#fff

Am Freitag, 25.09., ist es wieder soweit! Der nächste globale Klimastreik steht an. #FFF wird ab 14 Uhr an den Mainwiesen demonstrieren!

„Health for Future!“ am Vierröhrenbrunnen

Bei hochsommerlichen Temperaturen organisierten Medizinstudierende am Würzburger Rathaus einen Infostand, um auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen. #FFF Die Mediziner:innen organisieren sich unter dem Namen „Health for Future Würzburg“. „Im Herbst 2019 haben wir uns zusammengeschlossen“, erzählt eine Aktivistin. Die Aktion am Vierröhrenbrunnen ist die erste initiierte Aktion der Gruppe. In Gesprächen mit Passant:innen, natürlich mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand, klären sie über die gesundheitlichen Gefahren der Klimaerwärmung auf. „Viele Leute bemerken die Temperaturanstiege in Würzburg und haben Angst vor einer weiteren Erwärmung“, meint M. Sie fordert, dass die Klimakrise als eine riesige Krise wahr genommen wird, die sozial gelöst werden muss. Der Gesundheitssektor sei mit 5 % der globalen CO2-Emissionen Mitschuld an steigenden Temperaturen, auch hier müsse es erhebliche Veränderungen geben. „Wir vertreten die Ansichten von @F4F_wuerzburg und unterstützten sie bei ihren Protesten. Als Mitarbeiter:innen in Gesundheitsberufen haben wir die Verantwortung wissenschaftliche Zusammenhänge zwischen Klimakrise und globaler Gesundheit zu kommunizieren“, sagt M. Von 11 – 17 Uhr standen die Aktivist:innen am Rathaus. An den Schichten, die mit drei bis fünf Leuten besetzt waren, beteiligten sich etwa 15 Mediziner:innen. „80 % der Reaktionen auf unser Engagement sind positiv. Viele befassen mit den Auswirkungen des Klimawandels.“

Am vergangenen Freitag versammelten sich auf den Mainwiesen knapp 70 Menschen bei der @F4F_wuerzburg-Demo zum Schuljahresabschluss. #fff Unter dem Motto „Hier euer Zeugnis“ wurde anwesenden Stadtratsmitgliedern passend zum letzten Schultag ein Zeugnis zu den (Nicht-)Leistungen des verg. Jahres ausgestellt: Engagement - ausreichend, Ehrgeiz - mangelhaft, Fahrradverkehr - befriedigend, CO2-Reduktion - mangelhaft. Diese Ergebnisse lassen auf eine eher dürftige Bilanz schließen, die die Aktivist:innen nach Recherchen in Sitzungsprotokollen und Beschlüssen detailliert herausarbeiteten. Viele Ansätze seien zwar gut, die Umsetzung wirkt aber zäh und unmotiviert. Stadtratsmitglieder aller Fraktionen wurden eingeladen und eine Möglichkeit zur kurzen Stellungnahme vor Ort gegeben. Alexander Kolbow (SPD), Raimund Binder (ÖDP), Karin Miethaner-Vent und Patrick Friedl (Grüne) lobten die jungen Aktivist:innen für ihr Engagement, zeigten sich aber empört über die Kollektivbestrafung des Stadtrats, wo doch die Schuldigen angeblich den nichtanwesenden Parteien angehörten. Doch die Reaktionen, die an die typische Zeugnisquengelei von Schüler*innen erinnern, zeigen, dass offenbar wunde Punkte getroffen wurden. In einer Rede resümiert dann ein junger Aktivist Aspekte der Klimakrise, enttäuschende politische Entscheidungen und Erfolge des Klimaaktivismus im vergangenen Schuljahr und betont: „Fridaysforfuture bleibt auch in #Corona-Zeiten laut und unbequem.“ Es folgte die Ankündigung des nächsten großen globalen Kilmastreiks am 25. September, der als erster Großprotest seit der Pandemie wieder mehr Aufmerksamkeit auf die nie verschwundene Krise lenken soll. Die Demo wurde mit gemeinsamen Gesängen beendet, auch trotz der wohl coronabedingt schmalen Teilnehmer:innenzahl herrschte gute Stimmung und die Aktivist:innen zeigten sich vor allem inhaltlich sehr zufrieden.

„Kapitalismus überwinden“ - @F4F_wuerzburg wagt den Klassenkampf! „Kaka-Pipi-Kakapipitalismus“ - rufen die Protestierenden. Man merkt: Fridaysforfuture ist nach wie vor eine Bewegung aus jungen Menschen. Da gehört Fäkalhumor nun einmal dazu. Inhaltlich hat sich die Bewegung stark weiter entwickelt. Wo früher individueller Konsumverzicht gefordert wurde, geht es nun um kollektives Handeln. Schon der Aufruf von fridaysforfuture Würzburg hatte es in sich. Die Bewegung fordert: Systemwandel jetzt!. Zunächst hatte #FFF für den Oberen Markt mobilisiert. Aufgrund der Corona-Lage verlegt die Stadt derzeit alle größeren Kundgebungen auf die Talavera-Mainwiesen.

Bei grauem Himmel versammelten sich zunächst etwa 120 Menschen auf der Versammlungsfläche. @EGwuerzburg redete zu Beginn über Coronakrise, Klimakrise, Ausbeutung des globalen Südens, Krieg und Rassismus. Die derzeit katastrophalen globalen Zustände seien bedingt durch eine kapitalistische Ausbeutungslogik, die auf unendliches wirtschaftliches Wachstum abziele. Derzeit sehe man besonders, wie die herrschende Klasse den Status Quo mit autoritären Mitteln aufrecht erhalten möchte. Trotz Klimakrise gingen weiter Kohlekraftwerke ans Netz, die Flugbranche und Autobranche würden gerettet und die Interessen der Armen würden auch in der Corona-Krise massiv vernachlässigt, sagte die EG-Rednerin sinngemäß. Auch der Würzburger Politsumpf bleibt nicht unangetastet: „Auch in Würzburg wird der kapitalistischen Logik in der Politik streng gefolgt. Anstatt den Wandel wirklich voranzubringen, Kultur, Kollektivität, Basisdemokratie und Ökologie zu stärken, werden lieber durch Absprachen hochbezahlte Stellen im Rathaus geschaffen“. Dies ist wohl ein Seitenhieb auf Martin Heilig. Der unterlegene OB-Kandidat der Grünen paktiert nun mit der CSU, die seit Jahrzehnten Klimaschutz blockiert. Viele Menschen waren in weißen Kitteln gekommen. „Gesundheit braucht Klimaschutz“, stand auf einem ihrer mitgebrachten Transparente. Das Gesundheitspersonal und Mediziner*innen haben sich FFF angeschlossen, um die Kämpfe für eine gute medizinische Versorgung mit den Forderungen nach Klimaschutz zu vereinen. In der Rede betonte eine Medizinerin, die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Menschen. Hitzetage nehmen zu, dies führe zu Leiden bei Gesundheitspersonal und Bevölkerung. Lungen- und Herzkrankheiten werden in Zukunft wohl zunehmen, meinte die Rednerin. Die folgende Rede hielt ein Aktivist der @SeebrueckeWue: „Während europäische Konzerne durch den Neokolonialismus Milliardenprofite mit den ärmsten Menschen der Welt erzielen, sterben zehntausende Menschen an der Europäischen Außengrenze. Entweder verdursten sie in der Wüste Entweder verdursten sie in der Wüste oder ertrinken im Mittelmeer“. Darum brauche man einen Systemwandel. „Wir müssen den Kapitalismus unbedingt überwinden – System Change not Climate Change“, sagte der Redner und rief anschließend zur Antirassismus-Demonstration um 17 Uhr an den Mainwiesen auf. Zwischendurch gab es eine starke Gesangseinlage eines Aktivisten. In sein „Power to the People“ stimmten die anderen anwesenden Demonstrant*innen lautstark ein. Zudem wurden auch die Rufe nach „Climate Justice“ laut. @F4F_wuerzburg unterstützt auch die Kampagne für den Nationalpark Steigerwald. Deswegen haben die Aktivist*innen Schilder gebastelt, um die Initiative für den Nationalpark bei der online-Demonstration zu unterstützen. In der Abschlussrede sagte ein Aktivist von FFF: „Konzernlobbyismus beeinflusst maßgeblich die öffentliche Debatte“. 100.000 Arbeitsplätze seien in Deutschland seit 2009 in der Windkraftbranche verloren gegangen. Das sei das Ergebnis von katastrophalen politischen Entscheidungen. „Es bringt wenig, wenn wir auf den eigenen CO2-Ausstoß achten. Wir müssen kollektiv die Strukturen verändern“, betonte er. Die Art zu wirtschaften, zerstöre die Lebensgrundlage der Menschen. Abschließend blieb er realpolitisch und forderte: „Besseren und günstigen ÖPNV, Bedingungsloses Grundeinkommen und Erneuerbare Energien“. Die Corona-Schutzmaßnahmen wurden bei der Demonstration eingehalten. Die Protestierenden trugen Mundschutz und hielten Abstand. Abschließend bildeten die mittlerweile 150 Demonstrant*innen einen großen Kreis und riefen „The sea ist rising and so are we!“ Ab 17 Uhr geht es heute auf den Mainwiesen weiter mit der Kundgebung: Justice for George Floyd! twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
Gegen #Polizeigewalt und jede Form von #Rassimus - #JusticeforGeorgeFloyd!

