar - ein sehr wichtiges Thema.
Aber ist es das? Oder wird der 8.03., so wie jedes andere Event, für die eigenen kapitalistischen Interessen ausgenutzt? Können Unternehmen feministische Ziele haben? Wenn ja, sind sie reformistisch oder revolutionär? Ist Feminismus und Kapitalismus vereinbar?
Eine klassische feministische Forderung ist, primär von Frauen ausgeübte unbezahlte Arbeit, gemeint ist Care-Arbeit, zu entlohnen.
Care-Arbeit umfasst nicht nur Hausarbeit, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, für alle da zu sein: Partner und Kinder emotional aufzufangen, Angehörige – auch die des Partners – zu pflegen, Kinder großzuziehen.
Diese Arbeit zu entlohnen wird wohl nicht im Interesse von Unternehmen sein.
Unser kapitalistisches System funktioniert nämlich nur durch Ausbeutung und dazu gehört auch die geschlechtsspezifische Ausbeutung: würden Frauen die unbezahlte Arbeit kollektiv bestreiken, würde das Wirtschaftssystem in direkter Folge kollabieren (1).
Es ist schwer vorstellbar, dass sich Unternehmen dies als Ziel setzen. Ihnen ist also daran gelegen, dass sich Frauen nicht organisieren und nicht von ihrer Macht Gebrauch machen.
Die Freiheit, neben unbezahlter Arbeit, auch der Lohnarbeit nachzugehen, gibt es für Frauen noch nicht sehr lange. Vor ein paar Jahrzehnten mussten Frauen ihre Ehemänner hierfür um Erlaubnis bitten.
Zu dieser Regelung kommt hinzu, dass sich patriarchale Männer weigern, an der unbezahlten Care-Arbeit teilzunehmen oder auch nur das dafür benötigte Wissen zu erlangen. Dadurch sorgen Männer dafür, dass die existierenden Rollen bestehen bleiben.
Gleichzeitig aber verhindern diese Rollen eine Unabhängigkeit der Männer von den Frauen, da sie einen funktionierenden Haushalt selbst nicht erreichen können (1).
Dass sich diese Rollen überhaupt aufgeweicht haben und Frauen der Lohnarbeit nachgehen, haben wir nicht dem Kapitalismus zu verdanken.
In dem Buch “Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben” argumentiert Kristen Ghodsee, dass “die Staatssozialisten in der Sowjetunion und in Osteuropa Frauen derart erfolgreich Möglichkeiten [verschafften], sich außer Haus wirtschaftlich zu betätigen,
Lohnarbeit von

Frauen anfangs […] geradezu als Synonym für die Übel des Kommunismus galt.” (2)
Weil aber die Erfolge der Sowjets, darunter vor allem in der Raumfahrt, dem Westen vor Augen führte, “mit welchen Kosten die Aufrechterhaltung der […] Geschlechterrollen verbunden war” und “man fürchtete, dass die Staatssozialisten bei der Entwicklung neuer Technologien
im Vorteil waren, weil sie über doppelt so viele kluge Köpfe verfügten” – Frauen erhielten wie Männer hohe Bildung – wurden in Amerika der National Defense Education Act verabschiedet und eine “Kommission zur Stellung der Frau” gegründet.
Diese Schritte hatten das Ziel, die Bildung für Frauen zu verbessern und “schufen das Fundament für die spätere Frauenrechtsbewegung” (2).
Der Wandel der Stellung der Frau im westlichen Kapitalismus wurde also vor allem durch die Erfolge der damaligen sozialistischen Staaten vorangetrieben.
Dies führte so weit, dass “die kapitalistischen Länder im Westen [versuchten], die osteuropäischen Länder bei den Frauenrechten zu überflügeln” (2). Die Möglichkeit, als Frau der Lohnarbeit nachzugehen, ist also nicht mit dem kapitalistischen System an sich zu begründen.
Nun leben wir also in einem kapitalistischen System, welches Frauen die Lohnarbeit erlaubt. Unternehmen können nicht wollen, dass die unbezahlte Arbeit entlohnt wird. Es bleiben also nur reformistische Ideen, welche die Nutzung des 8. März durch Unternehmen erklären können.
Der patriarchale Kapitalismus vertritt “die Auffassung, die Arbeit einer Frau sei weniger wert als die eines Mannes” (2). Der Preis (Lohn) der Arbeitskraft wird auf dem Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Weil aber “Arbeitgeber und Kunden der Auffassung sind, [Männer] seien mehr wert,” (2) werden Frauen systemisch benachteiligt. Diese falsche Wertverteilung wird durch das Vorurteil, Frauen seien weniger kompetent, aufrechterhalten.
Ihre Fähigkeiten werden ständig angezweifelt und sie lieber sexualisiert. Für den Arbeitgeber bedeutet die Wertungleichheit, dass er für die faktisch gleiche Arbeitskraft einen geringeren Preis zahlen muss.
In Kombination mit dem in manchen Berufsfeldern starken Gefälle im Geschlechterverhältnis kommt es dazu, dass ‘typische Frauenberufe’ konsequent unterbezahlt sind. Unternehmen haben kein Interesse, mehr als nötig zu bezahlen.
Solange es ein Überangebot gibt, muss die Entlohnung nicht erhöht werden.

Es wäre revolutionär, unbezahlte Care-Arbeit zu entlohnen. Es wäre eine dringend benötigte Reform, die Arbeitskraft vom Geschlecht unabhängig zu machen.
Doch beide Forderungen stehen im Gegensatz zum kapitalistischen Interesse. Kein Unternehmen kann diese Ziele verfolgen.
Die Forderung nach gleicher Entlohnung, unabhängig vom Geschlecht, lässt sich außerdem intersektionell erweitern.

Während der Preis für die Arbeitskraft von Frauen geringer ist als für Männer, wird er für BI_PoC, LGBTIQA* und Menschen mit Behinderung noch weiter gedrückt.
Unternehmen profitieren also von den antifeministischen Zuständen. Der Kapitalismus funktioniert nur durch Ausbeutung und Unterdrückung, was komplementär zu feministischen Grundsätzen steht.
Feminismus heißt immer Antikapitalismus. Kein Mensch sollte aus kapitalistischen Zwängen zu ungewollter Arbeit gedrängt werden.
Feminist*innen müssen sich deshalb organisieren, ihre Macht erkennen und dieses System absetzen.
Schon während den Versuchen, sich zu organisieren, wird sich herausstellen, auf welcher Seite diejenigen Unternehmen, welche jetzt noch den Frauenkampftag für die eigenen Zwecke missbrauchen, wirklich stehen. Sie werden zurückschlagen und jede Form der Organisation unterbinden.
Deshalb müssen sich Frauen wieder und wieder in Erinnerung rufen, von wem die Macht ausgeht!
Bemerkung: Dieser Text nutzt ein klassisches und überholtes Rollenbild, welches klare Grenzen zwischen Männern und Frauen impliziert und sowohl nicht binäre als auch intersexuelle Menschen ignoriert.
Dieses Rollenbild wird herbeigezogen, da es die durchschnittlichen Verhältnisse dieser Gesellschaft widerspiegelt und der Text genau diejenigen Menschen ansprechen soll, welche dieses Rollenbild ausleben.
Quellen:

(1): Penny, L.: Fleischmarkt

(2): Ghodsee, K. R.: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben
@Shell möchte ein weiteres Beispiel für unsere Argumente liefern:

twitter.com/wheelswordsmit…

wheels (@wheelswordsmith):
wait for it..

Auch @hm meint, den #Frauenkampftag für Werbezwecke ausnutzen zu müssen.

@Buchkolumne: „Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, nicht des Marketings.“

twitter.com/Buchkolumne/st…

Karla Paul (@Buchkolumne):
Ihr schädigt mit Fast Fashion die Umwelt, die Gesellschaft u redet bereits jungen Frauen den Massenkonsum ein, von den prekären Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen. Behaltet Eure Werbekampagne auf unsere Kosten. 🤷🏻‍♀️ Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, kein Marketing! twitter.com/hm/status/1235…

Mit dem zweiten Text wollen wir mit den #Rollenbilder.n und Vorurteilen ggü. Frauen aufräumen: twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Anlässlich des #Frauenkampftag.s veröffentlichen wir einen weiteren Text:

Das Leben als Frau – Gefahr durch Rollenbilder, Klischees und Vorurteile.

