Démosphère

Der Démosphère-Kalender informiert über alle kommenden Veranstaltungen in Würzburg. Denkt daran, eure eigenen Veranstaltungen einzureichen!

Timeline

Die @Mainpost hat in ihrer gestrigen Ausgabe die für den kommenden Sonntag (13.09 / 11 Uhr am Hauptbahnhof) geplante Weinwanderung der #noAfD beworben. Dieses Vorgehen stößt bei uns auf absolutes Unverständnis.

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
.@Mainpost: Was soll das?

In der heutigen Ausgabe der Würzburger Mainpost darf die AfD ihre geplante Wanderung bewerben. Für diesen Sonntag, 13.09, um 11 Uhr mobilisiert die Bayerische Landtagsfraktion der #noAfD zum Würzburger Hauptbahnhof.
@IvoKnahn @wue_reporter @moritz_bm
Würdet ihr Werbung für die NPD machen? Nein! Deshalb überlegt euch bitte, warum ihr dagegen die AfD, deren Mitglieder „Faschist“ genannt werden dürfen, bewerben wollt.

Rechtsradikale zu unterstützen hat nichts mit „Neutralität“ zu tun.

Auf unsere Frage was das soll, gab es bisher nur die Auskunft, dass es sich um eine bezahlte Anzeige gehandelt hat. Für uns gibt es hier schlicht keinerlei Rechtfertigung. So kann sich die Mainpost hier auch nicht auf ihrere angebliche Neutralität beziehen. Denn neben Mitgliedern des lokalen Kreisverbandes, deren rassistische und antisemitische Aussagen wir bereits in der Vergangenheit öfter thematisiert haben, haben sich auch einschlägige Angehörige des bayerischen Landtages angekündigt. So ist unter anderem der Polizist Richard Graupner aus Schweinfurt dabei, ein ehemaliges Mitglied der Republikaner, welcher 2019 auf einer Veranstaltung mit Björn Höcke behauptete, die AfD brauche für ihren “Freiheitskampf” auch ehemalige NPD-Leute. Gegenüber der Mainpost positionierte er sich im gleichen Jahr als “Symphatisant” des rechten Lagers innerhalb der AfD und hob hervor, dass er mit Björn Höcke “kein Problem” habe. Außerdem äußerte er sich in einschlägigen rechten Medien wie dem “Compact” Magazin. Die Mainpost bewirbt somit eine Veranstaltung, bei der Personen teilnehmen, deren Einstellung gerade ihnen genau bekannt sein sollte.

Wir hoffen, dass sowohl diese Bewerbung als auch die Veranstaltung nicht widerstandslos hingenommen werden! twitter.com/antifa_wue/sta…

Antifa Würzburg (@antifa_wue):
#ALERTA! Am Sonntag lädt die #NoAfD Würzburg zur Weinwanderung ein. Ihr Treffpunkt ist um 11 Uhr am Hauptbahnhof. Es werden mehrere Landtagsabgeordnete erwartet, die dem “Flügel” zuzuordnen sind. Zeigen wir ihnen, dass sie in #Würzburg nicht willkommen sind!

In der Nacht auf den 9. September ist das Geflüchtetenlager Moria fast vollständig abgebrannt. Diese Katastrophe war vorhersehbar und hätte leicht verhindert werden können. Aus Wut und Verzweiflung kam es noch am selben Tag zu einer Spontandemonstration in der Würzburger Innenstadt. Auf einer Abschlusskundgebung hielt @SeebrueckeWue eine Rede, welche wir hier archiviert haben:

schwarzlicht.org/p/2020-09-09-m…

.@Mainpost: Was soll das?

In der heutigen Ausgabe der Würzburger Mainpost darf die AfD ihre geplante Wanderung bewerben. Für diesen Sonntag, 13.09, um 11 Uhr mobilisiert die Bayerische Landtagsfraktion der #noAfD zum Würzburger Hauptbahnhof. @IvoKnahn @wue_reporter @moritz_bm Würdet ihr Werbung für die NPD machen? Nein! Deshalb überlegt euch bitte, warum ihr dagegen die AfD, deren Mitglieder „Faschist“ genannt werden dürfen, bewerben wollt.

Rechtsradikale zu unterstützen hat nichts mit „Neutralität“ zu tun.

Würzburg hat Platz! - Spontandemo nach Brand in #Moria „Refugees are welcome here - say it loud, say it clear!“, schallte es heute Abend durch Würzburgs Innenstadt. Am Unteren Markt fand die Abschlusskundgebung der spontanen Demonstration gegen die Zustände im Geflüchtetencamp Moria statt, das in der Nacht von gestern auf heute abgebrannt ist. An dem spontanen Solidaritätsprotest nahmen bis zu 200 Menschen teil.

