Nachträglich: Frohes Neues!

2019 war für uns alle ein aufregendes Jahr. Terror von rechts, der Krieg gegen #Rojava, die sich zuspitzende Klimakrise und die Wahlerfolge der #noAfD haben uns alle aufgewühlt. Dennoch haben wir versucht, euch auch die widerständigen, schönen Bilder aus unserer Stadt zu zeigen. In Würzburg gingen mehrmals Tausende mit @F4F_wuerzburg auf die Straße (Im September 8.000 und im November 5.000).

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Unser Bericht zum heutigen #Klimastreik
Die ganze Stadt war auf den Beinen und folgte dem Aufruf von @F4F_wuerzburg, um endlich einen Wandel in der Klimapolitik zu fordern. Am Bahnhof versammelten sich ab 11 Uhr mittags gut 8.000 Menschen und zogen am Quellbachparkhaus vorbei zum Berliner Ring.
Als die Demonstration in die Ludwigstraße einbog, stand der Demobeginn noch an der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof.

Die Demonstrierenden bestreikten Schule und Arbeit oder hatten sich für die globale Großdemo frei genommen.
Besonders krass ist die Zahl, wenn man bedenkt, dass auch im Umkreis gestreikt und demonstriert wird. In Schweinfurt, Kitzingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Lohr, Aschaffenburg, Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim gingen ebenfalls Hunderte bis Tausende auf die Straßen.
Unter den mittlerweile bekannten Rufen „What do we want – Climate justice!“ und „Hopp hopp hopp Kohlestopp“ zog der beeindruckende Demozug über Theater- und Eichhornstraße zum Oberen Markt. Die Zwischenkundgebung musste wegen des gewaltigen Andrangs abgesagt werden.
Mobilisiert hatten alle Würzburger Klimagruppen. @EGwuerzburg, @XR_Wuerzburg und @keinhektarmehr hatten einen antikapitalistischen Block gebildet. Mit weißen Maler*innenanzügen machten sie auf ihre direkten Aktionen in den Kohleabbaugruben aufmerksam.
Auch @vkwue_jetzt, die mit ihrem Radentscheid ein fahrradfreundliches Würzburg erreichen wollen beteiligten sich mit vielen Menschen. Neben Umweltgruppen wie @GreenpeaceWue, beteiligten sich auch Gruppen, die für vegane Ernährung eintreten. Bspw. Watu und Veganes Würzburg
Dass Klimaschutz nicht gegen soziale Themen ausgespielt werden kann ist fast allen klar. Die Gewerkschaften mobilisierten ebenfalls zu der Demonstration. Es waren Leute der @DeineEVG und des @dgbbayern auf der Straße.
Die @IGMetall Würzburg lief hinter einem „There are no jobs on a dead planet!“-Banner. Ein Querschnitt der Gesellschaft war auf der Straße.
Der antikapitalistische Block rief laut „A- Anti-Anticapitalista“ und forderte auf vielen Schildern Klimaschutz nicht gegen Menschenrechte und soziale Rechte auszuspielen. Schon länger ist bekannt, dass Klimaschutz ohne einen Sturz des kapitalistischen Systems nicht möglich ist.
Als die Demonstration am Unteren Markt ankam, waren die letzten Demonstrant*innen erst in der Eichhornstraße. Die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Karmelitenstraße waren zu diesem Zeitpunkt voller Menschen.
Bei der ganzen Demonstration war übrigens keine einzige Parteifahne zu sehen, auch wenn sich Landtagsabgeordnete der Grünen und eine Bundestagsabgeordnete der Linken beteiligten.