CW: (sexuelle) Gewalt, Mord, Belästigung, Misogynie, Homo- und Transfeindlichkeit
Unser gestern veröffentlichter Text handelte von der Vereinbarkeit von #Feminismus und Kapitalismus.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Am 8. März ist #Frauenkampftag. Ein mal im Jahr stehen Frauen, die Hälfte aller Menschen, medial im Vordergrund. Mit diesem Text beantworten wir die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus.
Dass dieser Tag irgendwie wichtig ist, das haben auch schon kapitalistische Unternehmen herausgefunden und werden, wie jedes Jahr, besondere Aktionen und Werbespots ‘für die Frau’ liefern. Denn auch für sie ist Feminismus - das ist doch klar - ein sehr wichtiges Thema.
Aber ist es das? Oder wird der 8.03., so wie jedes andere Event, für die eigenen kapitalistischen Interessen ausgenutzt? Können Unternehmen feministische Ziele haben? Wenn ja, sind sie reformistisch oder revolutionär? Ist Feminismus und Kapitalismus vereinbar?
Eine klassische feministische Forderung ist, primär von Frauen ausgeübte unbezahlte Arbeit, gemeint ist Care-Arbeit, zu entlohnen.
Care-Arbeit umfasst nicht nur Hausarbeit, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, für alle da zu sein: Partner und Kinder emotional aufzufangen, Angehörige – auch die des Partners – zu pflegen, Kinder großzuziehen.
Diese Arbeit zu entlohnen wird wohl nicht im Interesse von Unternehmen sein.
Unser kapitalistisches System funktioniert nämlich nur durch Ausbeutung und dazu gehört auch die geschlechtsspezifische Ausbeutung: würden Frauen die unbezahlte Arbeit kollektiv bestreiken, würde das Wirtschaftssystem in direkter Folge kollabieren (1).
Es ist schwer vorstellbar, dass sich Unternehmen dies als Ziel setzen. Ihnen ist also daran gelegen, dass sich Frauen nicht organisieren und nicht von ihrer Macht Gebrauch machen.
Die Freiheit, neben unbezahlter Arbeit, auch der Lohnarbeit nachzugehen, gibt es für Frauen noch nicht sehr lange. Vor ein paar Jahrzehnten mussten Frauen ihre Ehemänner hierfür um Erlaubnis bitten.
Zu dieser Regelung kommt hinzu, dass sich patriarchale Männer weigern, an der unbezahlten Care-Arbeit teilzunehmen oder auch nur das dafür benötigte Wissen zu erlangen. Dadurch sorgen Männer dafür, dass die existierenden Rollen bestehen bleiben.
Gleichzeitig aber verhindern diese Rollen eine Unabhängigkeit der Männer von den Frauen, da sie einen funktionierenden Haushalt selbst nicht erreichen können (1).
Dass sich diese Rollen überhaupt aufgeweicht haben und Frauen der Lohnarbeit nachgehen, haben wir nicht dem Kapitalismus zu verdanken.
In dem Buch “Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben” argumentiert Kristen Ghodsee, dass “die Staatssozialisten in der Sowjetunion und in Osteuropa Frauen derart erfolgreich Möglichkeiten [verschafften], sich außer Haus wirtschaftlich zu betätigen,
Lohnarbeit von

Frauen anfangs […] geradezu als Synonym für die Übel des Kommunismus galt.” (2)
Weil aber die Erfolge der Sowjets, darunter vor allem in der Raumfahrt, dem Westen vor Augen führte, “mit welchen Kosten die Aufrechterhaltung der […] Geschlechterrollen verbunden war” und “man fürchtete, dass die Staatssozialisten bei der Entwicklung neuer Technologien
im Vorteil waren, weil sie über doppelt so viele kluge Köpfe verfügten” – Frauen erhielten wie Männer hohe Bildung – wurden in Amerika der National Defense Education Act verabschiedet und eine “Kommission zur Stellung der Frau” gegründet.
Diese Schritte hatten das Ziel, die Bildung für Frauen zu verbessern und “schufen das Fundament für die spätere Frauenrechtsbewegung” (2).
Der Wandel der Stellung der Frau im westlichen Kapitalismus wurde also vor allem durch die Erfolge der damaligen sozialistischen Staaten vorangetrieben.
Dies führte so weit, dass “die kapitalistischen Länder im Westen [versuchten], die osteuropäischen Länder bei den Frauenrechten zu überflügeln” (2). Die Möglichkeit, als Frau der Lohnarbeit nachzugehen, ist also nicht mit dem kapitalistischen System an sich zu begründen.
Nun leben wir also in einem kapitalistischen System, welches Frauen die Lohnarbeit erlaubt. Unternehmen können nicht wollen, dass die unbezahlte Arbeit entlohnt wird. Es bleiben also nur reformistische Ideen, welche die Nutzung des 8. März durch Unternehmen erklären können.
Der patriarchale Kapitalismus vertritt “die Auffassung, die Arbeit einer Frau sei weniger wert als die eines Mannes” (2). Der Preis (Lohn) der Arbeitskraft wird auf dem Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Weil aber “Arbeitgeber und Kunden der Auffassung sind, [Männer] seien mehr wert,” (2) werden Frauen systemisch benachteiligt. Diese falsche Wertverteilung wird durch das Vorurteil, Frauen seien weniger kompetent, aufrechterhalten.
Ihre Fähigkeiten werden ständig angezweifelt und sie lieber sexualisiert. Für den Arbeitgeber bedeutet die Wertungleichheit, dass er für die faktisch gleiche Arbeitskraft einen geringeren Preis zahlen muss.
In Kombination mit dem in manchen Berufsfeldern starken Gefälle im Geschlechterverhältnis kommt es dazu, dass ‘typische Frauenberufe’ konsequent unterbezahlt sind. Unternehmen haben kein Interesse, mehr als nötig zu bezahlen.
Solange es ein Überangebot gibt, muss die Entlohnung nicht erhöht werden.

Es wäre revolutionär, unbezahlte Care-Arbeit zu entlohnen. Es wäre eine dringend benötigte Reform, die Arbeitskraft vom Geschlecht unabhängig zu machen.
Doch beide Forderungen stehen im Gegensatz zum kapitalistischen Interesse. Kein Unternehmen kann diese Ziele verfolgen.
Die Forderung nach gleicher Entlohnung, unabhängig vom Geschlecht, lässt sich außerdem intersektionell erweitern.

Während der Preis für die Arbeitskraft von Frauen geringer ist als für Männer, wird er für BI_PoC, LGBTIQA* und Menschen mit Behinderung noch weiter gedrückt.
Unternehmen profitieren also von den antifeministischen Zuständen. Der Kapitalismus funktioniert nur durch Ausbeutung und Unterdrückung, was komplementär zu feministischen Grundsätzen steht.
Feminismus heißt immer Antikapitalismus. Kein Mensch sollte aus kapitalistischen Zwängen zu ungewollter Arbeit gedrängt werden.
Feminist*innen müssen sich deshalb organisieren, ihre Macht erkennen und dieses System absetzen.
Schon während den Versuchen, sich zu organisieren, wird sich herausstellen, auf welcher Seite diejenigen Unternehmen, welche jetzt noch den Frauenkampftag für die eigenen Zwecke missbrauchen, wirklich stehen. Sie werden zurückschlagen und jede Form der Organisation unterbinden.
Deshalb müssen sich Frauen wieder und wieder in Erinnerung rufen, von wem die Macht ausgeht!
Bemerkung: Dieser Text nutzt ein klassisches und überholtes Rollenbild, welches klare Grenzen zwischen Männern und Frauen impliziert und sowohl nicht binäre als auch intersexuelle Menschen ignoriert.
Dieses Rollenbild wird herbeigezogen, da es die durchschnittlichen Verhältnisse dieser Gesellschaft widerspiegelt und der Text genau diejenigen Menschen ansprechen soll, welche dieses Rollenbild ausleben.
Quellen:

(1): Penny, L.: Fleischmarkt

(2): Ghodsee, K. R.: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben
@Shell möchte ein weiteres Beispiel für unsere Argumente liefern:

twitter.com/wheelswordsmit…

wheels (@wheelswordsmith):
wait for it..

Auch @hm meint, den #Frauenkampftag für Werbezwecke ausnutzen zu müssen.

@Buchkolumne: „Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, nicht des Marketings.“

twitter.com/Buchkolumne/st…

Karla Paul (@Buchkolumne):
Ihr schädigt mit Fast Fashion die Umwelt, die Gesellschaft u redet bereits jungen Frauen den Massenkonsum ein, von den prekären Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen. Behaltet Eure Werbekampagne auf unsere Kosten. 🤷🏻‍♀️ Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, kein Marketing! twitter.com/hm/status/1235…

Dieser Text beginnt zunächst mit einer Beichte: Ich bin eine Frau! Das ist soweit nicht ungewöhnlich, so machen wir doch etwas mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aus.
Deshalb sollte die Tatsache, dass ich eine Vulva besitze erstmal nebensächlich sein – sagt sie schließlich nichts besonderes über meinen Charakter oder meine Fähigkeiten aus, oder? Oh doch!

Es ist ja nun wirklich allgemein bekannt, dass ich schlecht in Mathe bin!
Dass ich emotional und sensibel bin. Dass mein einziger Traum für die Zukunft ist, zu heiraten und Kinder zu kriegen. Ehefrau und Mutter sein, ist schließlich meine einzig wahre Bestimmung als Frau.
Ich soll lieb und nett sein, harmoniebedürftig und ordentlich; soll tanzen können, mich hübsch anziehen. Schön anzusehen, aber ja nicht zu hören. Ich soll Verwandte pflegen – meine und die meines Ehemannes. Kinder großziehen, eine gute Ehefrau sein.
Keine eigene Meinung haben, mich nicht zu etwas äußern, es sei denn ich unterstütze damit meinen Mann in seiner grenzenlosen Weisheit.

Diese gesellschaftlichen Erwartungen erfülle ich – zum allgemeinen Schrecken – nicht. Ich bin dafür zu laut, zu unbequem, vulgär und unweiblich.
Ein „weiblicher Kerl“. Ich ziehe mich nicht hübsch genug an und bin zu unsensibel und rücksichtslos. Und jetzt muss ich noch etwas gestehen: Ich bin Feministin! Da ist für einige Menschen schon wieder alles klar: Ich bin eine fette, hässliche, keine Männer abkriegende Lesbe.
Außerdem natürlich eine unrasierte alte Jungfer. Das ist natürlich alles ganz schrecklich – außer das mit der Lesbe. Denn lesbische Handlungen, um einen Mann sexuell zu erregen, sind natürlich in Ordnung – sie sind ja schließlich nicht „wirklich“ homosexuell.
Solange ich also heterosexuell und cis bin, ist es geil. Trans, inter oder nicht-binär zu sein, geht sowieso nicht. Gibt‘s ja nicht! Alles was nicht dem cis-Heteronormativ entspricht gilt als Abartigkeit oder Störung.