Nachdem erst eine stationäre Kundgebung auf dem Barbarossaplatz angemeldet wurde, löste sich eine große Gruppe ab & lief durch Oberthürstraße & Theaterstraße auf die Eichhornstraße & von dort aus auf den Unteren Markt. Dort gab es Redebeiträge, unter anderem von der @SeebrueckeWue. Diese forderte, dass die Menschen aus Moria sofort aufgenommen werden, denn „das Problem ist nicht, dass es keine Aufnahmewilligen gibt, das Problem ist, dass sie mundtot gemacht werden.“ Auch @mehrals16a beteiligte sich am Protest. Die Gruppe, die sich auf die Arbeit mit Geflüchteten und Asylpolitik spezialisiert hat, machte darauf aufmerksam, dass Moria kein „Fehler im System“ sei, sondern das Ergebnis europäischer Abschottungspolitik. Sie bezeichneten Moria und die weiteren Lager auf der Insel Lesbos als „Katastrophe mit Ansage“.

Im Anschluss riefen die verbliebenen 100 Menschen Sprechchöre (“Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord, Bleiberecht für alle jetzt sofort”). Danach löste sich die Versammlung gegen 19:45 Uhr auf.

Nach der Demoauflösung haben sich die Teilnehmenden beim Unteren Markt eingefunden und Rufen ihre Forderungen aus: Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer! #wue0909

Die Demo ist jetzt in der Einhornstraße geendet. #wue0909

++ Kurzfristige Terminverschiebung ++

Der heute im Rahmen der Anarchistischen Woche des Politischen Labors im Freiraum stattfindende Vortrag „Tierbefreiung und Anarchismus“ wird aus dringlichen Gründen von 18 Uhr auf 20 Uhr verschoben!

SPONTI AB 18:30 AM BARBAROSSAPLATZ

Die EU muss sich von ihrer menschenfeindl. Außenpolitik abwenden und Menschen in Not helfen! Auch die BRD ist verantwortlich und könnte helfen - wenn sie wollte. @SeebrueckeWue ruft als Antwort auf die Situation in #Moria zur Demonstration auf. twitter.com/SeebrueckeWue/…

Seebrücke Würzburg (@SeebrueckeWue):
Demo - Heute 18:30 – Barbarossaplatz

#Moria steht in Flammen! Tausende sind obdachlos! Zusätzlich hat #Corona die 13.000 Menschen erreicht. Sie müssen evakuiert werden! #Heimathorst darf die aufnahmebereiten Länder und Kommunen nicht länger blockieren!

#RefugeesWelcome

Kommt zahlreich, kommt wütend, kommt laut! #SeehoferRuecktritt #RefugeesWelcome #LeaveNoOneBehind

Moria ist abgebrannt. Unsere Recherche vom April (twitter.com/schwarzlichtwu…) zeigte, wie überfüllt das für 3.000 Menschen konzipierte Lager gewesen ist. Moria war schon immer eine Hölle. Hoffen wir, dass das Feuer Anlass zur Auflösung ist.

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#Moria? Gibt es gar nicht!

Wer in diesen Tagen einen Blick auf Lesbos wirft und dazu Google Maps verwendet, bekommt ein verpixeltes Fleckchen Land zu sehen. In der Mitte dieses Pixelhaufens erklärt eine Angabe, dass es sich um das Flüchtlingscamp bei Moria handelt.
Es wird versteckt, was nicht sein darf. Unter diesen 12 x 8 Meter großen, bunten Rechtecken befinden sich aktuell circa 20.000 Menschen, welche nach einer durch Flucht geprägten Vergangenheit endlich die Ufer Europas erreicht haben.
Länder wie Deutschland oder Luxemburg begannen vor wenigen Tagen mit der Aufnahme. Deutschland beschränkt sich vorerst auf 50 unbegleitete Kinder. Insgesamt sollen 1.600 Menschen auf EU-Staaten verteilt werden (1). Dennoch verschärft sich die Situation im Camp Tag für Tag.
Das bevorstehende Handeln der EU ist langsam, kommt viel zu spät und wird die Probleme nicht lösen.

Die Lage in den überfüllten Camps auf den griechischen Inseln ist schrecklich.
Warum wurden die Geflüchteten nicht viel früher und/oder von Griechenland selbst besser verteilt? Der Grund hierfür liegt im EU-Türkei-Deal: „Alle, die nach dem 20. März 2016 in Griechenland ankamen, dürfen gemäß dem Deal nicht aufs Festland verbracht werden“ (2).
Griechenland nimmt das Leid der Menschen in Kauf, um eine Abschiebung in die Türkei als Möglichkeit offen zu lassen. Auch Corona und die damit verbundene Kenntnis über das Zusteuern auf eine noch gravierendere Katastrophe sorgt nicht für ein Umdenken.
In der „Hölle von Moria“ kam es in der Vergangenheit zu vielen Aufständen, Bränden und gewaltsamen Todesfällen – zu viele, um sie alle aufzuzählen. Wir haben bereits im März von der Lage vor Ort berichtet:

twitter.com/schwarzlichtwu…

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Die Situation in Moria ist heftig“ - Lagebericht aus Lesbos und Solidarität aus #Würzburg!

