#csd

Stonewall was a riot!

Heute jähren sich die Aufstände von #Stonewall zum 51. Mal. In der Nacht auf den 28. Juni 1969 veranstaltete die Polizei eine Razzia in der queeren Bar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street im Greenwich Village, New York City. Nach zahlreichen Razzien in LGBTIQA* Etablissements in den 60er Jahren, stellte diese einen Wendepunkt dar. Erstmals wehrte sich eine größere Gruppe gegen die Marginalisierung durch die Polizei, die vertrieben wurde. Wer den ersten Stein bei der Stonewall Rebellion warf, ist ein bekanntes Meme; wer es tatsächlich war, kann nicht festgestellt werden. Der Grund für den ersten Stein war die Festnahme einer Aktivistin, die später oftmals als Stormé DeLarverie festgestellt wurde, bei welcher die Polizei mehrmals auf die Aktivistin einschlug. Ihre Rufe zum Widerstand waren der Funken am Pulverfass, der nicht nur das Werfen des ersten Steins, sondern auch den zweiten und dritten und alle nachfolgenden ermöglichte. Der erste geworfene Ziegelstein war eine Straftat, die nächsten einhundert geworfenen Ziegelsteine sind nun eine Jahreszahl in den Geschichtsbüchern. Die Rebellion hielt sich über zwei Nächte, in der trotz Einsatz polizeilicher Paramilitärs der queere Widerstand sich nicht nur hielt, sondern auch den Einfluss der Polizei zurück drängte. Zwischen brennenden Einsatzwägen und zerbrochenen Fensterscheiben kristallisierte sich eine Wahrheit deutlich heraus: Unter der fokussierten Wut gegen die achtzehn Jahrhunderte der europäischen Verfolgung, Verachtung und Repression von queeren Menschen zerbrachen die besten Riot Shields. Zum ersten Mal in der Moderne gab es einen sicheren Raum, in den sich Menschen hinein outen konnten. Während die cis schwulen Männer, die ihre Rechte mittels Anpassung an die Gesellschaft erreichen wollten, entsetzt mit dem Kopf schüttelten, kam es zu einem Moment, dessen Tragweite nicht zurück zu nehmen war. Im „Stonewall Inn“ trafen sich viele auch intersektionell mehrfach marginalisierte Personen wie schwule Latinos oder Schwarze Dragqueens. Die Gay Liberation Front, die sich aus der Rebellion entwickelte, konzentrierte sich über viele Jahre auf die Rechte von cis Schwulen und danach Lesben. Die Rechte von trans Personen und Bisexueller rückten erst viel später in den Fokus. Trotzdem erwuchs aus dem Moment eine Bewegung in Permanenz, nicht zuletzt dank Brenda Howard. Dass ihre Bekanntheit selbst in queeren Kreisen so gering ist, ist eine Schande; neben ihrer queerer Organisationsrolle war sie lautstarke Aktivistin gegen den Krieg in Vietnam. Sie war Mitglied von und Kämpferin für die queerfeministischen, bisexuellen, kinky und polyamoren Communities. Im Rahmen der Rebellion hatten sich viele queere Menschen in New York organisiert, zu Netzwerken organisiert und standen im Kontakt; allerdings gab es keinen konreten Punkt, auf den sich der Aktivismus konzentrierte. Howard wird heutzutage, wo ihr Name überhaupt bekannt ist, als Mutter der Pride bezeichnet, und zwar zurecht: Sie nahm eine zentrale Rolle im ersten Pride March ein Jahr nach der Rebellion ein. Die erste Pride, ganz im Gegensatz zu modernen CSDs, war deutlich und strukturiert ein Akt des zivilen Ungehorsams. Er ging gegen den Willen des Einzelhandels an der Demonstrationsroute, er blockierte wichtige Fahrtstraßen für Autos, er ging gegen den impliziten Widerstand der Polizei und die explizite Empörung der Stadtverwaltung. Innerhalb der ersten paar Jahre mäßigte sich der Widerstand deutlich, aber die erste Pride Parade war ein friedlicher, selbstorganisierter, gezielter Aufstand. Die Stonewall Rebellion war ein Aufstand gegen vergangene und gegenwärtige Polizeigewalt, die erste Pride war ein Aufstand für gegenwärtige und zukünftige queere Freiheit. Brenda Howard wusste die Energie der queeren Gruppen, zuvor noch einzeln agierend, in ein gemeinsames Projekt zu bündeln. Ob in Demonstrationen, in Parties, in Mahnwachen, oder in Theateraufführungen, die Veranstaltungen der ersten Prides hatten kein gemeinsames Muster, sondern eine gemeinsame Aussage: Wir erinnern an unsere Stärke, der Repression zum Trotz, und tragen diese Stärke ins gemeinsame Bewusstsein; solange (queere) Menschen unterdrückt werden, ist Stonewall nur vertagt, nicht beendet. Die Geschichte des queeren Widerstandes kennt bestimmte Varianten von Feierlichkeiten in diversen Rollen: Zur Erschaffung von Safe Spaces oder eigener Identitäten, zur Vernetzung untereinander, als Plena für die Organisation von Supportnetzwerken und politischer Aktivitäten, als Alternativfamilie für Ausgestoßene. Heutige CSD-Parties, maßgeschneidert, um nichtqueeren Menschen nicht auf die privilegierten Füße zu treten, erfüllen in keinerlei Hinsicht mehr die Aufgaben ihrer historischen Vorgänger. Sie sind zu einer Party für nichtqueere Partygänger:innen geworden, wo alle Hemmungen fallen gelassen werden dürfen. Hemmungslos zu sein ist an sich nichts schlechtes und hemmungslose queere Partys, wo queere Menschen sein können wie sie wollen, ohne Stigmata befürchten zu müssen sind wichtig, dennoch darf die Essenz des Christopher Street Days darin nicht verloren gehen. Es geht um queere Autonomie, queere Schutzräume gegen den antiqueeren Hass, Orte ohne Herrschaft und Priorisierung der Privelegierstesten. Und, genauso wichtig: Stonewall was a riot! Wir müssen uns alle in Erinnerung rufen, dass Rechte nicht durch lieb fragen und Petitionen erreicht wurden. Sie wurden erkämpft. Doch diese Erinnerung verblasst zusehends. Politiker:innen und die Gesellschaft verurteilen Ausschreitungen, wie die aktuell die durch den Mord an George Floyd ausgelösten Black Lives Matter Riots. Wie sehr moderne #CSD°s ihre Ursprünge verleugnen und korrumpieren zeigt dieses Beispiel besonders drastisch: „Einigkeit und Recht und Freiheit“ Besser gepasst hätte wohl eher „Einigkeit und Recht und Rückschritt“. Das geplante Motto des Kölner CSDs zeigt sich als Symptom des Zusammenbruchs des intersektionalen Widerstands. Bürgerlich, unkritisch, an den Staat anbiedernd, dazu ein bisschen Patriotismus. Attribute, die eher zu einem CSU-Stammtisch als zu einem Christopher Street Day oder gar eine Erinnerung an Stonewall passen. Die Wahl des Kölner Kommitees war exklusionistisch und privilegiert. Weiße reiche able-bodied atheistische cis Schwule reclaimten Nationalismus und machten damit ihre relative Privilegierung gegenüber dem Rest der Community schmerzhaft deutlich. Das priveligiertere queere Menschen mit queerfeindlichen Mephistos eingehen, ist ein neueres Phänomen, aber auch eines, dass über Einzelpersonen hinausgeht. Von weißen schwulen cis Männern als Minister von Parteien, die in großer Mehrheit die Gleichbennenung der Ehe ablehnten bis zu weißen heterosexuellen trans Frauen, die zur Unterstützung faschistischer Wahlprogramme in den Vereinigten Staaten ihre trans Identität in reinem Saneismus zu einer schlimmen geistigen Krankheit erklären. Sie alle vereint die relative Privilegierung gegenüber vieler queerer Menschen. Sie tauschen die unantastbare Menschenwürde ihrer selbst und der Mitglieder der queeren Community gegen ein bisschen Macht und zweitrangige Duldung von Seiten der Priveligiertesten. Es verwundert wenig, dass hier Leute, die außer ihrer schwulen Identität komplett den Erwartungen der heutigen Gesellschaft entsprechen, besonders laut gegen den Rest der Community schießen. Sie sind mehrheitlich die Profiteure von Lockerungen antiqueerer Marginalisierung, historisch waren sie oft die ersten und einzigen, die etwas besser leben konnten. Warum sich queere Menschen zu diesen konservativen Vorzeigeschablonen degradieren, kann diverse Gründe haben, von Angst über den fehlgeleiteten Wunsch, etwas weniger schlecht behandelt zu werden bis zu Machtgier. Was auch immer der individuelle Grund sein mag, sind doch alle diese Begründungen falsch: Während die konservative Gesellschaftsordnung zuerst weniger priveligiertere Queers angreift, hat sie keinen Platz für jegliche queere Menschen. Sie versucht uns alle, nach einer von ihnen festgelegten Reihenfolge, unserer Menschlichkeit und unserem Glück zu berauben. Egal wie weit hinten auf dieser Liste sich Menschen befinden, die widermenschlichen Kräfte werden nicht vor ihnen mit der Zerstörung der Menschenwürde aufhören. In queerer Kollaboration finden sie einen Mechanismus, zu teilen und weiterzuherrschen, die vereinte Kraft der Pride zu schwächen. Die vorherrschende mediale Narrative zu CSDs hat etwas von Zoo- oder Naturdokumentationen, die zu schlechten Sendezeiten auf ARD/ZDF laufen: Eine entmenschlichende Menagerie an vermeintlichen Ulkigkeiten und Kuriositäten, die Community wird zu einem Haufen seltsamer, aber harmloser bunt bemalter Hippies degradiert. Die neoliberale Interpretation von Stonewall ist zweiseitig: „War ein bisschen übertrieben, so viel anzuzünden, aber wie dem auch sei, ihr seid jetzt gleichgestellt und habt euren Spaß, also müssen wir doch nicht mehr darüber reden“. Diese Narrativen sind falsch, widermenschlich und gefährlich. Die erste Pride war ein Akt des zivilen Ungehorsams, dies ist ein historischer Fakt, der in der Gegenwart verschwiegen wird. Weiterhin gilt, dass sich mit der Stonewall Rebellion direkt nichts politisch geändert hat; es war die Tatsache, dass in den Pride Parades über Jahrzehnte hinweg der Moment der Rebellion weitergetragen wurde; und selbst angesichts des letzten halben Jahrhunderts sind wir noch weit von queeren Glück und wahrer Gleichberechtigung entfernt. Es bedarf kontinuierlicher Weiterführung aller Kämpfe in die Zukunft. Es bedarf intersektionelle Zusammenarbeit und Solidarität. No one is free until all are free, lautet eine bekannte Parole, die wir uns jetzt umso mehr zu Herzen nehmen müssen. In Zeiten in denen Städte, Konzerne und sämtliche Parteien sich mit Pride Flags schmücken und ihre LGBTIQA*-Freundlichkeit kommerziell vermarkten, um ihren ausbeuterischen kapitalistischen Interessen zu frönen, ist es umso wichtiger klar Stellung zu beziehen. Menschenrechte und Freiheit müssen für alle gelten. Dies ist im Patriarchat, im Kapitalismus, im weißen cis Heteronormativ niemals zu erreichen. Die Kämpfe müssen verbunden und gemeinsam geführt, die Kapazitäten gebündelt werden und gegenseitige Solidarität vorherrschen. LGBTIQA* werden niemals frei sein, wenn die Rechte nur für weiße Queere erkämpft wurden. BI_PoC werden niemals frei sein, wenn ihre Rechte nur für cis-männliche Personen gelten. Die Gesellschaft kann niemals frei sein, solange Menschen in asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Ländern für unseren Reichtum und unsere Wegwerfgesellschaft ausgebeutet werden und sterben; solange unsere kapitalistischen Interessen dafür sorgen, dass Waffen in Kriegsgebiete exportiert werden & wir zulassen, dass die Geflüchteten auf dem Weg in Sicherheit oder direkt vor unseren Außengrenzen sterben, die Menschheit kann niemals frei sein, solange Tiere in unseren Fleischfabriken gequält & ermordet werden und der Planet ausgebeutet wird. Deshalb: no one is free until all are free! Die queere Community darf sich nicht kapitalistischen, konservativen, rassistischen oder misogynen Interessen unterordnen. Sie muss gegen jede Form der Diskriminierung vorgehen! In Kapitalismus und Patriarchat ist kein freies, glückliches Leben für alle möglich. Anstatt sich also – wie in Würzburg – an diskriminierende Parteien wie CDU/CSU und deren Bürgermeister:innen, an millionenschwere Konzerne und die Mehrheitsgesellschaft anzubiedern, müssen Kämpfe wie #BlackLivesMatter und #MyBodyMyChoice bedingungslose Solidarität und Unterstützung erfahren.

