„#BlackLivesMatter“ #Würzburg mobilisiert über 1500 Menschen

Schon weit vor Demonstrationsbeginn wurde klar: Die Kundgebung wird ein großer Erfolg. Nach dem Mord an #GeorgeFloyd gehen weltweit Menschen gehen #Rassismus und #Polizeigewalt auf die Straße. So auch in Würzburg. Die Stadt hatte die Demonstration an das Mainufer an der Talavera verlegt. Die Polizei hielt sich an den Mainwiesen weitgehend zurück und war mit vielen Polizeibussen im ganzen Innenstadtgebiet präsent. Als um 17 Uhr die Reden beginnen sollten, lichtete sich das Wetter leicht. Trotz Nieselregen waren es wohl über 1500 Menschen, die dem Aufruf von BI_PoC-Hochschulgruppe, @antifa_wue, ANTI RA WÜ-Referat gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit Uni Würzburg, Würzburg KUlturS e.V. und Schwarzlicht Würzburg gefolgt sind. Viele Gruppen mobilisierten im Vorfeld zu der Kundgebung „Gegen Polizeigewalt und jede Form von Rassismus #JusticeforGeorgeFloyd“, darunter u. a. AKJ Würzburg, MissMutig, @F4F_wuerzburg, @SeebrueckeWue und @EGwuerzburg. Gekommen waren v. a. junge Menschen. Auf selbst gebastelten Schildern stand „Black Lives Matter“ oder „I can‘t breathe“. Die Stimmung war sehr emotional. Viele Menschen weinten vor Ergriffenheit. Gleichzeitig war eine riesige Wut zu spüren. Nicht nur über den Mord an George Floyd, sondern auch über rassistische Morde in Deutschland. #Hanau, #Halle, der NSU und der Mord an Walter Lübcke waren ebenso Thema, wie Tötungen von PoC und von Schwarzen Menschen durch die deutsche Polizei. „Oury Jalloh (2005), Laye-Alama Condé (2005), Christy Schwundeck(2011), Hussam Fadl (2016), Amad Ahmad (2018), Matiullah Jabarkhil (2018) und Rooble Muße Warsame (2019) wurden durch die deutsche Polizei getötet oder starben durch fragwürdige Umstände in ihren Räumlichkeiten“, hieß es im Aufruf.

Nach guten zwei Stunden waren immer noch mehr als tausend Menschen trotz schlechten Wetters auf der Kundgebung. Die Reden kamen bei denen, die sie verstehen konnten, gut an. Geplant war die Demo für 300 Menschen und dementsprechend auch die Akustik. Wir werden in den nächsten Tagen alle Reden auf Schwarzlicht Würzburg (schwarzlicht.org) hochladen. Immer wieder erhoben alle Anwesenden ihre Fäuste, riefen „Black Lives Matter“ oder „No Justice! No Peace!“. Abschließend sagte ein Redner: „Dies ist nicht das Ende des Widerstandes. Dies ist erst der Anfang!“.