Erstmal die gute Nachricht. H., die bereits seit mehreren Monaten auf Lesbos in der Geflüchtetenhilfe arbeitet, geht es soweit „ganz gut“.
Mittlerweile ist die Insel „für Nicht-Inselbewohner*innen dicht, wahrscheinlich streicht Griechenland ab morgen die Flüge“.

Die @tazgezwitscher schreibt heute über den „Ausnahmezustand de luxe“ in Deutschland und blickt auf Lesbos:
„Während hier leere Hallen und Hotels als Notfallkrankenhäuser aufgebaut werden, betreibt das Gesundheitsministerium von Griechenland im Lager von Moria auf Lesbos eine Krankenstation mit zwei Ärzten und einem Psychologen pro Schicht – für über 20.000 Menschen“. ¹
Im Lager von #Moria gelten nun Ausgangbeschränkungen. „Die Leute dürfen nur noch von 7 – 19 Uhr raus und nur eine Person pro Familie am Tag und nicht mehr als 100 Menschen in der Stunde“, berichtet H. Zusätzlich werde ein Zaun um das Geflüchtetenlager gezogen.
Die Situation in Moria ist heftig“, H. sorgt sich, „dass Moria nicht wieder zu der Offenheit zurückkommt“.

Die Schule „Wave of Hope“ zieht gerade um. „Nun wurde beschlossen, anstatt der Schule ein notdürftiges Krankenhaus zu bauen.
Das ganze wird natürlich alles selbstorganisiert und wird von NGOs unterstützt“, schreibt uns H.. Sie sorgt sich um eine weitere Zuspitzung der Lage im Camp Moria: „Ich denke, dass es die Tage vermehrt zu Spannungen kommen wird, weil die Leute einfach nicht raus können, die kleinen Obst/Gemüse/Falafelstände in Moria jetzt auch vorerst schließen mussten, d.h. dass alle wieder vermehrt auf das Essen von Moria selbst angewiesen sind“. Sie sorge sich vor „längeren Essensschlangen, mehr Rangeleien und Stress“
Während wir uns die Hände waschen können, leben die Menschen in Moria unter katastrophalen hygienischen Bedingungen: „In den Lagern in Griechenland gibt es oft nicht einmal genug Wasser zum Trinken“, schreibt Christian Jakob in der taz.
In einem lesenswerten Artikel der @zeitonline fordert Allgemeinmediziner George Makris: „Die vorerkrankten Menschen müssen jetzt dringend und zuallererst evakuiert werden. Schlussendlich müssen alle hier raus.“ ² Wir haben bereits zwei mal über die Situation in #Lesbos berichtet³ und halten euch auch in Zukunft auf dem Laufenden. Um die totale Katastrophe in Moria zu verhindern, wurde der #LeaveNoOneBehind ins Leben gerufen und eine Petition gestartet, die bereits mehr als 160.000 Menschen unterzeichnet haben. ⁴
In Würzburg hätte gestern eine Demonstration unter dem Motto „Wir haben Platz“ stattfinden sollen.

Aus bekannten Gründen musste sie abgesagt werden, deshalb ruft die @SeebrueckeWue auf, Banner aus den Häusern zu hängen, um Solidarität mit den Menschen an den europäischen Außengrenzen zu zeigen.

Die Fotos zeigen solidarische Banner in Würzburg (heute, 21.03.2020, Internationaler Tag gegen Rassismus).
¹taz.de/In-der-Corona-…

² zeit.de/politik/auslan…

³ Erster Bericht aus Lesbos (13.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

Zweiter Bericht aus Lesbos (18.03.2020):

twitter.com/schwarzlichtwu…

⁴ Petition #LeaveNoOneBehind:

change.org/p/alle-mensche…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Die Bundesregierung kündigte heute an das Resettlement Verfahren mit der #Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen „bis auf Weiteres auszusetzen“. Begründet werden die Maßnahmen mit der Ausbreitung der #Covid19-Pandemie.
Konkret bedeutet dies, die Menschen in absoluter humanitärer Notlage werden alleine gelassen. Anstatt jetzt freigewordene Hotelkapazitäten zu nutzen, um einreisende Geflüchtete quarantieren zu können, werden die Menschen an der Ägäis im Stich gelassen.
„Moria (Anmerkung: Das völlig überfüllte Flüchtlingslager auf #Lesbos) hat gestern gebrannt, schrecklich!“, schreibt uns am gestrigen Dienstag unser Kontakt (H.) auf der griechischen Insel Lesbos.
Drei Container hätten gebrannt. „Ich habe mitbekommen, dass zwei Kinder gestorben sind“, so H..