Kundgebung am Freitag, den 5. Juni, ab 17 Uhr auf den Mainwiesen! #BlackLivesMatter #AntiRa

Auch @F4F_wuerzburg

weist ausdrücklich auf die folgende Kundgebung hin: twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):
Im Gedenken an #GeorgeFloyd ziehen wir heute ein zweites Mal auf die Straßen! Diesmal gegen #Polizeigewalt. Heute ab 17 Uhr sagen wir auf den Mainwiesen: #BlackLivesMatter

Mit dabei sind u.a.: @schwarzlichtwue, @SeebrueckeWue, @antifa_wue, @AntiRA_Netzwerk, Bi_PoC & @FFFStudis

#FFF #wue0506

@F4F_wuerzburg ist zurück!

Aktuell demonstrieren über 150 Menschen auf den Mainwiesen für einen #Systemwandel. Aktuell spricht @EGwuerzburg über den Kapitalismus und seine negativen Folgen. Die Aktivistin kritisiert, dass auch die #Corona-Krise auf dem Rücken der Armen ausgetragen wird: “Wir kämpfen für individuelle Freiheit, Kollektive Solidarität, Selbstbestimmung & Teilhabe, sowie gegen Ausbeutung, Gewalt und Diskriminierung”. Mit den Worten “we are unstoppable, another world is possible”, beendet sie ihre Rede.

„Systemwandel jetzt“ - Fridays For Future Würzburg ruft auf zum Klimastreik! twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):
Diesen Freitag ist wieder #Klimastreik in #Würzburg!

Lautstark

Bunt

Mit Abstand

Und Masken! twitter.com/F4F_wuerzburg/…

Nach langer Pause ruft @F4F_wuerzburg wieder zu einer Demonstration auf. Am 05.06. soll es unter dem Motto „Systemwandel Jetzt!“ auf die Straße gehen. Auf der Demo sollen ein nötiger Wandel der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Missverhältnissen diskutiert werden, die in Coronazeiten wie nie zuvor auffallen. Startpunkt ist am Oberen Markt um 11 Uhr. Auf Nachfrage schreiben uns die Klimaaktivist*innen, dass sie auf „tiefe Missstände in unserer Gesellschaft“ aufmerksam machen wollen. Für die „systemrelevanten“ Arbeitskräfte bleibe lediglich ein „Klatschen übrig“. Frauen werden besonders in der Krise in die „traditionellen Rollenverhältnisse zurückgedrängt. Viele Menschen bangten um ihre materielle Existenz. Sie kritisieren weiter, dass „Tausende Geflüchtete an den Außengrenzen der EU gefangen sind“. Zudem bleiben „Antworten auf Rassismus“ auch nach #Hanau aus.

@F4F_wuerzburg meint, dass sichtbar werde, dass das derzeitige System elementare Bedürfnisse der Menschen, wie den Erhalt ihrer Lebensgrundlage, ignoriere. Deswegen fordern sie einen „#Systemwandel“. Statt Großkonzerne wie Lufthansa mit Milliarden zu unterstützen, sollen Hilfspakete sozial und ökologisch sein. Sie fordern ein „demokratisches System“, dass den Interessen der Menschen und der Umwelt gerecht wird. Weiter kritisieren sie die Inbetriebnahme des neuen Steinkohlekraftwerks „#Datteln4“. Dies sei unvereinbar mit dem geplanten „Kohleausstieg“. Ebenso beziehen sie Stellung zu den staatlichen Geschenken an die deutsche Autoindustrie und meinen, die Kapitalinteressen der Autolobby hemmten eine effiziente und ökologische Transport- und Verkehrspolitik. Weiter solidarisieren sie sich mit den Niedriglohnarbeitenden in der Landwirtschaft und kritisieren die ökologischen Folgen der industriellen Landwirtschaft. Der Aufruf zur Demo am Freitag beinhaltet somit die Forderung nach Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende und einer „Welt voller gelebter Solidarität“. @F4F_wuerzburg fordert: „Klimagerechtigkeit und Systemwandel jetzt!“ „Nehmt die Corona-Auflagen ernst“, schreibt #FFF.

Deshalb ist auf Mindestabstand und Mund-Nasenbedeckung zu achten. Am Freitag mit @F4F_wuerzburg auf die Straße: Gegen Kapital, Rassismus und Klimakrise!

Facebook-Event: facebook.com/events/2654725… Achtung: der Veranstaltungsort hat sich geändert. twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):
⚠️ ACHTUNG Ortsänderun!!!

Die #FridaysForFuture Mahnwache findet auf den Mainwiesen statt und nicht auf dem Marktplatz.

Fr, 5. Juni ab 11 Uhr

Mainwiesen Würzburg

Es besteht Maskenoflicht!

Bitte Teilen und retweeten, damit alle am richtigen Ort sind! 🔁

Wahlanalyse zur Würzburger

Über Wochen grinsten uns auf tausenden Wahlplakaten die Kandidat*innen zur #Kommunalwahl 2020 an. Politiker*innen jeder Partei wollen auf einmal auf unseren Demonstrationen sprechen. Trotz der von uns berichteten höheren Inklusionshindernisse durch die #Corona-Pandemie fanden die Wahlen statt. Am Montagnachmittag stand endlich das vorläufige Ergebnis der Stadtratswahl fest, nachdem es „bei der Eingabe der letzten drei Briefwahlbezirke technische Probleme“ gegeben hatte. Christian Schuchardt bleibt Oberbürgermeister von Würzburg. Schuchardt gewinnt mit 28.404 Stimmen (51,95 %) vor Martin Heilig, der mit 32,18 % hinter den Erwartungen zurückblieb. Trotz deutlich grünerem Stadtrat und Verlusten der #CSU, kann Schuchardt 3 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2014 zulegen (2014: 48,67 %). Die ehemalige Europaabgeordnete und SPD-Kandidatin Kerstin Westphal verliert drastisch (4,89 Prozent). Für Sebastian Roth (LINKE) ist das Ergebnis durchaus solide (3,84 %). Dewald (ÖDP) fiel im Wahlkampf durch fragwürdige Statements auf, wie etwa, dass sie die #noAfD in den Diskurs einbeziehen möchte und vereint nur 2,05 % der Stimmen auf sich. Ohmert (FWG) konnte, trotz/wegen seiner polemischen Kritik an #FFF und Forderungen nach mehr #Videoüberwachung, 5,09 % der Würzburger Wähler*innen überzeugen. Im Stadtrat gewinnen die Grünen.

Mit 32,48 Prozent der Stimmen (2014: 17,49 %) werden sie stärkste Fraktion mit 16 Sitzen. Die CSU büßt mit 29,25 % (2014: 33,04 %) deutlich ein und verliert nun 3 Sitze (2014: 17; 2020: 14). Die SPD sackt auch im Stadtrat katastrophal ab.

Mit 9,22 % (2014: 19,49 %) können sie nur 4 der 10 Sitze halten. Ein deutlicher Erfolg ist es für die Linken. Sebastian Roth sitzt nun nicht mehr alleine als Stadtrat. Durch die 5,26 % für die Linke schaffen es auch Anna-Maria Dürr und Barbara Meyer ins höchste städtische Gremium. „Zukunft für Würzburg“ verliert beide Sitze und ist nun nicht mehr im Stadtrat vertreten. ÖDP, FWG und FDP stagnieren. Die Würzburger Liste und das Bürgerforum verlieren jeweils einen Sitz. Das Bürgerforum hatte nur einen und ist somit raus. Es sitzen nun auch zwei extreme Rechte im Würzburger Stadtrat. Die beiden #noAfD.ler Wolfgang Freiherr von Eyb und Ludwig Mechler wurden durch tausende Würzburger*innen gewählt. Obwohl die bürgerliche Maske der Würzburger #noAfD im Vorfeld der Wahl komplett gefallen war, gaben 3,82 % der Würzburger*innen ihre Stimme.