Dies alles sind Klischees und Vorurteile.
Manches wirkt reaktionär und veraltet, doch viel zu viele Menschen vertreten noch immer solches oder ähnliches Denken. Klassische Rollenverteilung und -bilder sind weit verbreitet.
Das führt bereits in der Kindheit zu einer unterschiedlichen charakterlichen Entwicklung von Mädchen und Jungen. Erstere müssen brav und ruhig sein, sorgsam und kümmernd, während letztere Toben und sich prügeln dürfen.
In der Schule äußert es sich dadurch, dass viele Mädchen denken, sie wären doch eh zu dumm oder nicht in der Lage Fächer wie Mathematik, Physik oder Informatik zu verstehen. Dies spiegelt sich schließlich auch in der niedrigen Frauenquote bei sog. MINT-Berufen wider.
Der gesellschaftliche Druck Mädchen und Frauen ist extrem hoch. Hübsch sein, haarlos sein, schlank sein, noch schlanker sein, Kinder kriegen, Kinder aufziehen. Haushalt, Care-Arbeit, Angehörige pflegen, bestenfalls ein Halbtagsjob dazu.
Möglichst sittsame Jungfrau sein – aber gleichzeitig erfahrene Liebhaberin. Nicht aufreizend anziehen – aber so sexy sein wie möglich. So viele Widersprüche und Erwartungen. Für die eigene Entfaltung bleibt keine Zeit. Dies ist auch nicht der Sinn einer Frau im Patriarchat.
Wir sollen funktionieren und nicht leben. Gehorchen und nicht denken. Hinzu kommt der kapitalistische Leistungsdruck. Schließlich soll jede*r ein produktives Mitglied der „Gemeinschaft“ sein und Steuern zahlen.
Sobald Frauen gegen patriarchale Normen verstoßen, werden sie dafür bestraft.
Misogynie kann jede treffen – egal wie beflissentlich sie sich vorher den Erwartungen gebeugt hat – sobald das fragile männliche Ego beleidigt oder zurückgewiesen wurde, kann sich Frauenhass manifestieren.
Wir müssen das Bild vom bösen, durch und durch verdorbenen Täter, der in Gebüschen kauert ablegen. Diese Vorstellung ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Eine hohe Zahl der Fälle von (sexueller) Gewalt gegen Frauen geht vom direkten Umfeld, meist vom (Ex-)Partner aus.
Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner oder Expartner ermordet, jeden Tag versucht es einer. (ii) Dennoch wird in Deutschland keine eigene Kategorie „Femizide“ erfasst.
Auch die Medien titeln lieber „Familien-“, Beziehungs-“ oder „Eifersuchtsdrama“, anstatt die Taten als das zu benennen, was sie sind: Mord.
Misogyner Mord aus der Ansicht heraus, dass Frauen das Eigentum des Mannes wären; dass er über sie verfügen und besitzen könne, dass er das Recht hätte sie zu bestrafen.
Laut einer EU-Studie von 2014 wurden 35% der Frauen in Deutschland schon Mal Opfer eines sexuellen oder gewalttätigen Übergriffs. Eine Studie des Fam.-Minist. von 2004 berichtet, dass jede siebte Frau vergewaltigt oder sexuell genötigt wird. 77% der Opfer kannten den Täter. (iii)
Die Dunkelziffer bei Sexualdelikten ist jedoch extrem hoch. Es wird geschätzt, dass nur 5-15% der Fälle angezeigt werden. (iv)

Von Frauen in Führungspositionen erlitten sogar 75% sexuelle Belästigung. (v)
Diese enorme Zahl verdeutlicht, dass das Patriarchat seine Macht nicht teilen will. Frauen sollen nicht aufsteigen, wenn sie es doch tun, werden sie dafür bestraft. Toxische Männlichkeit duldet keine Freuen als gleichberechtigt oder gar als Vorgesetzte.
Als Angestellte sind Frauen Übergriffen noch schutzloser ausgeliefert. Machtgefälle oder Verbrüderung halten sie davon ab, von Vorfällen zu berichten, bzw. verhindern Konsequenzen. Täter werden gedeckt, das Opfer bestraft.
Victim blaming scheint in unserer Gesellschaft leider Standard zu sein. Trotz der enormen Zahl der Übergriffe, neigen viele Menschen dazu, mit dem Täter zu sympathisieren.
Frauen werden danach beurteilt, welche Kleidung (oder Unterwäsche) sie zum Zeitpunkt der Gewalt an hatten, wie sie sich benommen haben und wie nüchtern sie waren. Als wären knappe Kleidung, Flirten oder Drogenkonsum ein legitimer Grund vergewaltigt zu werden.
Nicht nur im rechten Spektrum, sondern auch in der viel beschworenen „bürgerlichen Mitte“ dominieren diese Ansichten.
Besonders letztere, die sich – in ihren Augen – so sehr für ihre liberale kapitalistische Gesellschaft einsetzen und sich auf dabei das Grundgesetz berufen, verkennen dabei dessen Inhalt. Menschenrechte gelten für alle.
Egal welches Geschlecht, welche Sexualität, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder was weiß ich die Menschen haben. Doch sobald es um LGBTIQ*- und BiPoC–Rechte oder gar um Geflüchtete geht, wird das GG ganz schnell vergessen.
Menschenrechte ja - aber doch bitte nur für weiße heterosexuelle cis-Männer, deren Familien seit mind. 10 Generationen im selben Kaff wohnen.
Wenn ein paar weiße Rentner*innen, wegen eines Motorschadens, für ein paar Stunden auf einem Kreuzfahrtschiff festsitzen, werden sie per Helikopter ans Festland geflogen und in den Nachrichten erwähnt. (vi)
Aber dass zehntausende Menschen im Mittelmeer ertrinken (vii) und in der Wüste verdursten (viii), weil sie lieber sterben als die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa aufzugeben, ist das – wenn überhaupt noch – eine Randnotiz in der Zeitung.
Aktuell wird an der griechischen Grenze mit Tränengasgranaten und Gummiprojektilen geschossen, die tödlich sein können. Schutzsuchende geben an, dass bereits drei Geflüchtete gestorben sein sollen. (ix)
Auf Lesbos werden Migrant*innen, Journalist*innen, NGO-Mitarbeiter*innen und Linke von rechten Bürgerwehren terrorisiert und angegriffen. (x) Im Kapitalismus sind Menschenrechte oder gar Menschenleben im Vergleich zum Profit eben nichts wert.
Quellen:

i welt.de/wirtschaft/bil…

ii onebillionrising.de/femizid-opfer-…

iii sueddeutsche.de/panorama/verge…

iv frauen-gegen-gewalt.de/de/was-ist-das…

v fr.de/meinung/sexuel…

vi sueddeutsche.de/panorama/vikin… vii zeit.de/gesellschaft/z…

viii spiegel.de/politik/auslan…

ix anfdeutsch.com/aktuelles/grie…

x tagesschau.de/ausland/lesbos…

Open Lecture - internat. #Frauenkampftag/Womens Fight Day - Aktion zum morgigen Frauentag in #Wuerzburg.

Vor 110 Jahren schlug die Kommunistin Clara Zetkin zum ersten Mal einen internationalen Frauentag vor. Am 19. März 1911 wurde in einigen Ländern der erste Frauentag gefeiert. Mit dem Datum stellte man sich bewusst in die Tradition der Pariser Kommune, deren Gedenktag am 18. März heute noch als Tag der politischen Gefangenen abgehalten wird. Seit den 1920er Jahren wird der kommunistische Frauentag am 8. März gefeiert. Schon vor knapp 100 Jahren forderten Frauen soziale Rechte, bessere Arbeitsbedingungen und das Recht auf Abtreibung. Seit nun mehr fast 100 Jahren gehen am 8. März Frauen auf der ganzen Welt auf die Straße um für eine soziale Gesellschaft und gegen das Patriarchat zu demonstrieren. Im vergangenen Jahr mobilisierte die feministische Gruppe MissMutig über 300 Menschen zu einer legendär kraftvollen Demonstration. In diesem Jahr findet in Würzburg eine Lesung am Domplatz statt. Die Feminist*innen laden ein von 13 bis 18 Uhr an der offenen Lesung teilzunehmen. Sie möchten “emanzipatorische Lieblingstexte vorlesen, Platz machen für verschiedene Stimmen und Geschichten, die gehört werden sollen.” Jede*r kann eigene Texte mitbringen oder einfach nur zum zuhören vorbeikommen.

demosphere-Event: wuerzburg.demosphere.net/event/2390

Facebook-Event: facebook.com/events/6266877…

Anlässlich des #Frauenkampftag.s veröffentlichen wir einen weiteren Text:

Das Leben als Frau – Gefahr durch Rollenbilder, Klischees und Vorurteile.