No justice, no peace, Krieg den Palästen und den Faschist:innen nie auch nur einen Fußbreit!

Gestern veranstalte QueerPride Würzburg den dritten Christopher Street Day in Würzburg. 2018 war es Die Partei, die einen kleinen CSD durchführte. Im Jahr darauf machte dann @QueerPrideWue den CSD unter dem Namen Würzburger Street Day zu einem Straßenfest in der Eichhornstraße, zu welchem ein großer Demozug, beginnend am Hauptbahnhof führte.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#WSD

Geschätzte 2000 Menschen sind dem Aufruf von @QueerPrideWue gefolgt und demonstrieren für die Rechte von LGBTQI*-Personen. Noch immer werden Menschen aufgrund ihrer Geschlechtsidentität oder Sexualität verfolgt. Lang erkämpfte Rechte sind nicht selbstverständlich! #Pride2019 twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#WSD

Was für eine unglaubliche Stimmung!

#Pride2019 #PrideMonth #Wuerzburg
#WSD

Das Straßenfest in der Eichhornstraße hat begonnen! 🐿️
#WSD

Die aktuelle Sprecherin fordert ein Verbot von Konversionstherapien und spricht sich für eine Erneuerung der sexuellen Bildung im Schulunterricht aus!
#WSD

OB Schuchardt lobt das Engagement der Aktivistinnen und spricht sich gegen jede Diskriminierung aus
Natürlich wollen wir an dieser Stelle nochmal an APS-Kongress und Schuchardt’s Grußwort erinnern. Denn auch er kann seinen Worten taten folgen lassen. Christlicher Fundamentalillsmus und die damit verbundene Homophobie hat in dieser Stadt nichts verloren!

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Der APS-Kongress ist zu Ende. MissMutig und Antifa informierten und mobilisierten Gegenprotest. Dabei wurde sich auf die Aussagen von Referent*innen der vergangenen Kongresse gestützt. Doch wie lief der diesjährige Kongress ab?
Eine Person hat sich den Kongress von innen angesehen und nun ihren Bericht veröffentlicht: facebook.com/schwarzlicht.w…

Coronabedingt musste der diesjährige #CSD stationär auf den Mainwiesen stattfinden. Dort wurde in der ersten Rede unter anderem an die Historie dieses Events erinnert: „Stonewall war der Funke für die weltweite queere Bewegung“, doch „die Erfolge, die wir erzielt haben, sind fragil“. Circa 750 Menschen haben sich in und um die gekennzeichnete Kundgebungsfläche versammelt, um den Reden zu lauschen und zur Musik zu tanzen. Der CSD-SchirmHerr, CDU Oberbürgermeister Schuchardt durfte eine Begrüßungsrede halten. Würzburg, sagte er, sei eine der wenigen Städte, in der heute etwas los sei, in der Flagge und Haltung gezeigt werde. Die, die hier stünden, wüssten, was richtig sei, worum es ginge. Deutschland sei ja auf einem guten Weg, was unter anderem ein vergleichender Blick nach Polen zeige. Er betonte, wie wichtig doch Präsenz sei. Insgesamt war die Rede inhaltsleer und nichtssagend. Nach der Rede wurde OB Schuchardt für seine „Verdienste“ als „Straight Ally“ ausgezeichnet und ein Mund-Nasen-Schutz in den Farben der „Straight-Ally-Flagge“ übergeben. Worin seine Verdienste liegen, wurde nicht gesagt. Die Regenbogen-Beflaggung des Rathauses, welche er stolz betonte, ist hoffentlich nicht der einzige dieser Verdienste. Von den Parteien war nicht nur die CDU vertreten. Auch die Anwesenheit von Andrew Ullmann (FDP) und Tessa Ganserer (Grüne) wurden stolz verkündet. Bei den Reden kamen verschiedene Gruppen, darunter der Lesben- und Schwulenverband Deutschland @lsvd und die Selbsthilfeorganisation Trans-Ident e.V., und Einzelpersonen wie Uschi Unsinn zu Wort. Hier wurden die aktuellen politischen Themen wie Familienpolitik, Adoptionsrecht und das Personenstandsgesetz angesprochen. In einer Rede zur Geschichte der Queer-Community wurde an Marsha P. Johnson erinnert. Johnson war eine der ersten Drag Queens, die das Stonewall Inn besuchten. Sie nahm an den späteren Stonewall Riots teil und war eine der Gründer*innen der Gay Liberation Front sowie der Street Transvestite Action Revolutionaries. Die Redner*innen sagten, dass Johnsons früher Tod bis heute unaufgeklärt sei, die Polizei ihn aber nicht mehr rein als Suizid vermerke. In diesem Kontext merkten sie an, dass auch heute noch 40% der obdachlosen Jugendlichen in New York trans oder Drag Queens seien. Die Redner*innen sagten, dass das, was wir heute erreicht haben, Menschen vorher mit einem schlimmen Leben erkämpft hätten. Deshalb sei es wichtig, unsere Ikonen, unsere Hero*innen nicht zu vergessen. Gegen Ende des CSDs verschlimmerte sich das Wetter zunehmend, sodass die letzte Rede in einem Sturm und unter Blitzeinschlägen vorgetragen wurde.