Sie wählten offenen Antisemitismus und Rassismus.

Dennoch zeigt sich: Konservative können profitieren, wenn sie sich klar gegen die #noAfD positionieren. In den vergangenen sechs Jahren sprach sich Christian Schuchardt deutlich gegen PEGIDA, den „Dritten Weg“ und die #noAfD aus. Letztere zeigte er sogar aufgrund der Aussagen in der YouTube-Doku (youtube.com/watch?v=1sikQo…) an. Während des Sommers der Migration 2015 fuhr er die Linie von Parteikollegin Angela Merkel. Tausenden ehrenamtlichen Helfer*innen ist zu danken, dass viele Menschen hier nun halbwegs in Sicherheit leben können. Schuchardt stellte sich hinter die Helfer*innen und sprach sich in den letzten Jahren für einen „Sicheren Hafen“ Würzburg aus. Bisher ist daraus jedoch nichts resultiert, während die Lage an der türkisch-griechischen Grenze immer bedrohlicher wird und uns täglich Schreckensnachrichten von ertrunkenen Menschen im Mittelmeer erreichen. Dass er so deutlich gegen Heilig gewinnen konnte, liegt auch daran, dass sich Menschen in der aktuellen Corona-Krise nach Stabilität sehnen. Schuchardt inszenierte sich selbst als Finanzpolitiker und Moderator zwischen den verschiedenen Interessen. Zudem sorgte er nicht für große Skandale. Als das Bündnis Verkehrswende 2019 einen Radentscheid durchsetzen wollte, um endlich die katastrophale Situation für Fahrradfahrer zu ändern, übernahm Schuchardt deren Forderungen einfach. Erst wenn ihm Druck gemacht wird, sieht er sich gezwungen verkehrspolitisch zu handeln. Während sich Schuchardt für Projekte wie das Hubland, das Mainfrankentheater oder das Nautiland feiert, leiden immer mehr Würzburger*innen unter steigenden #Mieten und höheren Kosten für den #ÖPNV. Zudem trifft die Klimakrise Würzburg hart. Die Sommer werden immer heißer, worunter v. a. alte Menschen leiden, zudem sterben die Bäume zu tausenden ab, was das Stadtklima weiter verschlechtert. Trotzdem verfehlt Würzburg 2020 sein Ziel, die Emissionen im Vergleich zu 1990 zu halbieren. Seit Jahren wird die Straßenbahnlinie 6 (Barbarossplatz – Residenz – Frauenland – Hubland) geplant und seit Jahren passiert nichts. Dabei wird immer deutlicher: Nur mit einem günstigen und attraktiven ÖPNV lässt sich das Auto aus der Stadt drängen. Zudem verliert Würzburg mit der #Posthalle am Hauptbahnhof einen der wichtigsten Kulturorte der Region. Wo aktuell dutzende Projekte (Immerhin <3) ihren Platz haben, soll bald nur noch Platz für reiche Pendler*innen sein. Die Beethoven-Gruppe möchte dort Wohnungen bauen. Die Initiative für ein Soziokulturelles Zentrum fordert seit Jahren ein selbstverwaltetes, kulturelles Zentrum in Würzburg. Der OB zeigte sich zwar gesprächsbereit, doch passiert ist nichts. Im Stadtrat wird die #noAfD wohl trotz der beiden Sitze keine Rolle spielen.

Die ÖDP sollte sich schleunigst mal überlegen, ihre gesprächsbereite Haltung gegenüber der #noAfD aufzugeben. In Sachen Klimaschutz und ÖPNV müssen endlich Handlungen her.

Außer der Einführung eines Nachtbusses hat sich nichts verbessert. Die völlig überzogenen Preise stellen das größte Problem dar. Die soziale Situation muss sich sofort verbessern. Die Mietpreise explodieren seit Jahren und immer mehr ärmere Menschen werden aus der Stadt gedrängt. Quelle: wuerzburgwiki.de/wiki/Kommunalw… wuerzburg.de/wahlen/Wahl-20… Wie @wue_reporter bereits angemerkt hat, sind uns in diesem Text leider gleich zwei Fehler unterlaufen. Wir bitten diese zu entschuldigen.

Richtigstellung: das “Bürgerforum” und “Zukunft für Würzburg” sind je mit einem Sitz vertreten. In den letzten Tagen sind unserem Kollektiv leider verstärkt Fehler unterlaufen. Dies tut uns wirklich leid. Dennoch ist es nicht zu entschuldigen. Es wir unserem Anspruch an uns selbst und und eurem an uns nicht gerecht. Wir sind ein DIY-Kollektiv, das aus einer Handvoll unbezahlter Aktivist*innen besteht, die ihre Freizeit sowohl für politische Arbeit als auch für Schwarzlicht opfern. Nebenzu laufen Studium und/oder Job. Da können Fehler natürlich passieren – was aber nicht heißt, dass es passieren sollte.

Sollten uns trotzdem welche unterlaufen, dann weist uns bitte darauf hin, damit wir das richtigstellen können. Wir sind auch nur Menschen, die hin und wieder auch nur „Korrektur-überfliegen“.

Die Korrektheit unserer Texte steht für uns jedoch an erster Stelle.

Wir hoffen auf euer Verständnis.

!!! Die morgige #FFF-Fahrraddemo entfällt !!!

m.facebook.com/story.php?stor… twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die für diesen Freitag geplante #FFF-Demo wurde zu einer Fahrrad-Demo umgemeldet. Sie startet um 11 Uhr am Hauptbahnhof in Würzburg.

Grund für die Ummeldung ist u.a. die durch den höheren Abstand der Fahrräder verringerte Gefahr einer #Corona-Ansteckung. twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):
❗️ Aufgepasst❗️ DEMO AM 13.3. umgemeldet zur #FAHRRADDEMO 🚴🏽‍♀️

Am Freitag findet wie angekündigt um 11 Uhr am Hauptbahnhof unsere Demo zu den #Kommunalwahlen unter dem Motto #Klimawahl statt.

🌳Es gibt nun eine sehr wichtige Änderung: Es ist eine #Fahrraddemo! 🚴🏽‍♀️

++Bitte teilen++

Die für diesen Freitag geplante #FFF-Demo wurde zu einer Fahrrad-Demo umgemeldet. Sie startet um 11 Uhr am Hauptbahnhof in Würzburg.

Grund für die Ummeldung ist u.a. die durch den höheren Abstand der Fahrräder verringerte Gefahr einer #Corona-Ansteckung. twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):
❗️ Aufgepasst❗️ DEMO AM 13.3. umgemeldet zur #FAHRRADDEMO 🚴🏽‍♀️

Am Freitag findet wie angekündigt um 11 Uhr am Hauptbahnhof unsere Demo zu den #Kommunalwahlen unter dem Motto #Klimawahl statt.

🌳Es gibt nun eine sehr wichtige Änderung: Es ist eine #Fahrraddemo! 🚴🏽‍♀️

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Parents for Future Demo am 14.02.2020