„Mittlerweile ist auch #Corona hier ein großes Thema und wir sind halb in Quarantäne“, berichtet H.
Sie berichtet von dramatischen Zuständen: „Alle haben richtig Angst, dass der Virus in #Moria ausbricht – Es gibt keine Möglichkeiten sich ordentlich die Hände zu waschen und nicht einmal Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung“, schreibt sie uns.
Gestern schrieb die @taz pessimistisch: „Die anderen EU-Länder streiten sich immer noch darüber, wer wie viele unbegleitete Kinder aufnehmen soll und was das für Konsequenzen haben könnte.
Als würden nur Kinder ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben in Sicherheit haben. Für allein reisende Geflüchtete und die vielen Familien in Moria ist anscheinend nirgendwo Platz.“
Unter dem #LeaveNoOneBehind haben in wenigen Tagen bereits über 40.000 Menschen unterschrieben, die Corona-Katastrophe auch an den Außengrenzen endlich ernst zu nehmen.
Die Petition fordert die Evakuierung der überfüllten Lager, notwendige Schutzmaßnahmen vor Corona (auch in Flüchtlingslagern), den Zugang zu medizinischer Versorgung für Obdachlose und Geflüchtete und den Zugang zum Asylverfahren.
Unterzeichnen könnt ihr hier:

change.org/p/alle-mensche…

Mit dieser Dokumentation wollen wir die Entwicklung des Flüchtlingscamps über die letzten fünf Jahre festhalten. Unsere Analysen beruhen zu großen Teilen auf Satellitenaufnahmen des Camps.
Ursprünglich als Militärbasis konzipiert, hat Moria eine Kapazität von 3.000 Personen (3). Seit Ende 2015 wird die Basis als Flüchtlingslager genutzt.
Wo früher Militärfahrzeuge standen (siehe Aufn. vom 13.06.2007), dokumentieren Satellitenaufnahmen vom Oktober 2015 die Errichtung neuer Gebäude (siehe Aufn. vom 02.10.2015). Ab 29. Oktober entstehen innerhalb von 5 Tagen 15 neue Gebäude (siehe Aufn. vom 29.10.2015 & 02.11.2015).
Bis Juni 2016 kommen nochmal über 50 Gebäude hinzu (siehe Aufn. vom 03.06.2016). Eine Karte des UNHCR vom Februar 2016 erklärt die Infrastruktur vor Ort. Das Camp scheint vorbereitet!
Seit Frühjahr 2016 dient #Moria hauptsächlich als Abschiebezentrum zur Umsetzung des EU-Türkei-Deals (4). Im April 2016 leben bereits 4.000 geflüchtete Menschen in Moria (5).
Als der griechische Migrationsminister in diesem Monat das Camp besucht, kommt es zu Ausschreitungen; Steine fliegen. (5)
Eigentlich ist ein Lager mit 133% Auslastung als Überfüllt zu deklarieren. Das heißt: keine weiteren Aufnahmen! Doch viel geringer wird diese Prozentzahl erstmal nicht.
Sie ist starker Fluktuation unterworfen: hin und wieder werden besonders schutzbedürftige Geflüchtete ans Festland gebracht (6), doch es gibt stets mindestens genauso viele Neuankömmlinge: Ende 2019 wird von bis zu 450 Menschen in nur einer Nacht berichtet (7).
Nach der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 hat sich die Lage im Jahr 2017 relativ beruhigt. Zum ersten Mal fällt die Zahl der Menschen in Moria wieder unter 6.000 (8). Auf Satellitenbildern vom April 2017 sind plötzlich weniger (!) Gebäude zu zählen (siehe Aufn. vom 29.04.2017).
Einen Monat darauf stehen dort, wo vorher eingeschossige Gebäude waren, zweistöckige, containerartige Gebäude (siehe Aufn. vom 26.05.2017). Bis Januar 2018 kommen viele dieser mehrstöckigen Gebäude hinzu (siehe Aufn. vom 31.01.2018).
Die Camp-Betreiber bereiten sich auf weitere Ankömmlinge vor. Doch diese Maßnahmen reichen nicht aus. Das bestehende Camp ist überfüllt und so etabliert sich Anfang 2018 ein Baracken-Cluster auf der gegenüberliegenden Straßenseite, nordöstlich des Camps.
Dort befindet sich ein privater Olivenhain, welcher von nun an mehr und mehr beansprucht wird (siehe Aufn. vom 31.01.2018 bis 02.04.2019).