Die Rednerin ging hier auf queeres Leben & den CSD als Protestform ein, welcher sich seit Jahren mehr & mehr an Politik & Wirtschaft anbiedert: „Sie streiten sich […] um die ranghöchsten Amtsträger*innen queerfeindlicher Parteien für nichtssagende Redebeiträge, sie kooperieren mit der Polizei, um ja bloß keine Straßen für Autos zu blockieren, sie schleifen sich zu einem harmlosen, vermarktbaren Medienereignis, um die reichsten Sponsor*innen anzulocken. Wann, im letzten halben Jahrhundert, ist aus der Seele des Widerstandes eine Werbeplattform geworden?“ Dem Framing, queere Menschen seien wesentl. Teil der Gesellschaft, stellte sie die dt. Geschichte entgegen: „Die deutsche Geschichte und die sogenannte Kultur sind nichts weiter als eine Aufzählung von Ideen der Unmenschlichkeit, die Gewalt gegen queere Menschen in sich tragen.“ Deshalb könne es keine Kooperation m. den Repräsentanten dieser Ideen geben: „Im Angesichte der widermenschlichen Gesetze, auf deren Durchsetzung sie in Vergangenheit wie Gegenwart geschworen haben, hat die Polizei auf Pride-Parades nichts weiter zu erwarten als eine Anklagebank. Im Angesichte der deutschen Vergangenheit und ewiggestrigen Gegenwart, haben die deutschen Regierungsparteien auf Pride-Parades nichts weiter zu suchen als Kritik. Wer eine Straight-Pride-Flag sucht, findet sie in Schwarz Rot Gold. Ein Staatenbund oder eine Regierung, die Menschen im Mittelmeer sterben lassen, haben kein Recht, mit Queerfreundlichkeit zu werben. Wo Menschen leiden, wo die Menschlichkeit zerstört wird, kann es keine queere Freiheit geben.“ Mit ihrer Kritik zielte sie auch auf den Würzburger CSD ab: „Der Bürgermeister einer Partei, die mit 72% gegen die Gleichbenennung der Ehe gestimmt hat, will den CSD willkommen heißen? Wir sind auch ohne ein gespieltes Willkommen immer Teil von Würzburg und jeder anderen Stadt auch, egal ob ein Fürstbischof, ein OB oder kein Mensch die Macht inne hat.“ Ihre Rede kann als Appell an die queere Community verstanden werden: agiert selbstbewusster und selbstbestimmter. Mit Selbstorganisation, ohne Abhängigkeit zu Politik und Wirtschaft, das haben die Stonewall Riots gezeigt, kann die queere Community viel erreichen! Von der Rede sichtlich überrumpelt, versuchte ein Moderator, die Einladung des OBs zu verteidigen. Spontan und immer lauter werdend rief die Menge: „Was will ich? Was willst du? Das Verbot der CSU!“, woraufhin der Moderator den Widerstand gegen die Kritik aufgab. Die Rede hatte, kaum war sie vorbei, schon genau die Selbstorganisation bewirkt, die sie wieder herbei beschwören wollte: die Menschen taten ihre Ansichten kund, ohne dafür von „Straight Allies“ abhängig zu sein.

“StopRacism” auf den Mainwiesen

Direkt im Anschluss an den Christopher Street Day #CSD demonstrieren nun 350 Menschen auf den Würzburger Mainwiesen. Sie sind einem Aufruf der Instagram-Seite “StopRacismWue” gefolgt. Der Protest der mehrheitlich jungen Menschen richtet sich gegen Rassismus und ist Teil der #BlackLivesMatter Bewegung.

Der #CSD läuft auf den Mainwiesen. Bis zu 750 Menschen demonstrieren in Würzburg gegen Homo-, Inter- und Transfeindlichkeit. Bei heißen Temperaturen tanzen die Menschen und lauschen den Reden. An gleicher Stelle geht es in einer Stunde weiter mit der “StopRacism”-Demo.

Christopher Street Day in Würzburg!

#CSD

500 größtenteils junge Menschen sind zum Christopher Street Day auf die Würzburger Mainwiesen gekommen. Gerade startet die Kundgebung in Erinnerung an die Stonewall Riots. Die Demo gegen Homo-, Inter- und Transfeindlichkeit findet unter Einhaltung der Infektionsschutzbedingungen statt.