Bei der Abschlusskundgebung zeigte sich das Orga-Team von @F4F_wuerzburg beeindruckt von der Menge am Marktplatz. Trotz der Masse waren die Reden gut zu verstehen. Der erste Redner sprach von den Anfängen der Bewegung: „Ein Freund erzählte mir von „dem großen Ding“.
„Es ging alles los mit einer Whatsapp-Gruppe mit 200 Leuten“. Mittlerweile fühle sich die ganze Gesellschaft als Umwelt- und Klimaschützer. „Markus Söder umarmt Bäume und wir führen endlose Debatten um eine CO2-Steuer“, sagte er.
„Anscheinend haben sie es noch nicht verstanden. Wir brauchen ein flächendeckendes Umdenken!“
Danach redete eine Mutter, die „stolz“ ist auf ihre „schulschwänzenden Kinder“. Sie könne es nicht fassen, dass immer noch Kohle abgebaut wird. „Wir müssen kämpfen, dass endlich die Kohle abgestellt wird. Wir sind eine Menge und können etwas bewegen“, rief sie.
In der dritten Rede sprach ein Physiker von @sciforfuture: „Schon 1972 war bekannt, dass Wachstum nicht unendlich möglich ist“. Die Grenzen seien noch weit weg gewesen. Doch schon die beinahe Katastrophe durch das Ozon-schädliche FCKW sei durch direkte Maßnahmen beendet worden.
Diesmal werde es schwer, die Katastrophe abzuwenden. „Die Erde hat sich bereits um ein Grad erwärmt. Ende des Jahrhunderts werden es vermutlich drei Grad, wenn sich nicht sofort etwas ändert“, meinte er.
Die Maßnahmen seien bekannt: Weniger Fliegen, Weniger Fleisch, Keine Kohlekraft und eine Verkehrswende. „Es ist Zeit zu handeln“, appelierte er.
Auch in der vierten Rede wurde gefordert „endlich Taten folgen zu lassen“. „Wir brauchen 100 Prozent erneuerbare Energie und kostenlosen ÖPNV“, forderte sie. Am Ende wurde das alte italienische Partisanenlied „Bella Ciao“ gesungen und die Demomenge löste sich langsam auf.
Würzburg hat heute eine der größten Demonstrationen seiner Geschichte gesehen. Damit ist diese Demonstration aber nur ein kleiner Teil einer globalen Bewegung die heute Millionen auf die Straße brachte.
Der Druck der Bevölkerung ist da. Jetzt müssen auch die wenigen Profiteure der Klimakrise endlich einsehen, dass ihre Zeit langsam um ist. System change not climate change!
Die Demo ist nur der Auftakt von vielen Aktionen gegen die Klimakrise in der Region. Morgen findet der autofreie Tag am Mainkai statt. Infos:
Das Bündnis @vkwue_jetzt organisiert eine Sternfahrt mit dem Fahrrad zum autofreien Tag. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1730
@vkwue_jetzt Unter anderem mit der DGB Hochschulgruppe Würzburg organisiert @F4F_wuerzburg einen Themenabend zu „Jugend im Widerstand“ im Buchladen Neuer Weg.
Das Würzburg Klimabündnis @keinhektarmehr beginnt nächste Woche mit ihrer Aktionswoche „Rodungen Stoppen“. Infos: wuerzburg.demosphere.net/event/1745
Und merkt euch die Kritische Einführungswoche Würzburg (@kew_wue). Dort wird unter anderem am 7. Oktober eine Veranstaltung zum Thema Klimakrise und Kapitalismus stattfinden. Infos:
Schaut einfach mal auf: wuerzburg.demosphere.net. Dort findet ihr immer alle Infos zu linken Veranstaltungen in der Stadt
An dieser Stelle sei auch an die kommende Stolpersteinverlegung am 24.09 erinnert!

