#cdu

Über 100 Menschen demonstrieren in Würzburg gegen den Putsch in Thüringen!

Um 20 Uhr versammelten sich bereits über 60 Menschen am Barbarossaplatz. Die Wahl Kemmerichs zum Ministerpräsidenten Thüringens mit Stimmen der AfD beängstigt sogar in der unterfränkischen Provinz unzählige Menschen. Erst um 18 Uhr wurde zur Demo aufgerufen. Nach kurzem Auftakt zogen mittlerweile etwa 100 Menschen durch Juliuspromenade, Schönbornstraße, Domstraße und die Gassen rund um den Markt. Mit Sprüchen wie “Wer hat uns verraten? Freie Demokraten! Wer war mit dabei? Die christliche Partei” griffen sie die #FDP und die CDU an. Diese sind verantwortlich für einen “Tabubruch” im Umgang mit Faschisten.

Unter “Alerta, Alerta Antifaschista”-Rufen wuchs die Demo auf knapp 125 Menschen an. Die Demonstrant*innen forderten “Klassenkampf” und eine radikale Veränderung der Verhältnisse. Denn: So kann und darf es nicht weitergehen! Lesenswerter Thread zu den von uns aus der Thüringen-Wahl zu ziehenden Schlüssen:

twitter.com/CremeCritique/…

Crème Critique (@CremeCritique):
+++ Staat und Parteien sind ein Teil des Problems +++ Parteizentralen von #CDU und #FDP in NRW markiert +++

+++ Dieser Text wurde uns anonym zugeschickt. Die Veröffentlichung dient dem Dokumentationszweck +++

Thread 👇

Die bürgerliche Einheitsfront – #FDP, #CDU und #noAfD wählen gemeinsam Thüringer Ministerpräsidenten (Kommentar von Schwarzlicht Würzburg)

Mit Stimmen der AfD ist @KemmerichThL (Landesvorsitzender der FDP) zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt worden. Bereits vor den Wahlen hatte die rechtskonservative #Werteunion gegen den Linken-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow Kampagnen gefahren. Das Ziel der rechten Vereinigung innerhalb der Union scheint nun erreicht. Schon im ersten Wahlgang votierten „überraschend“ drei Abgeordnete von FDP und CDU für den parteilosen AfD-Kandidaten Christoph Kindervater. Im zweiten Wahlgang fiel Ramelow erneut knapp durch. 44 Abgeordnete votierten für Ramelow, 24 enthielten sich und „nur“ noch 22 unterstützten den AfD-Kandidaten.

Im dritten Wahlgang kam es zum Paukenschlag. Die FDP stellte ihren Landesvorsitzenden Thomas Kemmerich auf. Die AfD ließ Christoph Kindervater weiter im Rennen. Dann der geschickte Schachzug der Höcke-Fraktion: Anstatt den eigenen Kandidaten zu unterstützen, einigte man sich auf das größere Ziel - die Linke abzuwählen und einen bürgerlichen Kandidaten mit den eigenen Stimmen zu wählen.

Um kurz vor halb zwei ist es Gewissheit. Björn Höckes Fraktion stimmt „überraschend“ für Kemmerich und wählt so den neuen Ministerpräsidenten ins Amt. Höcke gratuliert Kemmerich und freut sich Ramelow abgewählt zu haben. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring behauptet, man sei nicht verantwortlich für das Stimmverhalten anderer Parteien. Die CDU wollte der Extremismusthese folgend einen „Kandidaten der Mitte“ wählen. Die extrem rechten Netzwerker innerhalb der CDU und FDP um Hans Georg Maaßen und die Werteunion haben ihr Ziel erreicht. Lieber kooperiert man mit Faschisten, als einen bürgerlichen Sozialdemokraten wie Bodo Ramelow zu unterstützen. Dieser „Tabubruch“ ist fatal für den Antifaschismus. Die konservativ Bürgerlichen lassen ihre Maske fallen und nähern sich immer weiter der AfD an. Dass dieser Tabubruch ausgerechnet im Land mit einem der extremsten Rechten innerhalb der AfD, nämlich Björn Höcke, geschieht, macht das ganze noch dramatischer.