CW: (sexuelle) Gewalt, Mord, Belästigung, Misogynie, Homo- und Transfeindlichkeit Unser gestern veröffentlichter Text handelte von der Vereinbarkeit von #Feminismus und Kapitalismus.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Am 8. März ist #Frauenkampftag. Ein mal im Jahr stehen Frauen, die Hälfte aller Menschen, medial im Vordergrund. Mit diesem Text beantworten wir die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus.
Dass dieser Tag irgendwie wichtig ist, das haben auch schon kapitalistische Unternehmen herausgefunden und werden, wie jedes Jahr, besondere Aktionen und Werbespots ‘für die Frau’ liefern. Denn auch für sie ist Feminismus - das ist doch klar - ein sehr wichtiges Thema.
Aber ist es das? Oder wird der 8.03., so wie jedes andere Event, für die eigenen kapitalistischen Interessen ausgenutzt? Können Unternehmen feministische Ziele haben? Wenn ja, sind sie reformistisch oder revolutionär? Ist Feminismus und Kapitalismus vereinbar?
Eine klassische feministische Forderung ist, primär von Frauen ausgeübte unbezahlte Arbeit, gemeint ist Care-Arbeit, zu entlohnen.
Care-Arbeit umfasst nicht nur Hausarbeit, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, für alle da zu sein: Partner und Kinder emotional aufzufangen, Angehörige – auch die des Partners – zu pflegen, Kinder großzuziehen.
Diese Arbeit zu entlohnen wird wohl nicht im Interesse von Unternehmen sein.
Unser kapitalistisches System funktioniert nämlich nur durch Ausbeutung und dazu gehört auch die geschlechtsspezifische Ausbeutung: würden Frauen die unbezahlte Arbeit kollektiv bestreiken, würde das Wirtschaftssystem in direkter Folge kollabieren (1).
Es ist schwer vorstellbar, dass sich Unternehmen dies als Ziel setzen. Ihnen ist also daran gelegen, dass sich Frauen nicht organisieren und nicht von ihrer Macht Gebrauch machen.
Die Freiheit, neben unbezahlter Arbeit, auch der Lohnarbeit nachzugehen, gibt es für Frauen noch nicht sehr lange. Vor ein paar Jahrzehnten mussten Frauen ihre Ehemänner hierfür um Erlaubnis bitten.
Zu dieser Regelung kommt hinzu, dass sich patriarchale Männer weigern, an der unbezahlten Care-Arbeit teilzunehmen oder auch nur das dafür benötigte Wissen zu erlangen. Dadurch sorgen Männer dafür, dass die existierenden Rollen bestehen bleiben.
Gleichzeitig aber verhindern diese Rollen eine Unabhängigkeit der Männer von den Frauen, da sie einen funktionierenden Haushalt selbst nicht erreichen können (1).
Dass sich diese Rollen überhaupt aufgeweicht haben und Frauen der Lohnarbeit nachgehen, haben wir nicht dem Kapitalismus zu verdanken.
In dem Buch “Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben” argumentiert Kristen Ghodsee, dass “die Staatssozialisten in der Sowjetunion und in Osteuropa Frauen derart erfolgreich Möglichkeiten [verschafften], sich außer Haus wirtschaftlich zu betätigen,
Lohnarbeit von

Frauen anfangs […] geradezu als Synonym für die Übel des Kommunismus galt.” (2)
Weil aber die Erfolge der Sowjets, darunter vor allem in der Raumfahrt, dem Westen vor Augen führte, “mit welchen Kosten die Aufrechterhaltung der […] Geschlechterrollen verbunden war” und “man fürchtete, dass die Staatssozialisten bei der Entwicklung neuer Technologien
im Vorteil waren, weil sie über doppelt so viele kluge Köpfe verfügten” – Frauen erhielten wie Männer hohe Bildung – wurden in Amerika der National Defense Education Act verabschiedet und eine “Kommission zur Stellung der Frau” gegründet.
Diese Schritte hatten das Ziel, die Bildung für Frauen zu verbessern und “schufen das Fundament für die spätere Frauenrechtsbewegung” (2).
Der Wandel der Stellung der Frau im westlichen Kapitalismus wurde also vor allem durch die Erfolge der damaligen sozialistischen Staaten vorangetrieben.
Dies führte so weit, dass “die kapitalistischen Länder im Westen [versuchten], die osteuropäischen Länder bei den Frauenrechten zu überflügeln” (2). Die Möglichkeit, als Frau der Lohnarbeit nachzugehen, ist also nicht mit dem kapitalistischen System an sich zu begründen.
Nun leben wir also in einem kapitalistischen System, welches Frauen die Lohnarbeit erlaubt. Unternehmen können nicht wollen, dass die unbezahlte Arbeit entlohnt wird. Es bleiben also nur reformistische Ideen, welche die Nutzung des 8. März durch Unternehmen erklären können.
Der patriarchale Kapitalismus vertritt “die Auffassung, die Arbeit einer Frau sei weniger wert als die eines Mannes” (2). Der Preis (Lohn) der Arbeitskraft wird auf dem Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Weil aber “Arbeitgeber und Kunden der Auffassung sind, [Männer] seien mehr wert,” (2) werden Frauen systemisch benachteiligt. Diese falsche Wertverteilung wird durch das Vorurteil, Frauen seien weniger kompetent, aufrechterhalten.
Ihre Fähigkeiten werden ständig angezweifelt und sie lieber sexualisiert. Für den Arbeitgeber bedeutet die Wertungleichheit, dass er für die faktisch gleiche Arbeitskraft einen geringeren Preis zahlen muss.
In Kombination mit dem in manchen Berufsfeldern starken Gefälle im Geschlechterverhältnis kommt es dazu, dass ‘typische Frauenberufe’ konsequent unterbezahlt sind. Unternehmen haben kein Interesse, mehr als nötig zu bezahlen.
Solange es ein Überangebot gibt, muss die Entlohnung nicht erhöht werden.

Es wäre revolutionär, unbezahlte Care-Arbeit zu entlohnen. Es wäre eine dringend benötigte Reform, die Arbeitskraft vom Geschlecht unabhängig zu machen.
Doch beide Forderungen stehen im Gegensatz zum kapitalistischen Interesse. Kein Unternehmen kann diese Ziele verfolgen.
Die Forderung nach gleicher Entlohnung, unabhängig vom Geschlecht, lässt sich außerdem intersektionell erweitern.

Während der Preis für die Arbeitskraft von Frauen geringer ist als für Männer, wird er für BI_PoC, LGBTIQA* und Menschen mit Behinderung noch weiter gedrückt.
Unternehmen profitieren also von den antifeministischen Zuständen. Der Kapitalismus funktioniert nur durch Ausbeutung und Unterdrückung, was komplementär zu feministischen Grundsätzen steht.
Feminismus heißt immer Antikapitalismus. Kein Mensch sollte aus kapitalistischen Zwängen zu ungewollter Arbeit gedrängt werden.
Feminist*innen müssen sich deshalb organisieren, ihre Macht erkennen und dieses System absetzen.
Schon während den Versuchen, sich zu organisieren, wird sich herausstellen, auf welcher Seite diejenigen Unternehmen, welche jetzt noch den Frauenkampftag für die eigenen Zwecke missbrauchen, wirklich stehen. Sie werden zurückschlagen und jede Form der Organisation unterbinden.
Deshalb müssen sich Frauen wieder und wieder in Erinnerung rufen, von wem die Macht ausgeht!
Bemerkung: Dieser Text nutzt ein klassisches und überholtes Rollenbild, welches klare Grenzen zwischen Männern und Frauen impliziert und sowohl nicht binäre als auch intersexuelle Menschen ignoriert.
Dieses Rollenbild wird herbeigezogen, da es die durchschnittlichen Verhältnisse dieser Gesellschaft widerspiegelt und der Text genau diejenigen Menschen ansprechen soll, welche dieses Rollenbild ausleben.
Quellen:

(1): Penny, L.: Fleischmarkt

(2): Ghodsee, K. R.: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben
@Shell möchte ein weiteres Beispiel für unsere Argumente liefern:

twitter.com/wheelswordsmit…

wheels (@wheelswordsmith):
wait for it..

Auch @hm meint, den #Frauenkampftag für Werbezwecke ausnutzen zu müssen.

@Buchkolumne: „Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, nicht des Marketings.“

twitter.com/Buchkolumne/st…

Karla Paul (@Buchkolumne):
Ihr schädigt mit Fast Fashion die Umwelt, die Gesellschaft u redet bereits jungen Frauen den Massenkonsum ein, von den prekären Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen. Behaltet Eure Werbekampagne auf unsere Kosten. 🤷🏻‍♀️ Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, kein Marketing! twitter.com/hm/status/1235…

Dieser Text beginnt zunächst mit einer Beichte: Ich bin eine Frau! Das ist soweit nicht ungewöhnlich, so machen wir doch etwas mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Deshalb sollte die Tatsache, dass ich eine Vulva besitze erstmal nebensächlich sein – sagt sie schließlich nichts besonderes über meinen Charakter oder meine Fähigkeiten aus, oder? Oh doch!

Es ist ja nun wirklich allgemein bekannt, dass ich schlecht in Mathe bin! Dass ich emotional und sensibel bin. Dass mein einziger Traum für die Zukunft ist, zu heiraten und Kinder zu kriegen. Ehefrau und Mutter sein, ist schließlich meine einzig wahre Bestimmung als Frau. Ich soll lieb und nett sein, harmoniebedürftig und ordentlich; soll tanzen können, mich hübsch anziehen. Schön anzusehen, aber ja nicht zu hören. Ich soll Verwandte pflegen – meine und die meines Ehemannes. Kinder großziehen, eine gute Ehefrau sein. Keine eigene Meinung haben, mich nicht zu etwas äußern, es sei denn ich unterstütze damit meinen Mann in seiner grenzenlosen Weisheit.

