6. Globaler #Klimastreik

Vergangenen Freitag veranstalteten @F4F_wuerzburg den 6. globalen Klimastreik. Mit dem erklärten Ziel die #Klimakrise wieder in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte zu tragen, fanden auch in #Würzburg Aktionen statt. Insgesamt fanden sich etwa 700 Demonstrierende gegen 14 Uhr an den Mainwiesen ein, wo eine zentrale Kundgebung stattfand. Bereits vorher sammelten sich um 12:30 Uhr jeweils um die 20 Demonstrierende an verschiedenen Punkten der Stadt, um auf die Folgen des Klimawandels hinzuweisen und die eigentliche Veranstaltung zu bewerben. Um diese Ziele zu erreichen, hatten die Demonstrationen verschiedenen inhaltliche Schwerpunkte und Ausdrucksformen. „Wir gedenken und wir trauern“: die Route „Trauerzug“

20 fast komplett schwarz gekleidete Demonstrierende versammelten sich gegen 12:30h auf dem Residenzplatz. Anschließend zogen sie, coronagerecht mit MNS und Abstand,über die Eichhornstraße, am Dom vorbei durch die Innenstadt bis zu den Mainwiesen. Dort fand ab 14 Uhr die große Kundgebung statt.

Während des Demonstrationszugs verlas ein Demonstrierender mit Megafon eine Trauerrede: „Wir gedenken der Menschen, die fliehen müssen, weil sie an Dürren hungern.“, während der Rest mit „Wir gedenken.“ antwortete.

„Wir trauern um die Menschen, die die Sommerhitze schwächt oder tötet“

„Wir trauern.“ „Wir betrauern die Unsicherheit. Wir betrauern die Angst. Wir betrauern die düstere Zukunft. Wir betrauern, dass wir das alles ohne Sinn erleiden.“

Das letzte Stück der Demonstration vor dem Congress Centrum und auf der Friedensbrücke wurde leise singend zurückgelegt. Trommelzug

Vom Hauptbahnhof aus zog lautstark eine Gruppe von Trommler:innen durch die Stadt. Bunt, fröhlich und unter Einhaltung der Auflagen mit Abstand und Maske, liefen sie durch die Kaiserstraße, über die Juliuspromenande, am Congress Centrum vorbei. Anschließend zogen sie über den Röntgenring und legten damit den Verkehr auf der Veitshöchheimerstraße und einseitig auf der Brücke der Deutschen Einheit lahm, bevor sie die Mainwiesen erreichten. „Mutter Erde ist krank“

Die dritte Demonstration startete an der Regierung von Unterfranken und verstand sich selbst als Bindeglied zwischen den anderen beiden Aktionen. Neben den lokalen Hitzewellen im vergangenen Sommer wurde vor allem auf die notwendige Solidarität mit den Menschen hingewiesen, welche aufgrund ihrer geographischen Lage aktuell besonders betroffen sind. So wurde auch die strukturelle Natur dieses Problems angesprochen. “Unser Wohlstand basiert auf der Abhängigkeit anderer” schallte es durch das Mikrofon, bevor sich die Demo in Bewegung setzte. Die Teilnehmer:innen zogen anschließend lautstark durch die Innenstadt und stoppten am Vierröhrenbrunnen für eine kurze Zwischenkundgebung. Hier führte die Gruppe #HealthForFuture ein kleines Theaterspiel auf, um auf die zunehmenden globalen Temperaturen als Folge der menschlichen Aktivitäten hinzuweisen. “Mutter Erde ist krank” und ein zentraler Grund ist die Verbrennung fossiler Rohstoffe. Anschließend setzte sich der Zug wieder in Bewegung und erreichte über die Friedensbrücke schließlich die Mainwiesen. Kundgebung

An den Mainwiesen fanden sich schließlich mehr und mehr Menschen ein. Zum Schutz vor #Covid_19 wurden separate Zonen vor der Bühne eingerichtet. Alle Anwesenden trugen Mund- und Nasenschutz. Auf der Bühne wurden mehrere Reden gehalten. So wurde mehrfach auf das Problem der Verdrängung der Klimakrise aus der öffentlichen Debatte durch das Virus hingewiesen. Vor diesem Hintergrund erläuterte eine Rednerin die Angst um ihre Kinder, welche den zu erwartenden Konsequenzen des Klimawandels künftig besonders stark ausgesetzt sind. Stattdessen solle jede Generation das Recht haben, einen bewohnbaren Planeten vorzufinden. Neben weiteren Beiträgen zu den Vorteilen eines bedingungslosen Grundeinkommens und der Initiative Parents For Future wurde auch auf die aktuelle Situation im Dannenröder Wald (kurz “Danni”@keinea49) in Hessen Bezug genommen, welcher kurz vor der Räumung steht. Man erklärte sich solidarisch mit den Aktivisti, die ihre Kritik am Bau der Autobahn zwischen Kassel und Marburg durch die schwarz-grüne Landesregierung, mit einer Besetzung des bedrohten Naturschutzgebietes ausdrückten. Vor Ort werde jede Hilfe benötigt. Abgerundet wurden die Reden mit musikalischen Beiträgen der Würzburger Punkband „Heavy Holes“ sowie der Veranstalter:innen selbst, welche auf die Notwendigkeit weiterer Streiks und Aktionen hinweisen. So war der gemeinsame Tenor aller Beiträge, dass es mehr brauche als kleine tagespolitische Anpassung Stattdessen bedarf die sich aktuell zuspitzende Situation eines grundlegenden Struktur- und Systemwandels. Den Demonstrierenden gab die Veranstaltung abschließend mit auf den Weg, dass man den Mut niemals aufgeben dürfe, um dieses Ziel zu erreichen.