Im Oktober 2019 leben 13.000 Menschen in und um dem Camp (6).
Auf einem letzten Satellitenbild vom Oktober 2019 umfasst die Größe des Olivenhain-Camps 41.397m². Das sind 75% des eigentlichen Camps (siehe Aufn. vom 24.10.2019). Zwei Menschen sterben in diesem Monat, als ein Feuer im Lager ausbricht (6).
In den Baracken kann sich, wenn überhaupt, nur mäßig gegen den anstehenden Winter geschützt werden. Nicht überall gibt es Strom, nicht überall ist es trocken, vieles versinkt im Schlamm. Die hygienische Situation ist katastrophal und im Lager herrscht Gewalt.
So trauen sich Frauen nachts nicht mehr zur Toilette (9). In diesem Winter befinden sich 17.000 Menschen in Moria (10). In Anbetracht der ursprünglichen Kapazität von 3.000 Personen ist dies eine 567 prozentige Auslastung.
Das Europa, welches diesen Menschen keinen Eintritt gewährt, schickt Decken und Kissen (10).

Nach Überstehen der Kälteperiode hat sich die Situation nicht verbessert. Januar 2020 befinden sich 19.000 Menschen, davon 40% Minderjährige, im Camp (11).
Im Februar protestieren 2.000 Geflüchtete gegen die Zustände im Camp in der Inselhauptstadt (12). Die Polizei setzt Tränengas ein. Daraufhin formt sich im März ein faschistischer Mob, welcher Flüchtlinge, Helfer*innen und Journalist*innen brutal attackiert (13).
Währenddessen rückt ein Thema immer weiter in den Vordergrund: Corona. Die Menschen im Camp haben Angst, dass sich das Virus dort ausbreitet. Die Versorgung jeglicher Art ist bereits jetzt katastrophal. Auch Hygienemängel werden mit zunehmender Wasserknappheit verstärkt.
Es gibt keine Konzepte, alle sind auf sich alleine gestellt.

Doch zurück zum Anfang: Moria? Gibt es nicht! Überzeugt euch selbst, indem ihr diesen Link anklickt: goo.gl/maps/yPyr3uD7D….
Seit Oktober 2019, wo 13.000 Menschen das Camp bewohnten, gibt es keine aktuelleren Satellitenbilder, welche in dieser Auflösung öffentlich zugänglich sind. Heute leben dort 20.0000 Menschen. Wie hat sich das Lager verändert? Wir wissen es nicht.
Statt dem neuesten Satellitenbild wird Usern eine Aufnahme von 2014 mit nachträglicher Verpixelung angezeigt.
Diese Art der Problemlösung erinnert stark an das Vorgehen der EU: Moria? Wenn wir nicht hinsehen, ist es nicht unser Problem!

Wir sagen: #LeaveNoOneBehind und #WirHabenPlatz! Evakuiert die Lager und wartet keine Durchseuchung ab! change.org/p/alle-mensche…
Quellen:

  1. focus.de/politik/auslan…

  2. proasyl.de/thema/eu-tuerk…

  3. tagesschau.de/ausland/moria-…

  4. de.wikipedia.org/wiki/Moria_(Le…

  5. tagesschau.de/ausland/lesbos…

  6. tagesspiegel.de/themen/reporta…

  7. evangelicalfocus.com/europe/4784/Le…

  8. theguardian.com/world/2017/dec…

  9. avicenna-hilfswerk.de/moria-im-winte…

  10. zeit.de/2019/53/camp-m…
  11. theguardian.com/global-develop…

  12. orf.at/stories/315306…

  13. n-tv.de/politik/Faschi…

Zeitgleich zum Feuer standen 13.000 Stühle (so viele wie aktuell Menschen in Moria) demonstrativ vor dem Reichstag, um zu zeigen: #WirHabenPlatz. Auch Würzburg ist sicherer Hafen (@SeebrueckeWue). Doch dieser wird nicht angefahren, da alles an einer einzigen Person scheitert: „Heimat“-Minister Horst Seehofer. Er entscheidet über Leben und Tod zahlloser Menschen. Und er wählt immer wieder das Letztere. Wir sollten uns fragen, was ihn dazu legitimiert. twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
SPONTI AB 18:30 AM BARBAROSSAPLATZ

Die EU muss sich von ihrer menschenfeindl. Außenpolitik abwenden und Menschen in Not helfen! Auch die BRD ist verantwortlich und könnte helfen - wenn sie wollte. @SeebrueckeWue ruft als Antwort auf die Situation in #Moria zur Demonstration auf. twitter.com/SeebrueckeWue/…

Seebrücke Würzburg (@SeebrueckeWue):
Demo - Heute 18:30 – Barbarossaplatz

#Moria steht in Flammen! Tausende sind obdachlos! Zusätzlich hat #Corona die 13.000 Menschen erreicht. Sie müssen evakuiert werden! #Heimathorst darf die aufnahmebereiten Länder und Kommunen nicht länger blockieren!