Diese gesellschaftlichen Erwartungen erfülle ich – zum allgemeinen Schrecken – nicht. Ich bin dafür zu laut, zu unbequem, vulgär und unweiblich. Ein „weiblicher Kerl“. Ich ziehe mich nicht hübsch genug an und bin zu unsensibel und rücksichtslos. Und jetzt muss ich noch etwas gestehen: Ich bin Feministin! Da ist für einige Menschen schon wieder alles klar: Ich bin eine fette, hässliche, keine Männer abkriegende Lesbe. Außerdem natürlich eine unrasierte alte Jungfer. Das ist natürlich alles ganz schrecklich – außer das mit der Lesbe. Denn lesbische Handlungen, um einen Mann sexuell zu erregen, sind natürlich in Ordnung – sie sind ja schließlich nicht „wirklich“ homosexuell. Solange ich also heterosexuell und cis bin, ist es geil. Trans, inter oder nicht-binär zu sein, geht sowieso nicht. Gibt‘s ja nicht! Alles was nicht dem cis-Heteronormativ entspricht gilt als Abartigkeit oder Störung.

Dies alles sind Klischees und Vorurteile. Manches wirkt reaktionär und veraltet, doch viel zu viele Menschen vertreten noch immer solches oder ähnliches Denken. Klassische Rollenverteilung und -bilder sind weit verbreitet. Das führt bereits in der Kindheit zu einer unterschiedlichen charakterlichen Entwicklung von Mädchen und Jungen. Erstere müssen brav und ruhig sein, sorgsam und kümmernd, während letztere Toben und sich prügeln dürfen. In der Schule äußert es sich dadurch, dass viele Mädchen denken, sie wären doch eh zu dumm oder nicht in der Lage Fächer wie Mathematik, Physik oder Informatik zu verstehen. Dies spiegelt sich schließlich auch in der niedrigen Frauenquote bei sog. MINT-Berufen wider. Der gesellschaftliche Druck Mädchen und Frauen ist extrem hoch. Hübsch sein, haarlos sein, schlank sein, noch schlanker sein, Kinder kriegen, Kinder aufziehen. Haushalt, Care-Arbeit, Angehörige pflegen, bestenfalls ein Halbtagsjob dazu. Möglichst sittsame Jungfrau sein – aber gleichzeitig erfahrene Liebhaberin. Nicht aufreizend anziehen – aber so sexy sein wie möglich. So viele Widersprüche und Erwartungen. Für die eigene Entfaltung bleibt keine Zeit. Dies ist auch nicht der Sinn einer Frau im Patriarchat. Wir sollen funktionieren und nicht leben. Gehorchen und nicht denken. Hinzu kommt der kapitalistische Leistungsdruck. Schließlich soll jede*r ein produktives Mitglied der „Gemeinschaft“ sein und Steuern zahlen. Sobald Frauen gegen patriarchale Normen verstoßen, werden sie dafür bestraft. Misogynie kann jede treffen – egal wie beflissentlich sie sich vorher den Erwartungen gebeugt hat – sobald das fragile männliche Ego beleidigt oder zurückgewiesen wurde, kann sich Frauenhass manifestieren. Wir müssen das Bild vom bösen, durch und durch verdorbenen Täter, der in Gebüschen kauert ablegen. Diese Vorstellung ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Eine hohe Zahl der Fälle von (sexueller) Gewalt gegen Frauen geht vom direkten Umfeld, meist vom (Ex-)Partner aus. Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner oder Expartner ermordet, jeden Tag versucht es einer. (ii) Dennoch wird in Deutschland keine eigene Kategorie „Femizide“ erfasst. Auch die Medien titeln lieber „Familien-“, Beziehungs-“ oder „Eifersuchtsdrama“, anstatt die Taten als das zu benennen, was sie sind: Mord. Misogyner Mord aus der Ansicht heraus, dass Frauen das Eigentum des Mannes wären; dass er über sie verfügen und besitzen könne, dass er das Recht hätte sie zu bestrafen. Laut einer EU-Studie von 2014 wurden 35% der Frauen in Deutschland schon Mal Opfer eines sexuellen oder gewalttätigen Übergriffs. Eine Studie des Fam.-Minist. von 2004 berichtet, dass jede siebte Frau vergewaltigt oder sexuell genötigt wird. 77% der Opfer kannten den Täter. (iii) Die Dunkelziffer bei Sexualdelikten ist jedoch extrem hoch. Es wird geschätzt, dass nur 5-15% der Fälle angezeigt werden. (iv)

Von Frauen in Führungspositionen erlitten sogar 75% sexuelle Belästigung. (v) Diese enorme Zahl verdeutlicht, dass das Patriarchat seine Macht nicht teilen will. Frauen sollen nicht aufsteigen, wenn sie es doch tun, werden sie dafür bestraft. Toxische Männlichkeit duldet keine Freuen als gleichberechtigt oder gar als Vorgesetzte. Als Angestellte sind Frauen Übergriffen noch schutzloser ausgeliefert. Machtgefälle oder Verbrüderung halten sie davon ab, von Vorfällen zu berichten, bzw. verhindern Konsequenzen. Täter werden gedeckt, das Opfer bestraft. Victim blaming scheint in unserer Gesellschaft leider Standard zu sein. Trotz der enormen Zahl der Übergriffe, neigen viele Menschen dazu, mit dem Täter zu sympathisieren. Frauen werden danach beurteilt, welche Kleidung (oder Unterwäsche) sie zum Zeitpunkt der Gewalt an hatten, wie sie sich benommen haben und wie nüchtern sie waren. Als wären knappe Kleidung, Flirten oder Drogenkonsum ein legitimer Grund vergewaltigt zu werden. Nicht nur im rechten Spektrum, sondern auch in der viel beschworenen „bürgerlichen Mitte“ dominieren diese Ansichten. Besonders letztere, die sich – in ihren Augen – so sehr für ihre liberale kapitalistische Gesellschaft einsetzen und sich auf dabei das Grundgesetz berufen, verkennen dabei dessen Inhalt. Menschenrechte gelten für alle. Egal welches Geschlecht, welche Sexualität, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder was weiß ich die Menschen haben. Doch sobald es um LGBTIQ*- und BiPoC–Rechte oder gar um Geflüchtete geht, wird das GG ganz schnell vergessen. Menschenrechte ja - aber doch bitte nur für weiße heterosexuelle cis-Männer, deren Familien seit mind. 10 Generationen im selben Kaff wohnen. Wenn ein paar weiße Rentner*innen, wegen eines Motorschadens, für ein paar Stunden auf einem Kreuzfahrtschiff festsitzen, werden sie per Helikopter ans Festland geflogen und in den Nachrichten erwähnt. (vi) Aber dass zehntausende Menschen im Mittelmeer ertrinken (vii) und in der Wüste verdursten (viii), weil sie lieber sterben als die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa aufzugeben, ist das – wenn überhaupt noch – eine Randnotiz in der Zeitung. Aktuell wird an der griechischen Grenze mit Tränengasgranaten und Gummiprojektilen geschossen, die tödlich sein können. Schutzsuchende geben an, dass bereits drei Geflüchtete gestorben sein sollen. (ix) Auf Lesbos werden Migrant*innen, Journalist*innen, NGO-Mitarbeiter*innen und Linke von rechten Bürgerwehren terrorisiert und angegriffen. (x) Im Kapitalismus sind Menschenrechte oder gar Menschenleben im Vergleich zum Profit eben nichts wert. Quellen:

i welt.de/wirtschaft/bil…

ii onebillionrising.de/femizid-opfer-…

iii sueddeutsche.de/panorama/verge…

iv frauen-gegen-gewalt.de/de/was-ist-das…

v fr.de/meinung/sexuel…

vi sueddeutsche.de/panorama/vikin… vii zeit.de/gesellschaft/z…

viii spiegel.de/politik/auslan…

ix anfdeutsch.com/aktuelles/grie…

x tagesschau.de/ausland/lesbos…

Am 8. März ist #Frauenkampftag. Ein mal im Jahr stehen Frauen, die Hälfte aller Menschen, medial im Vordergrund. Mit diesem Text beantworten wir die Frage nach der Vereinbarkeit von #Feminismus und #Kapitalismus. Dass dieser Tag irgendwie wichtig ist, das haben auch schon kapitalistische Unternehmen herausgefunden und werden, wie jedes Jahr, besondere Aktionen und Werbespots ‘für die Frau’ liefern. Denn auch für sie ist Feminismus - das ist doch klar - ein sehr wichtiges Thema. Aber ist es das? Oder wird der 8.03., so wie jedes andere Event, für die eigenen kapitalistischen Interessen ausgenutzt? Können Unternehmen feministische Ziele haben? Wenn ja, sind sie reformistisch oder revolutionär? Ist Feminismus und Kapitalismus vereinbar? Eine klassische feministische Forderung ist, primär von Frauen ausgeübte unbezahlte Arbeit, gemeint ist Care-Arbeit, zu entlohnen. Care-Arbeit umfasst nicht nur Hausarbeit, sondern auch die allgemeine Verpflichtung, für alle da zu sein: Partner und Kinder emotional aufzufangen, Angehörige – auch die des Partners – zu pflegen, Kinder großzuziehen. Diese Arbeit zu entlohnen wird wohl nicht im Interesse von Unternehmen sein. Unser kapitalistisches System funktioniert nämlich nur durch Ausbeutung und dazu gehört auch die geschlechtsspezifische Ausbeutung: würden Frauen die unbezahlte Arbeit kollektiv bestreiken, würde das Wirtschaftssystem in direkter Folge kollabieren (1). Es ist schwer vorstellbar, dass sich Unternehmen dies als Ziel setzen. Ihnen ist also daran gelegen, dass sich Frauen nicht organisieren und nicht von ihrer Macht Gebrauch machen. Die Freiheit, neben unbezahlter Arbeit, auch der Lohnarbeit nachzugehen, gibt es für Frauen noch nicht sehr lange. Vor ein paar Jahrzehnten mussten Frauen ihre Ehemänner hierfür um Erlaubnis bitten. Zu dieser Regelung kommt hinzu, dass sich patriarchale Männer weigern, an der unbezahlten Care-Arbeit teilzunehmen oder auch nur das dafür benötigte Wissen zu erlangen. Dadurch sorgen Männer dafür, dass die existierenden Rollen bestehen bleiben. Gleichzeitig aber verhindern diese Rollen eine Unabhängigkeit der Männer von den Frauen, da sie einen funktionierenden Haushalt selbst nicht erreichen können (1). Dass sich diese Rollen überhaupt aufgeweicht haben und Frauen der Lohnarbeit nachgehen, haben wir nicht dem Kapitalismus zu verdanken. In dem Buch “Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben” argumentiert Kristen Ghodsee, dass “die Staatssozialisten in der Sowjetunion und in Osteuropa Frauen derart erfolgreich Möglichkeiten [verschafften], sich außer Haus wirtschaftlich zu betätigen, Lohnarbeit von

Frauen anfangs […] geradezu als Synonym für die Übel des Kommunismus galt.” (2) Weil aber die Erfolge der Sowjets, darunter vor allem in der Raumfahrt, dem Westen vor Augen führte, “mit welchen Kosten die Aufrechterhaltung der […] Geschlechterrollen verbunden war” und “man fürchtete, dass die Staatssozialisten bei der Entwicklung neuer Technologien im Vorteil waren, weil sie über doppelt so viele kluge Köpfe verfügten” – Frauen erhielten wie Männer hohe Bildung – wurden in Amerika der National Defense Education Act verabschiedet und eine “Kommission zur Stellung der Frau” gegründet. Diese Schritte hatten das Ziel, die Bildung für Frauen zu verbessern und “schufen das Fundament für die spätere Frauenrechtsbewegung” (2). Der Wandel der Stellung der Frau im westlichen Kapitalismus wurde also vor allem durch die Erfolge der damaligen sozialistischen Staaten vorangetrieben. Dies führte so weit, dass “die kapitalistischen Länder im Westen [versuchten], die osteuropäischen Länder bei den Frauenrechten zu überflügeln” (2). Die Möglichkeit, als Frau der Lohnarbeit nachzugehen, ist also nicht mit dem kapitalistischen System an sich zu begründen. Nun leben wir also in einem kapitalistischen System, welches Frauen die Lohnarbeit erlaubt. Unternehmen können nicht wollen, dass die unbezahlte Arbeit entlohnt wird. Es bleiben also nur reformistische Ideen, welche die Nutzung des 8. März durch Unternehmen erklären können. Der patriarchale Kapitalismus vertritt “die Auffassung, die Arbeit einer Frau sei weniger wert als die eines Mannes” (2). Der Preis (Lohn) der Arbeitskraft wird auf dem Arbeitsmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Weil aber “Arbeitgeber und Kunden der Auffassung sind, [Männer] seien mehr wert,” (2) werden Frauen systemisch benachteiligt. Diese falsche Wertverteilung wird durch das Vorurteil, Frauen seien weniger kompetent, aufrechterhalten. Ihre Fähigkeiten werden ständig angezweifelt und sie lieber sexualisiert. Für den Arbeitgeber bedeutet die Wertungleichheit, dass er für die faktisch gleiche Arbeitskraft einen geringeren Preis zahlen muss. In Kombination mit dem in manchen Berufsfeldern starken Gefälle im Geschlechterverhältnis kommt es dazu, dass ‘typische Frauenberufe’ konsequent unterbezahlt sind. Unternehmen haben kein Interesse, mehr als nötig zu bezahlen. Solange es ein Überangebot gibt, muss die Entlohnung nicht erhöht werden.

Es wäre revolutionär, unbezahlte Care-Arbeit zu entlohnen. Es wäre eine dringend benötigte Reform, die Arbeitskraft vom Geschlecht unabhängig zu machen. Doch beide Forderungen stehen im Gegensatz zum kapitalistischen Interesse. Kein Unternehmen kann diese Ziele verfolgen. Die Forderung nach gleicher Entlohnung, unabhängig vom Geschlecht, lässt sich außerdem intersektionell erweitern.

Während der Preis für die Arbeitskraft von Frauen geringer ist als für Männer, wird er für BI_PoC, LGBTIQA* und Menschen mit Behinderung noch weiter gedrückt. Unternehmen profitieren also von den antifeministischen Zuständen. Der Kapitalismus funktioniert nur durch Ausbeutung und Unterdrückung, was komplementär zu feministischen Grundsätzen steht. Feminismus heißt immer Antikapitalismus. Kein Mensch sollte aus kapitalistischen Zwängen zu ungewollter Arbeit gedrängt werden. Feminist*innen müssen sich deshalb organisieren, ihre Macht erkennen und dieses System absetzen. Schon während den Versuchen, sich zu organisieren, wird sich herausstellen, auf welcher Seite diejenigen Unternehmen, welche jetzt noch den Frauenkampftag für die eigenen Zwecke missbrauchen, wirklich stehen. Sie werden zurückschlagen und jede Form der Organisation unterbinden. Deshalb müssen sich Frauen wieder und wieder in Erinnerung rufen, von wem die Macht ausgeht! Bemerkung: Dieser Text nutzt ein klassisches und überholtes Rollenbild, welches klare Grenzen zwischen Männern und Frauen impliziert und sowohl nicht binäre als auch intersexuelle Menschen ignoriert. Dieses Rollenbild wird herbeigezogen, da es die durchschnittlichen Verhältnisse dieser Gesellschaft widerspiegelt und der Text genau diejenigen Menschen ansprechen soll, welche dieses Rollenbild ausleben. Quellen:

(1): Penny, L.: Fleischmarkt

(2): Ghodsee, K. R.: Warum Frauen im Sozialismus besseren Sex haben @Shell möchte ein weiteres Beispiel für unsere Argumente liefern:

twitter.com/wheelswordsmit…

wheels (@wheelswordsmith):
wait for it..

Auch @hm meint, den #Frauenkampftag für Werbezwecke ausnutzen zu müssen.

@Buchkolumne: „Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, nicht des Marketings.“

twitter.com/Buchkolumne/st…

Karla Paul (@Buchkolumne):
Ihr schädigt mit Fast Fashion die Umwelt, die Gesellschaft u redet bereits jungen Frauen den Massenkonsum ein, von den prekären Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen. Behaltet Eure Werbekampagne auf unsere Kosten. 🤷🏻‍♀️ Der Frauentag ist ein Kampftag zur Veränderung, kein Marketing! twitter.com/hm/status/1235…

Nachträglich: Frohes Neues!

2019 war für uns alle ein aufregendes Jahr. Terror von rechts, der Krieg gegen #Rojava, die sich zuspitzende Klimakrise und die Wahlerfolge der #noAfD haben uns alle aufgewühlt. Dennoch haben wir versucht, euch auch die widerständigen, schönen Bilder aus unserer Stadt zu zeigen. In Würzburg gingen mehrmals Tausende mit @F4F_wuerzburg auf die Straße (Im September 8.000 und im November 5.000).

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Unser Bericht zum heutigen #Klimastreik
Die ganze Stadt war auf den Beinen und folgte dem Aufruf von @F4F_wuerzburg, um endlich einen Wandel in der Klimapolitik zu fordern. Am Bahnhof versammelten sich ab 11 Uhr mittags gut 8.000 Menschen und zogen am Quellbachparkhaus vorbei zum Berliner Ring.
Als die Demonstration in die Ludwigstraße einbog, stand der Demobeginn noch an der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof.