Heute Mittag um 14 Uhr startete die zweite von Parents for Future Würzburg (#P4F) organisierte Klimademo ab Hauptbahnhof. #fff Die Demonstration mit bis zu 200 Teilnehmer*innen (@F4F_wuerzburg) erstreckte sich über die Route Kaiserstr. – Theaterstr. – Eichhornstr. – Schönbornstr. – Domstraße – Grafeneckart, wobei die Zwischenkundgebungen am QR-Code in der Eichhornstraße und am Grafeneckart stattfanden. Wie immer waren alle Altersschichten vertreten, wobei, trotz der Organisation durch die „Erwachsenengruppe“ P4F Studierende scheinbar den größten Anteil ausmachten. Neben den Aktivist*innen verschiedener „for Future“ war auch Extinction Rebellion und die Ortsgruppe von Amnesty International klar sichtbar mit großen Transparenten dabei. Die Demo lief wie gewohnt äußerst friedlich ab, typische Shouts der Klimagerechtigkeit hallten durch die Straßen: „What do we want? Climate Justice!“, „Kohlekonzerne! Baggern in der Ferne…“, „Nie, nie, nie wieder Kohle!“ Neu war der Solidarisierungsaufruf mit dem Bündnis „Steigi bleibt!“, das Aktionen gegen Rodungen im benachbarten Steigerwald angekündigt hat. Ziel ist u.A. die Errichtung eines Naturschutzgebietes. In der ersten Rede der Zwischenkundgebung stellte sich eine neue Gruppe innerhalb der „For Future“ -Aktivisti in Würzburg vor: Psychologists 4 Future ist Teil eines bundesweiten Netzwerks aus Menschen aus dem Feld der Psychologie und Psychotherapie. Sie begründen ihr Engagement damit, dass es menschliche Phänomene sind, die mit der Klimakrise zusammenhängen. Verdrängung oder Orientierung am Verhalten Anderer seien Verhaltensweisen, die Menschen davon abbringen würden, zu handeln. Außerdem sieht die Gruppe ihre Aufgabe darin, Klimaaktivist*innen zu helfen, „dass man auf sich achten kann, nachhaltig und lang aktiv bleiben kann und nicht ausbrennt“, denn „wir alle sind hier, weil wir Angst davor haben, was da auf uns zukommt […]. Das kann anstrengend sein.“ Mehr Informationen zu „Psy4F“ findet mensch auf psychologists4future.org und Kontakt zur Gruppe zur Information, Kollaboration und zum Mitmachen ist über die Mailadresse wuerzburg@psychologists4future.de möglich. In der zweiten Rede sprach ein Aktivist von Parents for Future davon, wie wichtig Gemeinschaft dabei ist, gegen die Klimakrise zu agieren. Er erläuterte dies am Beispiel seines Autos, das er am liebsten nicht mehr fahren würde – sich aber Alternativen nicht leisten könne. Daher wolle er sich das Auto nun mit anderen teilen. Wichtig war dem Aktivisten, zu betonen, dass die Entwicklung einer solidarischen Kultur nicht nur wichtig beim Kampf gegen die Klimakatastrophe sei, sondern auch im Falle des Nichterreichens des 1,5° Ziels und einer möglichen Verselbstständigung der Krise, um diese gemeinsam durchzustehen. * (Anmerkung sh. Ende des Threads) Die Endkundgebung fiel leider aus und so wurden noch einige Termine und Aktionen am Open-Mic angekündigt. Vor allem wurde auf das Aktionsbündnis „Steigi bleibt!“ aufmerksam gemacht und auf den Infostand der AfD am nächsten Tag am Sternplatz, wo eine Protestaktion entstehen könnte.

Ansonsten sind weitere geplante Aktionen der for Future Gruppen: 21.02. Organisation einer gemeinsamen Fahrt nach Hamburg wegen der dortigen Demo zur Bürgerschaftswahl

13.03. bayernweite Demo vor der Kommunalwahl, auch genannt „Klimawahl“

15.03. eben genannte Kommunalwahl Zur Kommunalwahl sind ab nächster Woche am 17.02. die Briefwahlunterlagen beantragbar. Eine Orientierung in Klimafragen bei der Oberbürgermeisterwahl in Würzburg kann die von Greenpeace erstellte Website kommunalwahl2020.gpwue.de bieten. @F4F_wuerzburg wird bis Ende März eine ähnlich ausgerichtete Übersicht für die Kreistagswahl veröffentlichen. * Anmerkung der Redaktion: Bis 2100 wird das von Klimawissenschaftler*innen als absolute Worst Case bezeichnete Szenario des absolut außer Kontrolle gekommenen Klimawandels nur einen Unterschied von 0,5 Grad machen – im Vergleich zu möglichen 3-5° Erwärmung im Falle des business as usual ist dies weniger schlimm. Bei der Vermeidung des Eintretens von Kipppunkten geht es vor allem darum, zu vermeiden, dass sich große Emissionen einstellen, die man nicht mehr einzeln kontrollieren kann. Eine Entwicklung in der sich Kipppunkte wie Dominosteine gegenseitig auslösen ist wissenschaftlich nicht unbedingt etabliert. Alleine deshalb ist der Kampf zur Minderung von Emissionen auch bei einem Scheitern des 1,5 Grad Ziels wichtig und sinnvoll, um die Klimakatastrophe zu minimieren.

Die Kundgebung vor dem Siemens-Gebäude in Würzburg hat begonnen. #StopAdani #fff Ein Bericht folgt im Laufe des Tages #fff #StopAdani In diesen Minuten wird von #fff ein offener Brief an den Pressesprecher der Würzburger Niederlassung überreicht. Unser Bericht:

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Bewegungen im Umschwung! Bericht über die heutigen Klimaproteste vor der Würzburger Siemens-Niederlassung und Kapitalismuskritik!
Am heutigen Dienstag, dem 21. Januar, hieß es für viele Aktivist*innen: Früh aufstehen! Für 7:30 mobilisierte @F4F_wuerzburg und @XR_Wuerzburg zu einer Mahnwache vor der Siemens-Niederlassung gegen die Beteiligung am Adani-Projekt.
Auch Aktivist*innen anderer Gruppen wie @EGwuerzburg waren vor Ort. Die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen, als es vor dem Gebäude mit Sprüchen, Gesang und Instrumenten laut wurde.
Die Polizei, nachdem sie sich im Siemens-Eingang aufgewärmt hatte, räumte noch in der ersten Stunde das Feld und ermöglichte somit einen ungestörten Protest.
Die Aktivist*innen mussten draußen bleiben und hielten sich stattdessen mit Tee und Hüpfen warm: “Wer nicht hüpft, der ist für Kohle!”. Eine Hüpf-Verweigerin kommentierte das mit “Wer nicht hüpft, der ist gegen Morgensport!”
Eine BR-Journalistin fragte, auf welche Weise denn mobilisiert worden sei. Eine gute Frage: wurde doch erst am Vorabend zu Protest aufgerufen, keine 14 Stunden vor der Mahnwache. Nicht zuletzt lässt sich die Frage mit der Dringlichkeit des Problems begründen.
Mehrere Schülerinnen sagten, dass sie nun eben auch am Dienstag den Unterricht bestreiken müssten, wenn es mit den Demonstrationen am Freitag zu keinen nennenswerten Änderungen kommt.
Wir haben einen XR-Aktivisten gefragt, inwiefern Protest gegen Siemens denn überhaupt noch Sinn ergebe. Die Entscheidung, sich am Projekt zum Bau einer Kohlemine in Australien zu beteiligen, sei von Joe Käser und dem Siemens-Vorstand doch bereits getroffen worden.
Er erklärte uns, dass diese Entscheidung noch keinesw. final sei & von vielen eine realistische Chance gesehen werde, dass Siemens diese revidiert. Aus d. Grund hatten die Aktivist*innen auch einen offenen Brief vorbereitet, welchen sie heute der lokalen Niederlassung übergaben.
In dem Brief listen sie die Folgen einer weiteren Kohlemine in Australien auf. Nicht nur sei Braunkohle “eine der verheerendsten Energiegewinnungsmethoden in Bezug auf Treibhausgasemissionen”, die Mine dränge auch in den Lebensraum der dort lebenden Native Peoples ein und könne “durch sekundäre Auswirkungen schlimme Folgen auf das Great Barrier Reef haben”.
Im Interesse der Kredibilität von Siemens bitten sie die Verantwortlichen der Niederlassung, trotz geringem Einfluss auf die Entscheidungen der Führungsebene, Initiative zu ergreifen: “Veröffentlichen Sie gemeinsam mit anderen Niederlassungen eine Pressemitteilung,
werden Sie laut, stehen Sie aufrichtig ein für eine lebenswerte Welt für Sie, uns und unsere Nachkommen”.
Die Übergabe des Briefs gestaltete sich erst nicht leicht, dann enttäuschend. So wurden die Aktivist*innen nach einem Gespr. an der Klingel auf 15Min später vertröstet. Dtl. später wurde ihr Brief von einer Angestellten im Türrahmen angenommen, was in 30 Sekunden erledigt war.
Umso erfolgreicher verlief der Protest vor der Tür. In den roten Ampelphasen rannten die Aktivist*innen auf die Straßenkreuzungen und zeigten den wartenden Autofahrer*innen Schilder, darunter “Hupen für Klimaschutz”.
Diese Aufforderung wurde nur zu gerne beantwortet. So wurde sichergestellt, dass Siemens den Protest hören musste. Allgemein wurde der Protest von den Passant*innen sehr positiv wahrgenommen.
Es war noch in den Morgenstunden, als ein Ortsansässiger Heizungs- & Solarwärmebauer mit seinem Transporter anhielt & seinen Tee & Kekse den Aktivist*innen überließ. Später brachte ein Passant eine ganze Palette Kekse aus dem nächsten Supermarkt & meinte: “Ihr habt doch Recht!”
Doch die Aktivist*innen waren nicht nur zum Spaß da. Das merkte mensch in ihren Reden. Eine XR-Aktivistin nahm sich den Ausreden von Joe Käser an. So sollte der Kohleexp. nach Indien keineswegs als “Übergangslösung”, als nötiger Zwischenschr zu erneuerb. Energie, begriffen werden
Solidarisch wäre es, Indien bei der Energiewende zu unterstützen. “Joe Käser erkennt die Vertragsunterzeichnung als Fehler an”, “rechtfertigt seine Entscheidung [aber] mit der Legalität der geplanten Kohlemine”.
Die Rednerin weist darauf hin, dass es in der Vergangenheit “zahlreiche Beispiele von Handlungen, die legal waren”, gab, “obwohl sie massiv die Würde und die Grenzen von Menschen und anderen Lebewesen verletzen”.
Auch Joe Käsers “Wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer-Logik” sei verantwortungslos.
Ein Redner von Ende Gelände Würzburg rückte in seiner Rede die Entscheidung von Siemens in den kapitalistischen Kontext, aus welchem sie entstammt: “Die Entscheidung ist normal, eine rationale Entscheidung, die Alle im Grunde genommen nachvollziehen können.
Denn das Ziel von Unternehmen ist es, Profit zu erwirtschaften, das muss die Geschäftsführung sicherstellen und auch die Aktionär*innen interessieren sich nur dafür, dass am Ende des Jahres für sie etwas dabei herausspringt.”
Über das aktuelle Wirtschaftssystem sagte er: “Ein System, in dem Wachstumswahn und Profit über Leben von Mensch und Tier steht, kann nur falsch sein. Der Skandal ist nicht Adani, der Skandal ist, dass Adani ‘Business as usual’ ist!”
“Es ist höchste Zeit, das zu ändern. Und wir sind es, die das ändern werden.”
Nach den Reden wurde ein Solifoto für die Demonstrierenden in Davos, Schweiz, geschossen. In Davos begann heute das Weltwirtschaftsforum. Die Wanderdemo “Strike WEF” ist seit Sonntag, wo sie in Landquart startete, unterwegs und kommt heute in Davos an.
Auch aus Würzburg sind Aktivist*innen angereist.
Allgemein lässt sich eine Radikalisierung der jungen Klimagerechtigkeitsbewegungen erkennen. Was früher die Plastiktüte war, ist heute der Kapitalismus: Weg damit! Diese Forderung deckt sich auch mit dem aktuellen Stimmungsbild.
“Gerade einmal 12 Prozent glauben noch, dass das System ihnen nützt […] dagegen sind volle 55 Prozent der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft.” (m.faz.net/aktuell/wirtsc…)
Das sind die aktuellen Ergebnisse einer von “Edelman” durchgeführten Studie, welche heute auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos präsentiert wird. Doch bei Ende Gelände, Fridays For Future und Extinction Rebellion ist das keineswegs nur eine Stimmung.
Die überwiegend jungen Menschen bilden sich konstant politisch fort, nämlich in selbstorganisierten Vorträgen und Workshops. Und wer die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Kausalketten verstehen möchte, erkennt eben schnell, wo das Problem liegt.
Während der Verfassungsschutz vor einer Unterwanderung der Klimabewegungen durch “Linksextreme” warnt, ist uns klar, dass es das gar nicht benötigt. Klimaschutz geht nur antikapitalistisch, antisexistisch, antifaschistisch, über Ländergrenzen hinweg und vor allem: solidarisch.
Was die Bundesregierung nicht hinbekommt, beispielsweise die Unterstützung der Kurd*innen im Norden Syriens, ist für Fridays For Future nahezu keine Diskussion wert.
Und so erfahren auch Projekte wie “Make Rojava Green Again” @GreenRojava von unseren lokalen Bewegungen Unterstützung.
Dagegen fallen die Aktivist*innen auf die simplen Antworten von Regierung und Unternehmen, darunter das Klimapaket oder die ständig wechselnden Versprechen von RWE, nicht mehr hinein.
Zurecht erzeugt das bei den entsprechenden Personen Angst. Denn mit logischen Argumenten lässt sich das Vorantreiben des Klimawandels nicht mehr begründen. So müssen sie auf eines der letzten Mittel zurückgreifen, was ihnen bleibt: Den Gegner persönlich und beleidigend angreifen.
Doch vor allem diese niederträchtigen Mittel bewirken nichts gegen unsere #Solidarität!

#fff #stopadani #adani #siemens

„Klima schützen statt Grenzen schützen!“ - Demobericht: 1 Jahr @F4F_wuerzburg #fff Vor knapp einem Jahr gingen zum ersten Mal hunderte Schüler*innen und Student*innen auf die Straße, um wirksamen Klimaschutz zu fordern. In einem Jahr mobilisierte FFF alleine in Würzburg 21.000 Menschen bei 22 angemeldeten Demonstrationen, sie organisierten drei Mahnwachen und zwei Aktionswochen. Am Freitagnachmittag versammelten sich wieder hunderte Menschen am Würzburger Bahnhofsvorplatz. Mit dem Motto „Klima schützen statt Grenzen schützen“ wurde der Koalitionsvertrag der neuen österreichischen Regierung kritisiert. Das Regierungsprogramm der konservativen ÖVP und der Grünen sieht vor, „Klima und Grenzen zu schützen“. Die Demonstrant*innen zogen nach einer kurzen Auftaktkundgebung die übliche Strecke über Kaiserstraße, Juliuspromenade und Schönbornstraße zum Oberen Markt. Dort thematisierte eine FFF-Aktivistin in ihrer Rede die euphemistische Phrase des „Grenzschutzes“. Die Abschottungspolitik der Europäischen Union sei unmenschlich. Menschen harren unter widrigsten Bedingungen an den europäischen Außengrenzen aus. Tausende ertrinken jährlich im Mittelmeer. Seenotrettung wird politisch bekämpft und es wird Seenotretter*innen vorgeworfen, sie seien ein Pull-Faktor. Dies ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt. Danach hielten wir von Schwarzlicht Würzburg eine Rede. Inhaltlich gingen wir auf die „Umweltsau“-Debatte, rechten Terror und Systemversagen ein (Nachzulesen hier:

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
“Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Klimaschutz schweigen.”

Über die “Umweltsau”-Debatte, rechten Terror und den Kapitalismus.

Die Rede von Schwarzlicht Würzburg auf der heutigen Demo von @F4F_wuerzburg:
Wir sind Schwarzlicht Würzburg, ein linkes Nachrichtenkollektiv aus Würzburg. Wir berichten über politische Themen und Veranstaltungen in Würzburg und Region und haben bisher über jede FFF-Demo in unserer Stadt berichtet.
Einer unserer Texte beschäftigte sich mit dem „Umweltsau“-Song und der bürgerlichen Einheitsfront, weshalb wir angefragt wurden, hier zu reden. Doch da dieses Thema mittlerweile wirklich schon hundert mal durchgekaut wurde, tun wir allen den Gefallen und fassen uns diesbzgl. kurz
Der gezielt von rechts begonnen und gelenkte Shitstorm zeigt, wie gut die Rechte social Media verstanden hat, um mit wenigen Menschen eine so große Empörungswelle loszutreten – und wie schwer es etablierten Medien fällt damit umzugehen.
Die mangelnde Medienkompetenz besonders der bürgerlichen Medien und das nicht vorhandene Rückgrat des WDR – speziell des Intendanten Buhrow sind erschreckend. Es zeigt, dass die Macht der Rechten mittlerweile so groß ist, dass sie in der Lage sind Debatten zu bestimmen.
Das liegt auch daran, dass sich Bürgerliche darauf einlassen, sie in sämtliche Talkshows zu absolut jedem Thema einladen und Phrasen wie „mit Rechten reden“ oder „niemanden ausschließen“ dreschen.
Dadurch wird die Neue Rechte, die sich in ihrer angeblichen Opferrolle suhlt, noch bestätigt. Ständig erfolgt eine Verbrüderung der Konservativen mit der neuen Rechten – personifiziert durch den ehemaligen VS-Chef Maaßen.
Mit Hilfe der Hufeisen-Theorie wird rechte Gewalt durch die Gegenüberstellung linker Gewalt relativiert. Rassistischen Morden werden G20 und jetzt auch Connewitz gegenübergestellt.
Während letztere durch Übertreibungen und Lügen der Polizei dramatisiert werden, werden erstere durch Einzeltätertheorien und Ignorieren des politischen Hintergrunds verharmlost. Bei G20 brannten Autos, bei rechten brennen Menschen, somit ist eine Gleichsetzung nicht möglich.
Doch Polizei und andere sog. Sicherheitsbehörden sind Teil des Problems. Vom NSU 2.0 über das Hannibal-Netzwerk und Uniter, werden regelmäßig rechte Netzwerke in Sicherheitsbehörden aufgedeckt, die oft durch den herrschenden Corps-Geist vertuscht werden.
Auch Würzburg ist nicht frei von rechter Gewalt. Immer wieder kommt es zu rassistischen Angriffen oder Übergriffen auf Antifaschist*innen.
Erst vergangene Woche wurden zwei Faschisten im Amtsgericht Würzburg zu Haftstrafen verurteilt, nachdem sie einen Zivilcourage zeigenden Rentner brutal zusammenschlugen, der sich über ihre laute Nazimusik beschwert hatte (twitter.com/schwarzlichtwu…).