Drei Aktionen am Samstag: „StopRacism“, Christopher Street Day und #LifeAfterCorona-Aktion! Morgen ist in Würzburg wieder einiges los. Zwischen 10 und 14 Uhr ruft @GreenpeaceWue auf, zur Eichhornstraße zu kommen und ein Stoffstück mit Wünschen und Forderungen für die Zeit nach der Corona-Pandemie mitzubringen. Ab 14 Uhr findet der #CSD statt. @QueerPrideWue mobilisiert auf die Mainwiesen und schreibt: „Unsere Worte gegen weltweite Erniedrigung und Hass von queeren Menschen werden auch weiterhin klar, präzise, laut und definitiv sein; ein Bekenntnis zu den Farben der Regenbogenflagge.“ Ab 17 Uhr ruft die Instagram-Seite „StopRacism Würzburg“ zu einer „friedlichen Demonstration“ gegen #Rassismus auf. Dresscode ist ein schwarzes Oberteil und Mund-Nasen-Schutz.

Nachträglich: Frohes Neues!

2019 war für uns alle ein aufregendes Jahr. Terror von rechts, der Krieg gegen #Rojava, die sich zuspitzende Klimakrise und die Wahlerfolge der #noAfD haben uns alle aufgewühlt. Dennoch haben wir versucht, euch auch die widerständigen, schönen Bilder aus unserer Stadt zu zeigen. In Würzburg gingen mehrmals Tausende mit @F4F_wuerzburg auf die Straße (Im September 8.000 und im November 5.000).

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Unser Bericht zum heutigen #Klimastreik
Die ganze Stadt war auf den Beinen und folgte dem Aufruf von @F4F_wuerzburg, um endlich einen Wandel in der Klimapolitik zu fordern. Am Bahnhof versammelten sich ab 11 Uhr mittags gut 8.000 Menschen und zogen am Quellbachparkhaus vorbei zum Berliner Ring.
Als die Demonstration in die Ludwigstraße einbog, stand der Demobeginn noch an der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof.

Die Demonstrierenden bestreikten Schule und Arbeit oder hatten sich für die globale Großdemo frei genommen.
Besonders krass ist die Zahl, wenn man bedenkt, dass auch im Umkreis gestreikt und demonstriert wird. In Schweinfurt, Kitzingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Lohr, Aschaffenburg, Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim gingen ebenfalls Hunderte bis Tausende auf die Straßen.
Unter den mittlerweile bekannten Rufen „What do we want – Climate justice!“ und „Hopp hopp hopp Kohlestopp“ zog der beeindruckende Demozug über Theater- und Eichhornstraße zum Oberen Markt. Die Zwischenkundgebung musste wegen des gewaltigen Andrangs abgesagt werden.
Mobilisiert hatten alle Würzburger Klimagruppen. @EGwuerzburg, @XR_Wuerzburg und @keinhektarmehr hatten einen antikapitalistischen Block gebildet. Mit weißen Maler*innenanzügen machten sie auf ihre direkten Aktionen in den Kohleabbaugruben aufmerksam.
Auch @vkwue_jetzt, die mit ihrem Radentscheid ein fahrradfreundliches Würzburg erreichen wollen beteiligten sich mit vielen Menschen. Neben Umweltgruppen wie @GreenpeaceWue, beteiligten sich auch Gruppen, die für vegane Ernährung eintreten. Bspw. Watu und Veganes Würzburg
Dass Klimaschutz nicht gegen soziale Themen ausgespielt werden kann ist fast allen klar. Die Gewerkschaften mobilisierten ebenfalls zu der Demonstration. Es waren Leute der @DeineEVG und des @dgbbayern auf der Straße.
Die @IGMetall Würzburg lief hinter einem „There are no jobs on a dead planet!“-Banner. Ein Querschnitt der Gesellschaft war auf der Straße.
Der antikapitalistische Block rief laut „A- Anti-Anticapitalista“ und forderte auf vielen Schildern Klimaschutz nicht gegen Menschenrechte und soziale Rechte auszuspielen. Schon länger ist bekannt, dass Klimaschutz ohne einen Sturz des kapitalistischen Systems nicht möglich ist.
Als die Demonstration am Unteren Markt ankam, waren die letzten Demonstrant*innen erst in der Eichhornstraße. Die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Karmelitenstraße waren zu diesem Zeitpunkt voller Menschen.
Bei der ganzen Demonstration war übrigens keine einzige Parteifahne zu sehen, auch wenn sich Landtagsabgeordnete der Grünen und eine Bundestagsabgeordnete der Linken beteiligten.
Bei der Abschlusskundgebung zeigte sich das Orga-Team von @F4F_wuerzburg beeindruckt von der Menge am Marktplatz. Trotz der Masse waren die Reden gut zu verstehen. Der erste Redner sprach von den Anfängen der Bewegung: „Ein Freund erzählte mir von „dem großen Ding“.
„Es ging alles los mit einer Whatsapp-Gruppe mit 200 Leuten“. Mittlerweile fühle sich die ganze Gesellschaft als Umwelt- und Klimaschützer. „Markus Söder umarmt Bäume und wir führen endlose Debatten um eine CO2-Steuer“, sagte er.
„Anscheinend haben sie es noch nicht verstanden. Wir brauchen ein flächendeckendes Umdenken!“
Danach redete eine Mutter, die „stolz“ ist auf ihre „schulschwänzenden Kinder“. Sie könne es nicht fassen, dass immer noch Kohle abgebaut wird. „Wir müssen kämpfen, dass endlich die Kohle abgestellt wird. Wir sind eine Menge und können etwas bewegen“, rief sie.
In der dritten Rede sprach ein Physiker von @sciforfuture: „Schon 1972 war bekannt, dass Wachstum nicht unendlich möglich ist“. Die Grenzen seien noch weit weg gewesen. Doch schon die beinahe Katastrophe durch das Ozon-schädliche FCKW sei durch direkte Maßnahmen beendet worden.
Diesmal werde es schwer, die Katastrophe abzuwenden. „Die Erde hat sich bereits um ein Grad erwärmt. Ende des Jahrhunderts werden es vermutlich drei Grad, wenn sich nicht sofort etwas ändert“, meinte er.
Die Maßnahmen seien bekannt: Weniger Fliegen, Weniger Fleisch, Keine Kohlekraft und eine Verkehrswende. „Es ist Zeit zu handeln“, appelierte er.
Auch in der vierten Rede wurde gefordert „endlich Taten folgen zu lassen“. „Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie und kostenlosen ÖPNV“, forderte sie. Am Ende wurde das alte italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ gesungen und die Demomenge löste sich langsam auf.
Würzburg hat heute eine der größten Demonstrationen seiner Geschichte gesehen. Damit ist diese Demonstration aber nur ein kleiner Teil einer globalen Bewegung die heute Millionen auf die Straße brachte.
Der Druck der Bevölkerung ist da. Jetzt müssen auch die wenigen Profiteure der Klimakrise endlich einsehen, dass ihre Zeit langsam um ist. System change not climate change!
Die Demo ist nur der Auftakt von vielen Aktionen gegen die Klimakrise in der Region. Morgen findet der autofreie Tag am Mainkai statt. Infos:
Das Bündnis @vkwue_jetzt organisiert eine Sternfahrt mit dem Fahrrad zum autofreien Tag. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1730
@vkwue_jetzt Unter anderem mit der DGB Hochschulgruppe Würzburg organisiert @F4F_wuerzburg einen Themenabend zu „Jugend im Widerstand“ im Buchladen Neuer Weg.
Das Würzburg Klimabündnis @keinhektarmehr beginnt nächste Woche mit ihrer Aktionswoche „Rodungen Stoppen“. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1745
Und merkt euch die Kritische Einführungswoche Würzburg (@kew_wue). Dort wird unter anderem am 7. Oktober eine Veranstaltung zum Thema Klimakrise und Kapitalismus stattfinden. Infos:
Schaut einfach mal auf: wuerzburg.demosphere.net. Dort findet ihr immer alle Infos zu linken Veranstaltungen in der Stadt
An dieser Stelle sei auch an die kommende Stolpersteinverlegung am 24.09 erinnert!