Die Demonstrierenden bestreikten Schule und Arbeit oder hatten sich für die globale Großdemo frei genommen.
Besonders krass ist die Zahl, wenn man bedenkt, dass auch im Umkreis gestreikt und demonstriert wird. In Schweinfurt, Kitzingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Lohr, Aschaffenburg, Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim gingen ebenfalls Hunderte bis Tausende auf die Straßen.
Unter den mittlerweile bekannten Rufen „What do we want – Climate justice!“ und „Hopp hopp hopp Kohlestopp“ zog der beeindruckende Demozug über Theater- und Eichhornstraße zum Oberen Markt. Die Zwischenkundgebung musste wegen des gewaltigen Andrangs abgesagt werden.
Mobilisiert hatten alle Würzburger Klimagruppen. @EGwuerzburg, @XR_Wuerzburg und @keinhektarmehr hatten einen antikapitalistischen Block gebildet. Mit weißen Maler*innenanzügen machten sie auf ihre direkten Aktionen in den Kohleabbaugruben aufmerksam.
Auch @vkwue_jetzt, die mit ihrem Radentscheid ein fahrradfreundliches Würzburg erreichen wollen beteiligten sich mit vielen Menschen. Neben Umweltgruppen wie @GreenpeaceWue, beteiligten sich auch Gruppen, die für vegane Ernährung eintreten. Bspw. Watu und Veganes Würzburg
Dass Klimaschutz nicht gegen soziale Themen ausgespielt werden kann ist fast allen klar. Die Gewerkschaften mobilisierten ebenfalls zu der Demonstration. Es waren Leute der @DeineEVG und des @dgbbayern auf der Straße.
Die @IGMetall Würzburg lief hinter einem „There are no jobs on a dead planet!“-Banner. Ein Querschnitt der Gesellschaft war auf der Straße.
Der antikapitalistische Block rief laut „A- Anti-Anticapitalista“ und forderte auf vielen Schildern Klimaschutz nicht gegen Menschenrechte und soziale Rechte auszuspielen. Schon länger ist bekannt, dass Klimaschutz ohne einen Sturz des kapitalistischen Systems nicht möglich ist.
Als die Demonstration am Unteren Markt ankam, waren die letzten Demonstrant*innen erst in der Eichhornstraße. Die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Karmelitenstraße waren zu diesem Zeitpunkt voller Menschen.
Bei der ganzen Demonstration war übrigens keine einzige Parteifahne zu sehen, auch wenn sich Landtagsabgeordnete der Grünen und eine Bundestagsabgeordnete der Linken beteiligten.
Bei der Abschlusskundgebung zeigte sich das Orga-Team von @F4F_wuerzburg beeindruckt von der Menge am Marktplatz. Trotz der Masse waren die Reden gut zu verstehen. Der erste Redner sprach von den Anfängen der Bewegung: „Ein Freund erzählte mir von „dem großen Ding“.
„Es ging alles los mit einer Whatsapp-Gruppe mit 200 Leuten“. Mittlerweile fühle sich die ganze Gesellschaft als Umwelt- und Klimaschützer. „Markus Söder umarmt Bäume und wir führen endlose Debatten um eine CO2-Steuer“, sagte er.
„Anscheinend haben sie es noch nicht verstanden. Wir brauchen ein flächendeckendes Umdenken!“
Danach redete eine Mutter, die „stolz“ ist auf ihre „schulschwänzenden Kinder“. Sie könne es nicht fassen, dass immer noch Kohle abgebaut wird. „Wir müssen kämpfen, dass endlich die Kohle abgestellt wird. Wir sind eine Menge und können etwas bewegen“, rief sie.
In der dritten Rede sprach ein Physiker von @sciforfuture: „Schon 1972 war bekannt, dass Wachstum nicht unendlich möglich ist“. Die Grenzen seien noch weit weg gewesen. Doch schon die beinahe Katastrophe durch das Ozon-schädliche FCKW sei durch direkte Maßnahmen beendet worden.
Diesmal werde es schwer, die Katastrophe abzuwenden. „Die Erde hat sich bereits um ein Grad erwärmt. Ende des Jahrhunderts werden es vermutlich drei Grad, wenn sich nicht sofort etwas ändert“, meinte er.
Die Maßnahmen seien bekannt: Weniger Fliegen, Weniger Fleisch, Keine Kohlekraft und eine Verkehrswende. „Es ist Zeit zu handeln“, appelierte er.
Auch in der vierten Rede wurde gefordert „endlich Taten folgen zu lassen“. „Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie und kostenlosen ÖPNV“, forderte sie. Am Ende wurde das alte italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ gesungen und die Demomenge löste sich langsam auf.
Würzburg hat heute eine der größten Demonstrationen seiner Geschichte gesehen. Damit ist diese Demonstration aber nur ein kleiner Teil einer globalen Bewegung die heute Millionen auf die Straße brachte.
Der Druck der Bevölkerung ist da. Jetzt müssen auch die wenigen Profiteure der Klimakrise endlich einsehen, dass ihre Zeit langsam um ist. System change not climate change!
Die Demo ist nur der Auftakt von vielen Aktionen gegen die Klimakrise in der Region. Morgen findet der autofreie Tag am Mainkai statt. Infos:
Das Bündnis @vkwue_jetzt organisiert eine Sternfahrt mit dem Fahrrad zum autofreien Tag. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1730
@vkwue_jetzt Unter anderem mit der DGB Hochschulgruppe Würzburg organisiert @F4F_wuerzburg einen Themenabend zu „Jugend im Widerstand“ im Buchladen Neuer Weg.
Das Würzburg Klimabündnis @keinhektarmehr beginnt nächste Woche mit ihrer Aktionswoche „Rodungen Stoppen“. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1745
Und merkt euch die Kritische Einführungswoche Würzburg (@kew_wue). Dort wird unter anderem am 7. Oktober eine Veranstaltung zum Thema Klimakrise und Kapitalismus stattfinden. Infos:
Schaut einfach mal auf: wuerzburg.demosphere.net. Dort findet ihr immer alle Infos zu linken Veranstaltungen in der Stadt
An dieser Stelle sei auch an die kommende Stolpersteinverlegung am 24.09 erinnert!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im Rahmen der 27. Stolpersteinverlegung in Würzburg wird es am 24.09 drei Referate zum Thema “Jüdische Handwerker*innen” in der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für Unterfranken (Dieselstraße 12, 3. Stock) geben.
Insgesamt werden 20 Stolpersteine verlegt. Die Namen sowie Orte und Uhrzeiten der Verlegung findet ihr hier: stolpersteine-wuerzburg.de

Hunderte demonstrierten gegen rechte Gewalt und Abschiebungen. #AkbarBleibt (facebook.com/akbarbleibt/) mobilisierte hunderte und trat eine krasse Kampagne los, einfach nur um ihrem Freund zu helfen, nicht ins Kriegsgebiet deportiert zu werden. @SeebrueckeWue mobilisierte u. a. gegen die Festnahme von @CaroRackete mehrere hundert Menschen zu tollen Demonstrationen!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Brick by brick, wall by wall, make the fortress europe fall!“

600 Menschen protestierten in Würzburg lautstark gegen die Kriminalisierung von #Seenotrettung und die europäische Abschottungspolitik.
Vor wenigen Tagen verkündete @SeebrueckeWue, anlässlich der Festnahme Carola Racketes am Wochenende, auf die Straße zu gehen. @F4F_wuerzburg solidarisierte sich bereits gestern mit Rackete und rief zur Teilnahme an der Demo auf.
Einen sehr ausführlichen Bericht mit Bezug zum aktuellen politischen Geschehen und sehr viele schöne Fotos von der Demo gibt es auf Facebook:

facebook.com/schwarzlicht.w…
#Seebruecke #Wuerzburg

Mehrmals waren hunderte in Würzburg auf den Straßen gegen den Krieg der türkischen Armee in #Nordsyrien.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#RiseUp4Rojava

#SolidarityWithRojava

Bei regnerischem Wetter haben sich gestern ca. 150 Menschen am Hauptbahnhof versammelt, um ihre Solidarität mit #Rojava auszudrücken.

Von dort zog die Demonstration über die Juliuspromenade und die Domstraße zum Vierröhrenbrunnen. Im Anschluss wurde dort eine Mahnwache für die gefallenen kurdischen Freiheitskämpfer*innen abgehalten.
„Rojava, die autonome kurdische Region im Nahen Osten, hat innerhalb eines Jahrzehnts eine Gesellschaft aufgebaut, …
die mit Nähe zur Natur, Akzeptanz und Unterstützung jeder Religion und Nationalität und mit Einbindung von Frauen im öffentlichen und politischen Leben etwas Einzigartiges bewirkt hat“, so eine Rednerin des Würzburger Solidaritätsbündnisses für Rojava.
Sie beklagt Deutschlands Beteiligung und das fehlende Interesse der Bevölkerung: „Unsere Verantwortung wird nicht wahrgenommen. Noch nicht einmal wenn es um Waffenexporte geht
Wobei 80% der deutschen Bevökerung Waffenexporte kritisch sehen, haben diese in diesem Jahr ein neues Maximum erreicht.“
Mit einer großen Polizeipräsenz bewegte sich die Demonstration unter Rufen wie „Deutschland finanziert, Türkei bombardiert“, „Freiheit für Kurdistan“ und „Biji Berxwedana YPJ“ (es lebe der Kampf der YPJ) in die Innenstadt.
Die Demonstration fand im Rahmen eines bundesweiten Protests statt. In Berlin fanden ca. 10.000 Menschen zusammen, ebenso reisten viele aus dem Würzburger Raum nach Regensburg. Nicht zuletzt aus diesem Grund fiel die Würzburger Demo mit 150 Demonstrierenden eher überschaubar aus.
Mit dem Ende der Demonstration ging es direkt zu der Mahnwache über. Dort wurden fünf Reden, davon zwei auf Kurdisch, gehalten, um Passant*innen und Demonstrant*innen über die aktuelle Lage in Rojava zu informieren und Solidarität mit den dort lebenden Kurd*innen auszudrücken.
Eine Rednerin des AKJ (Arbeitskreis kritischer Jurist*innen) führte argumentativ auf, weshalb der Angriff Erdogans auf Rojava gegen das Gewaltverbot der UN-Charta verstößt. So gebe es nur drei Möglichkeiten, welche einen Einfall in Rojava rechtfertigen.
So müsste entweder ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates vorliegen, die syrische Regierung zustimmen, oder die Türkei vom Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen dürfen.
Allerdings seien keine dieser Möglichkeiten erfüllt, „der Angriff Erdogans […] somit nicht gerechtfertigt und verstößt [deshalb] gegen das Gewaltverbot“.
Während der Demonstration und der Mahnwache wurden Flyer zur Lage in Nordsyrien verteilt. Unter anderem schlussfolgern diese, dass türkische Produkte boykottiert werden sollten. Diese Forderung sorgte für heftige Diskussion zwischen den Teilnehmer*innen.
So wurde auf der einen Seite die konsequente (wirtschaftliche) Bestrafung gefordert. Auf der anderen wurde angemerkt, dass mit einem generellen Boykott auch Oppositionelle und in der Türkei lebende Kurd*innen getroffen werden,
das Ziel, türkische Faschisten zu schwächen damit also verfehlt werde.
Um 18 Uhr wurde die mit roten, gelben und grünen Kerzen geschmückte Mahnwache abgebaut.