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Im Rahmen der 27. Stolpersteinverlegung in Würzburg wird es am 24.09 drei Referate zum Thema “Jüdische Handwerker*innen” in der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für Unterfranken (Dieselstraße 12, 3. Stock) geben.
Insgesamt werden 20 Stolpersteine verlegt. Die Namen sowie Orte und Uhrzeiten der Verlegung findet ihr hier: stolpersteine-wuerzburg.de

Hunderte demonstrierten gegen rechte Gewalt und Abschiebungen. #AkbarBleibt (facebook.com/akbarbleibt/) mobilisierte hunderte und trat eine krasse Kampagne los, einfach nur um ihrem Freund zu helfen, nicht ins Kriegsgebiet deportiert zu werden. @SeebrueckeWue mobilisierte u. a. gegen die Festnahme von @CaroRackete mehrere hundert Menschen zu tollen Demonstrationen!

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
„Brick by brick, wall by wall, make the fortress europe fall!“

600 Menschen protestierten in Würzburg lautstark gegen die Kriminalisierung von #Seenotrettung und die europäische Abschottungspolitik.
Vor wenigen Tagen verkündete @SeebrueckeWue, anlässlich der Festnahme Carola Racketes am Wochenende, auf die Straße zu gehen. @F4F_wuerzburg solidarisierte sich bereits gestern mit Rackete und rief zur Teilnahme an der Demo auf.
Einen sehr ausführlichen Bericht mit Bezug zum aktuellen politischen Geschehen und sehr viele schöne Fotos von der Demo gibt es auf Facebook:

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#Seebruecke #Wuerzburg

Mehrmals waren hunderte in Würzburg auf den Straßen gegen den Krieg der türkischen Armee in #Nordsyrien.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
#RiseUp4Rojava

#SolidarityWithRojava

Bei regnerischem Wetter haben sich gestern ca. 150 Menschen am Hauptbahnhof versammelt, um ihre Solidarität mit #Rojava auszudrücken.

Von dort zog die Demonstration über die Juliuspromenade und die Domstraße zum Vierröhrenbrunnen. Im Anschluss wurde dort eine Mahnwache für die gefallenen kurdischen Freiheitskämpfer*innen abgehalten.
„Rojava, die autonome kurdische Region im Nahen Osten, hat innerhalb eines Jahrzehnts eine Gesellschaft aufgebaut, …
die mit Nähe zur Natur, Akzeptanz und Unterstützung jeder Religion und Nationalität und mit Einbindung von Frauen im öffentlichen und politischen Leben etwas Einzigartiges bewirkt hat“, so eine Rednerin des Würzburger Solidaritätsbündnisses für Rojava.
Sie beklagt Deutschlands Beteiligung und das fehlende Interesse der Bevölkerung: „Unsere Verantwortung wird nicht wahrgenommen. Noch nicht einmal wenn es um Waffenexporte geht
Wobei 80% der deutschen Bevökerung Waffenexporte kritisch sehen, haben diese in diesem Jahr ein neues Maximum erreicht.“
Mit einer großen Polizeipräsenz bewegte sich die Demonstration unter Rufen wie „Deutschland finanziert, Türkei bombardiert“, „Freiheit für Kurdistan“ und „Biji Berxwedana YPJ“ (es lebe der Kampf der YPJ) in die Innenstadt.
Die Demonstration fand im Rahmen eines bundesweiten Protests statt. In Berlin fanden ca. 10.000 Menschen zusammen, ebenso reisten viele aus dem Würzburger Raum nach Regensburg. Nicht zuletzt aus diesem Grund fiel die Würzburger Demo mit 150 Demonstrierenden eher überschaubar aus.
Mit dem Ende der Demonstration ging es direkt zu der Mahnwache über. Dort wurden fünf Reden, davon zwei auf Kurdisch, gehalten, um Passant*innen und Demonstrant*innen über die aktuelle Lage in Rojava zu informieren und Solidarität mit den dort lebenden Kurd*innen auszudrücken.
Eine Rednerin des AKJ (Arbeitskreis kritischer Jurist*innen) führte argumentativ auf, weshalb der Angriff Erdogans auf Rojava gegen das Gewaltverbot der UN-Charta verstößt. So gebe es nur drei Möglichkeiten, welche einen Einfall in Rojava rechtfertigen.
So müsste entweder ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates vorliegen, die syrische Regierung zustimmen, oder die Türkei vom Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen dürfen.
Allerdings seien keine dieser Möglichkeiten erfüllt, „der Angriff Erdogans […] somit nicht gerechtfertigt und verstößt [deshalb] gegen das Gewaltverbot“.
Während der Demonstration und der Mahnwache wurden Flyer zur Lage in Nordsyrien verteilt. Unter anderem schlussfolgern diese, dass türkische Produkte boykottiert werden sollten. Diese Forderung sorgte für heftige Diskussion zwischen den Teilnehmer*innen.
So wurde auf der einen Seite die konsequente (wirtschaftliche) Bestrafung gefordert. Auf der anderen wurde angemerkt, dass mit einem generellen Boykott auch Oppositionelle und in der Türkei lebende Kurd*innen getroffen werden,
das Ziel, türkische Faschisten zu schwächen damit also verfehlt werde.
Um 18 Uhr wurde die mit roten, gelben und grünen Kerzen geschmückte Mahnwache abgebaut.