#RefugeesWelcome

Kommt zahlreich, kommt wütend, kommt laut! #SeehoferRuecktritt #RefugeesWelcome #LeaveNoOneBehind

In Gedenken an Enver Şimşek, ermordet vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)

Am 9. September 2000 schoss der #NSU in Nürnberg auf Enver Şimşek, der zwei Tage später verstarb. Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder. Der Blumenhändler war ihr erstes Mordopfer. Anstatt die Tat als neonazistisches Verbrechen zu sehen, behauptete die Polizei es hätte sich um eine Streiterei im Drogenmilieu gehandelt. Laut ihnen hätte Şimşek mit Drogen gehandelt. Auch wurde der Täter innerhalb der Familie vermutet. Laut Ermittlungsakte der Kriminalpolizei hielten sich die Angehörigen „mit der Äußerung eines Tatverdächtigen auffallend zurück“ und wurden deshalb verdächtigt, einen möglichen Täter innerhalb der Familie schützen zu wollen. Laut Einschätzung des ermittelnden Beamten stand damals fest, „dass die Witwe und die Familie bislang nicht ihr gesamtes Wissen zu möglichen Tathintergründen preisgegeben haben.“ „Nicht mal zwei Tage nach dem Mord wurden die Telefone der Hinterbliebenen angehört. Beamte der Polizei haben Nachbarschaft und Freunde gefragt: Wie hat denn die Frau Şimşek auf den Tod ihres Mannes reagiert? Wie lange hat sie geweint?“ so @SedaBasay, Anwältin der Familie Şimşek. Die Anwältin erhält seit August 2018 rassistische Drohschreiben und wird vom NSU 2.0 bedroht. Şimşeks Witwe wurde von den Ermittlern ein Foto einer anderen Frau gezeigt, mit der ihr Mann angeblich eine Beziehung geführt und mit der er zwei Kinder habe. Dies war jedoch erlogen. Enver Şimşek kannte die Frau auf dem Foto nicht. Şimşeks Bruder wurde erzählt, dass sich Enver geäußert hätte ihn „fertig machen“ zu wollen, was ebenfalls erlogen war. Die Hochzeit einer Verwandten, die nur im engsten Familienkreis stattfand, anstatt „wie üblich, im Rahmen einer großen Feier zelebriert“ zu werden, kam der Polizei ebenfalls verdächtig vor. Die Verwandte wurde gefragt, ob sie zu ihrem Onkel Enver Şimşek „eine intime Beziehung“ geführt habe. Elf Jahre musste die Familie des Getöteten unter der Ungewissheit und den falschen Verdächtigungen leben, bis der NSU aufflog. Die Akten der NSU-Morde, die zunächst unter dem rassistischen Namen „BAO Bosporos“ untersucht und als „Döner-Morde“ bekannt wurden, sollten zunächst für 120 Jahre unter Verschluss bleiben, was mittlerweile auf 30 Jahre herabgestuft wurde. Die Ermittlungen waren geprägt von V-Männern, Ermittlungspannen, Vertuschung und Aktenvernichtung. Deshalb fordern wir die Freigabe der NSU-Akten. #KeinSchlussstrich! Quellen: br.de/nachrichten/ba…

br.de/nachrichten/ba…

fr.de/frankfurt/jahr…

Catcalling muss strafbar werden!

Sexuelle Belästigung setzt körperlichen Kontakt voraus. Doch sexualisierte Übergriffe erfolgen auch verbal und sollten als solche Verboten sein. Dies will eine Würzburger Studentin mit einer Petition erreichen: openpetition.de/petition/onlin… Stand heute haben bereits über 35.000 Menschen unterzeichnet und setzen damit ein deutliches Zeichen, die misogyne Gewalt nicht länger machtlos hinnehmen zu wollen.

Auch ze.tt berichtet über die Petition:

ze.tt/petition-gegen Wir haben kürzlich über die neu gegründete Gruppe „Catcalls of Wue“ berichtet, welche #Catcalls mit Kreide für alle öffentlich sichtbar macht:

twitter.com/schwarzlichtwu…

Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Hey süße Maus, komm mal her“

#StopptBelästigung steht am Vorplatz des Würzburger Hauptbahnhofes. Die Aktivistinnen der Instagramseite @.catcallsofwue sammeln Sprüche von Belästigung auf der Straße.
Diese malen sie mit Kreide an die Orte, an denen (meist) Frauen diese sexistischen Sprüche zugerufen wurden.
Catcalling bezeichnet eine Form der öffentlichen sexuellen Belästigung. Mit ihrem Aktivismus wollen die Frauen zeigen: Es reicht!