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im Rahmen der 27. Stolpersteinverlegung in Würzburg wird es am 24.09 drei Referate zum Thema “Jüdische Handwerker*innen” in der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für Unterfranken (Dieselstraße 12, 3. Stock) geben.
Insgesamt werden 20 Stolpersteine verlegt. Die Namen sowie Orte und Uhrzeiten der Verlegung findet ihr hier: stolpersteine-wuerzburg.de

Hunderte demonstrierten gegen rechte Gewalt und Abschiebungen. #AkbarBleibt (facebook.com/akbarbleibt/) mobilisierte hunderte und trat eine krasse Kampagne los, einfach nur um ihrem Freund zu helfen, nicht ins Kriegsgebiet deportiert zu werden. @SeebrueckeWue mobilisierte u. a. gegen die Festnahme von @CaroRackete mehrere hundert Menschen zu tollen Demonstrationen!

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Brick by brick, wall by wall, make the fortress europe fall!“

600 Menschen protestierten in Würzburg lautstark gegen die Kriminalisierung von #Seenotrettung und die europäische Abschottungspolitik.
Vor wenigen Tagen verkündete @SeebrueckeWue, anlässlich der Festnahme Carola Racketes am Wochenende, auf die Straße zu gehen. @F4F_wuerzburg solidarisierte sich bereits gestern mit Rackete und rief zur Teilnahme an der Demo auf.
Einen sehr ausführlichen Bericht mit Bezug zum aktuellen politischen Geschehen und sehr viele schöne Fotos von der Demo gibt es auf Facebook:

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#Seebruecke #Wuerzburg

Mehrmals waren hunderte in Würzburg auf den Straßen gegen den Krieg der türkischen Armee in #Nordsyrien.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#RiseUp4Rojava

#SolidarityWithRojava

Bei regnerischem Wetter haben sich gestern ca. 150 Menschen am Hauptbahnhof versammelt, um ihre Solidarität mit #Rojava auszudrücken.