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Faschoschläger verurteilt!

Nach dem brutalen Naziangriff in #Lohr im Juli 2019 wurden nun die beiden Täter verurteilt.
Ein 64-Jähriger hatte im Zug genug von lauter Nazimusik. Er schritt ein und forderte die zwei Rechtsradikalen auf, die Musik auszumachen. In den Liedtexten sei von “Zecken schlagen” die Rede gewesen.
Seine #Zivilcourage beantworteten die Faschisten mit brutalen Schlägen. Einer der beiden trug ein Blood-and-Honour-Tattoo. Beide waren am selben Tag bereits aufgefallen, als sie Hitlergrüße an anderen Bahnhöfen zeigten.
Dennoch gaben sich Polizei und Staatsanwaltschaft trotz des eindeutig rechtsradikalen Hintergrunds zunächst bedeckt. Der rechte Hintergrund wurde der Öffentlichkeit nur durch die Presse und durch Aussagen des Opfers bekannt.
Nun müssen die beiden Nazis längere Zeit in den Bau. Respekt an den 64-Jährigen Mann, der sich auch im Gericht nicht auf faule Deals mit den Faschisten einließ!

Diese Gesellschaft braucht mehr Menschen wie dich!
Quelle:

br.de/nachrichten/ba…

Zum Revue passieren lassen:

mainpost.de/regional/main-…

mainpost.de/regional/main-…

Die FFF-Whatsapp-Gruppe wurde zwischenzeitlich von Rechten gekapert und für volksverhetzende Inhalte missbraucht (twitter.com/schwarzlichtwu…).

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Gestern wurde über Twitter die Meldung verbreitet, dass sich Nazis in die WahtsApp-Gruppe von @F4F_wuerzburg Zugang verschafft haben und diese mit ihrem ganz klar menschenverachtenden Gedankengut gefüllt haben. twitter.com/F4F_wuerzburg/…
Unter anderem wurde, neben zahlreichen anderen “Memes”, ein “Meme” mit dem Inhalt “Bei Juden drücke ich schon mal ein Auge zu”  in die Gruppe gesendet.
Angesichts des Terroranschlags auf eine Synagoge vor genau einer Woche, erscheint die Aussage noch grauenvoller, als sie ohnehin schon ist.
Auch wurde beispielsweise der Gruppenname in “14 words” geändert was laut Aussage der Nazis für “We must secure the existence of our people and the future for white children” stehen soll.
Die Aktion der Nazis wurde mittels Screenshots dokumentiert, und wird zur Anzeige gebracht. Wir solidarisieren uns mit Friday’s for Future Würzburg.

Doch warum ist auch die Klimabewegung Ziel von rechtem Hass? Es liegt daran, dass sie Angst haben. Rechte wie konservative und die etablierten Parteien eint die Angst vor einer globalen, feministischen und kapitalismuskritischen Bewegung wie der Klimabewegung.
Denn die etablierten Parteien, FDP wie Grüne, CSU wie SPD, wollen und können genauso wenig für Klimaschutz tun, wie es die AfD tun würde.
Denn in unserem kapitalistischen System, das auf Wachstum, Profitmaximierung, Klientelpolitik und Lobbyismus basiert, ist nachhaltiger Klimaschutz nicht zu erreichen.
Bürgerliche und Rechte wollen nicht, dass wir den Kapitalismus grundsätzlich in Frage stellen und gemeinsam den Kampf gegen den drohenden Klimakollaps führen. Deswegen versuchen sie uns zu spalten, in alt und jung, in deutsch und nicht-deutsch, in Bauern vs. Fridaysforfuture.
Dabei bestimmen nur Wenige darüber, wie wir produzieren, wieviel Lohn wir bekommen und wie wir uns fortbewegen.
Dass Fleisch günstiger ist als Veggie-Wurst und Autofahren günstiger als Zug fahren ist das Ergebnis der Klientelpolitik für Auto- und Fleischindustrie.
Mit moralischen Appellen à la, „dann esst doch weniger Fleisch“ oder „dann nehmt halt die Bahn“ versuchen Politiker*innen ihr eigenes Versagen auf die breite Bevölkerung umzulenken.
Die Regierenden handeln nicht aus purer Böswilligkeit, sie können schlicht nicht anders, denn in einer kapitalistischen Ökonomie sind sie gezwungen, sich den Gesetzen des Marktes zu unterwerfen.
Nur wenn die Wirtschaft demokratisiert wird und die kapitalistischen Dogmen über Bord geworfen werden, können wir wirklich nachhaltig wirtschaften und haben so vielleicht noch die minimale Chance, das 2 Grad-Ziel zu erreichen.
Wir müssen das profit- und wachstumsorientierte System zu einem solidarischen, ökologischen Wirtschaftssystem revolutionieren. Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Klimaschutz schweigen.

Die Rede endete mit dem Satz „Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll vom Klimaschutz schweigen“. Großer Jubel brandete auf. Radikaler Antikapitalismus ist mittlerweile ein wichtiger Teil der FFF-Bewegung. Auch bei der Abschlusskundgebung vor der Regierung von Unterfranken war die soziale Frage Thema. Ein älterer Mann hielt ein Schild hoch „Wo ist meine Rente?“ und wollte die größtenteils jungen Demonstrant*innen aufs Thema Altersarmut aufmerksam machen. Viele gingen zu ihm und sagten, sie fänden es gut, dass die soziale Frage mit der Frage nach Klimaschutz verknüpft werde. Der Kapitalismus sei sowohl ursächlich für den Raubbau an der Natur, als auch für die Ausbeutung der Menschen, sagte ein junger Demonstrant. Währenddessen hielt ein Aktivist der @SeebrueckeWue eine Rede. Er thematisierte erneut systematische Ungerechtigkeit. In unserem globalen Kapitalismus bleiben Milliarden Menschen auf der Strecke, werden verfolgt, leiden unter Armut und sind zur Flucht gezwungen. Dass der EU nicht anderes einfällt, als die Grenzen dicht zu machen, zeigt wie wenig sich die politischen Eliten für humanistische Werte interessieren. Es ist zu beobachten, dass die FFF-Bewegung immer mehr das große Ganze in Frage stellt und miteinander verknüpft. Statt Reden à la „Wir müssen doch einfach auf Plastiktüten im Supermarkt verzichten“, wie es sie noch vor einem Jahr häufig gab, findet Kapitalismuskritik statt. Diese wird verknüpft mit Kritik an Rassismus und Patriarchat. Ein lautes „Hoch die Internationale Solidarität“ schallte über den Platz vor der Regierung. Danach sangen die Protestierenden das antifaschistische Partisanenlied „Bella Ciao“ mit dem abgewandelten Text: „We need to build a better future and we need to start right now“. Die gute Stimmung wird allerdings durch die Dramatik aktueller Entwicklungen überschattet. Ein Klimaaktivist sagte: „Wir haben jetzt ein Jahr voller Streiks hinter uns. In dieser Zeit ist so viel Scheiße passiert: Das Klimapaket der Bundesregierung, ein Kontinent brennt und Konzerne wie @Siemens setzen weiter auf die Unterstützung des Baus der Kohlemine #Adani in Australien.“ Abschließend wurde für weitere Termine mobilisiert. Heute Abend findet in der Buchhandlung „Erlesen“ in Grombühl die Vorstellung des Buches „Ihr habt keinen Plan, darum wir machen einen“ statt ( Morgen gibt es eine Gemeinsame Anreise aus Würzburg zur „Wir haben es satt“-Demo in Berlin (wuerzburg.demosphere.net/event/2264). Außerdem mobilisiert @vkwue_jetzt am morgigen Samstag zu einer Demonstration unter dem Motto „Durchatmen statt Durchrasen“ auf den Würzburger Stadtring, um gegen zunehmenden #Durchgangsverkehr und Ausbau des PKW-Verkehrs zu demonstrieren (wuerzburg.demosphere.net/event/2231).