Verschoben:

Der Vortrag “Wo kommt die bestehende Ordnung eigentlich her” zu Patriarchat und Patriarchatskritik von Melanie Krause, der heute Abend im Zuge des “Politischen Labors” im FreiRaum hätte stattfinden sollen, fällt wegen Krankheit der Referentin aus! Der Vortrag wird auf den 19.09. um 17 Uhr verschoben und heute stattdessen der Film “Projekt A - Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa” gezeigt. Vom 6. bis zum 13. September findet im Freiraum das “Politische Labor” zum Thema Anarchismus statt. Über mehrere Tage verteilt, werden in dem selbstverwalteten Raum Küfas, Ausstellungen & zahlreiche Vorträge wie beispielsweise über Tierbefreiung o. den Syndikalismus stattfinden. Morgen geht das Politische Labor um 18 Uhr weiter mit einem Vortrag über “Tierbefreiung & Anarchismus”

Weitere Infos und die genauen Termine unter:

mobile.wuerzburg.demosphere.net

und

politischeslabor.wordpress.com/kalender/

Gestern versammelten sich circa 120 Reichsbürger:innen, Antisemit:innen und Antroposoph:innen, um gegen die Maskenpflicht in Schulen zu demonstrieren. Begleitet wurde die Versammlung von Gegenprotest, unter anderem wurde ein Banner mit dem Spruch „VON PEGIDA NICHTS GELERNT – RECHTEN KEINE BÜHNE BIETEN“ hochgehalten. Den 15-20 Gegendemonstrant:innen schlossen sich immer wieder Passant:innen an. Die Kundgebung auf dem Unteren Markt war von der Initiative „Eltern stehen auf Würzburg“ angemeldet, einer Initiative, die sich auf ihrer Website gegen Maskenpflicht, Abstand & Impfzwang positioniert. Unter anderem wurden Kinder instrumentalisiert, um Spenden für die Bewegung einzutreiben, ohne Maske und ohne Sicherheitsabstand. Und auch die Kandidatin der ÖDP für das Bürgermeister:innenamt, Dagmar Dewald, war auf der Kundgebung. Auf ihr politisches Engagement angesprochen sagte sie lediglich, dass sie privat an der Veranstaltung teilnehme. Die erste Kundgebung nach dem „Sturm auf Berlin“ stand ganz im Sinne der #Corona-Verharmlosung und teilweise auch -Leugnung. Es wurden immer wieder Aussagen von Protestierenden gemacht, die offensichtlich gelogen waren wie zum Beispiel: „Ich war in Berlin und ich habe da keine Nazis gesehen.“ Eine Rednerin meinte außerdem, dass es angebracht wäre, den im Zuge der „Black Lives Matter“-Proteste bekannt gewordenen Spruch „I can’t breathe“ abzuwandeln. Mit Bezug auf die Maskenpflicht meinte sie: „Ich kann auch nicht atmen.“ Diese Aussage wurde vom Gegenprotest mit lautstarken „Schämt euch!“-Rufen kommentiert.

Vom 6. bis zum 13. September findet im Freiraum das “Politische Labor” zum Thema #Anarchismus statt. Über mehrere Tage verteilt, werden in dem selbstverwalteten Raum Küfas, Ausstellungen und zahlreiche Vorträge wie beispielsweise über #Tierbefreiung oder den #Syndikalismus stattfinden.

Das #PolitischeLabor startet morgen um 12 Uhr mit einer veganen #Küfa. Es folgen ein Vortrag zur “Einführung in Anarchie/Anarchismus” und einer “A&O Küchenausstellung”. Weitere Infos und die genauen Termine unter:

mobile.wuerzburg.demosphere.net

und

politischeslabor.wordpress.com/kalender/

#Warnstreik bei Aryzta in Gerolzhofen: „Wir zahlen nicht für eure Krise!“

Donnerstag, 03.09., um 10 Uhr verließen die Arbeiter:innen die Firma und positionierten sich zum ersten Warnstreik in der 30-jährigen Geschichte von Hiestand/Aryzta in Gerolzhofen. „Wir haben es geschafft, dass die komplette Schicht streikt“, freut sich Aryzta-Betriebsrat Otmar Montag. Im Werk mit etwa 350 Arbeiter:innen produziert der Schweizer Konzern Aryzta Brot- und andere Aufbackwaren. Mit einem Umsatz von 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2019 ist der Konzern Aryzta, der 2008 aus einer Fusion der Firma Hiestand entstand, globaler Marktführer im Bereich Aufbackwaren. Mit Megaphon mobilisierten die NGG(NahrungGenussGaststätten)-Gewerkschafter Ibo Ocak und Frank Jauch die Arbeiter:innen: „Lasst euch nicht mit einer Nullrunde abspeisen!“ Immer wieder filmte die Personalabteilung aus ihren gläsernen Büros die streikenden Arbeiter:innen. Ocak antwortete wütend ins Megaphon: „Hört auf den Protest zu filmen! Hier geht es auch um euren Lohn!“ NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak eröffnete die Kundgebung und bedankte sich zunächst für die Unterstützung durch den unterfränkischen DGB-Vorsitzenden Frank Firsching und Kolleg:innen der IG BAU. „Alle Kolleginnen und Kollegen sind mit euch solidarisch”, verkündete Ocak und fuhr fort: „Jedes Mal erzählen sie uns, es gibt nichts zu verteilen!”. In den vergangenen beiden Jahren habe es nur niedrige Abschlüsse gegeben. Zudem habe der Arbeitgeber den Flexi-Tarifvertrag aufgekündigt. Auch die aktuelle Forderung von 4,4% sei niedrig. In der systemrelevanten Nahrungsmittelbranche wurde auch am Höhepunkt der Corona-Krise durchgearbeitet. Statt den Arbeiter:innen ihre Leistung anzuerkennen, wurde eine hochbezahlte externe Verhandlungsführerin eingestellt. „Eigentlich wäre heute eine Verhandlungsrunde mit der externen Beraterin Sattler-Volkmann angesetzt gewesen, doch zu allem Hohn, sagte sie den Termin mit der Begründung, sie habe sich in ihrem im Terminkalender verguckt, ab“, erklärte Verhandlungsführer Ocak. Danach sprach Frank Firsching (DGB): „Glückwunsch zum ersten Warnstreik!“ Die Forderung von 4,4% sei richtig, die Firma Aryzta nage nicht am Hungertuch. Es sei respektlos von der Firmenleitung, Verhandlungstermine abzusagen, fuhr er fort: „Sowas erlebt man selten. Sowas macht man nicht. Sie sollten sich schämen!“ Firsching bedankte sich bei der NGG für die Organisation des Streiks, der ein besonderer sei, da er unter Coronabedingungen stattfände. Der Streik sei ein Vorbild, wie Arbeitsniederlegungen in Pandemiezeiten organisiert werden können. Firsching nimmt Bezug auf die „Systemrelevanz-Debatten“ der vergang. Monate. Alle seien sich einig, dass in Bereichen wie der Pflege & im Einzelhandel viel zu geringe Löhne & Gehälter gezahlt werden. Grund dafür sei die niedrige gewerkschaftliche Organisierung in diesen Branchen. „Seit 30 Jahren sind sie von der Lohnentwicklung abgekoppelt und so kommt es, dass man nun in der Industrie einen Tausender im Monat mehr verdient“, erklärt der unterfr. DGB-Vorsitzende. Deswegen sei es wichtig, zusammenzuhalten & „die Gegenseite auch mal böse anzuschauen!“ Bevor der Aryzta-Betriebsratsvorsitzende das Megaphon übernahm, richtete der Danone-Betriebsrat aus Ochsenfurt „solidarische Grüße“ aus. Betriebsratschef Montag bedankte sich zunächst für die hohe Streikbeteiligung. „Sie spielen mit uns, wann sie wollen und wie sie wollen“, fuhr Montag fort. Derzeit werde mit 20% weniger Personal gearbeitet. Es gebe keine Wertschätzung für die höhere Arbeitsleistung. Es müsse „Schluss sein mit den Nichtangeboten der Arbeitgeber.“ „Das Management ist in der Krise. Mir ist egal, ob das Management in der Krise ist“, so Montag. Er forderte, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und, dass „nicht mit dem Lohn unserer Arbeit gezockt wird.“ Montag wird wütend: „Wenn man sich so teure Berater leisten kann, muss man die Arbeiter auch richtig bezahlen!“. „Die Arbeitgeber hätten gesagt, wir sollen gemeinsam durch die Krise gehen – doch das klappt nicht ohne uns die Löhne zu erhöhen! Wenn sie behaupten, sie haben nichts zu verteilen, dann soll halt die Beraterin gehen. Dann haben wir was zu verteilen!“ fordert Montag. Nach den kämpferischen Reden harrten die 100 Arbeiter:innen der Frühschicht auf der Straße und dem Parkplatz aus. Vorbeifahrende LKW und PKW solidarisierten sich mit Hupen, es gab Brezeln und Getränke und sie warteten auf die zweite Schicht. Die zweite Schicht beteiligte sich ebenfalls konsequent an der Arbeitsniederlegung. Etwa 160 Arbeiter:innen und mehrere Dutzend solidarische Gewerkschaftler:innen und Familienmitglieder beteiligten sich an der vierstündigen Streikaktion.