#MissMutig organisierte eine große Demo zum #Frauenkampftag. Im Juni fand ein evangelikaler Kongress in Würzburg statt, 200 Menschen demonstrierten dagegen.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
“You can’t pray the gay away!” Über die Demo gegen Konversionstherapien und die vorangegangene Mobilisierung gegen den APS-Kongress hat die Antifa Würzburg nun ihren Bericht veröffentlicht: antifawuerzburg.blogsport.eu/2019/06/berich… Bilder: Daniel P
Die Demo mit überwiegend jungen Menschen sowie die Zusammenarbeit mit MissMutig und @QueerPrideWue wird als Erfolg gelobt. Im Vorhinein wurde überregional von den Medien (@tazgezwitscher,@BR_Presse,@mainpost) auf den umstr. Kongress und die Verbindung zu OB Schuchardt hingewiesen
Dass das Thema Konversionstherapie von großer Aktualität ist zeigte heute Spahns erneute Bekräftigung, diese verbieten zu wollen (sueddeutsche.de/politik/konver…). Dem gegenüber steht der heutige Ausspruch gegen “Gender-Theorie” des Vatikans (www1.wdr.de/kultur/kulturn…).
Die Kirche und andere christliche Gruppierungen scheinen also auf ihren veralteten Vorstellungen zu beharren.

@QueerPrideWue organisierte endlich wieder einen #CSD, der locker über tausend Menschen anzog.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Ein kleiner fotografischer Rückblick auf den heutigen #WSD.

Vielen Dank an @QueerPrideWue und alle queeren Menschen für diesen wundervollen Tag! 🏳️‍🌈
Begleitet wurde der #WSD von den Trommlern von Samba Osenga
#WSD 🏳️‍🌈
#WSD 🏳️‍🌈

Zweifelsfrei eines der Highlights bildete die @kew_wue mit der @Unverhandelbar1- Demonstration.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Demo #unverhandelbar – Für Antifa und Klimaschutz – Gegen Kapital und Patriarchat!

Zum Abschluss der @kew_wue erlebte Würzburg drei Demonstrationen, die themenbezogen durch die Stadt zogen.

Hunderte Aktivist*innen aus Klimabewegung, feministischen Bewegungen und Antifaschist*innen liefen jeweils auf ihrer Route durch die Stadt und vereinigten sich immer wieder zu Zwischenkundgebungen.
Am Würzburger Hauptbahnhof versammelten sich zunächst etwa 600 Menschen. Als Erstes zog die Klimademonstration los. Aufgerufen zu dem Block hatten u. a. @EGwuerzburg, @keinhektarmehr und @F4F_wuerzburg. Die Klimademo startete mit 250 Menschen Richtung Berliner Ring.
Als nächstes startete die feministische Demo. U. a. MissMutig und @QueerPrideWue mobilisierten für den feministischen Demofinger. Der queere Zug lief durch Kaiserstraße und Theaterstraße hinter Bannern wie „Feminism“ und „Tender to all gender“.
„However I dress, whereever I go. Yes means yes and no means no“ und „Kondome, Spirale – Linksradikale!“.
Vor dem Theater trafen feministischer und Klima-Block zusammen und liefen zur gemeinsamen Kundgebung in der Hofstraße. Bei der Kundgebung wurden die Ausbeutung und Vertreibung indigener Völker und die Zerstörung ihrer Kulturstätten für Rodungen thematisiert.
Für eurozentrische Medien seien diese Themen uninteressant, kritisierte eine Sprecherin. „Es gibt kein umfassendes Ende des Rassismus, ohne ein Ende des Kapitalismus“, betonte die Rednerin. Ihre Rede wurde zwischenzeitlich mit „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“ bejubelt.
Als Drittes startete der antirassistische Solidarityblock. Die asylpolitische Gruppe @mehrals16a sprach über Solidarität. „Solidarität ist: im Alltag Geflüchteten zu helfen. Solidarität ist: sich gegen Rassismus stellen. Und Solidarität heißt: auch gemeinsam auf die Straße gehen“
Ohne die zivile Seenotrettung und die solidarischen Seebrücken-Proteste wären noch mehr Menschen im Meer ertrunken, betonte er. Er schloß seine Rede ab: „Machen wir aus der Solidarität eine Waffe um der Unmenschlichkeit entgegenzutreten!“.
Angesichts der Ereignisse in Rojava, ergriff eine Kurdin das Wort: „Wir haben die Welt gegen den IS verteidigt und nun schaut die Welt zu, wie Erdogan uns vernichtet!“.
Sie forderte einen sofortigen Rückzug der türkischen Armee und Sanktionen gegen Erdogan. Die deutsche Regierung leiste ihren Beitrag zum türkischen Angriffskrieg. „Deutsche Panzer raus aus meinem Land“, sagte sie.
Sie beendete ihre Rede mit: „Man muss kein Kurde sein, um zu helfen, man muss nur ein Mensch sein!“.
Gut 200 Antifaschist*innen zogen daraufhin unter Antifa- und YPG-Fahnen durch die Bismarckstraße. Zu dem Block unter dem Motto „Solidarity for all!“ riefen u. a. @antifa_wue, @mehrals16a und die @SeebrueckeWue auf.
Angesichts der Lage in Rojava riefen sie: „Biji Berxwedana Rojava!“ („Es lebe der Widerstand in Rojava“) und „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“.
Der Protest solidarisierte sich mit geflüchteten Menschen. „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“ schallte es durch die Pleich. Die Antifaschist*innen liefen über Congress-Centrum und Karmelitenstraße zum Unteren Markt.
Dort warteten sie auf den feministischen Block, deren Techno-Mukke bereits zu hören war.

Mit lauten „Alerta, Alerta Antifascista“-Rufen erreichte der feministische Block unter großem Jubel den Unteren Markt.
In der Rede wurde auf die menschenunwürdige Unterbringung eingegangen. Frauen leiden darunter besonders. „Sogar Frauen werden abgeschoben“, sagte die Missmutig-Rednerin. Geflüchtete seien nach Deutschland gekommen, um in Frieden zu Leben und erleben nun staatliche Repression.
„Jeden Tag verschärfen sich Gesetze und Maßnahmen“, sagte die Sprecherin. Zudem kritisierte sie Waffenexport in die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. „Wir müssen unser System radikal verändern“, forderte die Antikapitalistin.
Danach zog der feministische Block am Rathaus vorbei durch die Sanderstraße zum Mainkai. Hinter den Feminist*innen lief die Solidarity-Demo. Beide zogen die Blicke der zahlreichen Passant*innen auf sich.
Der Solidariy-Block lief über Dom und Neubaukirche zum „Geschwister-Scholl-Platz“. Dort sagte eine Rednerin: „Wachstum macht unsere Erde kaputt, unser jetziges System braucht das Wachstum“, betonte sie.
. @EGwuerzburg ging auf die Kriminalisierung von Seenotrettung ein. „Menschen Retten ist kein Verbrechen“, „Es ist jetzt die Zeit aktiv zu werden!“.
Auf Anordnung der Polizei liefen die Züge gemeinsam über den Sanderring zum Mainkai. Unter „A-Anti-Anti-Capitalista“ und „Climate Justice – Now!“ rufen erreichten sie das Mainufer. Dort bejubelte sie bereits die queere Demo.
In den Abschlussreden wurde die Unterdrückung der Frauen im Alltag thematisiert. Eine Sprecherin kritisierte, dass die Stadt im Juni einen teils homophoben evangelikalen Kongress hat stattfinden lassen.
Die Blicke richteten sich auf die Festung. Dort seilten sich Menschen mit einem Banner „Keine Festung Europa!“ ab. Großer Jubel brandete auf, als die Message ganz zu lesen war. Die erfolgreiche Demo klang zu Techno-Musik bei schönem Wetter am Mainkai aus.
Morgen geht es schon weiter mit der Demo gegen Antisemitismus, am Donnerstag rufen soziale Gruppen auf, die Wohnungsnot in Würzburg zu bekämpfen. Nächsten Samstag organisert WATU den ersten Animal Rights March Würzburg.

Wir bitten um Verständnis, dass wir ein paar Wochen Auszeit gebraucht haben und unsere Posts zurückgefahren haben. In dieser Zeit haben wir allerdings nicht geschlafen, sondern wir werden nach und nach berichten, was “zwischen den Jahren” passiert ist. Auf ein rebellisches 2020!

Denn: @By2020WeRiseUp