Von dort zog die Demonstration über die Juliuspromenade und die Domstraße zum Vierröhrenbrunnen. Im Anschluss wurde dort eine Mahnwache für die gefallenen kurdischen Freiheitskämpfer*innen abgehalten.
„Rojava, die autonome kurdische Region im Nahen Osten, hat innerhalb eines Jahrzehnts eine Gesellschaft aufgebaut, …
die mit Nähe zur Natur, Akzeptanz und Unterstützung jeder Religion und Nationalität und mit Einbindung von Frauen im öffentlichen und politischen Leben etwas Einzigartiges bewirkt hat“, so eine Rednerin des Würzburger Solidaritätsbündnisses für Rojava.
Sie beklagt Deutschlands Beteiligung und das fehlende Interesse der Bevölkerung: „Unsere Verantwortung wird nicht wahrgenommen. Noch nicht einmal wenn es um Waffenexporte geht
Wobei 80% der deutschen Bevökerung Waffenexporte kritisch sehen, haben diese in diesem Jahr ein neues Maximum erreicht.“
Mit einer großen Polizeipräsenz bewegte sich die Demonstration unter Rufen wie „Deutschland finanziert, Türkei bombardiert“, „Freiheit für Kurdistan“ und „Biji Berxwedana YPJ“ (es lebe der Kampf der YPJ) in die Innenstadt.
Die Demonstration fand im Rahmen eines bundesweiten Protests statt. In Berlin fanden ca. 10.000 Menschen zusammen, ebenso reisten viele aus dem Würzburger Raum nach Regensburg. Nicht zuletzt aus diesem Grund fiel die Würzburger Demo mit 150 Demonstrierenden eher überschaubar aus.
Mit dem Ende der Demonstration ging es direkt zu der Mahnwache über. Dort wurden fünf Reden, davon zwei auf Kurdisch, gehalten, um Passant*innen und Demonstrant*innen über die aktuelle Lage in Rojava zu informieren und Solidarität mit den dort lebenden Kurd*innen auszudrücken.
Eine Rednerin des AKJ (Arbeitskreis kritischer Jurist*innen) führte argumentativ auf, weshalb der Angriff Erdogans auf Rojava gegen das Gewaltverbot der UN-Charta verstößt. So gebe es nur drei Möglichkeiten, welche einen Einfall in Rojava rechtfertigen.
So müsste entweder ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates vorliegen, die syrische Regierung zustimmen, oder die Türkei vom Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen dürfen.
Allerdings seien keine dieser Möglichkeiten erfüllt, „der Angriff Erdogans […] somit nicht gerechtfertigt und verstößt [deshalb] gegen das Gewaltverbot“.
Während der Demonstration und der Mahnwache wurden Flyer zur Lage in Nordsyrien verteilt. Unter anderem schlussfolgern diese, dass türkische Produkte boykottiert werden sollten. Diese Forderung sorgte für heftige Diskussion zwischen den Teilnehmer*innen.
So wurde auf der einen Seite die konsequente (wirtschaftliche) Bestrafung gefordert. Auf der anderen wurde angemerkt, dass mit einem generellen Boykott auch Oppositionelle und in der Türkei lebende Kurd*innen getroffen werden,
das Ziel, türkische Faschisten zu schwächen damit also verfehlt werde.
Um 18 Uhr wurde die mit roten, gelben und grünen Kerzen geschmückte Mahnwache abgebaut.

#MissMutig organisierte eine große Demo zum #Frauenkampftag. Im Juni fand ein evangelikaler Kongress in Würzburg statt, 200 Menschen demonstrierten dagegen.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
“You can’t pray the gay away!” Über die Demo gegen Konversionstherapien und die vorangegangene Mobilisierung gegen den APS-Kongress hat die Antifa Würzburg nun ihren Bericht veröffentlicht: antifawuerzburg.blogsport.eu/2019/06/berich… Bilder: Daniel P
Die Demo mit überwiegend jungen Menschen sowie die Zusammenarbeit mit MissMutig und @QueerPrideWue wird als Erfolg gelobt. Im Vorhinein wurde überregional von den Medien (@tazgezwitscher,@BR_Presse,@mainpost) auf den umstr. Kongress und die Verbindung zu OB Schuchardt hingewiesen
Dass das Thema Konversionstherapie von großer Aktualität ist zeigte heute Spahns erneute Bekräftigung, diese verbieten zu wollen (sueddeutsche.de/politik/konver…). Dem gegenüber steht der heutige Ausspruch gegen “Gender-Theorie” des Vatikans (www1.wdr.de/kultur/kulturn…).
Die Kirche und andere christliche Gruppierungen scheinen also auf ihren veralteten Vorstellungen zu beharren.

@QueerPrideWue organisierte endlich wieder einen #CSD, der locker über tausend Menschen anzog.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Ein kleiner fotografischer Rückblick auf den heutigen #WSD.

Vielen Dank an @QueerPrideWue und alle queeren Menschen für diesen wundervollen Tag! 🏳️‍🌈
Begleitet wurde der #WSD von den Trommlern von Samba Osenga
#WSD 🏳️‍🌈
#WSD 🏳️‍🌈

Zweifelsfrei eines der Highlights bildete die @kew_wue mit der @Unverhandelbar1- Demonstration.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Demo #unverhandelbar – Für Antifa und Klimaschutz – Gegen Kapital und Patriarchat!

Zum Abschluss der @kew_wue erlebte Würzburg drei Demonstrationen, die themenbezogen durch die Stadt zogen.