#MissMutig organisierte eine große Demo zum #Frauenkampftag. Im Juni fand ein evangelikaler Kongress in Würzburg statt, 200 Menschen demonstrierten dagegen.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
“You can’t pray the gay away!” Über die Demo gegen Konversionstherapien und die vorangegangene Mobilisierung gegen den APS-Kongress hat die Antifa Würzburg nun ihren Bericht veröffentlicht: antifawuerzburg.blogsport.eu/2019/06/berich… Bilder: Daniel P
Die Demo mit überwiegend jungen Menschen sowie die Zusammenarbeit mit MissMutig und @QueerPrideWue wird als Erfolg gelobt. Im Vorhinein wurde überregional von den Medien (@tazgezwitscher,@BR_Presse,@mainpost) auf den umstr. Kongress und die Verbindung zu OB Schuchardt hingewiesen
Dass das Thema Konversionstherapie von großer Aktualität ist zeigte heute Spahns erneute Bekräftigung, diese verbieten zu wollen (sueddeutsche.de/politik/konver…). Dem gegenüber steht der heutige Ausspruch gegen “Gender-Theorie” des Vatikans (www1.wdr.de/kultur/kulturn…).
Die Kirche und andere christliche Gruppierungen scheinen also auf ihren veralteten Vorstellungen zu beharren.

@QueerPrideWue organisierte endlich wieder einen #CSD, der locker über tausend Menschen anzog.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Ein kleiner fotografischer Rückblick auf den heutigen #WSD.

Vielen Dank an @QueerPrideWue und alle queeren Menschen für diesen wundervollen Tag! 🏳️‍🌈
Begleitet wurde der #WSD von den Trommlern von Samba Osenga
#WSD 🏳️‍🌈
#WSD 🏳️‍🌈

Zweifelsfrei eines der Highlights bildete die @kew_wue mit der @Unverhandelbar1- Demonstration.

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Schwarzlicht Würzburg (@schwarzlichtwue):
Demo #unverhandelbar – Für Antifa und Klimaschutz – Gegen Kapital und Patriarchat!

Zum Abschluss der @kew_wue erlebte Würzburg drei Demonstrationen, die themenbezogen durch die Stadt zogen.

Hunderte Aktivist*innen aus Klimabewegung, feministischen Bewegungen und Antifaschist*innen liefen jeweils auf ihrer Route durch die Stadt und vereinigten sich immer wieder zu Zwischenkundgebungen.
Am Würzburger Hauptbahnhof versammelten sich zunächst etwa 600 Menschen. Als Erstes zog die Klimademonstration los. Aufgerufen zu dem Block hatten u. a. @EGwuerzburg, @keinhektarmehr und @F4F_wuerzburg. Die Klimademo startete mit 250 Menschen Richtung Berliner Ring.
Als nächstes startete die feministische Demo. U. a. MissMutig und @QueerPrideWue mobilisierten für den feministischen Demofinger. Der queere Zug lief durch Kaiserstraße und Theaterstraße hinter Bannern wie „Feminism“ und „Tender to all gender“.
„However I dress, whereever I go. Yes means yes and no means no“ und „Kondome, Spirale – Linksradikale!“.
Vor dem Theater trafen feministischer und Klima-Block zusammen und liefen zur gemeinsamen Kundgebung in der Hofstraße. Bei der Kundgebung wurden die Ausbeutung und Vertreibung indigener Völker und die Zerstörung ihrer Kulturstätten für Rodungen thematisiert.
Für eurozentrische Medien seien diese Themen uninteressant, kritisierte eine Sprecherin. „Es gibt kein umfassendes Ende des Rassismus, ohne ein Ende des Kapitalismus“, betonte die Rednerin. Ihre Rede wurde zwischenzeitlich mit „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!“ bejubelt.
Als Drittes startete der antirassistische Solidarityblock. Die asylpolitische Gruppe @mehrals16a sprach über Solidarität. „Solidarität ist: im Alltag Geflüchteten zu helfen. Solidarität ist: sich gegen Rassismus stellen. Und Solidarität heißt: auch gemeinsam auf die Straße gehen“
Ohne die zivile Seenotrettung und die solidarischen Seebrücken-Proteste wären noch mehr Menschen im Meer ertrunken, betonte er. Er schloß seine Rede ab: „Machen wir aus der Solidarität eine Waffe um der Unmenschlichkeit entgegenzutreten!“.
Angesichts der Ereignisse in Rojava, ergriff eine Kurdin das Wort: „Wir haben die Welt gegen den IS verteidigt und nun schaut die Welt zu, wie Erdogan uns vernichtet!“.
Sie forderte einen sofortigen Rückzug der türkischen Armee und Sanktionen gegen Erdogan. Die deutsche Regierung leiste ihren Beitrag zum türkischen Angriffskrieg. „Deutsche Panzer raus aus meinem Land“, sagte sie.
Sie beendete ihre Rede mit: „Man muss kein Kurde sein, um zu helfen, man muss nur ein Mensch sein!“.
Gut 200 Antifaschist*innen zogen daraufhin unter Antifa- und YPG-Fahnen durch die Bismarckstraße. Zu dem Block unter dem Motto „Solidarity for all!“ riefen u. a. @antifa_wue, @mehrals16a und die @SeebrueckeWue auf.
Angesichts der Lage in Rojava riefen sie: „Biji Berxwedana Rojava!“ („Es lebe der Widerstand in Rojava“) und „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt!“.
Der Protest solidarisierte sich mit geflüchteten Menschen. „Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall“ schallte es durch die Pleich. Die Antifaschist*innen liefen über Congress-Centrum und Karmelitenstraße zum Unteren Markt.
Dort warteten sie auf den feministischen Block, deren Techno-Mukke bereits zu hören war.