Schon ein Jahr streiken Würzburger Schüler*innen für das Klima!

22 Demos, 3 (tagelange) Mahnwachen und 21.000 Menschen auf der Straße! Diese Zahlen sind nicht selbstverständlich.

Diesen Freitag jährt sich der Protest von @F4F_wuerzburg zum ersten Mal.

Geht auf die Straße! #fff

Am 17. Januar geht #FFF in Würzburg zum ersten mal diesen Jahres wieder auf die Straße.

Gleichzeitig wird @F4F_wuerzburg an diesem 17.01. genau ein Jahr alt! Herzlichen Glückwunsch! twitter.com/F4F_wuerzburg/…

FridaysForFuture Würzburg (@F4F_wuerzburg):

Tags darauf wird es eine Demonstration von @vkwue_jetzt geben:

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Samstag, 18.01, wird in Würzburg demonstriert!

Autos beherrschen die Innenstadt & nutzen Wü zur Durchfahrt.

Ab 11 Uhr wird @vkwue_jetzt unter d. Motto “Durchatmen statt durchrasen” dagegen auf die Straße gehen.

Treffpunkt: Stadtring, Ecke Rottendorferstr.

wuerzburg.demosphere.net/event/2231

Am Freitag fand zum zweiten Mal der globale Klimastreik statt. Mit zu Spitzenzeiten knapp 5000 Menschen, und damit mehr als doppelt so vielen wie angemeldet, zog die Demonstration vom Hauptbahnhof, über den Berliner Ring durch die Innenstadt. #fff #climatestrike Mit Gesang, Klatschen, Musik und guter Laune, machten die Klimaschützer*innen auf ihre Forderungen aufmerksam. Auffallend war, neben der ausgelassenen Stimmung, auch das Alter der Demonstrierenden: von Kleinkindern bis Senior*innen waren alle Altersklassen vertreten. Die Abschlusskundg., mit Redebeiträgen & musik. Einlagen, fand am Residenzplatz statt. Redner*innen verdeutlichten, dass Klimaschutz jede*n etwas angeht. Der Planet stirbt & die meisten Menschen schauen weg. Ein Redner meinte, er verstehe nicht, wie mensch nicht aktiv sein könne Wissenschaftler*innen betonen, dass es nicht mehr fünf vor, sondern bereits zwölf ist, dennoch verabschiedete die deutsche Regierung ein inhaltsloses Klimapaket. Mittlerweile wurde ein Klimanotstand ausgerufen, wofür sich Politiker*innen selber beklatschen, doch sie ändern nichts Deswegen geht @F4F_wuerzburg freitags auf die Straße. Junge Menschen, die von den Folgen der aktuellen Umweltzerstörung stark betroffen sein werden, sorgen sich um ihre Zukunft und die des Planeten. Seien es Großdemonstrationen von Fridays for Future oder gezielte Aktionen wie von @EGwuerzburg dieses Wochenende in der Lausitz, das Ziel ist das gleiche, nämlich Klimagerechtigkeit. Nur Minuten nach der Veröffentlichung des Mainpost-Artikels über die Demonstration zeigte sich das Internet auf Facebook – mal wieder – von seiner hässlichen Seite. „Gehirnamputierte und Gehirnwäsche“, „zu faul zum arbeiten“, „dumm“, „Heuchler“, „Mitläufer und Faulenzer“ und Forderungen nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht – ‘das Volk’ reagiert auf junge, demonstrierende Menschen. Nicht nur Greta Thunberg, sondern die ganze Klimabewegung wird mit Hass überschüttet und verunglimpft.

Über Greta-Hass berichtete @antifa_wue bereits im September: twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
CN Misogyny Ableism Murder Rape Food

Ein Thread zum aktuell immer stärker werdenden „Greta-Hass“.

Doch davon lässt sich @F4F_wuerzburg nicht stoppen. Es muss noch viel erreicht werden und das geht nicht durch Kommentare schreiben und Däumchen drehen. Wir müssen alle auf die Straße gehen und zeigen, dass es uns ernst ist. One struggle, one fight!

Zwei Videos zum heutigen Klimastreik

#fff #wue2009 #wu2009 #Fridays4Future

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Unser Bericht zum heutigen #Klimastreik
Die ganze Stadt war auf den Beinen und folgte dem Aufruf von @F4F_wuerzburg, um endlich einen Wandel in der Klimapolitik zu fordern. Am Bahnhof versammelten sich ab 11 Uhr mittags gut 8.000 Menschen und zogen am Quellbachparkhaus vorbei zum Berliner Ring.
Als die Demonstration in die Ludwigstraße einbog, stand der Demobeginn noch an der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof.

Die Demonstrierenden bestreikten Schule und Arbeit oder hatten sich für die globale Großdemo frei genommen.
Besonders krass ist die Zahl, wenn man bedenkt, dass auch im Umkreis gestreikt und demonstriert wird. In Schweinfurt, Kitzingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Lohr, Aschaffenburg, Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim gingen ebenfalls Hunderte bis Tausende auf die Straßen.
Unter den mittlerweile bekannten Rufen „What do we want – Climate justice!“ und „Hopp hopp hopp Kohlestopp“ zog der beeindruckende Demozug über Theater- und Eichhornstraße zum Oberen Markt. Die Zwischenkundgebung musste wegen des gewaltigen Andrangs abgesagt werden.
Mobilisiert hatten alle Würzburger Klimagruppen. @EGwuerzburg, @XR_Wuerzburg und @keinhektarmehr hatten einen antikapitalistischen Block gebildet. Mit weißen Maler*innenanzügen machten sie auf ihre direkten Aktionen in den Kohleabbaugruben aufmerksam.
Auch @vkwue_jetzt, die mit ihrem Radentscheid ein fahrradfreundliches Würzburg erreichen wollen beteiligten sich mit vielen Menschen. Neben Umweltgruppen wie @GreenpeaceWue, beteiligten sich auch Gruppen, die für vegane Ernährung eintreten. Bspw. Watu und Veganes Würzburg
Dass Klimaschutz nicht gegen soziale Themen ausgespielt werden kann ist fast allen klar. Die Gewerkschaften mobilisierten ebenfalls zu der Demonstration. Es waren Leute der @DeineEVG und des @dgbbayern auf der Straße.
Die @IGMetall Würzburg lief hinter einem „There are no jobs on a dead planet!“-Banner. Ein Querschnitt der Gesellschaft war auf der Straße.
Der antikapitalistische Block rief laut „A- Anti-Anticapitalista“ und forderte auf vielen Schildern Klimaschutz nicht gegen Menschenrechte und soziale Rechte auszuspielen. Schon länger ist bekannt, dass Klimaschutz ohne einen Sturz des kapitalistischen Systems nicht möglich ist.
Als die Demonstration am Unteren Markt ankam, waren die letzten Demonstrant*innen erst in der Eichhornstraße. Die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Karmelitenstraße waren zu diesem Zeitpunkt voller Menschen.
Bei der ganzen Demonstration war übrigens keine einzige Parteifahne zu sehen, auch wenn sich Landtagsabgeordnete der Grünen und eine Bundestagsabgeordnete der Linken beteiligten.
Bei der Abschlusskundgebung zeigte sich das Orga-Team von @F4F_wuerzburg beeindruckt von der Menge am Marktplatz. Trotz der Masse waren die Reden gut zu verstehen. Der erste Redner sprach von den Anfängen der Bewegung: „Ein Freund erzählte mir von „dem großen Ding“.
„Es ging alles los mit einer Whatsapp-Gruppe mit 200 Leuten“. Mittlerweile fühle sich die ganze Gesellschaft als Umwelt- und Klimaschützer. „Markus Söder umarmt Bäume und wir führen endlose Debatten um eine CO2-Steuer“, sagte er.
„Anscheinend haben sie es noch nicht verstanden. Wir brauchen ein flächendeckendes Umdenken!“
Danach redete eine Mutter, die „stolz“ ist auf ihre „schulschwänzenden Kinder“. Sie könne es nicht fassen, dass immer noch Kohle abgebaut wird. „Wir müssen kämpfen, dass endlich die Kohle abgestellt wird. Wir sind eine Menge und können etwas bewegen“, rief sie.
In der dritten Rede sprach ein Physiker von @sciforfuture: „Schon 1972 war bekannt, dass Wachstum nicht unendlich möglich ist“. Die Grenzen seien noch weit weg gewesen. Doch schon die beinahe Katastrophe durch das Ozon-schädliche FCKW sei durch direkte Maßnahmen beendet worden.
Diesmal werde es schwer, die Katastrophe abzuwenden. „Die Erde hat sich bereits um ein Grad erwärmt. Ende des Jahrhunderts werden es vermutlich drei Grad, wenn sich nicht sofort etwas ändert“, meinte er.
Die Maßnahmen seien bekannt: Weniger Fliegen, Weniger Fleisch, Keine Kohlekraft und eine Verkehrswende. „Es ist Zeit zu handeln“, appelierte er.
Auch in der vierten Rede wurde gefordert „endlich Taten folgen zu lassen“. „Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie und kostenlosen ÖPNV“, forderte sie. Am Ende wurde das alte italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ gesungen und die Demomenge löste sich langsam auf.
Würzburg hat heute eine der größten Demonstrationen seiner Geschichte gesehen. Damit ist diese Demonstration aber nur ein kleiner Teil einer globalen Bewegung die heute Millionen auf die Straße brachte.
Der Druck der Bevölkerung ist da. Jetzt müssen auch die wenigen Profiteure der Klimakrise endlich einsehen, dass ihre Zeit langsam um ist. System change not climate change!
Die Demo ist nur der Auftakt von vielen Aktionen gegen die Klimakrise in der Region. Morgen findet der autofreie Tag am Mainkai statt. Infos:
Das Bündnis @vkwue_jetzt organisiert eine Sternfahrt mit dem Fahrrad zum autofreien Tag. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1730
@vkwue_jetzt Unter anderem mit der DGB Hochschulgruppe Würzburg organisiert @F4F_wuerzburg einen Themenabend zu „Jugend im Widerstand“ im Buchladen Neuer Weg.
Das Würzburg Klimabündnis @keinhektarmehr beginnt nächste Woche mit ihrer Aktionswoche „Rodungen Stoppen“. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1745
Und merkt euch die Kritische Einführungswoche Würzburg (@kew_wue). Dort wird unter anderem am 7. Oktober eine Veranstaltung zum Thema Klimakrise und Kapitalismus stattfinden. Infos:
Schaut einfach mal auf: wuerzburg.demosphere.net. Dort findet ihr immer alle Infos zu linken Veranstaltungen in der Stadt
An dieser Stelle sei auch an die kommende Stolpersteinverlegung am 24.09 erinnert!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im Rahmen der 27. Stolpersteinverlegung in Würzburg wird es am 24.09 drei Referate zum Thema “Jüdische Handwerker*innen” in der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für Unterfranken (Dieselstraße 12, 3. Stock) geben.
Insgesamt werden 20 Stolpersteine verlegt. Die Namen sowie Orte und Uhrzeiten der Verlegung findet ihr hier: stolpersteine-wuerzburg.de