Hunderte Aktivist*innen aus Klimabewegung, feministischen Bewegungen und Antifaschist*innen liefen jeweils auf ihrer Route durch die Stadt und vereinigten sich immer wieder zu Zwischenkundgebungen.
Am Würzburger Hauptbahnhof versammelten sich zunächst etwa 600 Menschen. Als Erstes zog die Klimademonstration los. Aufgerufen zu dem Block hatten u. a. @EGwuerzburg, @keinhektarmehr und @F4F_wuerzburg. Die Klimademo startete mit 250 Menschen Richtung Berliner Ring.
Als nächstes startete die feministische Demo. U. a. MissMutig und @QueerPrideWue mobilisierten für den feministischen Demofinger. Der queere Zug lief durch Kaiserstraße und Theaterstraße hinter Bannern wie „Feminism“ und „Tender to all gender“.
„However I dress, whereever I go. Yes means yes and no means no“ und „Kondome, Spirale – Linksradikale!“.
Vor dem Theater trafen feministischer und Klima-Block zusammen und liefen zur gemeinsamen Kundgebung in der Hofstraße. Bei der Kundgebung wurden die Ausbeutung und Vertreibung indigener Völker und die Zerstörung ihrer Kulturstätten für Rodungen thematisiert.
Für eurozentrische Medien seien diese Themen uninteressant, kritisierte eine Sprecherin. „Es gibt kein umfassendes Ende des Rassismus, ohne ein Ende des Kapitalismus“, betonte die Rednerin. Ihre Rede wurde zwischenzeitlich mit „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“ bejubelt.
Als Drittes startete der antirassistische Solidarityblock. Die asylpolitische Gruppe @mehrals16a sprach über Solidarität. „Solidarität ist: im Alltag Geflüchteten zu helfen. Solidarität ist: sich gegen Rassismus stellen. Und Solidarität heißt: auch gemeinsam auf die Straße gehen“
Ohne die zivile Seenotrettung und die solidarischen Seebrücken-Proteste wären noch mehr Menschen im Meer ertrunken, betonte er. Er schloß seine Rede ab: „Machen wir aus der Solidarität eine Waffe um der Unmenschlichkeit entgegenzutreten!“.
Angesichts der Ereignisse in Rojava, ergriff eine Kurdin das Wort: „Wir haben die Welt gegen den IS verteidigt und nun schaut die Welt zu, wie Erdogan uns vernichtet!“.
Sie forderte einen sofortigen Rückzug der türkischen Armee und Sanktionen gegen Erdogan. Die deutsche Regierung leiste ihren Beitrag zum türkischen Angriffskrieg. „Deutsche Panzer raus aus meinem Land“, sagte sie.
Sie beendete ihre Rede mit: „Man muss kein Kurde sein, um zu helfen, man muss nur ein Mensch sein!“.
Gut 200 Antifaschist*innen zogen daraufhin unter Antifa- und YPG-Fahnen durch die Bismarckstraße. Zu dem Block unter dem Motto „Solidarity for all!“ riefen u. a. @antifa_wue, @mehrals16a und die @SeebrueckeWue auf.
Angesichts der Lage in Rojava riefen sie: „Biji Berxwedana Rojava!“ („Es lebe der Widerstand in Rojava“) und „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“.
Der Protest solidarisierte sich mit geflüchteten Menschen. „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“ schallte es durch die Pleich. Die Antifaschist*innen liefen über Congress-Centrum und Karmelitenstraße zum Unteren Markt.
Dort warteten sie auf den feministischen Block, deren Techno-Mukke bereits zu hören war.

Mit lauten „Alerta, Alerta Antifascista“-Rufen erreichte der feministische Block unter großem Jubel den Unteren Markt.
In der Rede wurde auf die menschenunwürdige Unterbringung eingegangen. Frauen leiden darunter besonders. „Sogar Frauen werden abgeschoben“, sagte die Missmutig-Rednerin. Geflüchtete seien nach Deutschland gekommen, um in Frieden zu Leben und erleben nun staatliche Repression.
„Jeden Tag verschärfen sich Gesetze und Maßnahmen“, sagte die Sprecherin. Zudem kritisierte sie Waffenexport in die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. „Wir müssen unser System radikal verändern“, forderte die Antikapitalistin.
Danach zog der feministische Block am Rathaus vorbei durch die Sanderstraße zum Mainkai. Hinter den Feminist*innen lief die Solidarity-Demo. Beide zogen die Blicke der zahlreichen Passant*innen auf sich.
Der Solidariy-Block lief über Dom und Neubaukirche zum „Geschwister-Scholl-Platz“. Dort sagte eine Rednerin: „Wachstum macht unsere Erde kaputt, unser jetziges System braucht das Wachstum“, betonte sie.
. @EGwuerzburg ging auf die Kriminalisierung von Seenotrettung ein. „Menschen Retten ist kein Verbrechen“, „Es ist jetzt die Zeit aktiv zu werden!“.
Auf Anordnung der Polizei liefen die Züge gemeinsam über den Sanderring zum Mainkai. Unter „A-Anti-Anti-Capitalista“ und „Climate Justice – Now!“ rufen erreichten sie das Mainufer. Dort bejubelte sie bereits die queere Demo.
In den Abschlussreden wurde die Unterdrückung der Frauen im Alltag thematisiert. Eine Sprecherin kritisierte, dass die Stadt im Juni einen teils homophoben evangelikalen Kongress hat stattfinden lassen.
Die Blicke richteten sich auf die Festung. Dort seilten sich Menschen mit einem Banner „Keine Festung Europa!“ ab. Großer Jubel brandete auf, als die Message ganz zu lesen war. Die erfolgreiche Demo klang zu Techno-Musik bei schönem Wetter am Mainkai aus.
Morgen geht es schon weiter mit der Demo gegen Antisemitismus, am Donnerstag rufen soziale Gruppen auf, die Wohnungsnot in Würzburg zu bekämpfen. Nächsten Samstag organisert WATU den ersten Animal Rights March Würzburg.

Wir bitten um Verständnis, dass wir ein paar Wochen Auszeit gebraucht haben und unsere Posts zurückgefahren haben. In dieser Zeit haben wir allerdings nicht geschlafen, sondern wir werden nach und nach berichten, was “zwischen den Jahren” passiert ist. Auf ein rebellisches 2020!

Denn: @By2020WeRiseUp

Euch hat der diesjährige #CSD/#WSD gefallen und ihr wollt euch beim CSD 2020 einbringen? Dann kommt zum Planungstreffen heute Abend im #WuFZentrum! twitter.com/QueerPrideWue/…

Queer Pride Würzburg e.V. (@QueerPrideWue):
☝🏼MORGEN findet unser nächstes [#QPWü](/t/qpwü)Planungstreffen statt:

🗓 MI 31.07.2019

🕢 19:30 Uhr

📍 #WuFZentrum Nigglweg 2
 [#Würzburg](/t/würzburg)  

Wir freuen uns auf jede Menge neue, engagierte Menschen! 😍

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