Mit lauten „Alerta, Alerta Antifascista“-Rufen erreichte der feministische Block unter großem Jubel den Unteren Markt.
In der Rede wurde auf die menschenunwürdige Unterbringung eingegangen. Frauen leiden darunter besonders. „Sogar Frauen werden abgeschoben“, sagte die Missmutig-Rednerin. Geflüchtete seien nach Deutschland gekommen, um in Frieden zu Leben und erleben nun staatliche Repression.
„Jeden Tag verschärfen sich Gesetze und Maßnahmen“, sagte die Sprecherin. Zudem kritisierte sie Waffenexport in die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien. „Wir müssen unser System radikal verändern“, forderte die Antikapitalistin.
Danach zog der feministische Block am Rathaus vorbei durch die Sanderstraße zum Mainkai. Hinter den Feminist*innen lief die Solidarity-Demo. Beide zogen die Blicke der zahlreichen Passant*innen auf sich.
Der Solidariy-Block lief über Dom und Neubaukirche zum „Geschwister-Scholl-Platz“. Dort sagte eine Rednerin: „Wachstum macht unsere Erde kaputt, unser jetziges System braucht das Wachstum“, betonte sie.
. @EGwuerzburg ging auf die Kriminalisierung von Seenotrettung ein. „Menschen Retten ist kein Verbrechen“, „Es ist jetzt die Zeit aktiv zu werden!“.
Auf Anordnung der Polizei liefen die Züge gemeinsam über den Sanderring zum Mainkai. Unter „A-Anti-Anti-Capitalista“ und „Climate Justice – Now!“ rufen erreichten sie das Mainufer. Dort bejubelte sie bereits die queere Demo.
In den Abschlussreden wurde die Unterdrückung der Frauen im Alltag thematisiert. Eine Sprecherin kritisierte, dass die Stadt im Juni einen teils homophoben evangelikalen Kongress hat stattfinden lassen.
Die Blicke richteten sich auf die Festung. Dort seilten sich Menschen mit einem Banner „Keine Festung Europa!“ ab. Großer Jubel brandete auf, als die Message ganz zu lesen war. Die erfolgreiche Demo klang zu Techno-Musik bei schönem Wetter am Mainkai aus.
Morgen geht es schon weiter mit der Demo gegen Antisemitismus, am Donnerstag rufen soziale Gruppen auf, die Wohnungsnot in Würzburg zu bekämpfen. Nächsten Samstag organisert WATU den ersten Animal Rights March Würzburg.

Wir bitten um Verständnis, dass wir ein paar Wochen Auszeit gebraucht haben und unsere Posts zurückgefahren haben. In dieser Zeit haben wir allerdings nicht geschlafen, sondern wir werden nach und nach berichten, was “zwischen den Jahren” passiert ist. Auf ein rebellisches 2020!

Denn: @By2020WeRiseUp