#fff #wue2009 #wu2009 #Fridays4Future

twitter.com/schnurrzpiep/s…

Neueste Schätzung: 8.000 Demonstrant*innen!

#wu2009 #wue2009 #ClimateStrike #fff #Fridays4Future

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird diese Zahl heute noch drastisch erhöht werden müssen

#wu2009 #wue2009 #ClimateStrike #fff #Fridays4Future

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Ungesicherte Quelle sagt, dass die Cops vor einer Stunde 4000 Menschen zählten

#wu2009 #wue2009 #ClimateStrike #fff #Fridays4Future

@schwarzlichtwue 😍

#wu2009 #fff #ClimateStrike

#FridaysForFuture

Es geht bald los!

Erneut die Bitte: wer über 18 ist und auch ansonsten die Bedingungen als Ordner*in erfüllt, darf sich gerne melden @schwarzlichtwue Bitte teilt keine Fotos von Demos auf denen Gesichter erkennbar sind @AnotherThem Das ist unsere Absicht. Wenn wir live posten, wo das zensieren nicht so einfach möglich ist, versuchen wir “auf sicherer Distanz” zu fotografieren, wo die Gesichter auch nicht mehr zu erkennen sind

„Die Ideologie vom stetigen Wachstum zerstört unsere Erde!“ - Ein Thread zum heutigen Streik in Würzburg.

#FridaysForFuture #FFF #F4F #Wuerzburg Gut 200 (größtenteils) Schüler*innen versammelten sich bei regnerischem Wetter am Hauptbahnhof. @F4F_wuerzburg hatte erneut zum Schulstreik aufgerufen. Unter Sprüchen wie „What do we want? - Climate Justice“ und „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ lief die Demo über die Juliuspromenade und die Karmelitenstraße zum Rathaus und wuchs bis zur Zwischenkundgebung auf 300 Menschen an. Am Vierröhrenbrunnen fand die Zwischenkundgebung statt. Der erste Redner sagte: „Alles ist endlich, der Kapitalismus aber braucht das Wachstum. Doch dieser Zwang zum Wachstum ist tödlich“. Er rief auf, noch mehr Kapitalismuskritik zu üben. Es sei an der Zeit endlich das Wirtschaftssystem der Ausbeutung zu beenden und Alternativen zu suchen. Die zweite Rednerin rief auf „endlich Druck zu erzwingen“. „Wir brauchen keine Menschen mehr die uns loben und uns auf die Schulter klopfen! Das hilft nicht weiter. Wir müssen alle aktiv werden“, sagte sie. Sie stellte die Klimagruppen kurz vor: @keinhektarmehr ist ein Bündnis, das sich für den Erhalt von Wäldern in der Region einsetzt. Aktuell kämpft es gegen #Rodungen im nahen Thüngersheim. @EGwuerzburg organisiert Fahrten zu direkten Aktionen gegen die Braunkohleindustrie. Neu in Würzburg ist Extinction Rebellion. „XR“ ist eine globale Bewegung gegen die Klimakrise. Sie rufen zu direkten Aktionen auf, um Handlungen zu erzwingen. Am 29. Juli 2019 um 17 Uhr am Vierröhrenbrunnen wird @XR_Wuerzburg zum ersten Mal in Würzburg aktiv werden. Die dritte Rednerin (@vkwue_jetzt) plädierte für ein Umdenken in der Mobilität. „Das Auto muss raus dem Zentrum des Verkehrsdenkens. Wir brauchen einen günstigen Nahverkehr und fahrradfreundliche Städte“, sagte sie. „Wir brauchen eine radikale Lösung für ein radikales Problem“, meinte der vierte Redner. „Ein Klimaschutz, der soziale Ungerechtigkeit verschlimmert, geht gar nicht. Ich verstehe die Leute, die sich kein Bio leisten können oder aufgrund eines schlechten oder teuren Nahverkehrs auf ihr Auto angewiesen sind“, führte er weiter aus. Weiter kritisierte er die Realpolitik, die eigentlich von den Interessen privater Unternehmen bestimmt sei. Er beendete seine Rede mit: „Systemwandel statt Klimawandel!“. Nach den starken Reden zog die Demo weiter über die Eichhorn- und Theaterstraße zur Würzburger Residenz. Neben der Ankündigung einer Veranstaltung mit „älteren Menschen“ in der Batman-Kirche, rief eine Rednerin auf, bei der Verleihung des Friedenspreises an Hermine dabei zu sein. Und natürlich mobilisierten sie für ihre um 18 Uhr startende Dauerkundgebung. Fünf ganze Tage und Nächte will @F4F_wuerzburg vor dem Würzburger Rathaus ausharren. Mit ihrer Mahnwache fordern sie die Stadt auf, eine andere Klimapolitik umzusetzen. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Kleine Erinnerung: @F4F_wuerzburg wird noch etwas länger vor dem Rathaus ausharren, kommt doch vorbei! #FFF #F4F #FridaysForFuture #Wuerzburg
#FFF #F4F #FridaysForFuture #Wuerzburg
#FFF #F4F #FridaysForFuture #Wuerzburg

Klimaschutz statt Kohleschmutz: in 20 Minuten beginnt am HBF die Demo von @F4F_wuerzburg. Die Forderungen der Schüler*innen: nachhaltige Klimapolitik, Umweltschutz und Klimaschutz sollen vor die Wirtschaft gestellt werden und das Pariser Klimaabkommen muss eingehalten werden #FFF